Metal-CD-Review: RHAPSODY OF FIRE – The Eighth Mountain (2019)

Alben-Titel: The Eighth Mountain
Künstler / Band: Rhapsody Of Fire (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 22. Februar 2019
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: AFM Records

Alben-Lineup:

Alex Staropoli – Keyboards, Piano
Roberto De Micheli – Guitars
Alessandro Sala – Bass
Manuel Lotter – Drums
Giacomo Voli – Vocals

Track-Liste:

1. Abyss of Pain (00:48)
2. Seven Heroic Deeds (04:47)
3. Master of Peace (05:31)
4. Rain of Fury (04:09)
5. White Wizard (04:56)
6. Warrior Heart (04:29)
7. The Courage to Forgive (04:54)
8. March Against the Tyrant (09:22)
9. Clash of Times (04:41)
10. The Legend Goes On (04:33)
11. The Wind, the Rain and the Moon (05:22)
12. Tales of a Hero’s Fate (10:47)

Von Hügelgräbern und Legenden, die niemals sterben.

Freunden des gepflegten Power Metals, die in der letzten Zeit auch nur ansatzweise einen Blick in Richtung potentiell hochkarätiger Neu-Releases im Jahre 2019 gewagt haben; dürfte es kaum entgangen sein: RHAPSODY OF FIRE sind zurück. Und das nun aber endlich auch – was tendenziell schon einmal ein noch größerer Grund zur Freude ist als bei den 3 vorab veröffentlichten Singles – mit einem vollwertigen Studioalbum. Selbiges, zweifelsohne entsprechend heiß erwartetes Werk horcht auf den Titel THE EIGHTH MOUNTAIN, beinhaltet 12 Titel bei einer Gesamtspielzeit von knapp 64 Minuten – und hat dabei allemal das Zeug dazu, die Laufbahn der Italiener in einem lobenswerten Sinne zu beeinflussen. Schließlich haben sich diese speziell in Bezug auf ihre jüngere Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert – wobei der eng damit zusammenhängende Ausstieg von Luca Turilli im Jahre 2011 erst der Anfang war. Insbesondere nachdem der angestammte RHAPOSODY-Frontmann Fabio Lione 2016 – und das überraschenderweise – auch noch das Handtuch warf und der neue Leadsänger Giacomo Voli einen alles andere als guten Start hatte (man betrachte nur das relative Desaster der 2017 veröffentlichten Compilation LEGENDARY YEARS, siehe Review) – war eigentlich kaum noch mit einer positiven Entwicklung der Band zu rechnen.

Doch dann, und schon mit der ersten gegen Ende 2018 veröffentlichten Single THE LEGEND GOES ON; standen plötzlich einige Münder offen. Und das, wie sich anhand der beiden ebenfalls alles andere als zu vernachlässigenden Singles RAIN OF FURY und MASTER OF PEACE bestätigte; auch absolut zu Recht. Immerhin scheint es so, dass sich alle neuen Mitglieder um das einzige noch verbliebene Gründungsmitglied Alex Staropoli langsam aber sicher in der Band eingefunden haben – wobei gerade Leadsänger Giacomo Voli einen schier unglaublichen Sprung gemacht hat. Und das wohl auch, da RHAPSODY OF FIRE etwas eingesehen haben was manchen Fans schon von vornherein klar war: es hätte nichts gebracht, wenn Voli weiterhin (und wie auf LEGENDARY YEARS) probiert hätte, seinen Vorgänger Fabio Lione zu imitieren. Und so beschreitet man mit THE EIGHTH MOUNTAIN endlich den von den Fans auch so gewünschten neuen Weg, der noch immer mit der Historie – oder vielleicht auch Legende – der Band harmoniert, dabei aber auch einiges ein Frische und neu entdeckter Spielfreude mitbringt. Und, das sollte man keineswegs vergessen: den für die ursprünglichen RHAPSODY OF FIRE ebenfalls maßgeblichen symphonischen Sound-Anstrich, inklusive eines entsprechend theatralisch angehauchten Auftritts. Dementsprechend sollte man schon ein Freund der hier angepeilten Spielart sein, um überhaupt mit einem Album wie THE EIGHTH MOUNTAIN warm werden zu können.

Fest steht: alle, auf die das nur ansatzweise zutrifft – und die sich nach dem letzten wirklich guten RHAPSODY OF FIRE-Album (das liegt bekanntlich schon einige Jahre zurück) endlich einmal wieder ein waschechtes Brett gewünscht haben – sollten ihre wahre Freude an und mit THE EIGHTH MOUNTAIN haben. Und das selbst wenn es in Bezug auf den Gesamteindruck gilt, kleinere Abstriche zu machen. Selbige sind dabei allerdings keine, die sich in irgendeiner Form auf das Lineup oder die Leistungen der einzelnen Mitglieder beziehen – sondern vielmehr auf Feinheiten hinsichtlich der Abmischung und Produktion. Den von Alessandro Sala gespielten Bass etwa hätte man hie und da ruhig noch etwas vordergründiger im Mix platzieren können, und der harschen Gesangspart in der Einleitung zu TALES OF A HEROS FATE hätte nicht sein müssen. Je nach persönlicher Facón (oder eher Vorbelastung) kann es auch vorkommen, dass einem die Keyboard-Elemente und Orchestrationen teils etwas zu aufdringlich erscheinen – worauf man bei einer Band wie RHAPSODY OF FIRE aber einfach gefasst sein muss. Überhaupt ist im Falle von THE EIGHTH MOUNTAIN vieles auch einfach nur Gewöhnungssache, oder anders gesagt: nach einem entsprechenden Warm-Up (oder im besten Fall gleich einer handvoll Durchläufe) wird man schon eher in den Genuss der hier anberaumten musikalischen Welten der Italiener kommen können.

Mit Leadsänger Giacomo Voli – und das beweist er spätestens durch seine Darbietungen in den balladesk angehauchten Titeln MARCH AGAINST THE TYRANT und THE WIND, THE RAIN AND THE MOON – ist jedenfalls zu rechnen. Auch die Instrumentalparts und Soli machen eine gute bis ganz und gar hervorragende Figur – und wenn dann auch noch Titel wie WARRIOR HEART (samt Flöte und barockem Spinett) oder das wandelbare MARCH AGAINST THE TYRANT samt seinem mächtigen Refrain erklingen, ist es wieder vollends da: das gute alte RHAPSODY-Gefühl. Mit einem Album wie diesem im Gepäck befinden sie sich jedenfalls auf einem guten Weg – in Bezug auf ihre Karriere, aber auch die Auswahl der besten Power Metal-Alben des Jahres 2019.

Absolute Anspieltipps: MASTER OF PEACE, RAIN OF FURY, WARRIOR HEART, MARCH AGAINST THE TYRANT, THE LEGEND GOES ON


„Ein neues, in jeder Hinsicht lohnenswertes Kapitel in der großen RHAPSODY-Saga.“

Lasset Uns Das Jahr Zünftig Einläuten… Mit RHAPSODY OF FIRE Und Ihrer Neuen Single „Rain Of Fury“ (2019). #ROF #EPIC

Was, die gibt’s auch noch ? Oh ja… und wie.


Na, das klingt doch mal besser als gedacht ! Die Italiener von RHAPSODY OF FIRE sind zurück, und das offenbar in voller Stärke. Selbiges war nicht unbedingt zu erwarten, nachdem erst Luca Turilli (als Gitarren-Maestro und zweites Mastermind neben Alex Staropoli) und dann auch noch Fabio Lione (als angestammter Leadsänger der Combo) das Schiff verlassen hatten. Doch nun, und das ist die erste große Überraschung des noch jungen Power Metal-Jahres 2019 – klinge.n RHAPSODY OF FIRE wieder so, als würden sie an ihre alten Glanzzeiten anknüpfen. In wie weit das tatsächlich möglich ist, bleibt abzuwarten – doch fest steht, dass das neue Lineup eine erstaunlich gute Figur macht. Und natürlich, dass der klassische RHAPSODY-Sound einfach besser zur Band passt als der symphonisch-überschwängliche, eher düstere Sound der letzten zwei bis drei Alben. Man überzeuge sich selbst…

Metal-CD-Review: RHAPSODY OF FIRE – Legendary Years (2017)

Alben-Titel: Legendary Years
Künstler / Band: Rhapsody Of Fire (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 26. Mai 2017
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: AFM Records

Alben-Lineup:

Alex Staropoli – Keyboards, Harpsichord, Piano
Roberto De Micheli – Guitars
Alessandro Sala – Bass
Manuel Lotter – Drums
Giacomo Voli – Vocals

Track-Liste:

1. Dawn of Victory (04:44)
2. Knightrider of Doom (03:58)
3. Flames of Revenge (05:32)
4. Beyond the Gates of Infinity (07:21)
5. Land of Immortals (04:53)
6. Emerald Sword (04:23)
7. Legendary Tales (07:50)
8. Dargor, Shadowlord of the Black Mountain (04:47)
9. When Demons Awake (06:47)
10. Wings of Destiny (04:17)
11. Riding the Winds of Eternity (04:12)
12. The Dark Tower of Abyss (06:51)
13. Holy Thunderforce (04:20)
14. Rain of a Thousand Flames (03:44)

Wo RHAPSODY OF FIRE draufsteht, ist noch immer RHAPSODY drin. Oder ?

Für alle, die in den letzten Wochen die offiziellen Kommunikationskanäle von AFM Records und RHAPSODY OF FIRE beobachtet haben; ist es schon lange keine überraschende Neuigkeit mehr – sondern vielmehr ein heiß diskutiertes und auch mal explizit zum streiten einladendes Thema. Immerhin haben sich die innerhalb des Genres berühmt-berüchtigten Italiener, die in letzter Zeit immer wieder vor potentiell gravierenden Lineup-Wechseln standen; dazu entschieden eine besondere Best Of-Compilation zu veröffentlichen. Und eben kein neues Studioalbum, wie es von manchen geradezu erwartet wurde. Schließlich wollten viele einen Blick auf das wirkliche Potential der neu aufgestellten RHAPSODY OF FIRE werfen – was in Bezug auf das gerade erst erschienene LEGENDARY YEARS leider kaum möglich ist. Denn: für ihre besondere Zusammenstellung, oder eher ihre retrospektive Werkschau haben die Italiener nichts gänzlich neues kreiert – sondern stattdessen tief in ihrer musikalischen Schatzkiste gegraben. Herausgekommen ist dabei eine Zusammenstellung, die einige der vielleicht besten RHAPSODY-Titel aus einer längst vergangenen Ära erneut ans Tageslicht holt; selbige dank der komplett neuen Studioaufnahmen in einem neuen musikalischen Gewand präsentiert – und natürlich auch das aktuelle Band-Lineup erstmals auf einem für die Ewigkeit festgehaltenen Medium präsentiert.

Eines ist dabei relativ schnell festzustellen, und das noch ohne das Album intensiver zu begutachten: die anberaumten Streitigkeiten und Diskussionen sind – auch wenn sie einstweilen etwas müßig wirken – tatsächlich alles andere grundlos. Sicher, RHAPSODY OF FIRE sind beileibe nicht die ersten; die für eine Compilation oder ein Best-Of altes Material neu aufgenommen haben – doch nach wie vor sollte die Frage nach einem tieferen Sinn hinter eben solchen Ambitionen erlaubt sein. Denn, und auch das ist keine allzu neue oder überraschende Feststellung: in den meisten Fällen gehen mit LEGENDARY YEARS vergleichbare Projekte eher nach hinten los, und das aus mehreren Gründen. Eine Beobachtung aber lässt sich des öfteren anstellen – und die bezieht sich schlicht auf die Frage nach der jeweiligen Wertigkeit des ursprünglichen und neu interpretierten Materials. Dabei hat sich vor allem ein Leitsatz schmerzlich bewahrheitet: je einzigartiger, atmosphärischer, und vielleicht auch effektiver das Originalmaterial war (und oft noch immer ist); desto überflüssiger erscheint eine Neuaufnahme. Vorausgesetzt natürlich, man ist eben nicht auf großspurige Veränderungen aus (beispielsweise, indem man überraschende Akustik-Versionen bekannter Nummern einspielt) – sondern lediglich auf eine bestmögliche Kopie und auch Lineup-Portierung des alten Materials in die heutige Zeit.

Und gerade das geht des öfteren reichlich schief, wovon nicht länger nur MANOWAR oder SONATA ARCTICA ein Lied singen können – sondern leider auch RHAPSODY OF FIRE. Sicher ist es grundsätzlich kein Problem, dass nun auch die Italiener einen Blick zurückwagen; was ihnen als ehemalige Galionsfigur des Genres allemal erlaubt sein dürfte – die eigentliche Art der Neuaufnahmen aber gibt durchaus Anlass zur Sorge. Denn: wie bereits erwähnt versuchen RHAPSODY OF FIRE erst gar nicht, den alten Nummern neues abzugewinnen. Dass die entsprechenden Kopien schier katastrophal abschneiden, hat dabei vor allem einen Grund: der einstige RHAPSODY-Frontmann Fabio Lione ist nicht mehr mit von der Partie, sondern der erst kürzlich verpflichtete Giacomo Voli. Immerhin: wäre Lione noch dabei; wäre das vorliegende Best-Of sicher eine noch ernüchternde, unnötigere Angelegenheit geworden. Doch auch mit dem potentiell frischen Leadgesangspart ergibt sich nichts allzu rosiges – und das nicht nur, da Voli teils deutlich hinter seinem berühmten Vorgänger zurückstecken muss. Denn auch wenn es hie und da anders klingt, ist der neue Sänger nicht unbedingt darauf aus sich die Nummern wirklich zu eigen zu machen. Eben das wurde ihm vermutlich auch gar nicht erst gestattet – der Wiedererkennungswert sollte möglichst groß sein.

In jedem Fall darf oder muss man den neuen Sänger so des öfteren in Gesangsparts erleben; die dem Stil und der Stimmfarbe von Lione offensichtlich angepasst wurden (man lausche nur einmal dem Refrain von WHEN DEMONS AWAKE). Das klingt zwar nicht per se schlecht – aber eben doch etwas merkwürdig. Spätestens in einer Ballade wie WINGS OF DESTINY zeigt Giacomo Voli ohnehin, dass er kaum in die riesigen Fußstapfen seines Vorgängers treten kann – zumindest nicht, wenn die Band ihren bisherigen Stil beibehält. Selbiges gilt im übrigen auch für den zweiten die Compilation so gesehen nur vermeintlich auszeichnenden Aspekt. So versprach die Band – oder eher das einzige noch übrig gebliebene alte Mitglied Alex Staropoli – den Titeln auch Sound-technisch einen gehörigen Schliff zu verpassen. Und: was sich hier ergeben hat, ist vermutlich eine noch größere Katastrophe als alles was mit dem Gesang oder den Chören zusammenhängt. Nicht nur, dass die Produktion wesentlich klinischer klingt und das besondere Flair der jeweiligen Originale beinahe komplett vergessen lässt; gerade die neu eingespielten Orchesterparts oder aber das nicht bei jedermann beliebte Flötenspiel aus LEGENDARY TALES sowie WINGS OF DESTINY klingen sogar noch um ein vielfaches abgedroschener als dereinst.

Was genau man mit dieser Compilation erreichen wollte, bleibt jedenfalls schleierhaft. Für alteingesessene Fans eignet sich das Ganze kaum – zu gewöhnungsbedürftig sind die qualitativen Unterschied zwischen dem alten und neuen Leadsänger, zu sehr durch den Fleischwolf oder eher diverse Mischpulte gedreht wurden die einst sehr guten Nummern. Kaum festzustellen ist dagegen, was schlimmer wiegt: dass es dabei selbst bisher weitestgehend unangetastete, klassische Meisterwerke vom Schlage eines DARK TOWER OF ABYSS getroffen hat; oder das gleichermaßen bekannte wie zünftige Hymnen a’la HOLY THUNDERFORCE plötzlich seltsam harmlos klingen. Für Neueinsteiger oder alle, die einen interessierten Blick in Richtung der möglichen Zukunft der Band werfen wollen; eignet sich LEGENDARY YERAS sogar noch weniger – wenn man schon einen neuen Abschnitt beginnt, sollte man der Vergangenheit nicht hinterhertrauern. Genau das ist LEGENDARY EARS aber letztendlich geworden: ein Trauerspiel, das sich nicht zwischen der Vergangenheit und der Zukunft entscheiden kann. Vielleicht ja weil erstere entsprechend erfolgreich war – und zweitere entsprechend ungewiss ist ? Mit diesem Album haben sich die Italiener jedenfalls keinen Gefallen getan – was bleibt, ist wie so oft nur die Erinnerung an eine bessere Zeit.

Absolute Anspieltipps: /


„Nun haben sie auch RHAPSODY OF FIRE in ihrer Diskografie – handwerklich überzeugende, insgesamt aber absolut unnötige und unbrauchbare Neuaufnahmen; die man den Originalen zu keiner Zeit vorziehen kann.“

Metal-CD-Review: RHAPSODY OF FIRE – Into The Legend (2016)

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Alben-Titel: Into The Legend
Künstler / Band: Rhapsody Of Fire (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 15. Januar 2016
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: AFM Records

Alben-Lineup:

Alex Staropoli – Keyboards, Harpsichord, Piano
Fabio Lione – Vocals
Alex Holzwarth – Drums, Percussion
Roberto De Micheli – Guitars

Track-Liste:

1. In Principio (02:45)
2. Distant Sky (04:32)
3. Into the Legend (05:01)
4. Winter’s Rain (07:44)
5. A Voice in the Cold Wind (06:18)
6. Valley of Shadows (06:55)
7. Shining Star (04:39)
8. Realms of Light (06:01)
9. Rage of Darkness (06:02)
10. The Kiss of Life (16:45)

Das Spiel mit dem eigenen Status.

Der 15. Januar dürfte ein Freudentag gewesen sein – zumindest für all jene, die der seit 1995 bestehenden Kult-Formation RHAPSODY OF FIRE (Ex-RHAPSODY, Ex-THUNDERCROSS) seit jeher die Treue schwören. Schließlich galt der Stichtag der Veröffentlichung von INTO THE LEGEND, dem mittlerweile elften Studioalbum der Italienischen Symphonic Power Metaller. Und damit einer Band, der ein gewisser Kultstatus nicht von ungefähr anhaftet. Denn auch wenn die schon seit Jahren kontinuierlich von der Band gehegte und gepflegte, Fantasy-lastige Spielart inklusive reichlich Pomp und Bombast nicht jedermann gefallen wird; so sind sich die meisten doch darüber einig, dass RHAPSODY OF FIRE in den späten 90ern eine wichtige Funktion als Genre-Wegbereiter übernommen haben. Vermutlich würde es heute tatsächlich etwas anders aussehen in der Landschaft des Symphonic Power Metal, hätte es niemals ein LEGENDARY TALES (Review) oder ein SYMPHONY OF ENCHANTED LANDS (Review) gegeben. Und noch etwas muss man der Band in jedem Fall hoch anrechnen: Fabio Lione & Co. haben sich niemals auf ihren bisherigen Lorbeeren ausgeruht, sondern immer munter weitergemacht mit dem was sie lieben und vermutlich auch leben.

Warum nun gerade INTO THE LEGEND eine weitere spannende Angelegenheit in der gut bestückten Diskografie der Band ist, versteht sich eigentlich von selbst. Denn wie man weiß war 2011 ein relatives Schicksalsjahr für die Band, die kurz nach der Veröffentlichung von FROM CHAOS TO ETERNITY (Review), dem wohl letzten klassischen RHAPSODY-Album; eine markante Aufsplittung erfuhr. Seit diesem Tag werkelt LUCA TURILLI allein respektive mit einer neuen Band in LUCA TURILLIS RHAPSODY, und die eigentlichen RHAPSODY OF FIRE waren auf sich allein gestellt – wobei man in Anbetracht der Größe von Fabio Lione und sicher auch Alex Staropoli niemals davon sprechen konnte, dass nicht nur wichtige Mitglieder sondern auch ein Großteil des Talents die Band verlassen hatte. Dennoch machte sich das einschneidende Erlebnis sowie die teilweise Neubesetzung bemerkbar: das 2013’er Album DARK WINGS OF STEEL (Review) fühlte sich nicht wirklich rund an, und war für viele eine relative Enttäuschung. Umso brennender dürfte daher die Frage sein, was sich in Bezug auf INTO THE LEGEND getan hat.

Eines fällt dann aber recht schnell auf: RHAPSODY OF FIRE orientieren sich mit ihrem elften Album wieder deutlicher an ihren Ursprüngen. Analog dazu ist auch die an den Tag gelegte Spielfreude und unmissverständliche Ausdruckskraft von dereinst zurück – womit INTO THE LEGEND schon wieder wesentlich deutlicher nach RHAPSODY klingt als das etwas halbgare DARK WINGS OF STEEL. Gleichzeitig könnte, oder müsste man auch einräumen, dass es sich somit um ein relativ typisches Album der Italiener handelt – was viele Fans freuen, anderen (speziell solche die nach neuen Eindrücken suchen) dagegen eher sauer aufstoßen sollte. Doch wie man es auch dreht und wendet – es fühlt sich einfach gut an, RHAPSODY wieder in ihrer eigentlichen musikalischen Welt angekommen zu wissen. Die befasst sich auch in diesem Fall mit der gekonnten Inszenierung der gesamten Bandbreite, die das Genre des Symphonic Power Metal zu bieten hat – wobei bereits das Intro auf den besonderen, unverkennbaren Bombast und den dezent apokalyptischen Grundton von RHAPSODY OF FIRE hinweist. Bei den folgenden Nummern DISTANT SKY und dem Titeltrack INTO THE LEGEND sah man sogleich von allzu ausschweifenden Experimenten ab – sodass sich schon zum Auftakt zwei sofort zündende, typisch starke RHAPSODY-Hymnen mit Spitzenrefrains finden.

Somit bleibt vieles beim alten, respektive kehrt zum alten zurück – was auch für die wuchtige Produktionsqualität und das Spiel der Instrumente im allgemeinen gilt. Von Fabio Lione gar nicht erst zu sprechen – der zieht sein Ding seit Jahren unbeirrt durch, und macht dabei eine außergewöhnlich gute Figur. Während das Vorgängeralbum noch etwas zu sehr von seichten Keyboard-Klängen geführt worden war, springt auf INTO THE LEGEND wieder ein echtes Orchester ein – was in Anbetracht der durchaus epischen Aufmachung des Albums passig erscheint und dem Album eine zusätzlich organische Note verpasst. Sehr gut ist auch, dass das Album nach dem eher gradlinigen Auftakt an Variabilität gewinnt. Will heißen: einzelne Nummern wie WINTERS RAIN oder A VOICE IN THE COLD WIND (welches auch die guten alten Flöten-Töne zurückbringt) bleiben nicht gleich, sondern entwickeln sich hörbar. Der einzige Nachteil des Albums ist wohl, dass RHAPSODY OF FIRE einstweilen zu dick auftragen, vor allem was den Einsatz des Orchesters und das Versehen der Titel mit einer explizit düsteren Note betrifft. Gerade im späteren Albenverlauf finden sich einige doch dezent aufgeblasen klingende Nummern mit einem gewissen Hang zur Übertreibung – wie etwa VALLEY OF SHADOWS oder REALMS OF LIGHT. Hier hätte man ruhig noch häufiger vom neuen, ernsten Pfad abweichen und für ein wenig Auflockerung sorgen können. Doch insgesamt kann man dem Album nur wenig vorwerfen.

Absolute Anspieltipps: DISTANT SKY, A VOICE IN THE COLD WIND, RAGE OF DARKNESS


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„Eine Vorliebe für Orchester, sowie reichlich Bombast und Pathos wird empfohlen.“

RHAPSODY OF FIRE – Into The Legend (Metal News)

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Eine Legende sind sie ja bereits.

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Nach dem noch immer guten, für RHAPSODY OF FIRE-Verhältnisse aber eher durchwachsenen DARK WINGS OF STEEL (Review) haben sich die von LUCA TURILLI zurückgelassenen Italiener für 2016 wieder großes vorgenommen. Das nur 10 Titel starke, mit einer Laufzeit von knapp 70 Minuten aber recht umfangreiche INTO THE LEGEND könnte somit das erste waschechte Genre-Highlight des Jahres werden. Das bereits veröffentlichte Vorab-Material klingt jedenfalls vielversprechend. Schon ab dem 15. Januar 2016 wird man mehr wissen…

Metal-CD-Review: THUNDERCROSS / RHAPSODY: Land Of Immortals (Demo, 1994)

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Alben-Titel: Land Of Immortals (Demo)
Künstler / Band: Thundercross / Rhapsody (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 1994
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label:
Keins / Independent

Alben-Lineup:

Andrea Furlan – Bass
Daniele Carbonera – Drums
Luca Turilli – Guitars
Alex Staropoli – Keyboards
Cristiano Adacher – Vocals

Track-Liste:

1. Invernal Fury (04:33)
2. Warrior of Ice (04:04)
3. Land of Immortals (05:23)
4. Holy Wind (03:32)

Warum nicht einfach mal noch einen Schritt zurückgehen…

Eigentlich war die ETERNAL GLORY-Demo (Link) von RHAPSODY das älteste noch verfügbare und hier rezensierte Werk der Italiener und Genre-Größen des symphonischen Power Metals, die heutzutage unter dem Namen RHAPSODY OF FIRE unterwegs sind. Der wahrlich allerletzte Schritt ist nun die Behandlung der etwa 1 Jahr älteren LAND OF IMMORTALS-Demo, die bereits 1994 und unter dem ersten Bandnamen THUNDERCROSS veröffentlicht wurde. Auch hier gilt: besitzt man diese ebenfalls nur in der guten alten Kassettenform veröffentlichte Demo im Original, kann man sich nur glücklich schätzen – viel rarer geht es eigentlich nicht mehr. Und noch etwas gilt für diese Demo, vielleicht noch etwas mehr als in Bezug auf das ein Jahr jüngere ETERNAL GLORY – man sollte wahrlich nicht zu viel erwarten, wenn es um die Tonqualität und den entstehenden Höreindruck im Gesamten geht.

Denn: mit dem späteren Bombast-Faktor der Band hat das hier Dargebotene nur wenig zu tun. Nicht, weil sich das Material nicht dafür eignete (die Nummern wurden später schließlich alle bearbeitet und auf das Debütalbum übernommen) – sondern schlicht, da die Aufnahmebedingungen noch weit entfernt von einer wie auch immer gearteten Professionalität waren und es sehr, sehr schwerfällt überhaupt irgendetwas aus diesem regelrechten Sound-Brei herauszuhören. Das ist beileibe keine wirklich ernst gemeinte Kritik, denn wie sich zeigte haben diese und auch die spätere Demo beide ihren Zweck erfüllt – nur lohnt es sich nur äußerst bedingt, dieses Material in seiner Sammlung zu haben. Erst Recht nicht, wenn man bereits die wesentlich bessere Demo ETERNAL GLORY besitzt; in welcher Form auch immer – diese beinhaltet schließlich dieselben Nummern wie das vorliegende Release, und noch einige mehr. Während es in Bezug auf die Strukturierung der Titel kaum nennenswerte Unterschiede gibt, bleibt es vor allem an der Klangqualität die den (doch überraschend markanten) Unterschied macht.

Im Gegensatz zur ETERNAL GLORY-Demo muss man das allererste von THUNDERCROSS respektive RHAPSODY OF FIRE veröffentlichte Werk also nicht unbedingt besitzen. Die einzige Ausnahme wäre wohl allein dieser Grund – schließlich ist die Sammlung erst mit dieser ersten handfesten, sicher irgendwo legendären Demo wirklich komplett. Wer allerdings die Wahl hat oder sich entscheiden muss, sollte sich vielmehr die spätere Demo sichern – die wesentlich aussagekräftiger ist. Auch wenn schon in diesen vier Titeln das Potential der Band durchschimmert – irgendwo inmitten des doch recht dumpfen Sound-Gemischs – entfaltet jenes Material noch die größte Wirkung, wenn man es (in Kasettenform) im Regal stehen hat. Und es dort stehen lässt… denn alles andere ist bekanntlich längst Geschichte.

Absolute Anspieltipps: /


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„Die Demo, die den ersten Grundstein legte. Rückblickend betrachtet handelt es sich aber um ein zu vernachlässigendes Release, dass sich rein Klang-technisch nur schwerlich verkosten lässt; erst Recht in Anbetracht der späteren Alternativen.“

Metal-CD-Review: RHAPSODY – Eternal Glory (Demo, 1995)

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Alben-Titel: Eternal Glory (Demo)
Künstler / Band: Rhapsody (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 1995
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Limb Music GmbH

Alben-Lineup:

Cristiano Adacher – Vocals
Luca Turilli – Guitars
Andrea Furlan – Bass
Daniele Carbonera – Drums
Alex Staropoli – Keyboards

Track-Liste:

1. Invernal Fury (04:38)
2. Warrior of Ice (04:10)
3. Tears at Nightfall (01:14)
4. Alive and Proud (06:02)
5. Land of Immortals (05:45)
6. Holy Wind (03:41)
7. Eternal Glory (09:35)

Es aber begab sich zu einer Zeit…

Gleichermaßen interessant wie kurios kann es erscheinen, einmal eine längst vergessene Demo-CD (oder sollte man eher sagen, Kassette) einer seit Jahren fest etablierten Genre-Größe des symphonischen Power Metals einzulegen. Die Rede ist in diesem Fall von RHAPSODY OF FIRE, die sich zu Beginn ihrer Karriere noch THUNDERCROSS nannten – und die bereits lange vor dem ersten offiziellen Album LEGENDARY TALES von 1997 unter dem neuen Bandnamen RHAPSODY aktiv waren. Eines der Relikte aus dieser Zeit ist die 1995’er Demo ETERNAL GLORY – mit 7 enthaltenen Titeln, die später alle Geschichte schreiben sollten. Wenn auch in einer leicht abgeänderten Form, und mit Fabio Lione als Leadsänger – in diesem Fall war es noch Cristiano Adacher der den Ton angab. Und so ist die Erfahrung, eine Demo wie diese zu hören; insbesondere als RHAPSODY-Fan eine besondere – gesetzt dem Fall, man war nicht schon von Beginn an dabei und entdeckte die Band erst viel, viel später.

So wird man hier einige der wohl ursprünglichsten Klänge der findigen Italiener zu hören bekommen – verständlicherweise in einer nicht ganz optimalen Klangqualität und einem kaum differenzierten Hörerlebnis in Bezug auf die einzelnen Elemente. Das wirkt vor allem jenem potentiell bombastischen Eindruck entgegen, der die späteren Alben dominieren sollte – sodass ETERNAL GLORY es nicht unbedingt vermag, seine Hörer direkt umzuhauen. Das stört aber nur bedingt, schließlich sollte die Demo vornehmlich als eine erste Werkschau gesehen werden, die bereits viel über das Potential der Band verriet – aber noch weit hinter den eigentlichen Möglichkeiten zurückblieb. Und so ist es vor allem interessant, einige Titel der späteren Alben in einer noch vorläufigen Fassung zu hören – wie INVERNAL FURY (das später zu RAGE OF THE WINTER wurde), ALIVE AND PROUD (später: LORD OF THUNDER) oder HOLY WIND, das interessanterweise über einen gänzlich anderen Refrain verfügt als das spätere RIDING THE WINDS OF ETERNITY.

Die ETERNAL GLORY-Demo von RHAPSODY lohnt sich damit vor allem in der Hinsicht, als dass sie noch einmal einen ganz anderen Blick auf die später enorm erfolgreichen Italiener und einige ihrer markantesten Titel zulässt. Schließlich ist es nicht nur die unvermeidlich schlechtere Soundqualität, die das hier dargebotene Material vom späteren unterscheidet. Allein der damalige Leadsänger Cristiano Adacher sorgt für ein völlig neues, gar nicht mal so uninteressantes RHAPSODY-Erlebnis; wie auch die vielen später abgeänderten Texte und Kompositionen in ihrer Urpsrungsform. Auch dient die Demo sehr gut dazu aufzuzeigen, dass mindestens zwei der enthaltenen Titel schlichtweg grandios sind – LAND OF IMMORTALS und ETERNAL GLORY klingen sowohl in dieser Ursprungsform als auch in den Finalfassungen verdammt kräftig, markant und zeitlos. Und die anderen haben bekanntlich den nötigen, noch fehlenden Feinschliff erhalten um ganz ähnlich zünden zu können… was ohne diese Rohfassungen gar nicht erst möglich gewesen wäre. Wer die Demo schon damals und in der guten alten Kasettenform in den Händen halten durfte, darf sich glücklich schätzen – alle anderen sollten sich das Ganze zumindest in einer digitalisierten Version sichern. Denn wenn das Hören einer von der reinen Klangqualität her ungünstigen Demo schon mehr Freude bereitet als der Genuss eines so manchen perfekt abgemischten und produzierten Genrewerkes, dann ist das ein gutes Zeichen. Oder ein schlechtes – je nachdem, aus welcher Warte man das Ganze betrachtet…

Absolute Anspieltipps: LAND OF IMMORTALS, HOLY WIND, ETERNAL GLORY


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„Die Geburt einer Legende in Stein gemeißelt.“

Metal-CD-Review: RHAPSODY – Tales From The Emerald Sword Saga (Compilation, 2004)

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Alben-Titel: Tales From The Emerald Sword Saga
Künstler / Band: Rhapsody (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. Februar 2004
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Limb Music GmbH

Alben-Lineup:

Limb Schnoor – Executive Producer
Sascha Paeth – Producer
Miro – Producer
Michael Tibes – Remastering

Track-Liste:

1. Warrior of Ice (05:59)
2. Rage of the Winter (Symphonic Version) (04:49)
3. Forest of Unicorns (03:24)
4. Land of Immortals (Remix) (04:51)
5. Emerald Sword (04:21)
6. Wisdom of the Kings (04:30)
7. Wings of Destiny (04:32)
8. Riding the Winds of Eternity (Edit) (03:48)
9. Dawn of Victory (04:49)
10. Holy Thunderforce (Remix) (04:17)
11. The Village of Dwarves (03:51)
12. Rain of a Thousand Flames (03:42)
13. Knightrider of Doom (03:59)
14. March of the Swordmaster (05:02)
15. Power of the Dragonflame (04:25)
16. Lamento Eroico (04:38)

Eine wegweisende Band verdient eine Compilation – oder ?

Ein jeder Power Metal-Konsument dürfte sie kennen – die Italiener von RHAPSODY OF FIRE, die bis 2006 noch ohne das OF FIRE unterwegs waren. Aus jener Zeit stammen auch einige der wohl bemerkenswertesten Alben der Band, die bis heute eine Art Kultstatus genießen und auch schon des öfteren auf diesem Blog hier behandelt wurden (siehe Schlagwort-Link). Vor allem für eingefleischte Fans interessant dürften dabei auch die bis dahin nur sehr spärlichen Zwischen-Releases sein – von denen man im allgemeinen weniger hört; und die nicht zuletzt etwas schwieriger zu ergattern sind. Vor allem, wenn es um die beiden Singles aus den Jahren 1998 (EMERALD SWORD) und 2000 (HOLY THUNDERFORCE) geht – heute aber soll die erste und einzige offizielle RHAPSODY-Compilation behandelt werden. Diese stammt aus dem Jahre 2004, trägt den Namen TALES FROM THE EMERALD SWORD SAGA – und beinhaltet; wie es der Name bereits verrät; einige hochkarätige Nummern der ersten fünf Alben der Band.

Sicher, über den Sinn oder Unsinn von solchen Compilations oder auch Best-Of’s kann man sich streiten – gerade im Falle einer Band wie RHAPSPODY, deren erste fünf Alben sich eigentlich bestens für eine Komplett-Verköstigung eignen. Insbesondere das Debütalbum LEGENDARY TAALES mit seiner wegweisenden, und der Nachfolger SYMPHONY OF ENCHANTED LANDS mit seiner schier revolutionellen Funktion machen es theoretisch unmöglich, einige auch alleisntehend funtkionierenden Highlights herauszupicken – und dennoch ist es geschehen. So könnte man meinen, dass die Compilation darauf ausgelegt ist das Schaffen der Italiener auch RHAPSODY-Neulingen schmackhaft zu machen, auf dass sie einen ersten und dafür gleich recht umfangreichen Einblick erhalten können. Das Problem ist jedoch, dass TALES FROM THE EMERALD SWORD SAGA diese Vorraussetzung nur schwerlich erfüllt.

Und das liegt zweifelsohne daran, dass im Rahmen der Compilation teils weniger, teils deutlicher an den einzelnen Titeln geschraubt wurde. Sie wurden nicht neu aufgenommen, das nicht – aber durch einen neuen Mastering-Prozess (der übrigens von Michael Tibes durchgeführt wurde, der zuvor nur für andere Künstler gearbeitet hat) bekommen die Nummern doch noch einen etwas anderen Schliff. Dies gepaart mit der Tatsache, dass einige Titel nicht direkt übernommen; sondern stattdessen durch Alternativ-Versionen ersetzt wurden lässt eigentlich nur einen Schluss zu: die Compilation richtet sich nicht an Neueinsteiger, sondern vielmehr an langjährige Fans der Band. Diese kommen in diesem Fall tatsächlich in den Genuss, altes RHAPSODY-Material in einer etwas anderen Art und Weise dargeboten zu bekommen. Ob sich es aber lohnt in diese Compilation zu investieren, ist eine andere Frage. Denn: bis auf den regelrechten Überraschungs-Effekt hinsichtlich des allgemeinen Sounds, einigen veränderten Auftakten (die dazu führen dass die Titel mal eine Sekunde länger, mal 1 Sekunde kürzer sind als die Originale) und den 4 alternativen Titeln hat das Werk nicht viel zu bieten. 4 alternative Titel, von denen eigentlich nur einer gerechtfertigt erscheint – doch dazu gleich mehr.

Zunächst zum Sound. Es fällt auf, dass das Mastering darauf ausgelegt war mögliche Differenzen hinsichtlich der Lautstärken auszugleichen; und die Titel auch sonst etwas näher zusammenrücken sollte. Immerhin stammen die Nummern von 5 verschiedenen Alben aus einem Zeitraum von 5 Jahren, und besonders das Debütalbum konnte noch nicht mit einem technisch rundum perfekten Eindruck punkten. Das Ergebnis allerdings ist – obwohl die Titel tatsächlich gut aufeinander abgestimmt wurden – eine mittelprächtige Katastrophe. Denn offenbar wurde nicht nur die Lautstärke angepasst, sondern auch andere Elemente – was dazu führt, dass sich einige ehemalige Kracher-Nummern merkwürdig verwaschen und teilweise etwas kraftlos anhören. Das trifft besonders auf die Beiträge vom grandiosen SYMPHONY OF ENCHATNED LANDS zu. Wenn man die Vorgängeralben noch nicht allzu gut kennt, fällt das vielleicht gar nicht mal direkt auf – ein Vergleichshören, oder besser noch eine Analyse in einem entsprechenden Audio-Programm zeigt auf, dass die Unterschiede doch recht markant sind. Die Schlussfolgerung: vielleicht hätte man die Nummern doch lieber unverändert übernommen, selbst wenn dies für einen nicht ganz so gleichförmigen Eindruck gesorgt hätte.

Es bleiben noch die Titel, die das Album vor allem für Fans schmackhaft machen, zumindest theoretisch – die alternativen Versionen. Den Anfang mach hier sogleich ein Titel, bei dem es sich wahrlich gelohnt hat. Die symphonische Version von RAGE OF THE WINTER klingt deutlich anders als das Original, und etabliert eine entsprechend differente Wirkung. Durch einen zusätzlichen Einsatz von klassischen Elementen und einem wuchtigeren Chor rückt die eigentlich auf dem Debüt enthaltene Nummer so eher an SYMPHONY OF ENCHANTED LANDS heran – was allemal interessant ist. Unglücklicherweise schneiden die anderen 3 Alternativ-Versionen längst nicht so gut, geschweige denn interessant ab: der Remix von LAND OF IMMORTALS klingt kaum anders als das Original (lediglich etwas professioneller und sauberer, was nicht unbedingt gut ist), RIDING THE WINDS OF ETERNITY ist schlicht eine verkürzte Version des Originals, und der Remix von HOLY THUNDERFORCE hat die gleichen Probleme wie LAND OF IMMORTALS.

RHAPSODY-Neueinsteiger sollten demnach einen großen Bogen um diese Compilation machen – sie bekommen die Musik der Italiener möglicherweise nicht so präsentiert, wie es ursprünglich gedacht war. Dafür ist nicht nur die etwas verhackstückelte Ansammlung von Titeln verantwortlich (über dessen Auswahl man sich streiten könnte), sondern auch der neue Mastering-Prozess. Dieser führt zu einem insgesamt deutlich verwascheneren Sound auf der einen, und einem technisch glattgeschliffeneren Eindruck auf der anderen Seite – was keinem dienlich ist. Somit bleiben nur eingefleischte RHAPSODY-Fans als potentielle Interessenten – doch letztendlich bekommen auch diese nur mit der symphonischen Version von RAGE OF THE WINTER etwas wirklich interessantes (und hörbares) auf die Lauscher. Die anderen Nummern klingen alle etwas anders, was für einen kurzen Moment interessant ist – doch nie kommt man um das Gefühl herum, dass hier irgendetwas nicht stimmt, nicht richtig klingt – weshalb man ebenso schnell wieder zu den Original greift. Eine Wertung anzuberaumen ist also schwierig. Wenn die Originale allesamt Klassiker sind, was sind dann die leicht veränderten Titel auf der Compilation ? Eine Frage, die einen beschäftigen könnte – aber keinesfalls zu einer Wertung führen sollte, die mit denen der Originale zu vergleichen ist. Immerhin: das Ganze ziert ein schmuckes Artwork, und zur Vervollständigung der Sammlung gehört es einfach dazu.

Absolute Anspieltipps: RAGE OF THE WINTER


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„Ein zutiefst ungewöhnliches Release, aber beileibe keines der besseren.“

Metal-CD-Review: RHAPSODY OF FIRE – Dark Wings Of Steel (2013)

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Alben-Titel: Dark Wings Of Steel
Künstler / Band: Rhapsody Of Fire (mehr)
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: AFM Records

Alben-Lineup:

Fabio Lione – Vocals, Lyrics
Alex Staropoli – Keyboards
Alex Holzwarth – Drums, Percussion
Oliver Holzwarth – Bass
Roberto De Micheli – Guitars

Track-Liste:

1. Vis Divina (01:28)
2. Rising from Tragic Flames (06:16)
3. Angel of Light (07:05)
4. Tears of Pain (06:27)
5. Fly to Crystal Skies (05:13)
6. My Sacrifice (08:05)
7. Silver Lake of Tears (05:00)
8. Custode di Pace (05:07)
9. A Tale of Magic (04:18)
10. Dark Wings of Steel (05:51)
11. Sad Mystic Moon (04:37)

RHAPSODY OF FIRE in Erwachsen.

Es ging schneller als gedacht. Nachdem sie bereits zur Mitte des Jahres ein Live-Album von FROM CHAOS TO ETERNITY veröffentlichten, folgt mit DARK WINGS OF STEEL (VÖ: 22. November) nun auch das erste Studioalbum der Kult-Italiener ohne Mastermind Luca Turilli. Der verließ die Band bekanntlich im Jahre 2011, zusammen mit Patrice Guers (Bass) und Dominique Leurquin (Gitarre) – um sich fortan seiner eigenen Band (LUCA TURILLI’S RHAPSODY) zu widmen. Das interessante: obwohl die Trennung einvernehmlich und endgültig erscheint, machen beide Gruppierungen weiterhin unter dem Banner des Bandnamens weiter, der das Symphonic Power Metal-Genre wie kein zweiter geprägt hat – zu Recht, wie es scheint. Das Ergebnis sind zwei völlig verschiedene, sich aber doch irgendwie ähnelnde italienische Bands, die jeweils auf ihre Weise die 1995 (bzw. 1993, als THUNDERFORCE) begonnene RHAPSODY-SAGA fortführen. Dass das überhaupt möglich ist, ist jenen markanten Köpfen zu verdanken; die ehemals eng zusammengearbeitet haben: Luca Turilli und Alex Staropoli.

Das neue Werk von RHAPSODY OF FIRE, respektive Alex Staropoli und Kollegen; klingt erst einmal gänzlich anders als das zuletzt von TURILLI dargebotene Material. Auf seinem ASCENSION TO INFINITY (2012, Review) konnte er sich ähnlich seinen früheren Solo-Ambitionen musikalisch austoben – und inszenierte einen reichlich opulenten, pompösen Symphonic Power Metal mit einem hohen Wiedererkennungswert. Der klassisch orientierte Gesang, die unzähligen Orchester-Arrangements, die Chorgesänge und die Erzählstruktur machten schnell klar, dass es keinen treffenderen Begriff für derlei Auslegungen des Genres geben könnte als die von Turilli selbst geprägte Genrebezeichnung: den Cinematic Metal. Natürlich wie immer mit von der Partie waren auch hier seine exzessiven, neo-klassischen Gitarrenorgien, mit denen er schon zu Zeiten der ursprünglichen RHAPSODY für Furore sorgen konnte.

Alex Staropoli geht mit seinem Leadsänger Fabio Lione indes einen etwas anderen Weg: RHAPSODY OF FIRE’s DARK WINGS OF STEEL schmücken zwar auch die seit jeher genutzten Kombinationen aus klassisch-symphonischen und rassigen Power Metal-Elementen – doch insgesamt geht es weitaus ruhiger, dezenter zu. Wenn man so will, auch etwas weniger exzentrisch – Staropoli weiß, wie man einen guten Power Metal inszeniert, doch hinsichtlich der Einzigartigkeit können RHAPSODY OF FIRE einfach nicht mehr mit dem neuen Ableger von Turilli konkurrieren. Vielleicht war gerade das auch mit ein Grund für seinen Ausstieg – doch selbst wenn nicht, es war ohnehin schon seit längerem klar dass sich RHAPSODY OF FIRE etwas festgefahren hatten. Sie konnten die langjährigen Fans nach wie vor begeistern und bei Laune halten – doch zu einem wahrhaftigen, alle Grenzen sprengenden Ausnahme-Album wie seinerzeit SYMPHONY OF ENCHANTED LANDS I hat man es nach der Jahrtausendwende nicht mehr gebracht.

Umso interessanter schien da die freundschaftliche Trennung – auch, da RHASODY OF FIRE die seit Jahren gepflegten EMERALD SWORD- und DARK SECRET-Sagen endgültig ad acta legen, und mit DARK WINGS OF STEEL ein völlig neues Genrealbum an den Start bringen wollten. Das ist ihnen jedoch nur bedingt gelungen. Auch wenn ein neuer Erzählabschnitt begonnen wird, sich die Besetzung der Band markant verändert hat; so klingt das hier dargebotene immer noch eindeutig nach RHAPSODY OF FIRE. Genauer gesagt eben jenen Eindrücken, die man schon auf den letzten 3-4 Studioalben gewinnen konnte. Jene Abgrenzung, jenes Gestalten eines neuen, aber doch konsequenten Bandabschnittes ist TURILLI einfach wesentlich besser gelungen – auch wenn ASCENDING TO INFINITY ebenfalls kein waschechter Meilenstein, aber doch ein Album geworden ist welches sich weit über dem mit FROM CHAOS TO ETERINITY zuletzt erreichten Qualitätsstandard setzen konnte.

Und so wird DARK WINGS OF STEEL vermutlich wieder all jene begeistern, die schon seit längerem zur eingeschworenen RHAPSODY OF FIRE-Fangemeinde gehören – Neueinsteiger werden es vermutlich schwieriger haben. Nicht zuletzt, da die potentielle Konkurrenz in den letzten Jahren ebenfalls nicht geschlafen hat, und es nunmehr einige ähnlich orientierte Genre-Bands gibt – selbst wenn sie (noch) nicht so mächtig und stilsicher wie ihre potentiellen “Vorbilder‘ klingen.

Den Treueschwur an die etablierte Fangemeinde zelebriert man dann auch sogleich mit dem Alben-Auftakt. VIS DIVINA ist das RHAPSODY-tyische orchestrale Intro – welches eine düster-apokalyptische Stimmung erzeugt und vermuten lässt, wie erzählerisch gewaltig es in den folgenden 10 Titel wohl zugehen würde. Und wie schon bei FROM CHAOS TO ETERINITY spendiert man der Hörerschaft auch nach diesem Einstieg einen satten Opener, der eine perfekte Mischung aus kompositorischer Attraktivität und Eingängigkeit anzubieten weiss: RISING FROM TRAGIC FLAMES. Auch wenn sich (nicht nur) diese Betitelung etwas plump anhört, die Nummer selbst ist es nicht. Der Refrain ist mächtiger, als je ein RHAPSODY (OF FIRE)-Refrain geklungen hat, Leadsänger Fabio Lione ist in Höchstform (was er schon seit jeher war – es ist unglaublich, wie er das einst etablierte Niveau über nunmehr 2 Jahrzehnte halten konnte), die symphonischen Elemente ergeben mit den verdächtig schroffen klingenden Gitarren einen rundum kräftigen Gesamteindruck.

Doch die Schmälerungen folgen sogleich – genauer gesagt mit den folgenden 4-5 Nummern. ANGEL OF LIGHT, TEARS OF PAIN (es gab mal ein SON OF PAIN auf TRIUMH OR AGONY); später dann SILVER LAKE OF TEARS und CUSTODE FI PACE – das alles klingt so sehr nach RHAPSODY, dass es eigentlich eine Freude ist. Aber genau das könnte auch zu einem Problem werden, schließlich wird man in etwa wissen, was einen hier erwartet. Tatsächlich können die einzelnen Titel nicht viel bieten – außer einen hochkarätigen Symphonic Power Metal. Das ist gewiss nicht gerade wenig, doch von einer einstigen Pionier-Band wie dieser hätte man gerade nach der markanten Aufbruchstimmung etwas mehr erwarten können. Alles ist hochwertig, vom erstklassigen Leadgesang über die symphonischen Komponente bis hin zur exzellenten Arbeit an den Instrumenten – aber irgendwie auch zu gleichförmig, zu wenig abenteuerlich, zu unspektakulär. Auch wurde das Tempo gerade im Mittelteil deutlich gedrosselt – vielleicht auch, da Truilli nicht mehr mit von der Partie ist und man somit nicht immer ein instrumentales Schlachtfeld für seine technischen Frickeleien bieten muss. Aber dennoch, ein wenig mehr Bumms hie und da hätte den Italienern sicher gut getan. So scheint es fast, als würden RHAPSODY hier eine Ansammlung von Halb-Balladen (nicht zuletzt aufgrund der Lyrics) offerieren – nur, um diese mit vollwertigen Balladen wie MY SACRIFICE abzurunden. Die knackigen Gitarren verhindern gerade noch das Abdriften in unerträglichere, da sonst recht schmalzige Bereiche – meistens. Das Italienische CUSTODE FI PACE dagegen verzichtet selbst auf diese, und könnte daher glatt von einem ganz anderen Künstler stammen. Vielleicht gehen RHAPSODY ausgerechnet hier neue Wege – dann aber in eine falsche Richtung.

Wobei, wer RHAPSODY OF FIRE kennt, der weiß; dass man etwaige emotional-ergreifende Momente auch gut in eine Uptempo-Komposition einbringen kann. Gerade dieses Wechselspiel zeichnete die Band unter anderem aus – und auch eine Nummer wie SILVER LAKE OF TEARS macht dies recht gut deutlich. Ein beinahe zu dick aufgetragener Refrain wird hier in einen recht düsteren Instrumentalteil mit vielen Tempo-Wechseln und Soli-Parts eingebunden. Das klingt abwechslungsreich und auch angenehmer in Bezug auf den Leadgesang – der dann auch gerne mal etwas schmalziger ausfallen darf, solange Tempo und Atmosphäre für einen zusätzlichen Härte-Schub sorgen. Doch insgesamt bleiben die markanten Überraschungen aus – sofern man nicht hinzuzählt, dass man nun keine über 10-minütigen Epen mehr einplant, sondern kontinuierlich auf 4-8 minütige Nummern setzt. Zudem wirkt das Album insgesamt etwas sperriger – was ein Anzeichen dafür sein kann, dass RHAPSODY OF FIRE ‚erwachsener‘ geworden sind. Sicher sollten es nicht immer die ewig gleichen, simpel-eingängigen Fantasy-Nummern mit gute Laune-Potential sein – doch wohin ein Ausflug in zu Orchester-dominierte, düstere Gefilde führen kann; das zeigte man bereits mit TRIUMPH OR AGONY auf.

Fazit: DARK WINGS OF STEEL mag ein würdiges Nachfolgealbum zu FROM CHAOS TO ETERINITY sein, doch insgesamt ist es eher ernüchternd. Auch, da RHAPSODY OF FIRE trotz der zwischenzeitlichen Ereignisse noch immer an ihren ureigenen Stil festzuhalten scheinen – was verständlicherweise nicht mehr ganz so gut klappt ohne einen gewissen LUCA TURILLI. Hier hätte man sich ruhig noch etwas weiter aus dem Fenster lehnen sollen, selbst auf die Gefahr alteingesessene Fans zu verschrecken. Mit DARK WINGS OF STEEL werden vor allem jene Power Metal-Freunde glücklich werden, die es gerne etwas düsterer und getragener haben – die mächtigen symphonischen Elemente verpassen auch diesem Album einen satten, druckvollen Anstrich. Man stelle es sich vor wie eine Mischung aus dem nicht ganz so guten TRIUMPH OR AGONY und einem besseren der neuen Alben, THE FROZEN TEARS OF ANGELS. Es wird jedoch schwierig werden in Anbetracht der Konkurrenz, die eigentlich keine ist – LUCA TURILLI’S RHAPSODY haben schon das nächste Projekt in den Startlöchern, was dieses Album hier schnell verblassen lassen könnte… es könnte, doch es gilt wie immer abzuwarten.

Anspieltipps: RISING FROM TRAGIC FLAMES, SILVER LAKE OF TEARS

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„Für Fans von RoF – und Freunde des düsteren, theatralischen“

RHAPSODY OF FIRE – Dark Wings Of Steel (Metal News)

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RHAPSODY OF FIRE ohne Turilli… aber sicher nicht müde.

Die Nachricht ist noch ganz frisch, und sollte bei einigen langjährigen RHAPSODY-Fans für Gänsehaut sorgen: das neue Studioalbum der Italiener, DARK WINGS OF STEEL, wird noch in diesem Jahr veröffentlicht werden; genauer gesagt am 22. November. Es wird spannend zu hören, wie sich RHAPSODY erstmals ohne Luca Turilli schlagen – auch wenn das letzte Live-Album schon einen dahingehenden Vorgeschmack gab. Doch da Turilli nicht nur Gitarre spielte sondern auch Songs schrieb, bleibt ein gewisser Spannungsmoment erhalten. Zumal die bekannte EMERALD SWORD-Fantasy-Saga mit dem letzten Album FROM CHAOS TO ETERNITY endgültig, und nach nunmehr 15 Jahren (!) abgeschlossen wurde… es ist an der Zeit für neues. Nur wie genau wird das klingen ? Die Lyrics stammen diesmal allesamt von Fabio Lione – während sich das markante Trio aus Alex und Manuel Staropoli sowie Roby De Micheli für die instrumentellen Kompositionen verantwortlich zeichnet. Auch ein ganzes Orchester wird wieder einmal dabei sein… typisch RHAPSODY OF FIRE eben. Die Chancen stehen gut, dass uns doch noch ein überraschendes Album erreicht, welches den Power Metal-Thron des Jahres 2013 für sich beansprucht… trotz harter Konkurrenz.