Filmkritik: „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ (2019)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: J. J. Abrams
Mit: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 142 Minuten
FSK: ab 12
Genre: Science Fiction / Fantasy / Action
Tags: Star Wars | Jedi | Skywalker | Macht | Dunkle Seite | Imperium

Inhalt: Die sogenannte Neue Ordnung ist noch immer nicht besiegt. Eher ist das Gegenteil der Fall, hat der Widerstand unter Führung von Generalin Leia (Carrie Fisher) mehr zu kämpfen als jemals zuvor – erst Recht, da der skrupellose Anführer Kylo Ren (Adam Driver) einen ungeahnten Verbündeten hinzugewonnen zu haben scheint. Alle Hoffnungen ruhen nun auf Rey (Daisy Ridley), der offenbar letzten Jedi. Gemeinsam mit ihren Freunden Finn (John Boyega), Poe (Oscar Isaac), Chewbacca (Joonas Suotamo) und C-3PO (Anthony Daniels) macht sie sich auch die Suche nach einem geheimnisvollen Artefakt…

Kritik: Mit „Der Aufstieg Skywalkers“ endet die neueste (Haupt-)Trilogie aus dem berühmt-berüchtigten STAR WARS-Franchise. Eine Trilogie, die im allgemeinen für höchst gemischte Gefühle in den jeweiligen Fangemeinden gesorgt hat – und das nicht nur, da sich mittlerweile Disney für den Aufstieg oder Fall des einst von Altmeister George Lucas ins Leben gerufenen Franchise verantwortlich zeichnet. Gründe für den relativen Zwiespalt dürften sich schließlich auch in Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung der Trilogie (mit „Das Erwachen der Macht“ als im Grunde lediglich die Original-Trilogie kopierendem Auftakt, siehe Rezension) sowie allerlei; man nenne sie moderne Entscheidungen hinsichtlich diverser Charaktere und Stilmittel finden. Im Falle von „Der Aufstieg Skywalkers“ – beziehungsweise grundsätzlich der gesamten neuen Trilogie – kommt es aber ohnehin ganz auf die jeweiligen persönlichen Erwartungen an.

Anders gesagt: erwartet man hier ein STAR WARS-Erlebnis der guten alten Schule – oder eines, welches auch nur ansatzweise mit dem einzigartigen Flair der drei ursprünglichen Teile vergleichbar ist – so wird man vermutlich eher enttäuscht. Andererseits, und im Vergleich mit der insgesamt sicher noch etwas unrühmlicheren Trilogie der Jahre 1999 bis 2005 (mit Episode 1 als kitschig-quietschbunten Negativhöhepunkt, siehe Rezension) schneiden die neuen Filme eben doch deutlich besser respektive angenehmer ab. Und das in mehrerlei Hinsicht: von den anberaumten handwerklich-technischen Elementen über die etablierte Atmosphäre bis hin zu deutlichen Reminiszenzen an die Original-Trilogie (unter anderem durch die durchaus angenehme Rückkehr diverser wichtiger Charaktere) stecken in der insgesamt überraschend düster gehaltenen Disney-Trilogie schon deutlich mehr „echte“ STAR WARS-Anteile als in den meisten anderen Franchise-bezogenen Werken.

Unter dem Gesichtspunkt und der Erwartungshaltung, möglichst viel neues und dabei in jeder Hinsicht erträgliches (selbst das ist heutzutage gar nicht mehr so einfach) STAR WARS-Material serviert zu bekommen, hat sich die neue Trilogie also durchaus einen Platz in den Hitlisten der Fans verdient. Erträglich deshalb, da man sich einerseits nicht zu weit vom Original entfernt, eine grundsätzlich spannende Weiterführung der ursprünglichen Geschichte inszeniert, auch einige durchaus passende neue Elemente vorsieht – und andererseits, da sich die inhaltlichen und stilistischen Fehlgriffe vor allem im Sinne eines eventuell zu modernen Films in Grenzen halten. Sicherlich, dezent stören können sie trotzdem – doch insgesamt betrachtet, und gerade nach dem eher enttäuschenden Auftakt der neuen Trilogie wissen sowohl „Die letzten Jedi“ und „Der Aufstieg Skywalkers“ einiges an hoch potentem Futter für STAR WARS-Fans zu liefern. OB sich diese dann als eingefleischt bezeichnen würden oder im besten Fall bereits seit der ursprünglichen Ausstrahlung der Originale dabei sind – die für immer relativ unantastbar bleiben werden und sollten – das spielt im Grunde gar keine allzu große Rolle.

So kann „Der Aufstieg Skywalkers“ grundsätzlich jedem Fan oder Nicht-Fan empfohlen werden, der nicht zu viel erwartet, eher wenig Lust auf die Charakter-bezogenen Neben-Ableger der Reihe hat – aber ebenfalls nicht auf ein zünftiges Sternen-Abenteuer verzichten kann oder will. Im Vordergrund – und unter Einbeziehung der im besten Fall etwas heruntergeschraubten Ansprüche – stehen dabei klar all jene STAR WARS-Elemente, die man kennt und liebt – und die nicht ohne Grund ikonisch geworden sind. Seien es große und von vielen geschätzte Charaktere wie Chewbacca, Luke Skywalker, Han Solo, Lando Calrissian, Leia Organa oder die Droiden R2D2 und C3PO; die verschiedenen Welten, die verschiedenen Raumschiffe und Gleiter (inklusive des Millenium-Falcons), die markanten Bösewichte – „Der Aufstieg Skywalkers“ hat viel von jenem zu bieten, was schon früher beliebt war beziehungsweise die Reihe eigentlich erst groß gemacht hat. Sicher, allzu große Überraschungseffekte bleiben in Anbetracht des Rezepts „weniger neues, mehr vom altbewährten“ aus – doch das macht nichts, bietet der Film auch so genügend Anhaltspunkte um nicht an Spannung zu verlieren.

Der wichtigste Punkt war uns ist aber der, dass man diese altbewährten Elemente tatsächlich sinnvoll und auf eine durchaus reizvolle Art und Weise in einen neuen Film portiert hat – und sie dabei niemals der Lächerlichkeit preisgibt oder dem Andenken an die alten Filme anderweitig Schaden zufügt. Eben so, wie es bei vielen aktuellen Remakes, Reboots oder Serien-Ablegern heutzutage leider gerne mal der Fall sein kann. So lassen sich auch die durchaus vorhanden Kritikpunkte an „Der Aufstieg Skywalkers“ verschmerzen; erneut unter der Beachtung des generell etwas heruntergeschraubten Anspruchs versteht sich. Das Erzähltempo vor allem in der ersten Hälfte des Films beispielsweise wirkt schon etwas holprig respektive teils gehetzt, das Hinarbeiten auf den eigentlichen Höhepunkt (das zu erwartende große Finale) überzeugt nicht immer bzw. bekommt es einige Dämpfer ab. Auch die teils eingeschobene Lockerheit bzw. die hie und anberaumten witzigen Stellen bedienen zwar den typischen STAR WARS-Humor, fühlen sich aber einstweilen etwas (zu) gezwungen an. Die handwerklich-technischen Aspekte wissen größtenteils zu überzeugen – vor allem im Hinblick auf die Kostüme, die (kleineren) Effekte, die Innenansichten der Raumschiffe und -Gleiter sowie glücklicherweise auch den Soundtrack. Im Großen finden sich dagegen – und warum auch immer – leider immer wieder einige eher störende Elemente, die man anders oder besser hätte umsetzen müssen. Die arg künstlichen Ansichten des zerstörten Todessterns etwa markieren hier ein Beispiel – oder der Haupt-Stützpunkt der Sith inklusive Publikum (eine viel zu vereinfachte, extrem matschig wirkende Darstellung) oder die große und eher diffuse (Weltraum-)Schlacht gegen Ende.

Was bleibt, ist eigentlich nur noch eine Kleinigkeit – die Charaktere, und damit verbunden sicherlich auch die Qualität des Schauspiels. Fest steht: man kann die in „Der Aufstieg Skywalkers“ vorgestellten bzw. handelnden Personen (wenn man mal die bereits bekannten und damit altbewährten außen vor lässt) eigentlich nur lieben oder hassen – dazwischen gibt es nicht viel Platz. Immerhin, die ein oder andere Überraschung gibt es – wobei sich auch hier eher wenig wirklich konstruiert anfühlt; mit Ausnahme des im Sinne der „dunklen Seite“ doch etwas zu mäandernden Gebarens von Kylo Ren. Alles in allem handelt es sich um einen soliden STAR WARS-Film – und einen würdigen Abschluss der neuen Trilogie.


„Ein gelungener Abschluss einer insgesamt nicht perfekten, aber doch höchst soliden Trilogie“.


Filmkritik: „Predator – Upgrade“ (2018)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Charakteren von Jim Thomas
Regie: Shane Black
Mit: Boyd Holbrook, Trevante Rhodes, Olivia Munn u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 107 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben (Empfehlung: ab 18)
Genre: Action (90 %), Sci-Fi (10 %)
Tags: Weltraum | Schlacht | Kreaturen | Jagd | Mission | Mutation

Von großen und kleinen Kriegern.

Inhalt: Inmitten einer weiteren Mission als Scharfschütze sieht sich der Elitesoldat Quinn McKenna (Boyd Holbrook) plötzlich mit einer merkwürdigen Erscheinung konfrontiert: ein seltsames, sich offenbar gerade im Absturz befindendes Objekt rast über seinen Kopf hinweg und schlägt ganz in der Nähe ein. Bei näherer Betrachtung dann bestätigt sich das unfassbare: es handelt sich um ein Raumschiff, aus dem eine augenscheinlich sehr aggressive Kreatur entschlüpft ist. Glücklicherweise kann er diese schnell auf die Knie zwingen, und die Gefahr zunächst abwenden. Um sicherzustellen, dass ihm später geglaubt werden würde nimmt er einen Teil der Ausrüstung an sich und schickt zusätzlich ein größeres Paket an seine Heimat – wo es ausgerechnet sein Sohn Rory (Jacob Tremblay) in Empfang nimmt und auch gleich akribisch untersucht. Derweil wird das tot geglaubte Wesen in ein Labor verfrachtet, wo man sich vor allem über eines einig ist: es handelt sich um einen sogenannten PREDATOR – hochgezüchtete Super-Wesen mit erstaunlichen Fähigkeiten, die von fernen Planeten stammen und immer auf der Suche nach einer neuen Jagd-Herausforderung sind. Offensichtlich aber ist der gefangene PREDATOR doch noch nicht ganz tot – und seine Gerätschaften, ganz egal wo sie sich auch befinden; eng miteinander vernetzt… und gut auf seine Häscher zu sprechen scheint er nun ganz und gar nicht mehr zu sein.

Kritik: Sie geht also weiter – die Geschichte um den ebenso sagenumwobenen wie blutrünstigen PREDATOR, der im Jahre 1987 erstmals im Rahmen eines vollwertigen (und mittlerweile legendären) Spielfilms das Licht der Welt erblickte. Von einem wirklichen Nachfolger im Sinne der knisternd-spannenden Atmosphäre des Originals, der quasi-Neuauflage PREDATORS aus dem Jahre 2010 (siehe Rezension) sowie teilweise noch vom 1997 nachgeschobenen zweiten Teil sollte man hier allerdings eher nicht ausgehen. Und das nicht nur, da zu viele Jahre zwischen den Veröffentlichungen vergangen wären oder kein Arnold Schwarzenegger weit und breit zu sehen ist. Nein, vielmehr ist der Grund in den Entscheidungen der Verantwortlichen zu suchen; die die namensgebenden PREDATOR-Elemente ganz offensichtlich nur als Aufhänger für ein vergleichsweise buntes und hektisches Hollywood-Spektakel nutzen.

Eines, das letztendlich deutlich mehr von einem reinen Actioner denn einem Sci-Fi-Film hat – und einstweilen explizit Gefahr läuft, überladen zu wirken. Eben darauf; das heißt auf einen in jeder Hinsicht turbulenten, mit einer großen Prise eines (nicht immer aufgehenden) Humors versehenen und mit gleich mehreren Parallelen zum STARSHIP TROOPERS-Universum garnierten Blockbuster sollte man sich auch einstellen; will man in den Genuss von PREDATOR – UPGRADE kommen. Den zu erleben ist im übrigen durchaus möglich – will man sich nur gut unterhalten und mit immer neuen ideenreichen Einschüben (die trotz der FSK-Freigabe ab 16 auch mal in Form von heftigen Splatter-Elementen daherkommen) bombardiert wissen. Immerhin, und auch wenn man keine tiefer gehenden Fragen zum Inhalt und speziell das Gebaren der stellenweise an TROPIC THUNDER erinnernden, dezent ver-rückten Charaktere-Riege stellen sollte; ist PREDATOR – UPGRADE noch weit davon entfernt, ein müder Abklatsch wie die aus zwei grundsätzlich guten Franchises zusammengestellten ALIENS VS. PREDATOR-Filme zu sein.

Anders gesagt: der neueste PREDATOR-Ableger mag nicht mehr viel vom ursprünglichen Flair der Reihe haben, plötzlich mit unerwarteten Side-Stories wie der des an Asperger erkrankten Sohns des Hauptcharakters (hier recht sympathisch gespielt von Jacob Tremblay) aufwarten und im Ausgleich dazu eine turbulente Action-Szene nach der anderen abfeuern – doch als reines Popcorn-Kino ohne größere Materialschlachten a’la Michael Bay macht er schlicht einen Heidenspaß. In diesem Zusammenhang sei es den Machern vielleicht auch verziehen, dass ausgerechnet die Nahansichten des computeranimierten PREDATORS eher schlecht als recht aussehen – und man auch in Bezug auf den Soundtrack und das Schauspiel von vielem sprechen kann, nur nicht von großer (oder eher: nennenswert ernstzunehmender) Kunst. Wen das nicht stört, der sollte durchaus mal einen Blick auf diesen Science Fiction-Film, pardon: Actioner werfen – und darauf hoffen, dass nicht zu viele weitere Nachfolger erscheinen und sich alsbald ein Übermüdungseffekt der Marke MARVEL einstellt.

Bilder / Promofotos / Screenshots: Twentieth Century Fox

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„Weniger PREDATOR, mehr Spaß – ein gewöhnungsbedürftiges, dafür aber umso kurzweiligeres Unterhaltungspaket.“

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Filmkritik: „Matrix: Revolutions“ (2003)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski
Mit: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 128 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Science Fiction, Action
Tags: Matrix | Trilogie | Finale | Abschluss | Zion | Maschinenwelt

Eine Revolution beginnt mit einem Gedanken.

Inhalt: Während sich sowohl die Soldaten als auch die Zivilisten der Menschenstadt Zion auf die finale Auseinandersetzung mit den Maschinen vorbereiten und alsbald die ersten Gegner vor das Visier bekommen, setzt Neo (Keanu Reeves) noch immer alles daran, seine Rolle als Auserwählter und potentieller Retter der Menschheit endgültig zu verstehen. Wieder zur Seite steht ihm dabei das Orakel (Mary Alice) – aber unglücklicherweise auch der abtrünnige Agent Smith (Hugo Weaving), der sich ebenfalls auf einen letzten Kampf vorzubereiten scheint. Von seiner Liebe zu Trinity (Carrie-Anne Moss) beflügelt, wagt Neo das schier unmögliche: er begibt sich auf den Weg in das Herz der Maschinenwelt – und damit an einen Ort, den noch nie zuvor ein Mensch betreten hat.

Kritik: In der Tat – und analog zu den beiden vorherigen Rezensionen zu THE MATRIX (siehe Review) und MATRIX: RELOADED (siehe Review) – gilt es in Bezug auf das 1999 von den Wachowski-Brüdern ins Leben gerufene MATRIX-Franchise mindestens zweierlei Überraschungen festzuhalten. Zum einen natürlich den ursprünglichen ersten Teil selbst, der hinsichtlich seiner erzählerischen Innovation und der Effekte Maßstäbe setzte – und zum anderen die Feststellung, dass die Ideengeber sich auch im Hinblick auf die beiden Fortsetzungen nicht nennenswert verhaspelten. Oder auch: sich nicht nennenswert bei einem potentiellen Massenpublikum anbiederten, trotz der im zweiten Teil stärker betonten (und teilweise dezent kitschig inszenierten, glücklicherweise aber immer noch als Beiwerk fungierenden) Liebensgeschichte zwischen Neo und Trinity. Anders gesagt: trotz des gewaltigen Budgets und der hohen Erwartungen sind die Wachowski’s sich selbst respektive ihrer Idee treu geblieben, woraufhin sich die abgeschlossene MATRIX-Trilogie schnell einen enormen Kultstatus erarbeiten konnte.

Zwar muss man dabei speziell in Bezug auf den dritten Teil einige Abstriche machen – wie etwa hinsichtlich der einstweilen doch etwas strapazierenden Effekt-Flut während der Kämpfe in und rund um Zion, den durch die heftige Überzeichnung etwas unglücklich gestalteten Endkampf zwischen Neo und Agent Smith oder die nicht gänzlich zufriedenstellende Auflösung gegen Ende. Eine Auflösung, die glücklicherweise nicht wirklich eine ist respektive noch immer ausreichend Fragen unbeantwortet lässt – aber dennoch nicht ganz mit der eventuell erwarteten Wirkung von Statten geht. An den Überraschungseffekt (oder auch: das den Kultfaktor der Reihe rechtfertigende Aha-Erlebnis) des ersten Teils etwa reicht das Finale nicht mehr heran. Vielleicht, und auch wenn das ebenfalls kein wirklicher Trost ist; hatten sich die Wachowski’s hier schlicht selbst eine Messlatte angelegt, die kaum noch zu erreichen war.

Gut, oder eher eine rettende Notwendigkeit ist; dass sich die offenbaren Schwächen von MATRIX: REVOLUTIONS aber nur auf vereinzelte Momente des Films beziehen – und den rundum gelungenen Eindruck der Trilogie nicht mehr wirklich schmälern können. Gesehen haben sollte man THE MATRIX respektive die vollständige Trilogie allemal – andernfalls verpasst man einen ebenso einzigartigen wie in einem positiven Sinne denkwürdigen Kino-Moment des frühen 21.sten Jahrhunderts.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Warner Bros. GmbH

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„Ein nicht mehr ganz so starker, zweifelsohne aber dennoch absolut sehenswerter Abschluss einer einmaligen Trilogie.“

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Filmkritik: „Matrix: Reloaded“ (2003)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski
Mit: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 138 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Science Fiction / Action
Tags: Matrix | Parallelwelt | Maschinen | Auserwählter | Kampf | Überleben

Noch ist das letzte Geheimnis nicht gelüftet.

Inhalt: Nachdem der Computerspezialist Thomas A. Anderson aka Neo (Keanu Reeves) die Wahrheit über sein Leben erfahren und seine Rolle als Auserwählter angenommen hat, macht er sich gemeinsam mit seinen Mitstreitern Morpheus (Laurence Fishburn) und Trinity (Carrie-Anne Moss) sowie auch der Hilfe des ominösen Orakels (Gloria Foster) auf, endgültig hinter das Geheimnis der MATRIX zu kommen. Dass er dabei auch allen möglichen Widersachern die Stirn bieten würde, ist selbstverständlich – wie etwa dem abtrünnigen Agenten Smith (Hugo Weaving), der sich offenbar allein darauf fokussiert hat Neo zu vernichten. Das Problem: sollte Neo versagen, steht auch das Schicksal der Stadt Zion auf dem Spiel – die bereits von zahlreichen Robotern angesteuert wird. Noch hält die Verteidigung – die Frage ist nur, für wie lange… und ob Neo die Lösung tatsächlich in der trostlosen realen Welt, oder vielleicht doch der MATRIX suchen muss.

Kritik: Spätestens nach dem Überraschungserfolg von THE MATRIX (siehe Review) stand unumstößlich fest, dass man in Zukunft mit dem Schaffen der Wachowski-Brüder Larry und Andi rechnen sollte – und dass man den Geschwistern so gut wie alle Freiheiten in Bezug auf die damals noch ausstehenden Abschluss der geplanten MATRIX-Trilogie gewähren müsste. Entsprechend wenig überraschend war, dass das Budget für die beiden Nachfolger MATRIX: RELOADED und MATRIX: REVOLUTIONS grundsätzlich keine Grenze kannte, trotz der bereits einiges einsparenden Zusammenlegung der Drehtage – und dass die Wachowski’s wieder einmal Grenzen sprengen würden. Vielleicht in einem nicht ganz so innovativen, wegweisenden und spektakulären Ausmaß wie im ursprünglichen ersten Teil mit seiner bis heute kultigen inhaltlichen Offenbarung – aber immerhin ohne, sich in Bezug auf ihr Konzept zu verhaspeln oder sich gar die Blöße zu geben.

Anders gesagt: MATRIX: RELOADED steht dem großartigen Vorgänger in (fast) nichts nach. Sicher; dieses Mal weiß man ungefähr was einen erwartet, und der ganz gro´ße Aha-Effekt bleibt aus – wobei selbst die mangelnde inhaltliche Vertiefung potentiell spannender Elemente nicht verhindern kann, dass MATRIX: RELOADED einen schier ungeheuerlichen Sog entwickelt. Ein Sog, der verständlicherweise aus der Weiterführung der bereits im ersten Teil angeschnittenen Erzählstränge inklusive des Werdegangs der involvierten Charaktere resultiert – aber auch aus den furiosen Actionsequenzen, auf die im Vergleich mit dem Vorgänger noch einmal eine ordentliche Schippe draufgelegt wurde. Neben den schon zuvor beeindruckenden Zeitlupen-Effekten ist es hier vor allem eine längere Verfolgungsszene auf einer Autobahn, die im Gedächtnis bleiben wird – gerade weil es sich hier (und im Gegensatz zu einigen anderen pompös inszenierten Hollywood-Krachern) um alles andere als eine seelenlose Materialschlacht handelt.

Kurzum: die Story respektive die Weiterführung der Erzählung stimmt, wobei insbesondere der Schauplatz Zion sowie das Bestreben von Agent Smith Lust auf mehr machen. Die Effekte sind (wenngleich sie auch nicht mehr ganz so subtil angewandt werden) mindestens ebenso spektakulär wie im Vorgänger, die Leistungen der beteiligten Darsteller passt, der Soundtrack ist mitreißend. MATRIX: RELOADED ist ein wichtiger und qualitativ nicht wirklich abfallender Teil der MATRIX-Trilogie, die nicht von ungefähr als absolutes Pflichtprogramm für Cineasten gilt.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Warner Bros. GmbH

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„Wie schon der erste Teil ist auch der zweite MATRIX-Film ein absolutes Muss – und ein ebenso wenig zu kritisierendes wie wichtiges Element innerhalb der kultigen Trilogie.“

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Filmkritik: „Star Wars Episode 8: Die Letzten Jedi“ (2017)

Originaltitel: Star Wars: The Last Jedi
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Rian Johnson
Mit: Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 152 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Science Fiction
Tags: Star Wars | Episode 8 | Jedi-Ritter | Luke Skywalker | Imperium | Erste Ordnung | Rebellen

Spiele nicht mit der Macht, sonst setzt es eine Tracht.

Inhalt: Auch wenn der von Generalin Leias (Carrie Fisher) geführte Widerstand die furchteinflößende Starkiller-Basis der Ersten Ordnung zerstört hat, ist noch immer kein Frieden in Sicht. Mit verantwortlich dafür ist der eigentliche Strippenzieher der dunklen Seite der Macht, Snoke (Andy Serkis) – der weiterhin große Hoffnungen in seinen Schüler Kylo Ren (Adam Driver) setzt. Dennoch setzen der tollkühne Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac), der desertierte Ex-Sturmtruppler Finn (John Boyega) und die offenbar von der Macht profitierende Rey (Daisy Ridley) alles daran, den finsteren Mächten die Stirn zu bieten. Da sie selbst wissen dass die Lage beinahe aussichtslos ist, planen sie den legendären Luke Skywalker (Mark Hamill) mit in die Kämpfe einzubeziehen. Das Problem ist nur, dass sich der mittlerweile zu einem waschechten Einsiedler gemausert hat, der augenscheinlich nur noch wenig Interesse daran hat das Gute zu verteidigen…

Kritik: Ob man will oder nicht – die STAR WARS-Maschinerie läuft immer weiter. Erst Recht natürlich seit der umstrittenen Übernahme des ursprünglichen Produktionsstudios Lucasfilm durch den Disney-Konzern im Jahre 2012, der längst nicht mehr nur an der eigentlichen Filmreihe arbeitet. Während manche Franchise-Fans eben diesen – und dabei mittlerweile zahlreichen – Prequels und Spin-Offs von vorne herein aus dem Weg gehen, steht zumindest die bereits im Jahre 1977 mit dem legendären KRIEG DER STERNE losgetretene STAR WARS-Hauptreihe weiterhin im Fokus vieler Anhänger der Sternensaga – die damit umso mehr Aufmerksamkeit erhält. Und stellenweise auch deutlich mehr Kritik; wie es das noch nicht allzu lang zurückliegende, groß angekündigten Franchise-Revival in Form von EPISODE VII – DAS ERWACHEN DER MACHT (siehe Review) mit Nachdruck aufzeigte. Die Behauptung, dass die Verantwortlichen nicht viel mehr gemacht haben als eine vergleichsweise seelenlose Kopie des Materials der Originalfilmreihe aus den Jahren 1977 bis 1983 abgeliefert zu haben; ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen – sodass es eine umso spannendere Angelegenheit war und ist zu sehen, wie man im neuesten Teil der Reihe verfahren würde.

Und tatsächlich: der hier gemeinte achte STAR WARS-Teil DIE LETZTEN JEDI ist wieder etwas mehr geworden als eine gefühlte Neu- oder Nacherzählung der intergalaktischen Abenteuer der Vergangenheit. Und beileibe auch mehr als das, was George Lucas mit den viel diskutierten ersten Episoden aus den Jahren 1999 bis 2005 an (hier: reichlich buntem) STAR WAR-Material nachgelegt hatte. Anders gesagt: DIE LETZTEN JEDI ist als zweiter Teil der dritten Trilogie etwa kaum mit dem ebenso oberflächlich-klinischen wie schlicht fürchterlichen zweiten Teil der ersten (ANGRIFF DER KLONKRIEGER, siehe Review) zu vergleichen – und profitiert letztendlich sogar von der neuerlichen Disney-Ägide. Und das beispielsweise, indem man den Wünschen der Fans ganz offensichtlich wieder mehr Gehör schenkt. So ist DIE LETZTEN JEDI eine recht ansehnlicher STAR WARS-Teil geworden, der eine grundsätzlich angenehme Mixtur aus typischen Franchise-Elementen (wie etwa dem düster-dystopischen Setting, das man dennoch immer wieder mit einem gewissen Witz und Charme auflockert) und einer eher modernen Herangehensweise in Form von neuen Geschichten, Charakteren und Effekten.

Gerade die sehen im neusten Ableger übrigens ganz und gar hervorragend aus – auch wenn dies weniger auf potentiell hochkarätige Lichtschwert-Auseinandersetzungen zu beziehen ist, als vielmehr auf die Gestaltung der Weltraum-Szenen, die Kulissen und die Kostüme. Gerade in Anbetracht der schmackigen Kämpfe, die sogar den ein oder anderen Gänsehaut-Moment bereithalten (wie etwa den, als der Hypersprung eines Rebellenschiffes als Waffe eingesetzt wird); muss sich DIE LETZTEN JEDI also keineswegs hinter seinen Vorgängern verstecken – und das auch oder gerade weil hier augenscheinlich noch immer viel Wert auf ein geschicktes Handwerk gelegt wurde, und man nicht von einer Sound- und Effektflut der Marke TRANSFORMERS erschlagen wird. Dass J.J. Abrams (u.a. CLOVERFIELD) seine Finger mit im Spiel gehabt hat, merkt man übrigens auch – wobei die Überraschung umso größer ist, dass seine visuellen Konzepte gut in das STAR WARS-Universum zu passen scheinen.

Der größte Vorteil an EPISODE 8 aber ist und bleibt die Tatsache, dass man nach dem Wiederholungs-Effekt von EPISODE 7 endlich wieder eine neue (und dabei recht spannende) Geschichte erzählt – es dabei aber nicht verpasst, das gute alte STAR WARS-Gefühl inklusive der entsprechend unverwechselbaren Atmosphäre wieder aufleben zu lassen. Dass dafür auch oder sogar hauptsächlich die zahlreichen Auftritte wichtiger STAR WARS-Charaktere verantwortlich sind, versteht sich von selbst – wobei es sich unerwartet gut und stimmig anfühlt, im Sinne des Werdegangs von Meister Yoda, Luke Skywalker, Chewbacca oder Leia Organa auf den neuesten Stand gebracht zu werden. DIE LETZTEN JEDI kann damit getrost allen Franchise-Fans (und solchen, die es werden wollen) empfohlen werden – auch wenn man verständlicherweise nicht erwarten kann, dass es die achte Episode im Sinne der Qualität und des Flairs mit den altehrwürdigen Originalfilmen aufnehmen kann.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Lucasfilm / Disney

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„DIE LETZTEN JEDI ist ein unerwartet stimmiger STAR WARS-Teil geworden, der der neuen Trilogie durchaus zu neuem Glanz verhilft. Es gilt jedoch weiterhin – und speziell in Anbetracht der quantitativen Auswüchse des Franchise – Vorsicht walten zu lassen.“

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Filmkritik: „Matrix“ (1999)

Originaltitel: The Matrix
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Andy Wachowski, Larry Wachowski
Mit: Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss, Hugo Weaving u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 131 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Science Fiction, Action
Tags: Matrix | Fiktion | Paralellwelt | Roboter | Maschinen | Künstliche Intelligenz

Was ist schlimmer – irgendwo gefangen zu sein, oder gar nicht erst zu wissen dass man es ist ?

Inhalt: Thomas A. Anderson (Keanu Reeves) führt ein waschechtes Doppelleben: während er sich in seinem Alltag als unscheinbarer Programmierer für eine große Softwarefirma verdingt, nimmt er im privaten auch mal etwas zwielichtigere Aufräge an – sofern die Bezahlung für seine Dienste als professioneller Hacker stimmt. Und auch wenn er recht gut mit seinem Lebensstil zurechtzukommen scheint, beschleicht ihn des öfteren das Gefühl als würde etwas nicht stimmen – wobei er Schwierigkeiten hat zu definieren, was genau es sein könnte. Dementsprechend hätte er wohl mit allem rechnen können – nur nicht mit der These die ihm ein gewisser Morpheus (Laurence Fishburne) nahelegt. Der behauptet schlicht, dass die Welt wie Thomas und all die anderen Menschen sie kennen; nichts weiter ist als eine computergesteuerte Simulation. Kurz darauf stellt Morpheus Thomas vor die Wahl: entweder, er würde sein Leben wie bisher weiterleben – oder aber die Chance wahrnehmen, die Wahrheit zu ergründen. Dafür müsste Thomas allerdings sein altes Leben komplett hinter sich lassen…

Kritik: Ja, es wurde bereits viel über ihn gesagt – wobei sich so gut wie alle Kritiker und Zuschauer zumindest in einer Hinsicht einig sind. THE MATRIX, der 1999 erschienene Kultfilm der beiden Wachowksi-Brüder (oder mittlerweile auch Schwestern) war und ist nicht weniger als ein Meilenstein der Science Fiction- und Action-Filmgeschichte. Einer, bis heute nichts von seiner ursprünglichen Faszinationskraft verloren hat – was auch oder vielleicht sogar erst Recht für die beiden etwas später veröffentlichten Nachfolger MATRIX RELOADED und MATRIX REVOLUTIONS gilt. Der Gründe dafür gibt es gleich eine ganze handvoll: seien es die hervorraganden und in jeder Hinsicht innovativen Spezialeffekte inklusive der für die Filmreihe typischen Zeitlupen-Sequenzen, die gut choreographierten Kampfszenen, die hochkarätige und in einem angenehmen Maß in ihren Rollen aufgehende Besetzung oder nicht zuletzt die vergleichsweise wenig ausgelutschte (und für eine Hollywood-Produktion recht freigeistig umgesetzte) Grundidee – der turbulente Action- und Sci-Fi-Mix geht in vielerlei Hinsicht auf, und sorgt in Anbetracht seiner sowohl in handwerklich-technischer als auch inhaltlicher Hinsicht äußerst zufriedenstellender Elemente für einen immensen Unterhaltungswert.

Wenn man dem ersten Teil der Reihe dennoch etwas ankreiden wollte, wären dies vornehmlich zwei Dinge. Zum einen, dass es die Macher mit ihrer an den Tag gelegten (oder eher auf die Leinwand gebannten) Coolness stellenweise dezent übertrieben haben, was einige Szenen eher unfreiwillig komisch denn wirklich beeindruckend wirken lässt – und zum anderen, dass der erste Teil der Reihe schlicht noch nicht ganz die Intensität und den Ideenreichtum der späteren Nachfolger erreicht. Davon abgesehen – und in Anbetracht der Tatsache, dass THE MATRIX ohnehin nur als vollständige Trilogie funktioniert – gab und gibt es aber kaum etwas zu mäkeln. Anders gesagt: auch wenn der erste Teil nicht perfekt ist, gehört er zu einer absoluten Pflichtreihe des ausgehenden 20.sten und beginnenden 21.sten (Kino)Jahrhunderts.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Warner Bros. GmbH

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„THE MATRIX ist zu Recht einer der einflussreichsten und kultigsten Filme der späten 90er Jahre. Weitaus überraschender ist allerdings die Tatsache, dass die beiden Nachfolger dem Original in fast nichts nachstanden.“

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Filmkritik: „Die Tribute Von Panem 2 – Catching Fire“ (2013)

Originaltitel: The Hunger Games – Catching Fire
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Buchvorlage
Regie: Francis Lawrence
Mit: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 146 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Action, Drama, Science Fiction
Tags: Zukunft | Regime | Militär | Gewalt | Totalitär | Dezimierung

Eine Rebellion wird zum Lauffeuer.

Inhalt: Auch wenn es die 17-jährige Katniss Everdeen (Jenniger Lawrence) und ihr Freund Peeta (Josh Hutcherson) geschafft haben die letzte Ausgabe der sogenannten Hungerspiele zu überleben, kehrt noch lange keine Ruhe in das Leben der jungen Helden. Und das vornehmlich, da die hiesige Regierung unter dem diktatorischen Präsidenten Snow (Donald Sutherland) den Sieg der beiden für ihre ganz eigenen Zwecke nutzen will – und nicht aufhört, die Bevölkerung zu drangsalieren. Da Katniss dabei langsam aber sicher zu Art Galionsfigur für eine aufkeimende Rebellion avanciert, planen die Verantwortlichen eine besondere Jubiläumsausgabe der Hungerspiele – in der nicht nur Katniss und Peter erneut antreten müssen, sondern auch die bisherigen Gewinner aller vergangenen Spiele. Ob dieser Plan und die menschenverachtenden Machtdemonstrationen des Regimes allerdings ausreichen um den vermeintlichen Frieden wiederherzustellen, ist eine ganz andere Frage…

Kritik: Nein, und das wissen offenbar auch die Verantwortlichen: einen Blumentopf (geschweige denn einen nennenswerten Filmpreis) kann oder sollte auch der sich auf die gleichnamige Fantasy-Buchtrilogie von Suzanne Collins beziehende zweite Teil der TRIBUTE VON PANEM-Reihe nicht gewinnen. Schuld daran ist allerdings weniger die zugrundeliegende Grundidee an sich – oder aber die sich aus der Verfilmung ergebende Nähe zu weitaus anspruchsvolleren Genre-Filmen wie etwa BATTLE ROYALE – sondern vielmehr die Art und Weise, wie und vor allem auch mit welchen Schwerpunkten das Ganze umgesetzt wurde. Fest steht: auch die im zweiten PANEM-Teil anberaumte Mixtur der Darstellung eines in dieser Form mindestens unglaubwürdig (oder ersatzweise auch unfreiwillig komisch) erscheinenden totalitären Regimes und der trotz allem postulierten Ernsthaftigkeit respektive Zeigerfingermoral geht nicht wirklich auf – woran auch die Titel-gebenden, dabei aber nicht minder hanebüchen erscheinenden Hungerspiele als potentiell streitbares Kernelement nicht viel ändern. Die nach wie vor fragliche Zielgruppe (die in Bezug auf die Hauptdarstellerin sowie die inkludierte Love-Story auch ganz explizit ein jüngeres weibliches Publikum ansprechen soll) macht es ebenfalls nicht gerade besser – nur noch prätentiöser; zumindest in Bezug auf den tiefen Griff in die Trickkiste jener Elemente, die so schon in (zu) vielen Hollywood-Spektakeln verwendet wurden. Neben einer handvoll guter Setdesigns und Effekte sowie gerade noch passablen Leistungen der beteiligten Darsteller im Teenager-Alter bleibt so nicht viel übrig für und an CATCHING FIRE – der dennoch oder gerade deshalb seine Zuschauer finden wird.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © StudioCanal Deutschland

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„Überzeichnet, aber nicht satirisch. Gewaltsam, aber nicht verstörend. Spannend, aber nicht packend. Emotional, aber nicht wirklich gefühlvoll. CATCHING FIRE orientiert sich klar am Mainstream, und bugsiert sich nicht zuletzt dadurch auf einen bestenfalls mittelmäßigen Posten.“

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Filmkritik: „Thor 3: Tag Der Entscheidung“ (2017)

Auch Bekannt Als: Thor: Ragnarok
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Taika Waititi
Mit: Chris Hemsworth, Tom Hiddleston, Cate Blanchett u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 131 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Action / Science Fiction
Tags: Thor | Asgard | Mjölnir | Odin | Loki | Midgard | Marvel | Comic

Donnerbuddys für immer.

Inhalt: Nachdem Donnergott Thor (Chris Hemsworth) und sein Bruder Loki (Tom Hiddleston) ihren Vater Odin (Anthony Hopkins) auf der Erde ausfindig gemacht haben, müssen die sich nicht immer gut verstehenden Geschwister gleich mit mehreren Hiobsbotschaften zurechtkommen. Dass ihrer Heimatwelt Asgard eine Katastrophe in Form des sogenannten Ragnarök bevorsteht und sich ihr Vater vor ihren Augen in die Gefilde von Walhalla aufmacht ist dabei nur der Anfang – schließlich erfahren sie auch von einer ihnen bisher unbekannten Schwester namens Hela (Cate Blanchett). Die ist jedoch nicht gekommen, um den beiden Brüdern in dieser schweren Zeit beizustehen – sie will selbst nach Asgard, um sich an den mächtigen Kräften der Stadt zu laben und das Universum zu unterjochen. Und genau das wollen Thor und sogar Loki verhindern. Dumm nur, dass sie bei ihrer Reise nach Asgard auf einem seltsamen Müllplaneten namens Sakaar landen, der von einem noch seltsameren Herrscher kontrolliert wird – und auf dem selbst ein mächtiger Gott wie Thor dazu gezwungen werden kann, an blutrünstigen Turnieren teilzunehmen.

Kritik: Nach der ebenso überraschenden wie guten ersten THOR-Verfilmung (2011, siehe Review) sowie dem deutlich düstereren Nachfolger THE DARK KINGDOM (2013, Review) wagt sich der beliebte Marvel-Held mit dem TAG DER ENTSCHEIDUNG bereits zum dritten Male auf die große Kinoleinwand. Wobei, und diesen Einschub sollte man in Anbetracht der aktuellen Marvel-Filmflut durchaus vornehmen; sich diese Zahl natürlich nur auf die Auftritte in seinem eigenen Franchise bezieht – und er dementsprechend auch in zahlreichen anderen Partner-Werken wie etwa der AVENGERS-Reihe ein Wörtchen mitzureden hat. Fakt ist: Comic-Verfilmungen sind in der aktuellen Kinolandschaft beliebter denn je, und gerade die Helden und Geschichten aus dem Hause MARVEL scheinen dabei den ein oder anderen Zuschauer-Nerv zu treffen. Das bedeutet indes nicht, dass sich die Geschichten nicht doch irgendwann abnutzen könnten – wofür gewissermaßen auch der neueste THOR-Teil Pate steht.

Interessanterweise ist es in diesem Fall aber nicht die zugrundeliegende Idee, die den ebenso apokalyptischen wie teils fast schon albernen Filmgenuss der Marke THOR markant trüben würde. Eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall, denn die eher einen Schritt zurückgreifende Geschichte macht mit ihren mythischen Bezügen durchaus Spaß – und markiert eine willkommene Abwechslung zum inhaltlich deutlich schwächeren Vorgänger. Anders gesagt: THOR 3 erzählt nichts wirklich neues; greift dafür aber einige grundsätzlich spannende, bis dato aber vernachlässigte Themen und Personen aus dem entsprechenden Handlungskosmos auf. Sicher, eine allzu große Erzählkunst sollte man auch dieses Mal nicht erwarten; zumal das THOR-Franchise ein vergleichsweise triviales ist und weiterhin auf einen bestmöglichen Unterhaltungsfaktor abzielt – und doch ist die eigentliche Crux des Films nicht in der Geschichte zu suchen. Und auch nicht unbedingt in Bezug auf die auftretenden Charaktere sowie ihre auffallend flachen, nur selten glaubwürdigen und auf einer wie auch immer gearteten emotionalen Ebene überhaupt nicht mehr funktionierenden Porträts. THOR ist und bleibt eben ein Werk auf dem Hause Marvel – und damit auch eines, von dem man nicht unbedingt allzu tiefgründige Inhalte erwarten sollte.

Dass es dieses Mal ausgerechnet hinsichtlich des sich durch die Charaktere und die Szenerie fast schon automatisch ergebenden Unterhaltungsfaktors hapert, ist demnach umso fataler. Denn auch wenn THOR 3 gut aussieht, einige atemberaubende Schauplätze (die sich zumeist nicht auf der Erde befinden) bereithält, mit größtenteils nett gemachten Spezialeffekten gespickt ist und vor Situationskomik nur so trieft; scheinen es die Verantwortlichen vor allem im letztgenannten Sinne dezent übertrieben zu haben. Anders gesagt: die Atmosphäre, die der neueste THOR-Ableger etabliert; steht auf höchst wackeligen Beinen – und die anberaumte Komik, die sich über weite Strecken eher in einer ausgelassenen Albernheit offenbart; taugt eher für einen Anflug von Scham denn lauthalse Lacher. Ein auf einen einzelnen Filmabschnitt bezogenes Paradebeispiel dafür findet sich etwa mit den Ereignissen auf dem Müll-Planeten, die sich nicht so recht in das THOR-Universum fügen wollen – und im großen und Ganzen wie eine (allzu) wilde Mixtur aus verschiedenen Elementen der STAR WARS-Saga, TRON und DAS FÜNFTE ELELEMT wirken.

Aber irgendwie musste man die Geschehnisse aus den beiden Vorgängern ja noch toppen – mit einem einerseits konsequenten, sich andererseits aber auch dezent fehlgeleitet anfühlendem Ergebnis. Schlussendlich bleibt somit zu hoffen, dass THOR 3 der letzte Film aus dem Franchise ist und es bei einer insgesamt betrachtet akzeptablen Trilogie mit einem verhältnismäßig überqualifizierten ersten Teil bleibt – und derart turbulent-bunte wie in TAG DER ENTSCHEIDUNG Geschichten wenn überhaupt einen Platz in der GUARDIANS OF THE GALAXY-Reihe (die im besten Fall ebenfalls endlich ist) finden.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Marvel Studios 2017

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„Ein etwas zu rasantes und atmosphärisch krudes Sequel mit einem hohen Unterhaltungswert.“

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Filmkritik: „The Cloverfield Paradox“ (2018)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Julius Onah
Mit: Gugu Mbatha-Raw, David Oyelowo, Daniel Brühl u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 102 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Science Fiction
Tags: Cloverfield | Paradox | Paradoxon | Weltall | Weltraum | Sci-Fi

So oder so – der Mensch bleibt sein eigener größer Feind…

Inhalt: In einigen Jahren scheinen sich die Energie-Ressourcen der Erde langsam aber sicher dem Ende zuzuneigen. Um doch noch eine patente Lösung zu finden und die sich bereits anbahnenden größeren Kriege zu verhindern, trommelt man eine international aufgestellte Crew zusammen – die sich auf eine hochmoderne Raumstation im Erdorbit begibt, um eine Art Teilchenbeschleuniger in Betrieb zu nehmen. Die auf den Namen Shepard getaufte Konstruktion soll es der Menschheit ermöglichen, an die so dringend benötigte Energie zu gelangen – auf welchem Weg genau, das wissen aber nicht einmal die Crewmitglieder selbst. Und genau das ist ein berechtigter Grund zur Sorge, denn als der Teilchenbeschleuniger erstmals hochgefahren wird gibt es einen Zwischenfall – der zunächst auf einen normalen Defekt schließen lässt. Bald darauf stellt sich allerdings heraus, dass das Problem der Crew aus weit mehr als nur ein paar losen Schrauben besteht…

Kritik: THE CLOVERFIELD PARADOX ist der mittlerweile dritte Titel aus dem unter anderem von J.J. Abrams produzierten CLOVERFIELD-Universum – das erstmals im eigentlichen Spielfilm aus dem Jahre 2008 (siehe Review) vorgestellt wurde. Und auch wenn die Filme zweifelsohne nicht zum besten (und vor allem nicht innovativsten) gehören was das Genre der Science Fiction jemals hervorgebracht hat, so geht die Veröffentlichung der Filme doch stets mit einer gewissen Spannung einher – hauptsächlich wohl durch die recht geschickte Marketing-Kampagne inklusive einer Form der Geheimniskrämerei, aufgrund derer man erst recht hellhörig wird. Was genau dann aber in den CLOVERFIELD-Filmen drinsteckt ist eine andere Sache, und kann zumeist nicht wirklich mit den zuvor geäußerten Versprechungen mithalten – wie auch im Falle von THE CLOVERFIELD PARADOX.

Eines muss man der Produktion, die interessanterweise kurz vor dem Start an den Streaming-Anbieter Netflix verkauft wurde; aber durchaus lassen: sie macht in Bezug auf ihre handwerkliche Komponente eine überraschend gute Figur. Insbesondere die Innen- und Aussenansichten der im Orbit der Erde schwebenden Raumstation, die teilweise anberaumten Zerstörungs-Effekte und auch die Kostüme und Ausstattung hinterlassen (wenngleich sie insgesamt doch sehr dunkel gehalten sind) einen angenehm professionellen und keineswegs dahingeschluderten Eindruck. Und auch die weitestgehend unbekannten Darsteller; von denen dem geneigten deutschen Kinopublikum immerhin Daniel Brühl bekannt sein sollte (der sich interessanterweise nicht als Fehlbesetzung herausstellt) geben ihr sichtlich bestes, um das Maximum aus den letztendlich doch eher ernüchternden Charakterporträts herauszuholen.

Bereits die recht gut inszenierten Weltraum-Bilder (die dabei nicht von ungefähr an INTERSTELLAR erinnern) weisen dabei aber schon unterschwellig auf eines der hauptsächlichen Probleme von THE CLOVERFIELD PARADOX hin. Schließlich mag der Film mit vielem glänzen – nur nicht mit einem Übermaß an guten oder gänzlich neuen Ideen, was sich vor allem auf die inhaltliche Komponente auswirkt. Seien es Elemente aus Filmen wie ALIEN, zahlreichen anderen neueren Sci-fi-Produktionen oder ganze Stimmungs-Brocken aus einem Spiele-Universum wie DEAD SPACE – ein wirklicher frischer Wind weht nicht in THE CLOVERFIELD PARADOX. Hinzu kommt, dass auch die eigens erdachten Ideen nicht wirklich zünden – das gesamte Gehabe um den Teilchen-Beschleuniger und vor allem seine Funktion etwa wirkt nicht selten etwas konfus und zu wenig durchdacht. Das gilt mitunter auch – und leider – für die potentiell interessanteren Szenen. Wie etwa die, in der ein ganzer Crew-Arm ein merkwürdiges Eigenleben entwickelt – oder die, in denen die einzelnen Crewmitglieder auf höchst unterschiedliche Art und Weise aus dem Leben scheiden. Zumindest aus dem einen

Schließlich schneidet THE CLOVERFIELD PARADOX auch eher komplizierte, in der Sci-Fi aber stets gerne gesehene Themengebiete wie die eines sogenannten Multiversums und paralleler Welten an. Immerhin, und auch wenn hier nicht immer alles stimmig wirkt – für eine gewisse Stimmungsmache, oder eher die Lust andere und möglicherweise bessere Werke mit einer ähnlichen Thematik zu entdecken; eignet sich das Ganze allemal. Ob nun als weiterer Teil einer Filmreihe oder als eigenständiges Werk (das war der Film ursprünglich), letztendlich gilt: wenn man nicht zu viel erwartet und sich des hie und da doch noch aufkeimenden Gefühls der, man nenne es einmal interstellaren Beklommenheit hingibt; verfehlt THE CLOVERFIELD PARADOX sein Ziel nicht.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Paramount Pictures Germany

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„Eine nicht vor Schwächen gefeite, aber doch überraschend stimmige und spannend inszenierte Weltraum-Mär.“

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Filmkritik: „A.I. – Künstliche Intelligenz“ (2001)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Supertoys Last All Summer Long von Brian Aldiss
Regie: Steven Spielberg
Mit: Haley Joel Osment, Jude Law, Frances O’Connor u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 140 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Science Fiction / Drama
Tags: AI | Künstliche Intelligenz | Roboter | Haley Joel Osment | Kinderstar

Wenn Dein Roboter-Nachbar menschlicher ist als Du.

Inhalt: Auch wenn man meinen müsste, dass man mit dem jungen David (Haley Joel Osment) einen ganz normalen kleinen Jungen vor sich hat; trügt der äußere Schein. Tatsächlich handelt es sich um ein neues und extrem fortschrittliches Roboter-Modell – das im Gegensatz zu seinen vielen Vorgänger-Modellen erstmals dazu in der Lage ist, echte Liebe zu empfinden. Für seinen ersten größeren Feldversuch hat sich der Erschaffer des Roboters, Dr. Hobby (William Hurt) die Familie der Swintons (Sam Robards, Frances O’Connor) ausgesucht. Schließlich liegt deren Sohn Martin (Jake Thomas) schon seit längerem im Koma – und David könnte den Eltern helfen, die schwere Zeit der Ungewissheit zu überstehen. Offenbar klappt das auch recht gut – bis Martin eines Tages wie durch ein Wunder erwacht, und es zu ersten handfesten Spannungen zwischen ihm und seinem neuen mechanischen Bruder kommt. Einige unglückliche Umstände führen dazu, dass David in einem verlassenen Waldstück ausgesetzt wird – und sich nach dem Zusammenschluss mit einem anderen, erwachsenen Roboter (Jude Law) auf die Suche nach einer Möglichkeit macht zu einem echten Jungen zu werden. Schließlich glaubt er, nur so die Liebe seiner Mutter zurückgewinnen zu können…

Kritik: Wann, wo und von wem das erste Mal stichhaltigere Gedanken zum Thema der Robotik und der künstlichen Intelligenz geäußert wurden, lässt sich nicht mehr eindeutig feststellen. Fakt ist nur, dass die Theorie einer Deus Ex Machina eine relativ zeitlose ist und dabei nicht unbedingt einer tatsächlichen Umsetzung (oder der Möglichkeit zu einer Umsetzung, der man sich mittlerweile immer weiter nähert) bedarf – und durch berühmtere literarische Abrisse immer wieder befeuert wird. Einer davon findet sich etwa in Form der Kurzgeschichte SUPERTOYS LAST ALL SUMMER LONG des britischen Schriftstellers Brian Aldiss – die im Sinne einer filmischen Aufarbeitung ursprünglich das Interesse des legendären Regisseurs Stanley Kubrick geweckt hatte, nach seinem Tod aber in die Hände von Steven Spielberg übergeben wurde. Letztendlich dabei herausgekommen ist der 2001’er Spielfilm A.I. – KÜNSTLICHE INTELLIGENZ – und das einerseits als recht typisches und vielleicht auch genau so erwartetes rundum-sorglos-Paket der Marke Hollywood; andererseits aber auch als überraschend tief schürfendes und emotional anspruchsvolles, im Sinne der eigenen Spielberg-Vorlage E.T. – DER AUSSERIRDISCHE (siehe Review) magisches Leinwandspektakel für jung und alt.

Ob man das Ganze dabei nun aus der Sicht der entsprechenden Vorlage, der Spielberg-Filmografie oder gar der einige Parallelen aufweisenden PINOCCHIO-Geschichte betrachtet, spielt dabei keine allzu große Rolle – schließlich ermöglicht Spielberg seinen Zuschauern hier einen möglichst unkomplizierten, unmittelbaren Einstieg in die Geschichte. Kurioserweise mündet diese alles andere als spezifische Vorgehensweise hier aber nicht in einem oberflächlichen Durcheinander – vielmehr untersützt sie den Eindruck, dass Spielberg seine Stärken als vergleichsweise universeller, aber eben auch nicht gänzlich substanzloser Hollywood-Unterhalter ausspielen konnte. Dazu passt auch die Feststellung, dass A.I. weder in inhaltlicher noch gestalterischer Hinsicht nennenswerte Probleme offenbart – und selbst potentielle Schwächen (wie eben auch die alles andere als auf Konfrontation gebürstete, eher in Richtugn eines modernen Märchens driftende Machart) ins positive verklehrt werden können.

Letztendlich ist A.I. damit ein Film geworden, der sich trotz seines gerne auch mal hochmodern dargestellten Technologie-Bezugs und der eingeschobenen Kubrick-Hommage an der absoluten Basis orientiert – und den Zuschauer weniger mit kopflastigem Dystopie-Gebrabbel als mit vielen zu Herzen gehenden Momenten ködert, gut unterhält und mit Sicherheit auch über den Film-Kontext hinaus beschäftigen wird. Große bonuspunkte gibt es dementsprechend auch für den atmospährischen Score von John Williams, sowie die Liestung des damals hochkarätigsten Kinderdarstellers überhaupt – Haley Joel Osment. Sofern es hier bei einer einmaligen Ambition bleibt – und sich Spielberg nicht etwa doch noch zu einem potentiell kruden Sequel hinreissen lässt – geht diese Form der prinzipiell etwas seichter aufgemachten Science Fiction speziell auch für ein jüngeres Publikum absolut in Ordnung. Im besten Fall wirkt sie sogar leicht kukltverdächtig – sodass man hier durchaus von Spielberg’s zweiten E.T. sprechen könnte.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Warner Bros Film GmbH

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„Ein rundum stimmiges, brillant gespieltes und angenehm zeitloses Meisterwerk der Science Fiction.“

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