Metal-CD-Review: LABYRINTH – Architecture Of A God (2017)

Alben-Titel: Architecture Of A God
Künstler / Band: Labyrinth (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. April 2017
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Frontiers Records

Alben-Lineup:

Andrea Cantarelli – Guitars
Olaf Thörsen – Guitars
Roberto Tiranti – Vocals
Nik Mazzucconi – Bass
Oleg Smirnoff – Keyboards
John Macaluso – Drums

Track-Liste:

1. Bullets (06:56)
2. Still Alive (04:49)
3. Take On My Legacy (04:04)
4. A New Dream (05:22)
5. Someone Says (04:44)
6. Random Logic (01:55)
7. Architecture of a God (08:40)
8. Children (Robert Miles cover) (04:07)
9. Those Days (05:14)
10. We Belong to Yesterday (06:32)
11. Stardust and Ashes (05:16)
12. Diamond (03:28)

Von einer ganz und gar göttlichen Architektur kann man eigentlich nur Perfektion erwarten.

2017 ist ein spannendes Jahr für den Power Metal – unter anderem auch, da es sich um ein Jahr der Rückkehrer handelt. So gesehen ist es fast schon ein wenig kurios, dass der Releasetermin von gleich zwei entsprechend heiß erwarteten neuen Studioalben zweier lange verschollener Genre-Combos auf den gleichen Tag fällt. Der 21. April 2017 fungiert damit nicht nur als Stichtag für CRYONIC TEMPLE’s INTO THE GLORIOUS BATTLE (siehe Review), sondern auch für LABYRINTH’s neues Studioalbum ARCHITECTURE OF A GOD. Immerhin: seit dem letztaktuellen Album der Italiener (RETURN TO HEAVEN DENIED PART II, Review) sind mittlerweile ganze 7 Jahre vergangen. Von ihrem großen Bekanntheitsgrad sollten die Musiker um Frontmann Roberto Tiranti dennoch nichts respektive nur wenig eingebüßt haben – schließlich können LABYRINTH durch ihre Bandgründung im Jahre 1994 problemlos als absolute Genre-Urgesteine bezeichnet werden.

Allerdings, und davor ist wohl keine langjährig aktive Combo gefeit; haben die Italiener im Laufe ihrer Karriere beileibe nicht nur großartiges abgeliefert. Dezent kritisch wurde es beispielsweise nach der im Jahre 2003 zelebrierten Wiedergeburt der Band mit dem passend betitelten Studioalbum LABYRINTH (Review) – am folgenden FREEMAN (Review) und 6 DAYS TO NOWHERE (Review) scheiden sich auch heute noch die Geister. Umso spannender ist es nun zu erfahren, wie sich die Italiener 2017 schlagen – wobei mit den Gitarristen Andrea Cantarelli und Olaf Thörsen noch immer zwei Gründungsmitglieder der Band dabei sind. Vielleicht sogar drei, denn eigentlich könnte man Roberto Tiranti (der den eigentlichen Leadsänger Fabio Lione schon recht früh ersetzte) ebenfalls zur Ur-Besetzung zählen. Neuaufstellungen gab es dagegen an allen andern Fronten: sowohl am Bass, am Schlagzeug und an den Keyboards agieren neue Mitglieder; die erst 2016 zur Band stießen.

Fest steht: mit ARCHITECTURE OF A GOD widmet man sich insgesamt 12 neuen LABYRINTH-Titeln bei einer Gesamtspielzeit von einer guten Stunde – und dem unterschwelligen Versprechen, dass die Band nichts von ihrer ehemaligen Schlagkraft verloren hat. Und tatsächlich: das neue Album scheint zunächst weit davon entfernt, ein kurioses Experiment a’la FREEMAN, oder gar ein Totalausfall a’la 6 DAYS TO NOWHERE zu sein. Aber, und das war speziell nach dem einst richtungsweisenden RETURN TO HEAVEN DENIED sowie dem ebenfalls herausragenden PART II als letztaktuelles Album der Band nicht unbedingt zu erwarten: LABYRINTH geben sich dieses Mal auffällig zahm. Vielleicht sogar zu zahm – wofür sich aber nicht die noch immer sehr guten handwerklichen Leistungen der Mitglieder, oder die druckvolle Produktion verantwortlich zeichnen. Eine fehlende Progressivität kann es ebenfalls nicht sein, da ARCHITECTURE OF A GOD vergleichsweise vielschichtig daherkommt und selbst innerhalb einzelner Titel einiges an Abwechslung bietet. Und doch ist da etwas, was dem Album einfach nicht sonderlich gut bekommt.

Was es ist, liegt dann auch relativ schnell auf der Hand: LABYRINTH setzen auf ihrem ARCHITECTURE OF A GOD stark auf weichere oder auch explizit balladeske Strömungen – und das so intensiv wie nie zuvor. Immerhin: die Italiener schaffen es, dass man keine ihrer Nummern als typische oder obligatorische 08/15-Ballade bezeichnen kann – doch die Tendenz ist mit Nummern wie STILL ALIVE, A NEW DREAM, dem Titeltrack ARCHITECTURE OF A GOD, THOSE DAYS, WE BELONG TO YESTERDAY oder DIAMOND definitiv gegeben. Wer hier also ein explosives Feuerwerk erwartet, ist schon einmal an der gänzlich falschen Adresse – denn auch die anderen Nummern wie der Opener BULLETS haben weniger Kraft als eventuell erwartet. Vielleicht auch weniger Eleganz, als man es von LABYRINTH einmal gewöhnt war. Die Marschrichtung erscheint jedenfalls nicht wirklich klar, eingängige oder bemerkenswerte Momente gibt es selbst in den vielfältigen progressiven Strukturen keine.

Noch problematischer als das Fehlen von markanten Highlights aber wiegt etwas anderes – und das ist ein Fakt, der sich sowohl auf die eher balladesken Nummern des Albums als auch alle anderen bezieht. Denn: auch wenn man nicht genau weiß warum, haben LABYRINTH dieses Mal offenbar keinerlei Probleme damit gehabt; ihre Kompositionen mit gleichermaßen kitschigen wie recht aufdringlichen Keyboard-Elementen regelrecht zuzukleistern. Das ist umso fraglicher wenn man bedenkt, welche Fähigkeiten Mitglieder wie Olaf Thörsen eigentlich haben. Der Raum für die eigentlichen; die klassischen Genre-Elemente ist damit vergleichsweise gering bemessen. Stattdessen werden selbst ruhige Titel wie STILL ALIVE zu einem kleinen akustischen Schlachtfeld, in dem sich viel zu viele unterschiedliche Elemente gegenseitig ausspielen. Anders gesagt: ARCHITECTURE OF A GOD fehlt nicht nur die nötige Kraft und Eingängigkeit, die ergriffenen Maßnahmen das Ganze doch noch nachhaltig aufzupeppen schlagen allesamt fehlt. Selbst eine doch noch anberaumte Uptempo-Nummer wie TAKE ON MY LEGACY wirkt in diesem Zusammenhang seltsam aufgebauscht – und verpufft im nirgendwo.

Denn: was helfen etwaige Nachbearbeitungen, hinzugefügte Effekte und unzählige Tonspuren; wenn sich dennoch nichts am insgesamt auffallend langatmigen Eindruck vieler Titel des Albums ändert ? Weniger ist manchmal mehr – das galt zumindest für die alten LABYRINTH. ARCHITECTURE OF A GOD ist ein sich ganz und gar künstlich respektive anorganisch anfühlendes, absolut überproduziertes Genre-Album geworden. Eines, dass viele Spielereien beinhaltet – aber vornehmlich solche, die ins Nichts laufen. Das recht überflüssige, musikalisch uninteressante Zwischenspiel RANDOM LOGIC sowie das dezent deplatziert wirkende, musikalisch ebenfalls nicht unbedingt herausragende ROBERT MILES-Cover von CHILDREN runden das Ganze nach unten hin ab. Leider, muss man schon fast sagen. Einzig und allein der hie und da durchschimmernde Gitarrensound kann überzeugen; sowie eventuell noch Roberto Tiranti mit seiner nach wie vor angenehme Stimme – würde er auf ARCHITECTURE OF A GOD nur nicht so oft auf die Tränendrüse drücken oder vor sich hinsäuseln. Alles in allem sind es der Vorteil eschlicht zu wenig – gerade für ein lang erwartetes Album einer Combo, die seit über 20 Jahren besteht.

Absolute Anspieltipps: SOMEONE SAYS, STARDUST AND ASHES


„Diese Architektur hat Risse – und das nicht zu knapp.“

Metal-CD-Review: AMAZING MAZE – Amazing Maze (2007)

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Alben-Titel: Amazing Maze
Künstler / Band: Amazing Maze (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 26. September 2007
Land: Italien / Japan
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nexus

Alben-Lineup:

Mat Staciolla – Drums
Peter Kilt – Guitars
Anders Rain – Guitars
Andrew McPauls – Keyboards
Rob Tyrant – Vocals, Bass

Track-Liste:

1. Intro (01:11)
2. Pray! (04:55)
3. The Struggle (04:44)
4. Live or Die (04:42)
5. Angel Witch (Angel Witch cover) (03:38)
6. Fast and Dangerous (05:07)
7. Amazing Maze (05:15)
8. Wounded Heart (04:25)
9. The King of Pain (05:28)
10. I Am the Law (05:39)
11. Metal Empire (05:33)
12. Come Back to Me (05:00)

Ein Coup zwischen Genialität und Verwirrung.

In den 2000er Jahren wurde so manches hochkarätiges Power Metal-Album veröffentlicht – und das nicht nur von etwaigen altbekannten Genre-Hasen, sondern auch von erfrischenden Newcomern. Doch neben den regulären Veröffentlichungen gab es auch so manch seltsame, wie etwa das augenscheinliche Debütalbum AMAZING MAZE von einer gleichnamigen und auf den ersten Blick absolut unbekannten Band aus Italien. Jene, die dennoch in den Genuss kommen konnten das kurioserweise ausschließlich in Japan veröffentlichte Album zu hören; waren wiederum schnell geneigt eines festzustellen: der hier dargebotene Sound klang mitunter seltsam vertraut. Der Grund dafür liegt zwar nicht auf der Hand, ebenso wenig wie der eigentliche Sinn und Zweck der Aktion; aber: hinter AMAZING MAZE stecken eigentlich die bekannten Musiker von LABYRINTH.

Und so kann AMAZING MAZE gleichermaßen als Geheimtipp wie auch als waschechtes Kuriosum betrachtet werden. LABYRINTH beschritten hier schließlich nicht nur einen eher außergewöhnlichen, so sicher nicht erwarteten Weg und präsentierten ein Album außerhalb ihrer eigentlichen Diskografie – sie schafften noch etwas anderes. Etwas, das zu einer weiteren mitunter merkwürdigen Feststellung führt. Denn: betrachtet man die reguläre Diskografie der Italiener, so schien vor allem im Zeitraum um das ominöse AMAZING MAZE-Album herum eine qualitative Flaute zu herrschen. Das 2005 erschienene FREEMAN (Review) hatte kaum noch etwas mit den guten Vorgängern am Hut, das 2007’er 6 DAYS TO NOWHERE (Review) konnte gar als Totalausfall gewertet werden. Und an eben dieser Stelle kommt plötzlich AMAZING MAZE ins Spiel – ein Album, dass zwar nicht unter dem LABYRINTH-Banner veröffentlicht wurde; aber viel eher nach LABYRINTH klingt als das reguläre Material der Band aus diesem Zeitraum.

Über die Gründe lässt sich wohl nur spekulieren. Es fühlt sich allerdings gut an zu wissen, dass LABYRINTH ihre Fähigkeiten offenbar doch nicht verloren hatten – sondern im Zeitraum 2005-2007 schlicht zwei schlechte Alben veröffentlichten. Und ein weiteres, das sie offenbar auch für sich selbst brauchten. Und sei es nur um aufzuzeigen, dass es auch anders geht – so, wie man es seit jeher von der Band gewohnt war. Die Folge war uns ist ein rundum solides Genre-Album ohne großartige Schnörkel oder Experimente, aber dennoch mit einem dezenten progressiven Anstrich – und einem hohen Unterhaltungswert infolge einer ausgewogenen Mischung aus flott-hymnischen (LIVE OR DIE) und auch mal deutlich andächtigeren, wenn nicht gar düsteren Momenten (THE STRUGGLE). Solide heißt in diesem Fall aber auch, dass das Album nicht gänzlich vor Schwächen gefeit ist. Der Riff-orientierte Stampfer ANGEL WITCH beispielsweise macht Laune, kommt aber mit einem nicht ganz so günstigen Refrain daher – und die offensichtlichen Übertreibungen in FAST AND DANGEROUS gehen beileibe nicht auf jede Kuhhaut.

Im Titeltrack sieht es dann schon wesentlich besser aus, wie auch im restlichen Verlauf des Albums. WOUNDED HEART überzeugt als Alternative zu sonst gängigen Balladen, THE KING OF PAIN ist durch und durch mächtig und mit einigen extravaganten Soli ausgestattet, I AM THE LAW hat gar ungeahnte Musical-Qualitäten. Wenn man so will könnte man lediglich die nicht ganz optimale Produktion als weiteren kleinen Wermutstropfen heranziehen – doch insgesamt handelt es sich um ein empfehlenswertes Genre-Album aus der Feder von LABYRINTH oder auch AMAZING MAZE.

Absolute Anspieltipps: LIVE OR DIE, AMAZING MAZE, THE KING OF PAIN


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„Die Hintergründe sind weitaus mysteriöser als die dargebotene Musik selbst, in der mehr LABYRINTH steckt als in den anderen Band-Alben jener Zeit.“

Metal-CD-Review: LABYRINTH – 6 Days To Nowhere (2007)

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Alben-Titel: 6 Days To Nowhere
Künstler / Band: Labyrinth (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 26. Februar 2007
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Scarlet Records

Alben-Lineup:

Roberto Tiranti – Vocals, Bass
Andrea Cantarelli – Guitars
Pier Gonella – Guitars
Mat Stancioiu – Drums
Andrea De Paoli – Keyboards, Piano

Track-Liste:

1. Crossroads (04:03)
2. There Is a Way (03:36)
3. Lost (04:24)
4. Mother Earth (06:08)
5. Waiting Tomorrow (03:35)
6. Come Together (The Beatles cover) (04:00)
7. Just One Day (03:54)
8. What??? (04:15)
9. Coldness (03:49)
10. Rusty Nail (03:19)
11. Out of Control (03:46)
12. Wolves ’n‘ Lambs (04:53)
13. Smoke and Dreams (04:37)
14. Piece of Time (2007) (02:50)

Wenn man aus Fehlern nicht lernt.

Offenbar hatten es die italienischen Power Metaller von LABYRINTH eine Zeit lang nicht leicht – zumindest spricht das, was die einstige Vorreiter-Band im Jahre 2005 mit FREEMAN auf die Beine gestellt hat; einstweilen stark dafür. Zwischen jenem ärgerlich auf modern getrimmten, letztendlich nicht nennenswerten Album und dessen noch sehr gutem Vorgänger LABYRINTH (Review) liegen schier Welten. So ist es auch kaum verwunderlich, dass das gerade einmal 2 Jahre später erschienene 6 DAYS TO NOWHERE am ehesten einer negativen Interpretations-Abwandlung des Alben-Titels entspricht – es führt ins Nichts; und sei es nur gefühlt. Dabei erscheint es gleichermaßen fraglich wie bedenklich, dass sich die aufstrebende Band nach gerade einmal einer handvoll Alben so stark von ihrem eigentlichen Ursprungs-Genre entfernt hatte – und das ausgerechnet, um für deutlich weniger ansprechende Genre-Experimente Platz zu machen. Während FREEMAN aber ein offensichtliches Problem in Bezug auf seine moderne Anbiederungsstrategie hatte, weiß 6 DAYS TO NOWHERE seine Schwächen auf einem ganz anderen Blatt zu präsentieren. Auch dieses Mal gilt: Überraschungen sind generell nicht verkehrt, doch wenn sie so ausfallen wie hier; dann kann man auch gleich im Bett bleiben. Das Album klingt als erstes LABYRINTH-Album überhaupt derart zahm und kantenlos, dass man meint hier irgendeine namenlose Garagenrockband zu hören – mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass 6 DAYS TO NOWHERE trotz allem rund produziert ist und theoretisch in der Lage wäre, die anberaumten Emotionen auch zu transportieren. Wäre, ja wäre da nicht das erschreckend belanglose Songwriting, die fehlende Kraft und die ausbleibende Glaubwürdigkeit.

Das Album bietet schlicht eine Ansammlung von unspektakulären und vergleichsweise schwergängigen, mit unglaubwürdigen Emotionen ausstaffierten Nummern irgendwo zwischen Hardrock und einer emotionalen Seite des Melodic Metal – eine Mischung die hier, und wie bereits erwähnt ins absolute Nichts führt. Und auch wenn LABYRINTH hier seltenerweise einmal versuchen dem Ganzen ein wenig Kraft einzuverleiben, geht das verdächtig schief – wie es dem nur noch nervenaufreibenden LOST deutlich anzuhören ist. Im großen und ganzen aber gilt: 6 DAYS TO NOWHERE ist derart unspektakulär, langatmig und letztendlich auch gelichförmig ausgefallen, dass es eigentlich kaum einer Erwähnung wert ist. Die erbrachten Leistungen an den Instrumenten mögen noch als solide bezeichnet werden, zumindest gehört das hanebüchene Drumming des Vorgängers der Vergangenheit an – doch hilft das nicht viel, wenn davon abgesehen alle Stricke reißen. So gesehen kann selbst der schwache Vorgänger FREEMAN noch geschlagen werden – was darauf hindeutet, dass LABYRINTH eine Auszeit bitter nötig gehabt hätten. Wie man heute weiß, war auch genau das der Fall: mit dem neu aufgestellten 2010’er Nachfolgealbum RETURN TO HEAVEN DENIED II (Review) kehrte die Band doch noch zu ihrer alten Form und Stärke zurück.

Absolute Anspieltipps: /


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„Der absolute Tiefpunkt einer einst vielversprechenden Karriere.“

Metal-CD-Review: LABYRINTH – Freeman (2005)

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Alben-Titel: Freeman
Künstler / Band: Labyrinth (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 04. März 2005
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Arise Records

Alben-Lineup:

Roberto Tiranti – Vocals
Andrea Cantarelli – Guitars
Pier Gonella – Guitars
Cristiano Bertocchi – Bass
Mat Stancioiu – Drums
Andrea De Paoli – Keyboards

Track-Liste:

1. L.Y.A.F.H. (04:26)
2. Deserter (05:03)
3. Dive in Open Waters (03:10)
4. Freeman (04:16)
5. M3 (04:10)
6. Face and Pay (05:27)
7. Malcolm Grey (06:02)
8. Nothing New (05:03)
9. Infidels (05:55)
10. Meanings (03:56)

Was ist denn da passiert ?

Die Zeit um den Jahrtausendwechsel war die wohl turbulenteste, und aufregenste und sicher auch entscheidendste Zeit für die italineischen Power Metaller von LABYRINTH. Den ersten handfesten Vorgeschmack auf das, was an Potential alles in der Band schlummerte wurde bereits 1998 abgeliefert – RETURN TO HEAVEN DENIED (Review) ist bis heute ein gern gehörter Klassiker. Und auch wenn der direkte Nachfolger SONS OF THUNDER (Review) nicht mehr ganz so stark war, hatte sich die Band spätestens mit  ihrem vierten, interessanterweise gleichnamigen Studioalbum LABYRINTH (Review) wieder vollständig rehabilitiert und zugleich mit neuartigen progressiven Ansätzen geglänzt. Wenngleich LABYRINTH diese Überraschung gelungen war, sollte die darauf folgende wahrlich nicht jedermann begeistern: das 2005’er Studioalbum FREEMAN ist schließlich ein Überraschungspaket der etwas anderen Sorte. Eines, das den bisherigen Sound der Band völlig auf den Kopf stellte – und wenn man so will gar das Gegenteil von dem repräsentierte, wofür die Band einst stand.

Der Grund dafür ist auch vergleichsweise schnell gefunden: FREEMAN klingt nicht nur anders als alle anderen LABYRINTH-Alben, sondern in erster Linie deutlich moderner – allerdings im negativsten aller vorstellbaren Sinne. So haben die einzelnen Elemente der Musik stark unter den offenbar für die Masse verinfachten und glattgeschliffenen Maßnahmen zu leiden – was sich auch auf den stark vereinfachten, enorm verzerrten Klang der Gitarren, das schwachbrüstig-plumpe Drumming und den überbordernden Einsatz des Keyboards auswirkt. Auch wenn die LABYRINTH-Kompostionen schon immer einen Hang zum melodiösen hatten und das Keyboard eine gewisse Rolle spielte, scheinen die auf FREEMAN dargebotenen Töne weitestgehend einem breiteren Geschmack angepasst. Das hätte vielleicht noch nichts schlechtes bedeuten müssen, doch wenn man ausgerechnet auf einem LABYRINTH-Album das Gefühl hat als könnte das ganze auch auf einer beliebigen Radiostation laufen – und das selbst hier als kaum konkurrenzfähiges Material – dann sieht es eher schlecht aus.

Der gesamte Alben-Auftakt mit dem anbiedernden Opener L.Y.A.F.H., dem Folgetitel DESERTER (der mit einigen nervigen Screams im Hintergrund aufwartet, sonst aber handzahm bleibt) und dem überdrehten DIVE IN OPEN WATERS zählt zweifelsohne zu den ärgerlichsten LABYRINTH-Momenten aller Zeiten, wobei sich auch Leadsänger Roberto Tiranti in einem negativen Sinne angepasst hat. Nur das experimentelle MALCOLM GREY oder das explizit nervige INFIDELS dürften dem Ganzen dann noch die Krone aufsetzen. Hie und da schimmern sie zwar noc hdurch, jene progressiven Ansätze die das Vorgängeralbum so interessant gemacht haben – doch sind sie hier weit davon entfernt, einen gekonnten geschweige denn akustisch angenehmen einruck zu hinterlassen. Im weiteren Albenverlauf wird es dann nicht viel besser – wobei LABYRINTH auch mit den hier anberaumten, für sie eigentlich ugnewöhnlichen Textinhalten wenig reißen können.

Absolute Anspieltipps: FACE AND PAY


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„Ein neues musikalisches Konzept gerät zur Katastrophe.“

Metal-CD-Review: LABYRINTH – Labyrinth (2003)

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Alben-Titel: Labyrinth
Künstler / Band: Labyrinth (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 29. Juli 2003
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Century Media Records

Alben-Lineup:

Roberto Tiranti – Vocals
Andrea Cantarelli – Guitars
Cristiano Bertocchi – Bass
Mat Stancioiu – Drums
Andrea De Paoli – Keyboards

Track-Liste:

1. The Prophet (04:46)
2. Livin‘ in a Maze (04:38)
3. This World (04:55)
4. Just Soldier (Stay Down) (05:27)
5. Neverending Rest (04:54)
6. Terzinato (05:50)
7. Slave to the Night (06:06)
8. Synthetic Paradise (05:48)
9. Hand in Hand (04:27)
10. When I Will Fly Far (05:17)

Progressiver denn je.

Die Italienischen Power Metaller von LABYRINTH sind schon ein spezieller Fall. Zweifelsohne handelt es sich um eine der vielleicht wichtigsten Genre-Combos aus den hiesigen Gefilden, zumal das originale Lineup noch einen gewissen Joe Terry als Leadsänger vorstellte – der bald darauf zu RHAPSODY OF FIRE wechselte und das Genre des Symphonic Power Metal auf Vordermann brachte. Selbstverständlich ist die Rede von Fabio Lione – der LABYRINTH somit relativ früh verließ und damit Platz machte für den langjährigen Frontmann Roberto Tiranti. Das hat der Band indes kaum geschadet, im Gegenteil – das 1998’er RETURN TO HEAVEN DENIED (Review) ist bis heute zu Recht ein absolutes Kult-Album. Mit dem Nachfolger SONS OF THUNDER (Review) sorgten LABYRINTH dann aber überraschenderweise für alles andere als eine Glanzleistung – eher schien es, als hätte sich die Band zurück entwickelt. Umso spannender ist damit das dritte Studioalbum LABYRINTH, das mit seinem Titel schon einmal großes impliziert. Aber: handelt es sich hier tatsächlich um die potentielle Essenz der Band, und damit das beste was die Italiener 2003 zu bieten hatten ? In Anbetracht dieser Frage werden die Meinungen höchst wahrscheinlich auseinandergehen – doch Fakt ist, dass LABYRINTH insgesamt deutlich besser abschneidet als SONS OF THUNDER. Schlicht, da die Soundkulissen im allgemeinen wesentlich ausgefeilter und variabler erscheinen – und nervige Probleme wie ein eher schlechter Drumming-Part und eine erschreckende Produktionsqualität dort geblieben sind, wo sie hingehören.

Überhaupt hat das Album eine gewisse Substanz anzubieten – inhaltlich, aber auch musikalisch. Verantwortlich dafür sind sicher auch die dieses Mal deutlich progressiveren Ansätze, die das Album vielleicht nicht sofort zünden lassen – aber es immerhin möglich machen, es nach und nach für sich zu entdecken. So werden selbst die grundsätzlich flotteren Titel in ansprechenden, abwechslungsreichen Instrumentalkonstrukten verpackt. Auf der Negativ-Seite wird man dann gar nicht erst allzu viel finden – mit Ausnahme kleinerer Aspekte. So fällt die sonst sehr versierte und angenehme Darbietung von Leadsänger Roberto Tiranti im weitestgehend hoch gesungenen Titel LIVIN IN A MAZE wenig vorteilhaft aus, und auch NEVERENDING REST könnte dank der merkwürdigen Mischung aus Ballade und Lounge-Musik nicht jedermann gefallen. Doch die meisten Titel des Albums funktionieren überraschend gut. Das Spiel mit verschiedenen Stimmungen und musikalischen Einflüssen a’la THIS WORLD gelingt, JUST SOLDIER begeistert als progressive Power Metal-Hymne mit starkem emotionalen Einschlag, TERZINATO als etwas anderer Uptempo-Brecher mit längerer Instrumentalpassage. Ob LABYRINTH aber tatsächlich das beste oder zumindest aussagekräftigste Album der Italiener ist, muss ein jeder wohl für sich selbst entscheiden. Immerhin scheint eine Diskussion darüber nicht ganz so abwegig wie noch im falle von SONS OF THUNDER – zumal die Präsentation und der klanglich zutiefst ausgewogene Gesamteindruck hier für sich sprechen.

Absolute Anspieltipps: THE PROPHET, THIS WORLD, JUST SOLDIER, TERZINATO


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„Deutlich interessanter und gewichtiger als der Vorgänger – hier gibt es einiges zu entdecken.“

Metal-CD-Review: LABYRINTH – Sons Of Thunder (2000)

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Alben-Titel: Sons Of Thunder
Künstler / Band: Labyrinth (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 23. Januar 2001
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Metal Blade Records

Alben-Lineup:

Anders Rain – Guitars
Olaf Thörsen – Guitars
Andrew McPauls – Keyboards
Rob Tyrant – Vocals
Chris Breeze – Bass
Mat Stancioiu – Drums

Track-Liste:

1. Chapter 1 (06:02)
2. Kathryn (05:04)
3. Sons of Thunder (05:02)
4. Elegy (04:40)
5. Behind the Mask (04:29)
6. Touch the Rainbow (05:17)
7. Rage of the King (04:55)
8. Save Me (06:10)
9. Love (04:35)
10. I Feel You (Matia Bazar cover) (04:17)

Kann die Luft tatsächlich so schnell raus sein ?

In Bezug auf die Geschichte des Power Metal ist Italien als Ursprungsland diverser wichtiger Genre-Formationen sicherlich alles andere als auszuklammern. Neben RHAPSODY OF FIRE, die das Genre des Symphonic Power Metal auf eine neue Ebene hievten; haben sich beinahe zeitgleich LABYRINTH etabliert – und dabei bereits mit ihrem 1998’er RETURN TO HEAVEN DENIED (Review) ein kleines Meisterstück abgeliefert. Umso weniger verständlich erscheint es da, dass der Nachfolger SONS OF THUNDER nicht mehr viel mit dem einst mächtigen und zeitlosen Sound der Band am Hut hat. Speziell natürlich dann, wenn man sich eine Vergleichsnummer wie THUNDER herauspickt – wobei das nicht von ungefähr kommt, schließlich klingen einige der auf SONS OF THUNDER vertretenen Nummern nach dem Bestreben, die Stimmung eben jener hymnischen Vorgänger-Nummer aufzugreifen und neu zu verarbeiten. Das Ergebnis ist dann aber nicht unbedingt eine sinnige Fortsetzung oder gar Steigerung – sondern vielmehr eine hörbare Vereinfachung und regelrechte Verkitschung.

So haben ein Großteil der Uptempo-Nummern des Albums das ein oder andere gravierende Problem: sie sind zwar typisch für das Genre, bleiben aber einfach nicht im Gehör und präsentieren sich dank der eher nachteiligen Abmischung und Produktion geradezu ernüchternd. Überhaupt hat das Album hier seine wohl größten Schwächen: es ist absolut unverständlich, warum SONS OF THUNDER so klingt, als wäre es lange vor RETURN TO HEAVEN DENIED herausgekommen – als Demo irgendeiner kaum etablierten Band. Kaum verwunderlich ist dagegen, dass eine Ballade wie LOVE den Spagat zwischen einer gewissen Emotionalität und einer potentiellen Peinlichkeit eher zum zweitgenannten tendiert. Interessant oder geradezu bezeichnend ist auch, dass SAVE ME als simple, aber enorm eingängige Hymne des Albums nicht von der zuvor veröffentlichten EP übernommen, sondern stattdessen neu aufgenommen und dabei alles andere als verbessert wurde. Was dem Album bleibt, sind seine handwerklich höchst soliden Leistungen der einzelnen Mitglieder – und das teilweise durchschimmernde Gefühl, hier doch noch einen überdurchschnittlichen Power Metal auf die Lauscher zu bekommen. Doch der Lichtblicke sind es im Endeffekt einfach zu wenig.

Absolute Anspieltipps: CHAPTER 1, SONS OF THUNDER


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„Produktionstechnisch dahingeschludert – und im tiefsten Schatten eines RETURN TO HEAVEN DENIED stehend.“

Metal-CD-Review: LABYRINTH – Return To Heaven Denied Part II (2010)

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Alben-Titel: Return To Heaven Denied Pt. II – A Midnight Autumns Dream
Künstler / Band: Labyrinth (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 21. Juni 2010
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Scarlet Records

Alben-Lineup:

Roberto Tiranti – Vocals, Bass
Andrea Cantarelli – Guitars
Olaf Thörsen – Guitars
Andrea de Paoli – Keyboards, Piano

Track-Liste:

1. The Shooting Star (07:55)
2. A Chance (05:52)
3. Like Shadows in the Dark (05:35)
4. Princess of the Night (05:51)
5. Sailors of Time (04:30)
6. To Where We Belong (04:46)
7. A Midnight Autumn’s Dream (06:48)
8. The Morning’s Call (06:42)
9. In This Void (04:29)
10. A Painting on the Wall (05:01)

Ein Sequel, das selbst über das Original triumphiert.

Das Album mit dem schier überlangen Titel RETURN TO HEAVEN DENIED PT. II – A MIDNIGHT AUTUMS DREAM ist das bis heute letztaktuelle Studioalbum der italienischen Power Metal-Formation LABYRINTH. Es stammt aus dem Jahre 2010 und ist, wie es der Titel bereits impliziert – der offizielle Nachfolger zum mittlerweile legendären ersten RETURN TO HEAVEN DENIED von 1998 (Review). Dieses erhielt nicht von ungefähr allerlei Höchstwertungen und wurde mit Lobeshymnen geradezu überhäuft – während es danach nicht mehr ganz so gut lief für die einst wegbereitende Band; die auf ihrem ersten Album NO LIMITS (1996) noch gemeinsam mit Fabio Lione unterwegs war. Gerade deshalb – und nach einigen bei vielen nicht besonders gut angekommen Sound-Experimenten wie auf FREEMAN – versuchte man sich 2010 noch einmal auf seine alten Stärken zu konzentrieren. Und tatsächlich: mit RETURN TO HEAVEN PT. II konnten LABYRINTH durchaus an die alten Glanzzeiten der Band anknüpfen.

Und das liegt in erster Linie weniger an einzelnen, potentiell besonders hochkarätigen Titeln (auch wenn es die beileibe gibt); sondern vielmehr an einer ganz speziellen Atmosphäre, die das Album schnell zu entfalten weiß und die sich durch die gesamte Spieldauer zieht. Schon der Vorgänger hatte eine mitunter unverkennbare Note, die damals hauptsächlich aus den markanten Keyboard-Elemente generiert wurde – nun aber sind es die Gitarren respektive deren spezieller Sound, die auch RETURN TO HEAVEN PT. II zu einer besonders unvergesslichen Reise machen. Dabei fällt es einstweilen schwer, genau zu beschreiben warum LABYRINTH hier so gut und auch mit Sicherheit auch anders als viele Gernevertreter klingen. Sind es wirklich nur die crunchy Gitarren; ist es die Symbiose aus eher sanften, manchmal balladesken und wesentlich druckvolleren Elementen ? Aber wie man es auch dreht und wendet, dieses Sequel ist vor allem eines: äußert angenehm.

Das mag auch daran liegen, dass LABYRINTH größtenteils auf einen mitreißenden Uptempo-Soundkulisse mitsamt allerlei beliebten Elementen wie hymnische Refrains setzen; wie viele andere Kollegen auch – mit dem Unterschied, dass das Ergebnis bei LABYRINTH wesentlich weniger kitschig und / oder verbraucht klingt. So nimmt man ihnen selbst etwaige höchst emotionale Passagen wie zum Beginn von A CHANCE ab – ein Auftakt, der bei anderen Bands sicher für den ein oder anderen Lacher oder zumindest einige Fremdschäm-Momente geführt hätte. Überhaupt scheinen LABYRINTH die perfekte Dosierung der einzelnen Elemente ihres Sounds gefunden zu haben – es gibt viele eher ruhige und andächtige Momente, doch bevor überhaupt nur die Chance entsteht dass man derer überdrüssig wird; folgt auch schon das nächste Brett. Davon gibt es dementsprechend gleich mehrere – sei es der Opener SHOOTING STAR, das sehr Refrain-starke TO WHERE WE BELONG oder das furiose THE MORNINGS CALL – hier werden sich Freunde einer etwas aggressiveren, aber dennoch niemals wirklich rauen Spielart des Power Metals kaum satthören können. Schließlich stehen dem mitreißenden Tempo, den schön schroffen Gitarren und dem überraschend variablen Drumming stets allerlei Komponente gegenüber, die für die nötige Melodiösität sorgen – wie etwa das wohl dosierte Keyboard mit seinen dezent elektronischen Klängen oder der Leadgesang von Roberto Tiranti.

Dass der eine Stimme hat, die zu den vielleicht größten aller italienischen Power Metal-Combos zählt; hat er bereits zur Genüge bewiesen – im Bereich des Power Metals, und kurioserweise auch bei seinen Ausflügen in die Bereiche des Eurobeats (unter dem Pseudonym POWERFUL T). Und so gerät auch seine hier offerierte Darbietung zu einer nachhaltigen – ob nun eher zurückhaltend, sanft-emotional oder geradezu explodierend agiert (wie in IN THIS VOID) oder eine kontinuierlich hochtrabende Schiene fährt (wie in allen Uptempo-Nummern) – man hört ihm einfach gerne zu, kauft ihm ab was er von sich gibt; und findet einfach keine Anhaltspunkte bezüglich dessen was er eventuell noch hätte besser machen können. Das gleiche gilt im übrigen auch für den gesamten instrumentalen Part – RETURN TO HEAVEN DENIED PT. II ist ein kleines Kraftpaket geworden, dass sich mit so gut wie allen Produkten der Konkurrenz messen kann. Die kleineren Zwischenspiele und Ausflüge in balladeske (A MIDNIGHT AUTUMS DREAM) oder progressive (IN THIS VOID) Bereiche führen zu keinem diesbezüglichen Abbruch; im Gegenteil. Sie vervollständigen das Album, gestalten es gerade so abwechslungsreich wie nötig und tragen zum insgesamt reichlich beeindruckenden Sound der Band bei.

Ob man mit einem Album wie diesem hier also noch gerechnet hat oder nicht – es ist da, und lässt keine Zweifel an seiner Existenzberechtigung zu. Tatsächlich könnte es sich sogar um eines der besten, man nenne sie Sequelalben überhaupt handeln. Noch nie war ein zweiter Teil eines Alben-Konzeptes derart intensiv, ansprechend instrumentiert und voller Ideen – und das nach immerhin 12 zwischen den beiden Teilen liegenden Jahren. LABYRINTH haben nichts von ihrer Ausdrucksstärke, Spielfreude und schieren Wirkungskraft verloren, sodass RETURN TO HEAVEN DENIED PT. II nur jedem wärmsten empfohlen werden kann – ob man nun den entsprechenden Vorgänger besitzt oder nicht. Ein geniales Drumming, ein unverkennbarer Gitarrensound, ein mehr als starker Leadgesang und eine kultverdächtige Produktion – hier bleiben wahrlich keine Wünsche offen.

Absolute Anspieltipps: Alle


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„Hier stimmt einfach alles.“

Metal-CD-Review: LABYRINTH – Return To Heaven Denied (1998)

Land: Italien – Stil: Power Metal

Lineup:

Rob Tyrant Vocals (lead), Vocals (backing)
Frank Andiver Drums
Chris Breeze Bass
Andrew McPauls Keyboards, Piano
Anders Rain Guitars
Olaf Thörsen Guitars
Mat Stancioiu Drums

01. Moonlight
02. New Horizons
03. The Night Of Dreams
04. Lady Lost In Time
05. State Of Grace
06. Heaven Denied
07. Thunder
08. Feel [Legend B. remix version]
09. Time After Time
10. Falling Rain
11. Die For Freedom

Ein Klassiker, den man nicht missen sollte.

Vorwort: Was wäre ein halbwegs akzeptabler Medien- und Metal-Musikblog ohne die italienische Power Metal-Combo LABYRINTH, die bereits seit 1991 aktiv ist ? Seit ganzen 2 Dekaden versorgen die Italiener Power Metal Fans aller Herren Länder, wenngleich einige Höhen und Tiefen sowie auch Besetzungswechsel zu verzeichnen waren. Tatsächlich erhielt das erste Studioalbum der Band, NO LIMITS, bereits ein Review auf Oliverdsw.Wordpress – damals war noch Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE) für den Gesang verantwortlich. Nun sollen langsam aber sicher auch die anderen Alben folgen, nicht zuletzt um die Spreu vom Weizen zu trennen – obwohl das bei einer Band wie LABYRINTH sicherlich schwierig ist. Denn irgendwie gehört stets ein kleines bisschen Gänsehaut dazu, greift man zu einem Release der Italiener; die das Genre zweifelsohne mit definiert haben.

Kritik: RETURN TO HEAVEN DENIED war das erste LABYRINTH-Album, auf dem der neue Sänger Roberto Tiranti zeigen konnte, was er draufhat. Sicher war es keine leichte Aufgabe, in die Fußstapfen eines Fabio Lione zu treten – doch lauscht man den Klängen des Openers MOONLIGHT, so wird man glücklicherweise feststellen, dass man hier eine aussergewöhnliche (Metal-)Stimme verpflichtete. So gesellte sich Roberto Tiranti in die Riege der Sänger, mit denen man im Power Metal-Genre stets rechnen muss – und lässt sich dabei gut mit einem Olaf Heyer vergleichen, der eine ganz ähnliche Stimmfarbe an den Tag legt. Bis heute hat dieses Stück nichts von seiner Wirkungskraft verloren, die einstweilen nicht ganz eindeutig zu beschreiben ist: LABYRINTH haben spätestens auf diesem Album einen eigenen, Band-typischen Sound etabliert. Der definiert sich durch eine flotte Instrumentation, einem deutlich auszumachenden Keyboardeinsatz (was noch nichts allzu besonderes ist) – aber eben auch einer gewissen Form der ‚Verträumtheit‘, einer Form der erhabenen Poesie. Der Sound  von LABYRINTH hat so stets etwas ’sphärisches‘ an sich, sodass man stets glaubt besonders bedeutungsschweren Klängen zu lauschen. Der Opener fungiert hier als perfektes Beispiel: eine generell antreibende Wirkung gepaart mit den hintergründigen, symphonischen Klängen und epischen, allumfassenden Lyrics sorgen für reichlich Herzklopfen im positivsten Sinne.

Es folgt NEW HORIZONS, dass sogleich erneut den ureigenen LABYRINTH-Sound heraufbeschwört: ein wohliger Keyboardteppich und allerlei Instrumentale Einspieler machen dieses Stück zu weitaus mehr als ’nur‘ einer typischen Power Metal-Nummer. Das ist indes kein Wunder, waren LABYRINTH eine der ersten Bands, die zusammen mit RHAPSODY einen epischen Sound kreierten, dem man gerne auch mal etwas Keyboardunterstützung (oder später klassische Elemente) beifügen konnte, ohne dass man sich einem allgemeinen Kitsch hingab. Die Musik wirkt immer noch verdammt ehrlich und vor allem emotional durchschlagend, ohne dass man befürchten müsste ‚zu wenig‘ Metal-Elemente serviert zu bekommen. Denn auch die Gitarrenarbeit stellt sich als grandios und mannigfaltig heraus, das Schlagzeug und der Bass leisten gleichermaßen wichtige Anteile am funktionierenden Gesamtkonzept. Besonders markant sind die ausgefeilten Soli-Passagen, wie auch in diesem Titel zu hören – der Wahnsinn. Stichwort verträumt: genau das ist auch THE NIGHT OF DREAMS. Hier handelt es sich um eine Art Halbballade mit einer großen Portion Gefühl und dezenten Instrumentalen Momenten, definiert durch Akustikgitarren und einem verhaltenen Piano. Dass explizit emotionales oder balladesk-anmutendes aber nicht immer einer vorgegebenen Richtung folgen muss, dafür steht LADY LOST IN TIME. Dieses Stück beginnt noch äusserst ruhig, ein leise klimperndes Piano und ein gefühlsbetonter Gesang markieren den Einstieg. Bereits jetzt ist jedoch klar: in diesem Titel steckt eine gehörige Portion Melodie. Und siehe da; im weiteren Verlauf gibt es die ein oder andere markante Wandlung. Plötzlich befindet man sich inmitten einer flotten Uptempo-Nummer mit tollen Strophen und einem wahrhaftigen Über-Refrain.

So geht das eben zu auf einem LABYRINTH-Album, die ein oder andere Überraschung sollte man definitiv mit einplanen. Das Folgestück STATE OF GRACE ist nun eine solide Midtemponummer mit einem Schwerpunkt auf dem Bass und den rhythmischen Gitarren. Wieder geht der Gesang sofort ins Ohr beziehungsweise unter die Haut. HEAVEN DENIED ist der Titeltrack des Albums, der ganz ähnlich aufgebaut ist wie einige der vorherigen Halbballaden. Doch der zarte Gesang wirkt einstweilen etwas zu bemüht und zu sanft, die akustischen Gitarrenpassagen reissen nicht mehr wirklich vom Hocker. Wie gut, dass zu diesem Zeitpunkt ein Kracher wie THUNDER ins Haus steht. Hier handelt es sich schlicht um DIE Hymne des gesamten Albums, den mitreissendsten und wenn man so will ‚besten‘ Titel des Albums. Und um den nachhaltigsten noch dazu: diese Hymne wird wohl niemals etwas von ihrer Wirkungskraft einbüßen und so noch lange in den weltweiten Boxen zahlreicher Hörer nachhallen. Hier stimmt einfach alles: die gelungene, von markanten musikalischen Intermezzi durchzogene Songstruktur, der grandiose Mitsing-Refrain, die energetischen Strophen. Wenn LABYRINTH mit diesem Stück nicht die Pforten des Himmels öffnen können, dann mit keinem.

Ebenfalls enorm interessant ist FEEL im LEGEND B. REMIX, ein reines Instrumentalstück mit nicht ganz so weitreichenden Variationen; aber einem allgemein sphärisch-erhabenem Eindruck. TIME AFTER TIME ist dann endlich wieder eine der Hymnen- und Kultverdächtigen Power Metal-Nummern der eher reinrassigen Art. Eine flotte Gangart, perfekt inszenierte Gitarren und hier etwas dezentere Keyboards machen einen super-soliden Eindruck. FALLING RAIN ist dann wieder etwas für die sanfteren Gemüter, was etwas unspektakulär wirkt. Der finale Abschluss DIE FOR FREEDOM mischt dann wieder verschiedene Eindrücke zu einem großen Ganzen zusammen, und schließt so den Kreis zum Opener.

Fazit: RETURN TO HEAVEN DENIED ist ein gutes Album – ein verdammt gutes sogar. Letztendlich ist es aber keines, was einen Platz an der absoluten Spitze des Wertungsthrones verdient hat, welchen es nur knapp verfehlt. Warum, ist nicht schwer zu sagen: LABYRINTH spielen auf ihrem Zweitwerk noch zu wenig mit verschiedenen Stimmungen und Eindrücken, sodass einstweilen ein etwas gleichförmiger Eindruck entstehen kann. Gerade die mit stark balladesken Einflüssen versehenen Titel scheinen hier klar zu dominieren, während der zeitlose Power Metal stellenweise etwas hintenansteht. Bis dann eben eine Hymne wie THUNDER erklingt – eine der wohl eindringlichsten Power Metal-Kracher der 90er Jahre. Doch in Sachen Songwriting, Handwerk und einer soundtechnischen Perfektion sind LABYRINTH wohl über alle Zweifel erhaben. Ein Muss für Genrefans !

Anspieltipps: LADY LOST IN TIME, THUNDER, FEEL, TIME AFTER TIME

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Metal-CD-Review: LABYRINTH – No Limits (1996)

LAnd: Italien – Stil: Melodic Power Metal

Die Trackliste:

01 Mortal Sin
02 Midnight Resistance
03 Dreamland
04 Piece Of Time
05 Vertigo
06 In The Shade
07 No Limits
08 The Right Sign
09 Red Zone
10 Time Has Come
11 Looking For …
12 Call Me
13 Miles Away

Italienischer Metal ohne LABYRINTH ? Nicht Auszudenken.

Vorwort: LABYRINTH wurde im Jahre 1991 in Italien gegründet, unter anderem mit Fabio Lione (später: RHAPSODY) als Sänger. Es dauerte ein wenig, bis die Band ihre erste Demo am Start hatte, und auch bis zum Release des ersten Albums, welches in dieser Rezension Thema ist, verging wieder einige Zeit. 1996 aber war es endlich an der Zeit für MORTAL SIN. 13 Tracks beinhaltet das gute Stück, und bewegt sich irgendwo zwischen traditionellem Heavy Metal und leicht süßlichem Power Metal mit allerlei Keyboardeinsatz. Schauen wir es uns genauer an.

Kritik: Mit dem Opener und gleichzeitig Titeltrack des Albums, MORTAL SIN, starten die Italiener sogleich so richtig durch. Wobei man sagen muss, dass es durchaus etwas ‚gefährlich‘ ist, gleich einen so starken und einzigartigen Titel an den Beginn eines Albums zu stellen… ! Dies spricht natürlich für die Qualität des besagten Stückes, welches wahrhaftig als kleines ‚Wunder‘ bezeichnet werden muss. Fabio Lione muss zweifelsohne als außergewöhnlicher, sehr versierter Sänger bezeichnet werden – der dem Album einen ganz eigenen, unverkennbaren Anstrich verleiht. Und, seine Stimme ist auch variabel genug um sowohl in den flotteren wie auch etwas balladeskeren Stücken zu überzeugen. Wenn nicht gar wie beim Opener zu dominieren – der ein absolutes Kult-Potential aufweist, und in dem auch der Keyboardeinsatz keinesfalls störend erscheint. Im Gegenteil, er verbindet sich mit den anderen Elementen wie der Gitarre und Schlagzeug, und haucht dem Sound von LABYRINTH erst eine Seele ein. Aber, einen kleinen Wermutstropfen gibt es dann doch: die Produktionsqualität ist nicht wirklich als ’sauber‘ beziehungsweise ‚druckvoll‘ zu bezeichnen – ein typisches Merkmal von Debüt-Alben.

MIDNIGHT RESISTANCE ist dann einer der Titel, der zwar grundsätzlich überzeugt, aber auch ein klein wenig langatmig daherkommt. Präsentiert als ‚Halb-Ballade‘ steht hier die Stimme Lione’s klar im Vordergrund. Das Instrumental wird man, übertrieben ausgedrückt, kaum bemerken – erst im späteren Verlauf, wenn es sich der nunmehr etwas gemäßigteren Stimmlage Lione’s anpasst, sowie im Soli-Teil. Was aber auch auffällt, sind die teils merkwürdigen Stimmeffekte: deutlich zu hören ist ein Echo, welches eindeutig zu übertrieben eingesetzt wird; sowie leicht störende Verschiebungen der Stimme im Sinne des linken und rechten Audiokanals. Derartige ‚Experimente‘ wären doch gar nicht nötig gewesen ! Auch DREAMLAND präsentiert sich als deutlich ‚entschleunigte‘ Nummer, die wieder stark an eine Ballade erinnert – aber, und das ist gravierender, auch mit einigen als Popmusik-Anleihen zu interpretierenden Elementen daherkommt. Das klingt dann doch etwas zu ‚harmlos‘ und gewöhnlich, als dass es Begeisterungsstürme auslösen könnte. Anders sieht es dann schon in oder mit PIECE OF TIME aus – obwohl es sich hier ebenfalls um eine deutlich gemäßigtere Nummer mit einem hohen Eingängigkeits-Faktor handelt. Aber, die Riffs sind hier weitaus knackiger, die Metal-Elemente deutlicher im Vordergrund, das Keyboard wird nicht ganz  so überreizt. Und Lione klingt hier auch richtig, richtig gut – und nicht ganz so hoch-peitschend wie in den vorherigen Titeln.

Es folgt VERTIGO, in dem es leider Gottes wieder arg ‚hallt‘ – und das obwohl Lione doch in einem Studio stehen sollte, und nicht in einer Höhle. Im Ernst: derartig übertriebene Echos wirken einfach viel zu künstlich und bemüht. Auch der Metal-Instrumentalteil wirkt etwas… durcheinander (besonders durch die merkwürdigen Zwischengeräusche), um es so auszudrücken. Dafür präsentieren sich LABYRINTH aber erstmals von ihrer etwas härteren Seite, alles erscheint ein wenig rauer, bassiger, schneller und kräftiger als sonst. Lione ist hier übrigens nur zu Beginn zu hören – der Rest ist rein instrumental gehalten – natürlich wieder mit einem enormen Keyboard-Einsatz. Dennoch macht das Stück irgendwie Spaß. IN THE SHADE ist der nächste Titel, der sogleich von einem markanten Schrei Lione’s eingeleitet wird. Diese ‚Power‘ wird allerdings nicht gehalten, es präsentiert sich eine weitere, etwas melancholische Halb-Ballade. Allerdings eine mit einem ansprechenden Text und eine guten, klaren Performance von Fabio Lione. Kein wirkliches Highlight, aber eine solide Nummer. NO LIMITS ist dann der erste Titel des Albums, der vor Kitsch geradezu zu zerbersten droht – hier geht es dann doch etwas zu süßlich zu, gerade was das Keyboard betrifft. Die Wassergeräusche wirken ebenfalls nicht sehr stimmungsfördernd, eher plump – lediglich die knackige Soli-Passage gegen Ende erweckt dann wieder einen deutlicheren Metal-Eindruck. Der Rest könnte – ohne das Schlagzeug – aber beinahe als Popmusik firmieren.

Auch THE RIGHT SIGN besitzt Keyboard-Passagen noch und nöcher – offenbar hat man es sehr mit diesem Element bei LABYRINTH. Wieder ist Lione’s Stimme nur auf einem Kanal zu hören (zeitweise) – und überhaupt wirkt das Ganze viel eher wie eine Musikuntermalung zu einem alten Computerspiel aus der 8-Bit-Zeit. Das ist dann doch etwas zu viel des Guten. RED ZONE ist dann schon wieder ‚mehr‘ Metal, auch wenn man vor den irgendwie witzigen Keyboardeinlagen ein weiteres Mal nicht gefeit ist (im Refrain). Gegen Mitte macht des Ganze durch eine verspielte Soli-Passage mit dicker Double-Bass-Untermalung wieder weitaus mehr Spaß. TIME HAS COME präsentiert sich als weitere Ballade, die stark auf den Kitsch- und Trieffaktor drückt und sich so reichlich süß und melodramatisch inszeniert. Das kann man mögen, muss es aber nicht. Dann doch schon eher das atmosphärische LOOKING FOR, welches sich erstmals wunderbar ’sphärisch‘ und verträumt in Szene setzt und durch die dezenten Akustikgitarren-Klänge und Pianotapser sowie den leicht verzerrten Gesang markant von den anderen Titeln abhebt. CALL ME verschenkt einen Großteil seines Potentials durch die enorm langatmigen Strophen, doch der Refrain kommt endlich mal wieder mit einem treibenden Doublebass und etwas mehr Power daher. Bleibt MILES AWAY als Finalstück – und, es geht doch. Wenn schon eine Ballade, dann doch eher eine in dieser Form. Gut, dass hier ausnahmsweise mal auf das Keyboard (größtenteils) verzichtet wurde. Es dominieren eingängige Riffs, emotionale Gesangspassagen und ein genereller ‚Cosmic‘ Metal-Eindruck – eben so, als würde dieser Song nicht von dieser Welt stammen. Somit schließt sich der Kreis von einem sehr guten Outro zu einem sehr, sehr guten Opener.

Fazit: Zeitlos Lyrics, tolle Kompositionen und Songstrukturen, ein großartiger Sänger – eigentlich hat LABYRINTH’s MORTAL SIN alles, was ein gutes Debütalbum braucht. Allerdings gibt es dann doch noch einige Abzüge in der B-Note, die vor allem von der noch nicht zufriedenstellenden Produktionsqualität herrühren. Und auch das Keyboard hätte man so manches Mal ruhig in der Ecke stehen lassen sollen, Dinge wie die übertriebenen Hall-Effekte auf der Stimme stören auch eher als dass sie eine positive Wirkung hätten. Und, die Band sollte sich überlegen, etwas mehr ‚Biss‘ in ihre Songs zu legen, sodass etwaige Pop-Ansätze endgültig ausgemerzt werden. Einige Stücke klingen nämlich etwas zu sehr nach ‚Larifari‘, doch das werden sie sicher noch in den Griff kriegen. Ein grundsolides Debütalbum mit einem starken Opener, dass man sich in die Sammlung stellen sollte. Aber für die Zukunft darf es dann gerne noch einen deutlichen Tucken besser / origineller / einzigartiger werden…

Anspieltipps: MORTAL SIN, PIECE OF TIME, MILES AWAY