Metal-CD-Review: LUCA TURILLIS RHAPSODY – Prometheus (Symphonia Ignis Divinus, 2015)

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Alben-Titel: Prometheus: Symphonia Ignis Divinus
Künstler / Band: Luca Turilli’s Rhapsody (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 19. Juni 2015
Land: Italien
Stil / Genre: Symphonic Power Metal
Label: Nuclear Blast Records

Alben-Lineup:

Patrice Guers – Bass
Alex Landenburg – Drums
Alessandro Conti – Vocals
Luca Turilli – Guitars, Keyboards
Dominique Leurquin – Guitars

Track-Liste:

1. Nova Genesis – Ad Splendorem Angeli Triumphantis (03:08)
2. Il Cigno Nero (04:08)
3. Rosenkreuz – The Rose And The Cross (04:34)
4. Anahata (05:03)
5. Il Tempo Degli Dei (05:03)
6. One Ring To Rule Them All (07:05)
7. Notturno (04:34)
8. Prometheus (05:06)
9. King Solomon And The 72 Names Of God (06:51)
10. Yggdrasil (06:00)
11. Of Michael The Archangel And Lucifer’s Fall Part II: Codex Nemesis (18:04)

Die neue Definition des Bombasts ?

Nach monatelangen Rumoren, unzähligen Vorab-Snippets und zwei offiziellen Singles ist es endlich draußen: das zweite Studioalbum der Symphonic Power Metal-Schmiede LUCA TURILLI’S RHAPSODY. Zweifelsohne wird das, was Italo-Mastermind Luca Turilli hier mit seinen Kollegen auf die Beine gestellt hat; abermals die Geister scheiden – vielleicht sogar noch ein stückweit mehr als das 2012 veröffentlichte ASCENDING TO INFINITY (Review). Schließlich macht Turilli keinen Hehl daraus, dass PROMETHEUS: SYMPHONIA IGNIS DIVINUS alles bisherige toppen könnte – vor allem in Bezug auf die relative Komplexität des Materials und die Präsenz der symphonischen Komponente. Die wurde zwar auch schon zu besten RHAPSODY-Zeiten vergleichsweise hoch gehalten – doch Turilli wäre nicht Turilli, wenn er nicht ständig noch eine Schippe drauflegen würde. Und so ist PROMETHEUS in erster Linie ein Fest für alle Genre-Fans. Vornehmlich natürlich solchen, denen es niemals zu bombastisch, zu pompös und ausschweifend genug zugehen kann.

Denn eines ist klar: PROMETHEUS bewegt sich hinsichtlich seines Konzepts recht nah an einer imaginären Schmerzgrenze. Und das nicht nur aus der Sicht solcher, die das bediente Genre ohnehin eher meiden. Einer, die in Bezug auf den jeweiligen Hörer über den Aufstieg oder den Fall des Albums entscheiden wird – eventuell sogar noch vor dem eigentlichen Hörgenuss. So kommen auch der ellenlange Alben-Titel und die Track-Liste mit etlichen sperrigen (ja nach Facón gar absurd anmutenden) Titelbezeichnungen nicht von ungefähr. Denn: auch sie untermalen das Bestreben Turilli’s, der einzig wahre Wegbereiter für das neu gegründete Genre des Cinematic Metal zu sein. Das mag kitschig klingen, und das ist es vielleicht auch. Und tatsächlich: wer bereits in Anbetracht dieser Ambition die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, und auch generell eher wenig für symphonische Spielereien übrig hat – der wird vermutlich wenig mit dem hier dargebotenen anfangen können und sollte einen großen Bogen um PROMETHEUS machen.

Alle anderen jedoch, und speziell jene die sich seit längerem mit den Werken RHAPSODYS befassen; sollten einen intensiveren Blick in die Welt von PROMETHEUS riskieren. Und das aus mehreren Gründen. Einer davon ist, dass es sich tatsächlich um ein Album handelt welches es sich in mehreren Durchläufen zu entdecken lohnt. Die bereits erwähnte Übertreibung und Ausreizung des Genres; oder in einem etwas positiveren Jargon auch die vielschichtigen Kompositionen mit unzähligen verschiedenen Sound-Elementen und Eindrücken erfordern es unbedingt, dass man sich Zeit nimmt und das Album so gesehen schrittweise verarbeitet. Musikalisch lohnt sich das Ganze allemal – man merkt dem Album einfach an dass hier einiges an Herzblut investiert wurde. Andere Gründe, dem Album eine Chance zu geben fänden sich vornehmlich in der Verfolgung des fulminanten und allemal interessanten Werdegangs von Turilli selbst; sowie in dem Hinweis dass PROMETHEUS offenbar nah am Sound eines der besten Turilli-Alben überhaupt orientiert – PROPHET OF THE LAST ECLIPSE (Review) aus dem Jahre 2002.

Doch wie genau klingt nun eigentlich PROMETHEUS, und wie ist es aufgebaut ? Zunächst ist zu sagen, dass Turilli eine recht bunte Ansammlung von verschiedenen Titeln innerhalb eines übergeordneten Konzepts vorsieht. Dieses besteht aus nicht weniger, als die Geschichte der Menschheit an einigen markanten Punkten abzuarbeiten – mal mit einem etwas religiöseren Hintergrund, mal mit einem etwas fantastischeren. Immer mit von der Partie, und sicher auch ausschlaggebend für den Sound von PROMETHEUS ist die Nähe zur Filmmusik – was sich bereits im Intro niederschlägt. NOVA GENESIS bildet hier den Auftakt, der fulminanter nicht hätte ausfallen können: dezent elektrisch angehauchte Klänge mischen sich mit satten Erzählstimmen, apokalyptischen Chören und allerlei Bombast. Das macht entsprechend Laune, gesetzt dem Fall man ist ein Freund solch üppiger Arrangements – denn wie gesagt; Turilli schöpft hier aus dem Vollen. Und das so sehr, dass der Vorgänger ASCENDING TO INFINITY musikalisch vergleichsweise zurückhaltend wirkt.

Und doch hat es Turilli irgendwie geschafft, PROMETHEUS mit einem gewissen Ernst zu versehen – entgegen möglicher Erwartungen gibt er sich eben nicht der Lächerlichkeit preis. Auch, wenn einige Einzel-Titel nicht gänzlich davor gefeit sind. Wie etwa der Titeltrack PROMETHEUS, über den sich bereits viele in den sozialen Medien ausgetauscht respektive gestritten haben. Tatsächlich scheint die Ansammlung von lateinischen Wortfetzen nicht unbedingt zum glanzvollsten zu gehören, was das Album zu bieten hat – auch wenn die musikalische Hintergrundkulisse durchaus einiges zu bieten hat. Doch gilt das glücklicherweise für so gut wie alle Titel; sodass man zumindest in Bezug auf die beiden vorab veröffentlichten Singles eher zum weitaus gelungeneren ROSENKREUZ greifen wird.

Es folgen zwei weitere wichtige Faktoren des Albums – der Leadgesang und der Faktor der Abwechslung respektive die Wertigkeit der einzelnen Titel in Bezug auf das große Ganze. Festzustellen ist, dass nicht jedermann mit Alessandro Conti als Frontstimme glücklich ist – wohl, da er vornehmlich in höheren Lagen unterwegs ist und eher das Flair eines Opernsängers als das eines Power Metal-Frontmanns versprüht. Wobei ein nicht-metallischer Titel wie NOTTURNO sicher als Paradebeispiel zu verstehen ist. Doch scheint gerade diese klassisch ausgelegte Stimme perfekt zu einem Projekt wie LUCA TURILLI’S RHAPSODY zu passen; sie komplettiert das Lineup – auch wenn etwaige Gedankenspiele ihn einmal gedanklich mit seinem quasi-Vorgänger Olaf Hayer zu ersetzen, ebenfalls ihren Reiz haben. Und ihn wohl nie verlieren werden, dafür hat er auf dem PROPHET-Album zu gut abgeliefert. Aber auch Alessandro Conti versteht sein Handwerk, zweifelsohne. Ganz unabhängig davon, ob er nun in seiner Muttersprache oder einem durchaus einwandfreien und so gut wie akzentfreien englisch singt. Die wie immer satten und gut platzierten Chöre runden das Ganze dann wunderbar ab.

Kommt man zu den einzelnen Nummern, so wird man sie gedanklich in zwei oder drei Kategorien einordnen; einordnen müssen. Die einen sind die sofort zündenden Nummern mit einer Extraportion Bombast – wie das Intro NOVA GENESIS, ROSENKREUZ oder PROMETHEUS. Das ebenfalls sehr hymnische IL CIGNO NERO bildet dann so gesehen den Übergang zur zweiten Kategorie; den auf italienisch vorgetragenen Stücken – die man entweder lieben oder hassen wird. Immerhin, nur NOTTURNO scheint hier direkt einer italienischen Oper entnommen – IL TEMPO DEGLI DEI kommt schon etwas facettenreicher daher. Die letzte Kategorie bilden dann die etwas längeren und / oder etwas sperrigeren Stücke – wobei der einzig wahre Knackpunkt des Albums in eben diesen begraben liegt. Nicht nur, weil sie vergleichsweise weniger Spaß machen – sondern auch, weil es nicht immer etwas besonderes zu entdecken gibt. ANAHATA, ONE RING TO RULE TO RULE THEM ALL, KING SOLOMON AND THE 72 NAMES OF GOD, YGGDRASIL… hier spielen verschiedene Einflüsse eine Rolle; vor allem aber wohl die klassischen. Doch letztendlich scheint es den Nummern an etwas zu fehlen – und sei es, dass man hie und da einen eingängigerne Refrain eingeworfen hätte. Das gleiche gilt dann auch für den in jeder Hinsicht überlangen Titel OF MICHAEL THE ARCHANGEL AND LUCIFERS FALL PART II: CODEX NEMESIS. Während der erste Teil auf dem Vorgänger zumindest noch einen schmackigen Refrain hatte an dem man sich orientieren konnte; ergötzt sich Turilli hier an endlosen klassischen Intermezzi und nur noch mehr Chören. Das kann bei dieser Dosierung irgendwann an den Nerven zehren – wie gut also, dass der Bonustrack in Form einer symphonischen Version des RIOT-Klassikers THUNDERSTEEL schon eher zündet.

Als letzter Punkt ist dann nur noch die allgemeine Produktions- und Abmischungsqualität anzuberaumen. Diese wird gemischte Gefühle entstehen lassen – was vor allem am nicht immer gut in Szene gesetzten Schlagzeug- und Gitarrensound (außerhalb der Soli) liegt. Tatsächlich scheint sich Turilli stärker auf seinen symphonischen Komponente fokussiert zu haben als jemals zuvor; was trotz des Orchesters aus der Konserve niemals allzu künstlich klingt und speziell in den Chor-Momenten einen enormen Eindruck hinterlässt. Doch bleibt es schade, dass die metallischen Komponente dadurch etwas in den Hintergrund rücken und speziell das Schlagzeug etwas lustlos und generisch klingt. Diesbezüglich kann das Album also keinesfalls mit dem rundum perfekt aufeinander abgestimmten PROPHET OF THE LAST ECLIPSE konkurrieren. Auch hat man das Gefühl, als hätte PROMETHEUS an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr Bumms vertragen können.

Aber: auch wenn es nicht immer die richtige Wahl sein mag, möglichst viele Zutaten (und auch noch in einer hohen Dosierung) zu verwenden, scheint das Konzept von Luca Turilli weiterhin aufzugehen. PROMETHEUS ist eine Ode an das Genre des filmreifen symphonischen Power Metals, und ein weiterer Meilenstein in der Diskografie des italienischen Ausnahme-Künstlers. Einer, der das parallele Schaffen seiner alten RHAPSODY-Kollegen eher müde aussehen lässt. Trotz der einstweilen bedrohlich schwankenden Stimmung irgendwo zwischen einer noch angenehmen, maximalen Ausreizung es Genres und einer potentiellen Lächerlichkeit sind sowohl die musikalischen Qualitäten und nicht zuletzt der Unterhaltungswert deutlich höher und damit klar auf der Seite Turilli’s. Sicher hätte man die ein oder andere Nummer etwas simpler hätte gestalten, sowie die schwermetallischen Komponente deutlicher hervorheben sollen – doch die positiven Eindrücke; zu denen sich noch eine gewisse Form einer längst vergessen geglaubten Aufgeregtheit gesellen, überwiegen. Turilli agiert alles andre als dezent – aber verdammt wirkungsvoll. Wenn nächstes Mal auch den Gitarren und dem Schlagzeug wieder etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, steht der Höchstwertung nichts mehr im Wege.

Absolute Anspieltipps: NOVA GENESIS, IL CIGNO NERO, ROSENKREUZ, IL TEMPO DEGLI DEI


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„Ein Album, das einen nicht nach mehr verlangen lässt – denn viel mehr geht nicht; zumindest in Bezug auf das Genre des Cinematic Metal.“

LUCA TURILLI’S RHAPSODY – Prometheus (Metal News)

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Das ist doch mal eine Ansage.

Es war schon etwas länger am rumoren, nun steht es endgültig fest: LUCA TURILLI’S RHAPSODY werden Anfang 2014 ihr neues Studioalbum mit dem mächtigen Titel PROMETHEUS – SYMPHONIA IGNIS DIVINUS über Nuclear Blast Records veröffentlichen – und damit nicht zuletzt gerne gesehenes RHAPSODY-Futter für Oliverdsw.Wordpress servieren. Wieder einmal ! Der neue, sehr gelungene Trailer sagt in diesem Fall mehr als Tausend Worte… und ist deshalb auch auf der Startseite eingebettet. Für alles weitere empfiehlt sich ein Besuch auf der offiziellen Webseite, sowie der von Turilli selbst. Oder aber ein Rückblick auf das letzte Album ASCENDING TO INFINITY, um die Wartezeit zu überbrücken (Review)…

LUCA TURILLI’S RHAPSODY – Clash Of The Titans (Official Video)

Früher wurde alles, was ein gewisser Herr Turilli anfasste zu Gold. Und jetzt… ?

Na, das ging doch mal recht zügig. Während andere Symphonic Power Metal-Bands offizielle Videos nur ankündigen, beziehungsweise sich teils arg verspäten (siehe PATHFINDER – leider), legen LUCA TURILLI’S RHAPSODY mit der Single zu CLASH OF THE TITANS schon nach wenigen Monaten ordentlich nach. Nach der visuellen Realisierung zu DARK FATE OF ATLANTIS (Link) folgt nun also schon der zweite Videoclip von Owe Lingvall (www.dreamdaymedia.com) – und das ist keine Überraschung; die stilistischen Parallelen sind unübersehbar. Ein gutes oder ein ganz und gar apokalyptisches Omen… ?

Zweifelsohne ist das Stück CLASH OF THE TITANS gut gewählt, gewährt es noch mehr als schon DARK FATE OF ATLANTIS einen guten Einblick in die musikalische Bandbreite RHAPSODY’s. Ob nun die obligatorischen Turilli-Frickelpassagen, die orchestrale Inszenierung, der beinahe opernartige Gesang des Leadsängers oder der flotte Uptempo-Refrain – hier ist so gut wie alles vertreten, was der geneigte Turilli-Fan seit jeher schätzt. Doch geht es über zum Video, so finden sich bereits die ersten Unstimmigkeiten. Die erste ist ohne Zweifel die, dass CLASH OF THE TITANS – warum auch immer – in einem merkwürdigen WALKING DEAD REMIX präsentiert wird. Wohl nicht vielmehr als ein Marketing-Gag – wandelnde Tote verkaufen sich eben immer gut, gerade in der heutigen Zeit; in der TV-Serien wie THE WALKING DEAD nicht von ungefähr große Erfolge erzielen.

Noch ärgerlicher als diese marketingtechnische ‚Aufwertung‘ aber wiegt die Inszenierung des Videos selbst. Nun offenbart sich auch der Sinn des WALKING DEAD-Bezuges: offenbar wollte man(n) oder schlicht Owe Lingvall unbedingt eine Art Zombie-Video drehen, komme was wolle. Aber: muss dafür wirklich eine Band wie (LUCA TURILLI’S) RHAPSODY herhalten ? Es ergibt sich ein arg erzwungen wirkendes Gesamtbild, welches nicht mit der einstigen Zeit des metallischen Ruhms bei RHAPSODY OF FIRE harmonieren möchte. Ohne allzu sehr an der Vergangenheit festhalten zu wollen, muss man sich allerdings selbst als eingefleischter Turilli-Anhänger fragen, ob ein derart episches Stück wirklich eine derart… unansehnliche Video-Umsetzung verdient hat. Aber, man mache sich selbst ein Bild – und zur Not greift man eben nur auf die Tonspur zurück. Auch wenn die alten Videos von RHAPSODY keinesfalls qualitativer waren (eher im Gegenteil); so hatten sie zumindest noch einiges mit der Musik und dessen Inhalt zu tun. Und heutzutage… ? Nichts mehr mit Power Metal & Co, dafür aber einer Prise Kommerz und einer noch größeren Prise glatt geschliffenem Gothic-Horror. Muss das sein ? Ach, die gute alte Zeit…

Metal-CD-Review: LUCA TURILLIS RHAPSODY – Ascending To Infinity (2012)

Land: Italien – Stil: Symphonic Power Metal

1. Quantum X
2. Ascending To Infinity
3. Dante’s Inferno
4. Excalibur
5. Tormento E Passione
6. Dark Fate Of Atlantis
7. Luna
8. Clash Of The Titans
9. Of Michael The Archangel And Lucifers Fall

Luca Turilli auf dem (erneuten) Weg zur Genre-Krone ?

Vorwort: Wie sehnsüchtig wurde es erwartet – das neue Album des ehemaligen RHAPSODY OF FIRE-Masterminds Luca Turilli. Zwar lieferte der Italienische Songwriter, Komponist und Gitarrist schon früher teils grandiose Solo-Alben ab – doch im Jahre 2012 soll es mit ASCENDING TO INFINITY und einer neu gegründeten Bandformation noch einmal richtig krachen. Dass er dabei neuerdings auf das Namens-Anhängsel RHAPSODY zurückgreift, ist zwar etwas makaber – doch wenn jemand das Recht dazu hat, dann wohl Herr Turilli. So werden sich in Zukunft zwei Bands gegenüberstehen, die einst eine einzelne bildeten: LUCA TURILLIS RHAPSODY und die selbstverständlich noch immer existierenden RHAPSODY OF FIRE. Wer in diesem ungewöhnlichen Wettstreit um die Genre-Krone die Nase vorn haben wird, oder ob es gar beide Bandformationen schaffen, sie verdientermaßen zu teilen, werden die Jahre zeigen. Nun aber genießt aber erstmal Herr Turilli die volle Aufmerksamkeit – und sorgt für neues Symphonic Metal Futter; welches generelle Fans des Genres, Anhänger von RHAPSODY OF FIRE und nicht zuletzt Turilli’s Soloalben gleichermaßen beigeistern soll. Stichwort Symphonic Power Metal – dem aktuellen Wortschöpfungsprozess ist gleich noch ein weiterer Begriff entsprungen, der sich nun endgültig in der Musikwelt manifestieren soll: man spricht in Turilli’s Fall nun von einem bombastischen Cinematic Metal. Während einige Bands sich bereits darin versucht haben und relativ sang- und klanglos wieder verschwunden sind, ist es nun an LUCA TURILLIS RHAPSODY, zum Vorreiter des neuen Genres zu werden.

Aber auch die Konkurrenz schläft nicht, beziehungsweise hat die Jahre nicht im Tiefschlaf verbracht – so ist kürzlich eine bis vor einigen Jahren noch unbekannte Band namens PATHFINDER an die Spitze des Genres geschossen. Auch die verwenden eine eigens erdachte Genrekreation als Oberbegriff ihrer Musik: Dream Metal. Aber seien wir ehrlich: im Endeffekt ist es derselbe (epische, schnelle, abwechslungsreiche, komplexe, keyboardlastige) Symphonic Power Metal, von dem hier die Rede ist. Mit ihrem neuesten Werk 5TH ELEMENT haben die Polen alle Register gezogen – und auch auf Oliverdsw.Wordpress eine entsprechend sagenhafte Wertung eingefahren. Wie also wird sich Altmeister Turilli gegen die neue Konkurrenz behaupten ? Denn im Gegensatz zu den Kollegen von RHAPSODY OF FIRE kann man in diesem Fall schon eher von einer ‚echten‘ Konkurrenz, als von einem vergleichbaren Partner-Projekt sprechen. Sehen wir es uns an !

Kritik: ASCENDING TO INFINITY fährt mit einer Tracklist aus 9 Titeln auf – die im einzelnen jedoch vergleichsweise lang und komplex sind. Mit Ausnahme des Intros QUANTUM X, versteht sich – hier sind es zweieinhalb Minuten, die ausreichen müssen um die wahre Lust auf das Album zu erwecken. Die Überraschung ist nicht allzu groß: es gelingt, und zwar tadellos. Nach einigen verdächtig orientalisch anmutenden Klängen, einem merkwürdigen Synthie-Brett a’la DOL AMMAD und einer Hollywood-reifen Erzählereinspielung tauchen jene Elemente auf, die die Musik Turilli’s seit jeher auszeichnen: ein enormes Maß an kompositorischen Fähigkeiten, dem Hang zum Bombast und zur klassischen Inszenierung. Die schmetternden Chöre sorgen für eine wohlige Gänsehaut – etwas derart episches und dramatisches hat man lange nicht mehr auf einem Symphonic Metal-Album gehört. Gut auch, dass die himmlische Erhabenheit einer gewissen Düsterkeit weicht – und man ein entsprechendes Frösteln bei sich feststellen wird. Rumms – der Übergang zum Opener und Titeltrack ASCENDING TO INFINITY ward markiert. Hier hört man einen Luca Turilli, wie man ihn kennt und liebt: es ist dieser urtypische Gitarrensound, der sofort ins Ohr geht und einen einzigartigen Eindruck hinterlässt. Die erste mannigfaltige Überraschung folgt nun im ersten Eindruck des neuen Leadsängers, Alessandro Conti. Man wird schnell feststellen, dass es eine gute Wahl war, diesen talentierten Sänger zu verpflichten – er weiss die enorme Komplexität der Instrumentierung in sich aufzunehmen und die dazugehörigen Lyrics stimmig zu inszenieren. Überhaupt ist sein Spagat zwischen tieferen und immens hohen Lagen bemerkenswert, sowie auch das ständige ’switchen‘ vom Italienischen ins Englische, die Sprachen scheinen ineinander zu verfliessen. Die herzigen Männerchöre im Hintergrund sorgen für zusätzlichen Schmackes, die wahrhaftig meisterliche Produktion rundet den Gesamteindruck nach oben hin ab. Was für Laien nach einem musikalischen ‚Chaos‘ klingen mag, gleicht einem Meisterstück der schwermetallischen Komposition – diese 6 Minuten bieten ein Höchstmaß an Abwechslung und Vielschichtigkeit; die es durchaus erforderlich machen das Stück merhmals zu hören um in seinen vollen Genuss zu kommen.

Mit dem folgenden DANTES INFERNO wird gleich von Beginn an aus dem Vollen geschöpft – klassische Komponente sorgen für einen erhabenen musikalischen Energiefluss, der seinesgleichen sucht – und neben der etwas düsteren Gesamtaufmachung sorgen gerade der Mitsing- und Mitwipp Refrain und die schmetternden musikalischen Einspieler für eine angenehme Eingängigkeit. Das Ganze klingt verdammt episch und enorm ‚bedeutungsvoll‘ – im Gegensatz zu anderen Bands hat man hier kaum das Gefühl, als würde dieses Liedgut der tiefsten Klischeekiste entsprungen sein und allerlei belanglose Heldengeschichten erzählen. Lediglich auf die überlagerte Erzählstimme (2.15 – 2.25) hätte man vielleicht verzichten sollen – der Klangeindruck ist auch so schon vielfältig genug. EXCALIBUR ist nun der erste Titel, der in die Richtung der kurz erwähnten ‚himmlischen Erhabenheit‘ steuert und ein erhöhtes Maß an Eingängigkeit feilzubieten weiss. Bereits der klassische Anfang weckt Erinnerungen an gute alte RHAPSODY-Zeiten, danach allerdings hievt man das Ganze schnell auf eine bis dato unerreichte Ebene voller Glanz und Glorie. Ob nun Italienisch oder Englisch vorgetragen – die Übergänge erfolgen fliessend, und münden in einem sagenhaft wohlklingenden Refrain. Wahnsinn, zu was Leadsänger Alessandro Conti imstande ist – man fühlt sprichwortlich ‚mit‘ und genießt seine vielfältige Darbietung in vollen Zügen.  Spätere Arrangements weisen ebenfalls auf die (ehrenwerte !) Vergangenheit Turilli’s bei RHAPSODY und seinen Solo-Projekten hin – und definieren sich durch schmackige Chöre und wahnwitzige Gitarren- und Keyboardsoli.

Mit einem überraschenden TORMENTO E PASSIONE folgt sogleich der erste streng ‚traditionell‘ orientierte Titel, der gemäß der Titulierung ein größeres Italienisches Flair aufweist. Das heisst im Detail, dass neben der klassischen, weniger Metal-lastigen Instrumentierung ein in der Landessprache Turilli’s vorgetragenes Duett von Allessandro Conti und einer Dame (deren Name gerade nicht vorliegt) im Vordergrund steht. Für die nötige finale ‚Passform‘ sorgen dezente Bombast-Elemente und allerlei symphonische Spielereien im Hintergrund – insgesamt macht das Stück (in diesem Fall sollte man wahrhaftig von einem ‚Stück‘ sprechen) einen guten, und handwerklich ohnehin perfekten Eindruck. Jedoch wäre es verständlich, wenn nicht ein jeder Hörer diesen Titel zu seinen Lieblingsstücken zählen würde – es wird explizit klassisch, und durch die höhere Gewichtung der Lyrics, die in diesem Fall von den wenigsten (den Italienern unter uns) verstanden werden wird der Zugang noch zusätzlich erschwert. Ganz anders sieht es dann schon wieder im Falle des folgenden DARK FATE OF ATLANTIS aus, dass auch als Videosingle ausgekoppelt wurde. Wenngleich eine eher negative Kritik zum Video selbst bereits vorliegt, so kann der Song allein doch eine ausreichende Faszination entfachen. Und was für eine -man könnte sogar vorsichtig behaupten, dass es der beste; oder doch zumindest aussagekräftigste Titel des Albums ist. Somit haben Herr Turilli und Co. die absolut richtige Wahl getroffen, den Titel als Single zu veröffentlichen – der interessierte Hörer bekommt hier einen recht guten Eindruck von der Bandbreite der Band, und den vielschichtigen Elementen der Komposition. In diesem Titel werden so ziemlich alle Elemente vereint, die sonst über einzelne Titel verstreut werden: das knackige-unverwechselbare Gitarrenspiel, satte Chorelemente, eine apokalyptische Stimmung, eingängige Mitsing-Momente; und ein generell mannigfaltiger Eindruck des neuen Leadsängers. Wenn nur dieser stark nach orientalischen Einflüssen klingende Auftakt nicht wäre – die wehleidigen Frauengesänge und die weibliche Erzählstimme haben eher das Potential, gerade nicht zeitlos zu wirken. Sei es drum – eine starke Nummer.

Deutlich merkwürdiger wird es nun aber mit LUNA, dass ebenfalls ausschließlich aus Italienischen Gesängen besteht (mit Ausnahme einzelner Parts der Dame) und zudem einen stark jazzig-souligen Einfluss aufweist. Selbiges haben auch NIGHTWISH auf ihrem neuesten Album versucht – dazu kann man stehen wie man will, als ungewöhnliches, so noch nie gehörtes Experiment taugt das Ganze allemal. Doch insgesamt betrachtet hätte ein solches Stück, gerade nach einem ebenfalls sehr klassisch-traditionellen TORMENTO E PASSIONE (das weitaus mehr Turilli-typische Elemente aufweist), nicht unbedingt enthalten sein müssen. De facto bedeutet das: es sind nun schon 2 (von 9) Titeln, die puristische Metal-Fans weniger ansprechen werden. Auf jeden Fall macht es noch einmal vehement deutlich, über was für Fähigkeiten Allesandro Conti verfügt, den man genauso gut auf die klassische Bühne stellen könnte. CLASH OF THE TITANS ist dann wieder ein typischer Kracher, der vermehrt auf Metal-Elemente setzt und so mit einem angenehmen Druck durch die Boxen rauscht. Tolle Chor-Elemente, ein flotter Refrain und die typischen Spielereien an den Instrumenten sorgen für eine erhabene Stimmung. Gut auch, dass Allesandro Conti in den Strophen eine etwas gemäßigtere Schiene fährt, und der Titel so dem Progressive Metal entsprungen sein könnte – stellenweise. Der Finaltrack OF MICHAEL THE ARCHANGEL AND LUCIFERS FALL zieht mit einer beträchtlichen Laufzeit von 16 Minuten noch einmal alle Register, und ist damit das RHAPSODY-typische, abschließende Opus. Es gilt, sich zurückzulehnen, und die vielfältigen Eindrücke in sich aufzusaugen – auf dass das Liedgut seine volle Wirkung entfalten kann. Ein Wahnsinns-Track, der für ein beeindruckendes Finale sorgt und lange in Erinnerung bleiben wird, ohne Zweifel.

Fazit: Zwar ist ASCENDING TO INFINITY kein Album a’la PROPHET OF THE LAST ECLIPSE geworden, wie von einigen eingefleischten Turilli-Fans erhofft – aber vielleicht kann und sollte man so ein Album auch schlicht nicht wiederholen. Stattdessen macht ASCENDING TO INFINITY genau das, was die Titulierung verspricht: das Album steigt wahrhaftig in die unendlichen Sphären der Metal-Geschichte hinauf und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Und das ist Endeffekt sogar besser, als krampfhaft zu versuchen, direkt an alte (ebenfalls glorreiche) Zeiten anzuknüpfen. eine spürbare Erhabenheit und ‚Epicness‘ zeichnen auch den neuen Turilli aus – der mit ASCENDING TO INFINITY ein rundum gelungenes Metal-Werk abliefert. Ein verdammt abwechslungsreiches, satt produziertes, gut inszeniertes und handwerklich versiertes. Allerdings wird die zunehmend klassische Orientierung nicht jedem Metal-Fan zusagen – selbst wenn er dem Genre des Symphonic Metal generell offen gegenübersteht. Somit gilt, dass man nicht nur eine Bereitwilligkeit sich dem Genre hinzugeben mitbringen muss, sondern auch eine möglichst vorurteilsfreie Einstellung gegenüber der Italienischen Sprache, klassischen Gesangsduetten und Opern-artigen Intermezzi. Alles in allem weiss das Album zu überzeugen – doch es ist gewiss kein Album für Jedermann. Das ist positiv, da sich Turilli so seinen Platz als wahrer Ausnahme-Musiker sichert – aber auch leicht negativ, da seine früheren Arbeiten zumeist von einer deutlicheren Eingängigkeit und leichteren Zugänglichkeit gekennzeichnet waren; auch ohne dass auf musikalische Komplexität verzichtet werden musste. Belassen wird es dabei und kommen zu einem Fazit: ASCENDING TO INFINITY ist die Wahl, wenn es um einen etwas experimentelleren, klassisch orientierten Ansatz geht das Symphonic Metal-Genre zu interpretieren – PATHFINDERS 5TH ELEMENT ist (als Konkurrenzalbum) die Wahl, wenn man das Genre in einer etwas ‚puristischeren‘ Form genießen möchte. Beide haben aber eines gemein: einen nie dagewesenen gefühlte ‚Bombast‘ und eine musikalische Genialität, die ihresgleichen sucht. Wer die Wertungen vergleicht weiss, wem der Autor dieses Textes persönlich den Vorzug gibt – wenn auch nur knapp, und im Moment der Review-Schreibselei.

Ansspieltipps: ASCENDING TO INFINITY, DANTES INFERNO, EXCALIBUR, DARK FATE OF ATLANTIS

LUCA TURILLIS RHAPSODY – Dark Fate Of Atlantis (Official Video)

Land: Italien – Stil: Epic Symphonic Power Metal

Am 22.06.2012 geht es los…

… und bis dahin kann man sich die Wartezeit mit dem neuen, lang ersehnten Musikvideo von LUCA TURILLIs neuestem Projekt, LUCA TURILLIS RHAPSODY, verkürzen. Der Titel DARK FATE OF ATLANTIS wurde als Single- und Videoauskopplung gewählt, eine typisch-bombastische Hymne; die erstmals den neuen Leadsänger der Band explizit ins Rampenlicht rückt.

Aber, was ist das… irgendwie wirkt das Musikvideo – trotz eigens engagiertem Regisseur – nicht so gelungen, wie man es vielleicht erwartet hätte. Bereits der Songtitel an sich benötigt schon einige Durchläufe, um überhaupt richtig zu zünden – das (recht düstere) Video macht es in dieser Hinsicht alles andere als leichter. Zwar kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es sich hier um das bisher stilsicherste Video aus der RHAPSODY- und TURILLI-Spate handelt – doch durch den Einsatz von allerlei ‚moderner Technik‘ wirkt es so zusätzlich steril, kalt; und auch ein wenig seelenlos. Die karge, apokalyptische Landschaft mit dem ‚Sternentor‘ wirkt an sich zwar stimmig, doch man wartet vergeblich auf einen markanten Stimmungswechsel, ein Hoffnung machendes Highlight; einen greifbaren Funken von Erhabenheit. Sicher, man darf wohl kein Feuerwerk a’la PROPHET OF THE LAST ECLIPSE erwarten (weder akustisch noch visuell), doch das einzige, was sich vom Musikvideo zu DARK FATE OF ATLANTIS wirklich ins Gedächtnis brennt, sind die gekünstelt-schmerzverzerrten Gesichter der beiden Video-Protagonisten. Schade…

Doch es gilt, das Album abzuwarten. Schlißelich bleiben sich RHAPSODY (mit welchem Vor- oder Nach-Namenszusatz auch immer) wahrscheinlich wieder treu: Musik Hui, Musikvideo(s) Pfui. Allgemein lohnt sich bis dato ein Besuch der offiziellen Seite, wo man stets mit wichtigen Neuigkeiten zur Band und zum Release versorgt wird. So liess man kürzlich verkünden, dass ALEX HOLZWARTH, der auch noch bei seiner ‚alten‘ Band RHAPSODY OF FIRE tätig ist, aus Gründen der Doppelbelastung das Drum-Szepter an ALEX LANDENBURG weitergereicht hat. Man darf (weiterhin) gespannt sein… und es vielleicht nicht ganz so kritisch sehen wie der Autor dieses Textes; der noch immer sehr an den ‚alten‘ TURILLI-Zeiten (die ersten beiden Solo-Alben) hängt.

LUCA TURILLIS RHAPSODY – Debütalbum Für Juni 2012 Angekündigt (Metal News)

Ohlala, da kommt etwas verdammt GROSSES auf uns zu…

Bandherkunft: Italien – Musikalischer Stil: Symphonic Power Metal

Luca Turilli schlägt ein neues Kapitel seiner epischen Reise auf…

Es war schon seit längerem bekannt, dass die ‚Holy Swordmasters‘ und FANTASY-Metaller von RHAPSODY OF FIRE nach dem Abschluss ihrer groß angelegten Alben-Saga getrennte Wege gehen würden – doch dass Mastermind LUCA TURILLI so schnell sein würde und gleich ein neues Projekt vorstellt, das hätte wohl niemand erwartet. Sein neues Proejkt soll passenderweise auf den Namen LUCA TURILLIS RHAPSODY hören – eine Hommage an den ursprünglichen Namen der Band (aus RHAPSODY wurde 2006 RHAPSODY OF FIRE), der aus Rechtsgründen nicht mehr verwendet werden durfte.

So weit, so gut – aber was soll man davon halten ? Schließlich wird es in Zukunft ganze 2 RHAPSODY-Bands geben – nebem Turilli’s neuestem Streich wollen auch die anderen Bandmitglieder von RHAPSODY OF FIRE noch nicht zum alten Eisen gezählt werden. ALEX STAROPOLI fungiert weiterhin als Kopf der Band, FABIO LIONE wird der Band ebenso erhalten bleiben wie TOM HESS (Gitarre) und ALEX HOLZWARTH (Drums) – ein Sänger für Turilli’s Projekt wird dagegen wohl noch gesucht. Wer für ein solches, vermutlich wieder gnadenlos cineastisch-orchestrales Bombastwerk in Frage kommen könnte ist schwer zu sagen. Denkbar wäre natürlich, dass es abermals OLAF HEYER werden könnte – doch andererseits kann man sich auch gut vorstellen, dass er komplett neue Wege gehen möchte. Komplett neue… ? Nun ja, nicht ganz – immerhin nimmt er DOMINIQUE LEURQUIN und PATRICE GUERS mit in ’seine‘ neue Band.

Nur eines ist im Moment klar: das Album wird voraussichtlich gegen Mitte 2012 erscheinen, einen entsprechend epischen Trailer gibt es bereits auf Youtube. Veröffentlicht wird das Ganze unter NUCLEAR BLAST (wer ist da heutzutage eigentlich nicht unter Vertrag ?). Wohl bekomm’s:

Irgendwie lässt einen das an zwei Dinge denken: an die Glanzzeiten von Turilli’s Soloprojekten, aber auch an eine gehörige Prise Hollywood- beziehungsweise Cinematic Metal – wen erinnern die Schriftzüge nicht an die von den TRANSFORMERS ? Ich hoffe nur, dass das nicht heissen wird, dass die Musik zu massentauglich werden wird. Und schon gar nicht so langatmig-schnulzig wie bei seinem DREAMQUEST – doch der Trailer lässt bereits vermuten, dass es tatsächlich wieder ein stückweit in Richtung PROPHET OF THE LAST ECLIPSE gehen könnte. Und wenn das passiert… dann gibt es etwas zu feiern.

Falls es auf Oliverdsw.Wordpress zu einem späteren Zeitpunkt ein ausführliche(re)s Review zum aktuellen Album der Band geben wird (was wahrscheinlich ist), wird an dieser oder anderer Stelle darauf hingewiesen. Wie immer gilt der Aufruf an alle Leser: Bewerten, Kommentieren, Abonnieren ! Alles gute ‚beiden‘ Bands – Die Metal-Welt wird in Zukunft noch einiges zu erwarten haben. Viva Italia !

Update 02.04.2012: Es steht nun fest – ALESSANDRO CONTI ist der neue Leadsänger des fulminanten neuen LUCA TURILLI-Projektes ! Dazu gibt es einen neuen Video-Trailer, der alles sagt, was man wissen muss… es wird episch.