Filmkritik: „Come Play“ (2020)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Jacob Chase
Mit: Azhy Robertson, Gillian Jacobs, John Gallagher Jr. u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 96 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Horror / Thriller
Tags: Kinder | Monster | Dämon | Alptraum | Autismus

Der will doch nur spielen.

Inhalt: Als an einer besonderen Form des Autismus leidender Junge kann Oliver (Azhy Robertson) nicht anders, als ständig sein Smartphone zu benutzen. Schließlich hilft es ihm, halbwegs mit den ihn umgebenden Menschen kommunizieren zu können. Eines Tages stößt er dabei plötzlich ein seltsames E-Book mit einer Grusel-Geschichte, in der es um ein Monster namens Larry geht. Naturgemäß hat der empfindsame Oliver Angst – doch spätestens als auch seine Mutter die Präsenz von Larry wahrnehmen kann, erscheint diese Angst mehr als berechtigt…

Kritik: Mit COME PLAY erscheint ein weiterer Horrorfilm der heutzutage leider alles andere als seltenen Schnell-Schocker der Marke Bewohner eines Hauses treffen auf Geister, Dämonen oder andere gruselige Gestalten. Immerhin, und um zumindest einigen ärgerlichen Klischees sogleich den Wind aus den Segeln zu nehmen; setzt der von Jacob Chase geschriebene und verwirklichte Film auf zumindest eine Besonderheit: seinen Hauptdarsteller. Das war in seinem zuvor veröffentlichten Kurzfilm LARRY (auf dem COME PLAY basiert) noch anders. Sicher, auch die Besetzung von wichtigen Charakteren oder gar Hauptrollen mit Kindern ist in Horrorfilmen keine Seltenheit mehr –  zumal Aspekte wie eine gut umgesetzte kindliche Perspektive, eine fast automatisch umso stärker ausfallende Empathie sowie die teils gesteigerte Glaubwürdigkeit in Bezug auf die Story („Kinder sind für manche Dinge empfänglicher“) dem Genre ohnehin in die Hände spielen. In COME PLAY aber erscheint der kindliche Hauptprotagonist zusätzlich schützenswert, da er an einer Form von Autismus leidet – und sich nicht mithilfe des (gesprochenen) Wortes verständigen kann. Tatsächlich ist es den Verantwortlichen auch gelungen, mit eben dieser Prämisse für ein klein wenig mehr Verzweiflung und Spannung zu sorgen als allgemein üblich – und auch die daraus resultierende Technik-Komponente (der Hauptprotagonist „spricht“ über eine Handy-App) wird gut in den Kontext der Dämonen-Story eingebunden.

Wenn man ganz ehrlich ist, war es das aber auch fast schon wieder gewesen – denn bis auf seinen Hauptprotagonisten (grandios gespielt von Jung-Darsteller Azhy Robertson) und eventuell einige der; man nenne sie Besonderheiten des Dämons hat COME PLAY dann doch überraschend wenig zu bieten. Zwar versucht man noch mit diversen Elementen für zusätzlichen Tiefgang zu sorgen, etwa der Darstellung der Freund- und Feindschaft unter den Kindern oder aber der quasi-Entstehungsgeschichte des Dämons selbst, inklusive aller enthaltenen und teils zu offensichtlichen Botschaften – doch schlägt dieser Versuch weitestgehend fehl. Hier fehlt COME PLAY schlicht das nötige Fingerspitzengefühl sowie der Anspruch, weit mehr als ein typischer Horror-Film zu sein – womit er sich klar hinter vergleichbaren, in vielerlei Hinsicht aber eben doch deutlich hochkarätigeren Filmen wie DER BABADOOK (Review) oder ICH SEH ICH SEH (Review) anstellen muss.

Gewissermaßen erscheint das aber auch irgendwie passig, schließlich schlagen die handwerklich-technischen Aspekte des Films in eine ganz ähnliche Kerbe. Das Set-Design von COME PLAY ist nett, und durch die Farbgebung wird eine angenehme Atmosphäre irgendwo zwischen Zeitlosigkeit und Retrospektive etabliert – während sich viele andere Dinge (wie etwa die Effekte, die CGI-lastige Darstellung des Dämons, der Soundtrack oder die Kameraführung) eher zum Vergessen eignen. Am ärgerlichsten ist und bleibt aber wohl der Tritt in das Fettnäpfchen der Marke es ergibt keinen Sinn, muss aber so geschehen weil es das Drehbuch so vorsieht. Denn wie sonst könnte man eine Szene wie die erklären, in der Oliver’s Mutter mit ihrem Sohn aus dem Haus fliehen will; ihm aber noch ausreichend Zeit gibt um erneut auf das Monster zu treffen ? Schlussendlich bleibt damit nur eine eingeschränkte Empfehlung übrig – und möglich.


Bilder / Promofotos / Screenshots: © Focus Features, Universal Pictures

 

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„Ein netter Horrorstreifen für Zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger.“

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Filmkritik: „The Reef – Schwimm Um Dein Leben“ (2010)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Andrew Traucki
Mit: Adrienne Pickering, Zoe Naylor u.a.
Land: Australien
Laufzeit: ca. 87 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Horror (80 %), Abenteuer (20 %)
Tags: Schiffbruch | Hai-Attacke | Offenes Meer | Überlebende | Seenot

Hier hat es sich ganz schnell ausgeREEFt.

Inhalt: Als Höhepunkt einer Australienreise gehen die Engländer Kate, Matt und Suzie an Bord einer kleinen Segelyacht, die von Luke und dessen Kumpel Warren geführt wird. Gemeinsam planen sie einen Trip zu den hiesigen Korallenriffs. Doch alsbald ereignet sich ein folgenschweres Unglück: die Yacht läuft auf ein Riff auf und liegt plötzlich kieloben auf dem Wasser. In Panik versuchen die Gekenterten zu retten, was zu retten ist. Doch als die Gruppe immer länger in der prallen Sonne sitzt wird klar, dass ihr so schnell niemand zur Hilfe eilen würde. So beschließen 4 der 5 Schiffbrüchigen ins Wasser zu gehen und zu einer nahen Insel zu schwimmen. Das Problem: diese ist längst nicht in Sicht, und im Gebiet wimmelt es nur so vor Haien.

Kritik: Sie sind eher selten, doch es gibt sie – Filme, die trotz oder gerade wegen ihres geringen Budgets etwas anders sind. Zumindest anders als vieles, was man sonst eher als alltäglichen Hollywood-Einheitsbrei beschreiben würde, frei nach dem Leitsatz: je rebellischer und nachhaltiger die letztendlich etablierte Wirkung, desto besser. Das Problem: da entsprechende Werke noch immer die klare Ausnahme bilden ist es kein Wunder, dass man automatisch mehr Negativbeispiele denn hervorzuhebende Filmperlen an der Hand hat. Negativbeispiele wie den australischen, 2010 veröffentlichten Katastrophen-Horrorverschnitt THE REEF – der noch einmal mit Nachdruck aufzeigt, dass nicht jedes mit einem kleinen Budget auskommendes Werk automatisch zu einem waschechten Indie-Geheimtipp avancieren kann. Erst Recht nicht, wenn man sich nur stumpf auf eine vergleichsweise unspektakuläre (oder eher: kaum für die übliche Länge eines Spielfilms geeignete) Geschichte respektive Grundidee stützt – und darüber hinaus nichts, aber auch wirklich gar nichts unternimmt; um dem Projekt so etwas wie eine Seele einzuverleiben.

Sicher, die Frage wie man einen Film wie diesen wirklich hätte spannend gestalten können ist gar nicht so leicht zu beantworten. Fest steht nur, dass die von Regisseur Andrew Traucki angebotene Lösung eine denkbar ungünstige ist – und eine, die in Sachen Originalität und Ideenreichtum bestenfalls mit ebenso kruden wie oberflächlichen Vergleichsfilmen a’la OPEN WATER mithalten kann. Warum, liegt auf der Hand: sich bei einem Szenario wie diesem dringend anbietende Aspekte wie eine nachhaltige Charakterentwicklung oder handfeste Survival-Elemente kommen erst gar vor, beziehungsweise stehen nicht im Fokus. Ein Fokus, der in diesem Fall von einem anderen, eher fischartigen Gesellen blockiert wird – der zum einen für eine Kategorisierung des Films im Horror-Genre sorgt; und zum anderen zum wahrlich einzigen Element avanciert, welches den Film irgendwie vorantreibt. Und das ist – zweifelsohne – eine eher müßige Angelegenheit.

Doch THE REEF wäre nicht THE REEF, wenn er überdies nicht noch ein Portiönchen mehr anzubieten hätte – und selbst sein einzig nennenswertes inhaltliches Element (den Überlebenskampf zwischen einer Gruppe Menschen und einem Hai) – zu einer kleinen, selbstverständlich absolut unfreiwilligen Comedy-Veranstaltung avancieren ließe. Das Verhalten der Hauptprotagonisten, aber eben auch des Hais sprechen hier Bände – ein Grinsen kann man sich ob der hanebüchenen Darstellung des Überlebenskampfes einerseits, und der merkwürdigen Strategie des Hais jedenfalls kaum verkneifen. Spätestens mit dem furiosen Finale wird es dann wohl für jeden soweit sein – ein (erneut unfreiwilliger) Lacher ist hier fast schon garantiert. Kurzum: wenn man sich schon derart auf einen Hai als eigentlichen Drive des Films versteift, sollte man eventuell auch ein wenig recherchieren und zumindest für eine halbwegs glaubhafte Darstellung sorgen. Oder eben nicht – doch der Grusel-Faktor wird dadurch nicht gesteigert, eher im Gegenteil.

Zugutehalten kann man dem Film eigentlich – und fairerweise – nur eines. Und das ist die doch halbwegs solide Kamera-Arbeit von Daniel Ardillery, die ein ansprechendes Spiel mit Perspektiven und eine angenehme Mischung aus ruhigeren und von Wellen bewegten Bildern offeriert. Darüber hinaus – und damit sind auch Dinge wie der Soundtrack oder die Leistung der beteiligten Darsteller gemeint – eignet sich THE REEF eher zum Vergessen. Eben so, wie man es auch mit der auf der gekenterten Yacht zurückgelassenen Figur des Warren gehandhabt hat – die im Film nie wieder gezeigt wurde.

Bilder / Promofotos / Screenshots: Atlas Film / Koch Media

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„Wenn er nicht so quälend lang, einfallslos und unblutig wäre; würde THE REEF fast schon als trashige Horrorkomödie durchgehen. So aber ist das Ergebnis einfach nur peinlich.“

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Filmkritik: „Wir“ (2019)

Originaltitel: Us
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Jordan Peele
Mit: Lupita Nyong’o, Winston Duke, Elisabeth Moss u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 116 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Horror (50 %), Thriller (50 %)
Tags: Familie | Doppelgänger | Untergrund | Überleben | Rache

Wer soll’s richten, wenn nicht wir ?

Inhalt: Eigentlich wollen Adelaide (Lupita Nyong’o) und ihr Mann Gabe (Winston Duke) nur ein paar entspannte Tage an der sonnigen nordkalifornischen Küste verbringen. So reisen sie gemeinsam mit ihren Kindern Zora (Shahadi Wright Joseph) und Jason (Evan Alex) in das alte Ferienhaus, in dem sie schon zuvor gastierten. Dieses Mal jedoch scheint sich etwas ganz und gar unheilvolles in die Idylle des Urlaubs zu drängen – wobei unklar ist, in wie weit ein düsteres Ereignis aus Adelaide’s Vergangenheit damit zusammenhängt. Sicher ist nur, dass urplötzlich eine Familie vor dem Haus der Urlauber steht – deren Mitglieder offenbar sie selbst sind. Im Gegensatz zu den jeweiligen Originalen aber scheinen diese düsteren Gestalten nur wenig gutes im Schilde zu führen – und beginnen daraufhin relativ direkt, die Familie anzugreifen. Es bleiben eigentlich nur zwei Fragen – wer genau sie sind, und vor allem was sie wollen…

Kritik: So schnell kann es gehen. Nachdem er zunächst noch ausschließlich als Darsteller auftrat – und das auch noch in eher mittelprächtigen Produktionen – steht ein gewisser Jordan Peele mittlerweile vor einer großen Karriere als Drehbuchautor und Regisseur. Hauptsächlich dafür verantwortlich dafür ist sein 2017’er Spielfilmdebüt GET OUT – der nicht nur viele gute Kritiken einheimste, sondern auch für reichlich Diskussionsstoff unter geneigten Cineasten sorgte. In eine ganz ähnliche Kerbe schlägt respektive soll nun auch WIR schlagen – eine interessante Mixtur aus Elementen des (Psycho-)Thrillers und Horrorfilms, in dem eine Familie den wohl schlimmsten Alptraum ihres bisherigen Lebens durchlebt.

Tatsächlich, und das fällt schon relativ früh beziehungsweise analog zum doch recht rasanten Auftakt des Films auf – gelingt Peele dabei auch dieses Mal die Zeichnung einer vergleichsweise dichten und wenn man so will hypnotischen  Atmosphäre. Und das liegt nicht allein an der technisch schier perfekten Inszenierung, die unter anderem von der gelungenen Kamera-Arbeit von Mike Gioulakis profitiert – sondern in erster Linie daran, dass man als Zuschauer auf mindestens zweierlei Art und Weise vom Gezeigten gefesselt wird. Schließlich fühlt sich WIR eben nicht nur wie ein standardisierter Horrorfilm an, der seine Stärke aus der Darstellung vieler möglichst beklemmender Situationen – und oftmals leider auch der Aneinanderreihung von altbackenen Klischees – generiert. Nein – denn ausnahmsweise steckt hinter dem Film auch endlich einmal wieder eine gute oder zumindest doch recht erfrischende Idee. Eine, die Peele zwar nicht gänzlich (und bis zum bitteren Ende) durchdacht zu haben scheint – aber doch eine, die den Zuschauer bei der Stange hält und bis kurz vor das Ende relativ stimmig begleitet.

Vereinfacht könnte man auch sagen, dass der Film stets die richtigen Fragen stellt, und das auch noch zu den richtigen Zeitpunkten – und man als Zuschauer weitaus deutlicher als in vielen anderen Werken angehalten ist, das Geheimnis hinter der ominösen Doppelgänger-Familie zu ergründen. Hier spielt nicht nur die Idee selbst mit hinein, sondern auch das Timing – das dank des offensichtlich vorhandenen Fingerspitzengefühls des Regisseurs gar nicht erst viel Raum zur Kritik zulässt. Das gilt im übrigen auch für das gezeichnete Bild der Familie (in darstellerischer, aber auch charakterlich-empathischer Hinsicht), die eingeworfenen Rückblenden, die letztendlich doch über vielem stehende (und dabei gar nicht mal so unoffensichtliche) Gesellschaftskritik oder die hie und da mutig in die Szenerie gesetzte (Situations-)Komik.

Das einzige, worüber man sich bei WIR wirklich streiten könnte; ist demnach die Ausführung der Grundidee – die sich insgesamt betrachtet dann doch etwas zu unschlüssig anfühlt. Man kennt es: es ist nicht unbedingt das schwierigste eine gute Idee zu haben und diese zu Papier zu bringen – sondern vor allem auch, wie man diese dem Zuschauer näher bringt oder im besten Fall sogar glaubhaft vermittelt. Und das ohne die eventuell vorhandene Magie, das vielleicht einzigartige Mysterium gänzlich zu entschlüsseln. Genau das gelingt WIR – der immerhin viele der aufgestellten Theorien erklärt beziehungsweise anhand von, man nenne es Easter-Eggs untermauert – leider nicht gänzlich oder in einem solchen Maße, dass man von einem tadellosen oder gar kultverdächtigen Werk sprechen könnte.

Dennoch schadet es kaum, sich Jordan Peele’s Interpretationen eines zuvor noch nicht auf diese Art und Weise dargestellten Doppellebens einmal zu Gemüte zu führen – und den Film, vielleicht ja auch ohne explizite Inhalts-Nachfragen zu stellen – einfach mal auf sich wirken zu lassen.

Bilder / Promofotos / Screenshots: Universal

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„Ein durchaus fesselnder und vor allem gut gemachter Horrortrip der etwas anderen Sorte.“

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Filmkritik: „Mom & Dad“ (OT: MOM AND DAD, 2018)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Brian Taylor
Mit: Nicolas Cage, Selma Blair, Anne Winters u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 86 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Komödie, Horror
Tags: Familie | Eltern | Chaos | Kinder | Makaber

Apokalypse mal anders.

Inhalt: Eigentlich sind Brent Ryan (Nicolas Cage) und seine Frau Kendall (Selma Blair) ganz normale Eltern, die den Traum einer typisch amerikanischen Wohlstandsfamilie leben. Sie verdienen gut, leben in einem schmucken Einfamilienhaus in einer beschaulichen Vorstadt – und lieben sie ihre beiden Kinder Josh (Zackary Arthur) und Carly (Anne Winters). Dennoch sind sie hie und da geneigt, etwas kritischer über sich und ihr bisheriges Leben nachzudenken – was normal ist, im Zusammenhang mit einer seltsamen Epidemie aber völlig aus dem Ruder läuft. Schließlich scheinen plötzlich alle Eltern in der Stadt durchzudrehen, und Jagd auf ihre eigenen Kinder zu machen… und das auf Leben und Tod.

Kritik: Mal ganz unabhängig davon, ob man darauf gewartet hat oder nicht: was dabei herauskommen würde, wenn sich einer der beiden hauptsächlich verantwortlichen Drehbuchautoren und Regisseure der CRANK-Reihe plötzlich allein aufmacht um einen dem potentiellen Vorbild nicht ganz unähnlichen neuen Film mit dem vergleichsweise schlichten Titel MOM & DAD zu machen; ist nicht länger ein Geheimnis. Die eigentliche Überraschung der direkt auf dem Heimkinomarkt veröffentlichten Chaos-Komödie ist dabei wohl die Tatsache, dass man erst gar keinen großen Hehl aus der Nähe zum potentiellen Vorbild macht – und sich dementsprechend auch an der quasi selbst auferlegten inszenatorischen Messlatte orientiert, die CRANK eine allemal ansehnliche Fanbase bescherte.

Das bedeutet auch, dass man eigentlich nicht viel mehr macht als den abgebrühten Jason Statham durch einen dezent überdrehten Nicolas Cage zu ersetzen – und, das sollte man vielleicht ebenfalls noch erwähnen; dass die zu eröffnende Jagd dieses Mal nicht gegen skrupellose Gangsterbosse geht. In MOM & DAD sind es immerhin ausschließlich Kinder, die zum Opfer werden. Allerdings, und der Film erklärt dies auf eine sicherlich gewagte Art und Weise: es geht nur um die jeweils eigenen Kinder, völlig unabhängig vom bereits erreichten Alter.

Das mag sich zunächst einmal schockierend anhören, ist letztendlich aber auch nicht weiter überraschend und so gesehen reines Kalkül. Denn warum sollte eine ohnehin schon vergleichsweise abgedrehte Action-Komödie nicht auch noch mit einer Prise makaberer Elemente, die man am ehesten in einem nervenaufreibenden Slasher erwarten würde; gewürzt werden ? Sicher führt das dazu, dass das grundlegende Konzept als offensichtlich überspitzte Darstellung eines in sich zusammenbrechenden oder eher umkehrenden American Dream keiner näheren inhaltlichen geschweige denn qualitativen Überprüfung standhält. Aber vielleicht muss es das ja auch gar nicht – schließlich kann man von einem Film in nur leicht abgewandelter CRANK-Manier ohnehin nicht mehr erwarten, als gut unterhalten zu werden.

Wem das reicht – und wer zudem mit einem ebenso abrupten wie schlicht ärgerlich platten und einfallslosen Ende umgehen kann – den erwartet hier immerhin eine vor allem in handwerklicher respektive optischer Hinsicht erfrischende Horrorkomödie mit rasant-bunten Bildern, überraschend abrupten Schnitten inklusive plötzlichen Zeitsprüngen und Rückblenden, einer abenteuerlichen (aber verträglichen) Kameraarbeit, einem den Bildern entsprechenden wilden Soundtrack mit allerlei Abwechslung und einigen Remineszenzen an die Filmkunst der 80er; sowie nicht zuletzt ein gut aufgelegter (das heißt: dezent überdrehter) Nicholas Cage.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © KSM GmbH

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„Sinn macht das Ganze nicht – und selbst in Anbetracht einer Nonsene-Actionkomödie ist für MOM & DAD nicht mehr als der Durchschnitt drin.“

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Filmkritik: „Das Geheimnis Von Marrowbone“ (OT: MARROWBONE, 2017)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Sergio G. Sánchez
Mit: Anya Taylor-Joy, George MacKay, Mia Goth u.a.
Land: Spanien, Großbritannien
Laufzeit: ca. 111 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Thriller, Drama, Horror
Tags: Familie | Flucht | Umzug | Verfolgung | Fluch

Spieglein Spieglein an der Wand…

Inhalt: Um den Fängen ihres ihrer Familie offenbar aggressiv nachstellenden (noch-)Ehemannes  zu entkommen, trifft die verzweifelte Rose (Nicola Harrison) eine schwerwiegende Entscheidung: gemeinsam mit ihren insgesamt vier Kindern flieht sie Ende der 60er Jahre von Großbritannien in die Vereinigten Staaten von Amerika. Einmal in ihrem neuen Heim an einer ebenso idyllischen wie verlassenen Küste angekommen, nimmt die Familie einen neuen Namen an und versucht, möglichst wenig Kontakt zu den Einheimischen aufzubauen. Doch schon kurz bevor sich die Kinder Jack (George MacKay), Jane (Mia Goth), Billy (Charlie Heaton) und der junge Sam (Matthew Stagg) richtig einleben können, erliegt ihrer Mutter ihrer schweren Krankheit – und hinterlässt ihren ältesten Sohn Jack mit einer wichtigen Aufgabe. Fortan soll er die Geschicke der Familie lenken und auf sie aufpassen – zumindest bis er 21 ist, und die Familie nicht mehr von den Behörden auseinandergerissen werden könnte. Tatsächlich scheint ihm das auch ganz gut zu gelingen – zumal er von seiner Liebe zur Bibliothekarin Allie (Anya Taylor-Joy) beflügelt wird. Problematisch ist indes, dass sich im großen Anwesen der Familie selbst einige höchst unheimliche Dinge ereignen… was insbesondere den jüngeren Geschwistern reichlich Sorge, ja wenn nicht gar panische Angst bereitet.

Kritik: Auch wenn der Filmtitel nicht sperriger hätte ausfallen können und die Geschichte von DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE nach nicht viel klingt – oder eher nur nach einer weiteren von so vielen, in denen eine vom Schicksal gebeutelte Familie in ein gruseliges Anwesen zieht und somit erst Recht Probleme bekommt – erweist es sich als ratsam, der von Sergio G. Sánchez (unter anderem der Ideengeber für DAS WAISENHAUS, siehe Review) erdachten Schauermär eine Chance zu geben. Und das vornehmlich, da es sich entgegen den ersten Vermutungen weniger um einen klassischen Horrorfilm als vielmehr um einen überraschend intensiven Thriller handelt – dem anstelle des plakativen Horrors weitaus mehr Elemente des Dramas inklusive einer vergleichsweise starken Charakterzeichnung innewohnen. Und um einen Thriller der – der mittlerweile vorhandenen Erfahrung des spanischen Schauspielers, Drehbuchautors und Regisseurs Sánchez sei Dank – schnell eine ähnlich klaustrophobische und in sich stimmige Atmosphäre etablieren kann wie einst DAS WAISENHAUS.

Die wohl aber größte Überraschung des Films ist, dass er im späteren Verlauf mit einem so nicht unbedingt erwarteten Twist daherkommt – und damit vielleicht sogar einen ähnlichen Effekt zu hinterlassen vermag wie der Genre-Klassiker THE SIXTH SENSE. Damit steht fest, dass sich DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE am ehesten in die Riege der eher ebenso mysteriös wie psychologisch angehauchten Thriller im Stile der bereits erwähnten Titel, sowie eventuell auch ICH SEH, ICH SEH (Review), SIEBEN MINUTEN NACH MITTERNACHT (Review) oder DER BABADOOK (Review) einreiht – und dabei eine alles andere als schlechte Figur macht. So kann nicht nur die Schauplatzwahl inklusive eines überraschenden Settings in den späten 60er Jahren überzeugen – auch das Setdesign, die Kostüme, der gesamte handwerkliche Part und die darstellerischen Leistungen der teils bekannten, hier recht erfrischend agierenden Nachwuchs-Akteure stimmen. Lediglich die sich dann doch etwas länglich anfühlende Auftaktphase mit einigen verzichtbaren Momenten sowie der doch noch vorhandene Impuls, sich den gängigen Konventionen des Horrorfilms zu näheren (Stichwort Jumpscares) verhindert hier größeres – was aber nichts daran ändert, dass man DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE problemlos empfehlen kann.

 

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Metropolitan FilmExport, Universal Pictures

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„Das Rad mag mit DAS GEHEIMNIS VON MARROWBONE nicht neu erfunden werden – und doch handelt es sich um einen ebenso gut gemachten wie spannenden Film mit dem gewissen Etwas und einem überraschenden Ende.“

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Filmkritik: „The Boy“ (2016)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: William Brent Bell
Mit: Lauren Cohan, Rupert Evans, Ben Robson u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 97 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Horror / Thriller
Tags: Kind | Junge | Puppe | Lebensecht | Gruselig | Anwesen

Da hat mich doch gerade jemand angezwinkert…

Inhalt: Um ihre Vergangenheit endlich hinter sich lassen zu können, nimmt die junge Amerikanerin Greta (Lauren Cohan) einen Job als Kindermädchen bei einem älteren, in einem abgelegenen englischen Dorf lebenden Ehepaar an. Wie sich bald darauf herausstellt, muss sich Greta aber nicht wirklich einer für das Berufsfeld typischen Aufgabe stellen. In Wahrheit ist der 8-jährige Brahms schließlich kein wirklicher Junge – sondern lediglich eine lebensgroße Puppe aus Porzellan. Auch wenn Greta der Angelegenheit verständlicherweise mehr als skeptisch gegenübersteht, nimmt sie die Aufgabe der Betreuung an – und gibt sich alle Mühe, die Heelshires (Jim Norton, Diana Hardcastle) – die kurz darauf verreisen und das neue Kindermädchen allein mit Brahms zurücklassen – zufriedenzustellen. Als sie jedoch beginnt, die Liste mit den ihr gestellten Aufgaben zu hinterfragen und einigen Punkten nicht nachzukommen, ereignen sich plötzlich mehrere seltsame bis absolut furchteinflössende Dinge. Um nicht völlig auf sich allein gestellt zu sein, bittet sie den charismatischen Lebensmittel-Lieferanten Malcolm (Rupert Evans) um Hilfe…

Kritik: Wer kennt sie nicht – jene guten alten Horrorfilme, in denen größere Anwesen und allerlei damit verbundene übernatürliche Phänomene die Hauptrolle spielen… und das im Grunde noch weit vor den eigentlichen Darstellern ? Tatsächlich sollte jeder, der sich schon einmal in den Gefilden des Horrorfilms ausgetobt hat; bereits eine Vielzahl eben solcher Machwerke gesehen haben – und das vermutlich ohne größere Überraschungseffekte. Entsprechend schwierig hat es auch William Brent Bell’s (u.a. WER – DAS BIEST IN DIR) THE BOY, der zunächst wie ein absolut typisches Genre-Werk mit den allseits bekannten Formeln daherkommt: eine junge Frau wird von einem kauzig-mysteriösen Ehepaar als Babysitterin eingestellt, die in einem ebenso prunkvollen wie verwinkelten Anwesen hausen und einige merkwürdige Angewohnheiten pflegen. Immerhin: mit der Prämisse, dass niemals wirklich von Geistern oder Dämonen gesprochen wird und stattdessen eine gleichermaßen hübsch gestaltete wie furchteinflößende Porzellanfigur eines Kindes Dreh- und Angelpunkt der Gesichte ist; kann sich THE BOY durchaus von der Masse abheben – was auch für die glücklicherweise schnell abgelegten Verhaltensmuster nach dem typischen (Angst-)Schema F gilt.

So ist man geneigt, wie die Hauptdarstellerin selbst immer mehr über das vermeintliche Kind herausfinden zu wollen – wobei THE BOY in Sachen Atmosphäre und einer überraschenderweise wenig reißerischen Phantomspannung (etwa bei den längeren Einstellungen auf das Gesicht der Puppe) reichlich Pluspunkte sammelt. Problematisch ist nur der letzte Akt sowie sicher auch die finale Auflösung des Films, bei der man wieder zur guten alten Brechstange greift (und das im wahrsten Sinne des Wortes) – sowie sicher auch das verschenkte Potential in Bezug auf die psychologische Komponente des Films, der sich noch etwas mehr auf seine Stärken als Psycho-Thriller hätte fokussieren sollen. Und eben nicht als Horrorfilm, dafür ist THE BOY mit seiner FSK 12 ohnehin nicht gruselig genug – aber sei es drum. Im Sinne einer schnellen Unterhaltung für zwischendurch kann man hier wohl nicht viel falsch machen. Wer es noch intensiver respektive intelligenter möchte, sollte vielleicht mal einen Blick auf ICH SEH, ICH SEH (siehe Review) werfen.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Capelight Pictures

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„Trotz zwei oder drei größerer Schwächen ist THE BOY eine nette kleine Erfrischung im mittlerweile völlig vorhersehbaren Horrorfilm-Genre.“

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Filmkritik: „Hinter Den Mauern“ (Mini-Serie, 2016)

Originaltitel: Au-Delà Des Murs
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Hervé Hadmar
Mit: Veerle Baetens, Geraldine Chaplin, François Deblock u.a.
Land: Frankreich, Belgien
Laufzeit: 3 Episoden á 45 Minuten
FSK: unbekannt
Genre: Thriller, Horror, Mystery, Drama
Tags: Haus | Abenteuer | Erfahrung | Parallelwelt | Zeitreise | Paradoxon

Hat man erst einmal einen Blick riskiert…

Inhalt: Die als Logopädin arbeitende Lisa führt trotz ihrem Tagesgeschäft in einer Kinderklinik ein eher zurückgezogenes Leben. Umso seltsamer erscheint es ihr, als sie eines Tages ein altes Anwesen erbt – und das unter höchst mysteriösen Umständen. Und tatsächlich, wie sich bald darauf zeigt sollte sie mit ihren Vermutungen Recht behalten. Als sie im Haus Geräusche wahrnimmt und sich ein Stück der Tapete zu lösen beginnt, schlägt sie entschlossen ein Loch in die Wand – und entdeckt dahinter einen weiteren Korridor des Hauses. Mit dem was sie dort erwarten sollte, hätte sie indes kaum rechnen können – schließlich scheint sich ihr hier eine ganz eigene, surreal anmutende Parallelwelt zu offenbaren. Eine, in der es offenbar auch Gefahren gibt; sodass Lisa nach der Begegnung mit einem merkwürdig gekleideten Mann panisch flieht. Allerdings nicht in Richtung Ausgang, denn der ist plötzlich nicht mehr zu finden…

Kritik: Ja, doppelt hält oft besser – was insbesondere auf Filmschaffende zutrifft, die sich sowohl als Drehbuchautoren als auch Regisseure verdingen. Und, die im besten Fall gleich beide Betätigungsfelder in einem einzigen Projekt ausleben dürfen – wie im Falle von HINTER DEN MAUERN (im Original AU-DELÀ DES MURS). Dabei spielt es grundsätzlich keine große Rolle, ob man das auch von Marc Herpoux mit erdachte Werk nun als dreiteilige Mini-Serie betrachtet wie offiziell vorgeschlagen – oder aber als zusammenhängenden Spielfilm mit einer dezenten (sich aber nicht negativ auswirkenden) Überlänge. Beiden Varianten oder auch Betrachtungsweisen gemein ist in jedem Fall eine Einladung, die man nicht vorschnell abschlagen sollte – bedienen die Verantwortlichen doch längst nicht nur alteingefahrene oder gar ausgelutschte Tugenden des Horrorfilms. Nein, HINTER DEN MAUERN geht hier und da noch ein paar Schritte weiter. Und das beispielsweise, indem die Macher eine ebenso interessante wie spannend inszenierte Mystery-Komponente vorsehen – was ihr Werk eher in Richtung eines übernatürlich angehauchten Thrillers driften lässt. Und überhaupt: das gute alte Zeitreise-Paradoxon lässt – hier allerdings eher unerwartet – Grüßen…

Tatsächlich ist HINTER DEN MAUERN damit etwas gänzlich anderes geworden als eine typische, in eine einzelne Genre-Schublade zu steckende Fernsehproduktion – woraufhin aber nicht nur die ungewöhnliche und letztendlich überraschende Story hinweist. Schließlich sieht man dem Projekt auch jederzeit problemlos an, dass ihm etwas mitunter besonderes innewohnt. Derart stimmig anmutende, den Zuschauer schon allein durch ihren optischen Eindruck in den Bann ziehende Kulissen hat man so jedenfalls selten gesehen – und das weder in einer entsprechenden Serie, noch einem ähnlich aufgemachten Spielfilm. Anders gesagt: HINTER DEN MAUERN strahlt ganz offensichtlich aus, dass einiges an Arbeit und Herzblut in das Projekt investiert wurde – was sich nur positiv auf den Zuschauer auswirken kann. Das gilt im übrigen auch für die tadellosen Leistungen der beiden Hauptdarsteller, und das der hie und da auftretenden Nebenfiguren – die HINTER DEN MAUERN zu einem Grusel-Kabinett der einstweilen etwas prätentiösen, dabei aber doch angenehm extravaganten Art avancieren lassen. Allzu plumpe Jumpscares, nicht nachvollziehbare Handlungen der Charaktere oder auch ein unnötige wilde Zuarbeit seitens der Kamera oder des Soundtracks bleiben dem Zuschauer jedenfalls erspart.

Eines sollte damit schon jetzt feststehen: HINTER DEN MAUERN ist nicht nur eine auffällig gut gemachte Mini-Serie, sondern auch eine fast uneingeschränkt empfehlenswerte. Insbesondere natürlich für all jene, die sich von den typischen Horror-Szenarien der Marke es spukt in einem verlassenen, sonst aber stinknormalen Haus gelangweilt sehen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass es am Ende doch alles etwas zu schnell geht – und die Geschichte durch ein so nicht gerade innovatives geschweige denn einleuchtendes Zeitreise-Paradoxon abgerundet wird. Sei es drum – einmal gesehen haben sollte man HINTER DEN MAUERN allemal. Und das allein aufgrund seiner surreal angehauchten, dabei aber dennoch stets greifbar erscheinenden Szenerie innerhalb einer makaberen Traumwelt, die die (einstweilen harte) Realität doch irgendwann einholt. Es sei denn natürlich, Lisa hätte sich doch anders entschieden… was das bei Fernsehproduktionen sonst eher seltene Gefühl aufkommen lässt, noch mehr Geschichten von der Welt HINTER DEN MAUERN hören zu wollen. Hervé Hadmar macht aber – und da ist es wieder, das Paradoxon – absolut alles richtig, wenn er die Miniserie genau so stehen lässt wie sie ist.

Bilder / Promofotos / Screenshots: ARTE

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„Eine qualitativ extrem überraschende Mini-Serie mit traumhaft-hypnotischen Kullissen und einer einzigartigen Atmosphäre.“

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Filmkritik: „Darkman“ (1989)

Auch bekannt als: Darkman – Der Mann mit der Gesichtsmaske
Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Sam Raimi
Mit: Liam Neeson, Frances McDormand, Colin Friels u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 91 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Horror, Action
Tags: Unfall | Entstellt | Gesichtsmaske | Rachefeldzug | Trash

Mit dem DARKMAN ist nicht zu spaßen.

Inhalt: Gerade, als der ehrgeizige Wissenschaftler Peyton Westlake kurz davor steht erstmals synthetische Haut für Verbrennungsopfer herstellen zu können; wird sein Labor von einer skrupellosen Verbrecherbande überfallen und dem Erdboden gleichgemacht. Peyton, der nur mit schwersten Verletzungen davonkommt und in einem Krankenhaus erwacht; schwört daraufhin Rache an seinen Peinigern. Dabei versucht er, seine Forschungen wieder aufzunehmen und auf sich selbst anzuwenden – und das nicht zuletzt, um seiner geliebten Frau nicht völlig entstellt gegenübertreten zu müssen. Problematisch dabei ist nur, dass die von ihm gefertigten Masken noch immer nur 99 Minuten in Form bleiben – was ihm sein altes Ich unmöglich zurückbringen, aber immerhin den ein oder anderen Überraschungsangriff ermöglichen sollte. Das seine Frau dabei irgendwann selbst in der Schusslinie steht, macht es ihm nicht gerade leichter…

Kritik: Auch wenn sich der US-Amerikanische Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Schauspieler Sam Raimi schon in den frühen 80er Jahren – und das nicht zuletzt durch auch heute noch gegenwärtige Filme wie die 1982 begonnene TANZ DER TEUFEL-Reihe – einen Namen machte, ist die nunmehr satte 40 Jahre umfassende Filmografie des nicht gänzlich unumstrittenen Multitalents eher übersichtlich geblieben. Dennoch, oder vielleicht auch gerade deshalb war und ist sie nicht vor diversen Kuriositäten gefeit, die sich nicht erst durch seine überraschende Mitwirkung bei den relativ blutleeren SPIDER MAN-Filmen der Jahre 2002 bis 2007 äußerten – sondern schon viel früher. Ein gutes Beispiel dafür ist sicherlich auch der 1990 erschienene Spielfilm DARKMAN – der trotz seiner grundsätzlich gruseligen Story um Gesichtsmasken, der durch die TANZ DER TEUFEL-Reihe maßgeblich trainierten Regie-Fähigkeiten von Raimi und nicht zuletzt seines damaligen Einspielergebnisses nicht so recht zünden will.

Einer der hauptsächlichen Gründe dafür ist indes weniger die respektable Leistung des Hauptdarstellers Liam Neeson, der dem Titel-gebenden DARKMAN Peyton Westlake allemal ein gewisses Maß an Leben (und selbstverständlich auch Wahnsinn) einhaucht – und auch nicht die Arbeit der Maskenbildner, die sich ebenfalls sehen lässt. Vielmehr ist es die krude Mixtur aus einer nicht allzu originellen Idee und einer vergleichsweise lachhaften, gefühlt aber dennoch absolut ernstgemeinten Umsetzung – der die zahlreichen hanebüchen Actionszenen klar konterkarierend gegenüberstehen. Dass der von Raimi bekannte Slapstick hie und da dennoch Einzug hält, macht es nicht viel besser. Eher ist das Gegenteil der Fall, zumal das Timing einfach nicht stimmt – was den ohnehin reichlich unentschlossenen Film auf noch wackligeren Beinen stehen lässt. Anders gesagt: da er wahlweise zu viele oder auch zu wenige der jeweils typischen Genre-Elemente an den Start bringt, ist DARKMAN weder Fisch noch Fleisch – und eignet sich daher weder für einen zünftigen Grusel-Abend noch für eine unterhaltsame Trashfilmnacht.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Universal Studios

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„Alles – nur kein guter Raimi.“

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Filmkritik: „Das Belko Experiment“ (2017)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Greg McLean
Mit: John Gallagher Jr., Tony Goldwyn, Adria Arjona u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 88 Minuten
FSK: ab 18 freigegeben
Genre: Thriller / Action
Tags: Experiment | Ausnahmesituation | Kein Entkommen | Big Brother

Es melde sich, wer mal wieder aus seinem tristen Büroalltag ausbrechen möchte.

Inhalt: Morgenstund hat Gold im Mund – und wohl auch die gute alte Routine, die die Mitarbeiter der Non-Profit-Organisation Belko Corp. tagtäglich in das hochmoderne Bürogebäude irgendwo in einem Randbezirk der Kolumbianischen Hauptstadt Bogotá treibt. Dementsprechend hat wohl auch niemand damit gerechnet, dass es doch einmal ganz anders laufen könnte. Während man bei der urplötzlich stattfindenden hermetischen Abriegelung des Gebäudes noch an einen technischen Defekt oder ein Versehen denkt, sich dazu noch auf ein wenig zusätzliche Freizeit am Arbeitsplatz freut – weicht die allgemeine Unsicherheit alsbald einer waschechten Panik. Schließlich wird den Mitarbeiten über die Lautsprecheranlage mitgeteilt, dass es sich eben nicht um ein Versehen handelt – sondern dass sie für ein ganz besonders perfides Experiment auserkoren wurden. Ein Experiment, welches sie nicht ablehnen können – und dessen erste Aufgabe bereits unmöglich zu lösen scheint, zumindest bei klarem Verstand. So werden die Mitarbeiter aufgefordert, 30 beliebige Angestellte zu töten. Weigern sie sich, so droht ihnen noch schlimmeres – das behauptet zumindest die mysteriöse Stimme. Trotz dessen, dass sie im schlimmsten Fall nicht mehr allzu viel Zeit haben; setzten die Mitarbeiter alles daran aus dem Gebäude zu entkommen – und herauszufinden, wer für das tödliche Spiel verantwortlich ist.

Kritik: Nein, und auch wenn es im ersten Moment danach klingt – das Wörtchen Belko im Film DAS BELKO EXPERIMENT bezieht sich weder auf einen putzigen Hundenamen, noch zitiert es den Namen eines so tatsächlich stattgefundenen Experiments oder Wissenschaftlers. Vielmehr handelt es sich um einen geschickt gewählten Titel des für das Drehbuch und die Produktion des Films hauptverantwortlichen Multitalents James Gunn, der sich trotz seines Erfolges mit groß angelegten Holywood-Blockbustern (GUARDIANS OF THE GALAXY) hie und da noch an kleinere Projekte wagt. Und damit auch Projekte wie DAS BELKO EXPERIMENT – die auf den ersten Blick eher unscheinbar wirken, und sich dabei weder durch ein schwindelerregendes Budget noch den Auftritt zahlreicher möglichst bekannter Top-Stars auszeichnen. Als den Zuschauer zusätzlich herausfordernde Maßnahme kommt hinzu, dass sich der Titel-gebende Schauplatz des Films innerhalb eines fiktiven Büro-Gebäudes als recht übersichtlich erweist – und DAS BELKO EXPERIMENT so von vorne herein mehr von einem kammerspielartigen Psycho-Thriller als von einem typischen Schauermärchen der Marke Hollywood hat. Ein Psycho-Thriller, dessen Grundgedanke zwar alles andere als neu ist und so auch schon in Genre-Filmen wie BATTLE ROYALE oder etwa der CUBE-Reihe behandelt wurde – der aber dennoch mit einem vergleichsweise starken Fokus auf die Charaktere sowie der Darstellung einer sich jenseits von gut und böse bewegenden Ausnahmesituation überzeugt.

Eine Situation, die durch die vorliegende Art der Inszenierung mindestens zweierlei Blickwinkel zulässt. Wobei, und das ist das besondere; es gar keine allzu große Rolle spielt ob man den Film nun eher oberflächlich betrachtet oder sich auf sein nicht zu knappes Interpretationsangebot stürzt. Beiden Varianten gemein ist schließlich, dass DAS BELKO EXPERIMENT dem Zuschauer einige durchaus markante Charaktere präsentiert – die von ihrem Wesen her nicht unterschiedlicher hätten sein könnten, und sich in der Interaktion entsprechend interessant verhalten. Gut ist auch, dass deren Gebaren nur selten allzu übertrieben wirkt – zumindest nicht so übertrieben oder weltfremd wie in etwaigen vergleichbaren Filmen, welche eine ähnliche Ausnahmesituation in den Fokus rücken. Analog zu den entstehenden Möglichkeiten einer Identifikation gesellt sich so auch ein nicht zu verachtender Spannungsbogen, der sich bis kurz vor das große und leider nicht mehr ganz so überzeugende Finale erstreckt. Selbst die teils heftigen Gewaltszenen verfehlen ihre Wirkung nicht, auch wenn man sie absichtlich mit einer gewissen Form der Überzeichnung versehen hat – was auch für den hie und da zwischengeschobenen, recht makaberen Witz gilt. Stellenweise könnte man so meinen, man müsste sich in einem x-beliebigen Splatter- respektive Trashfilm befinden – doch glücklicherweise ist DAS BELKO EXPERIMENT weit mehr als das.

Schließlich – und wenn man so will – könnte man den Film problemlos als ebenso zwischenmenschliches wie auf die Gesellschaft übertragbares Drama betrachten. Ein Drama über die Natur des vermeintlich zivilisierten Menschen – was hier auch als Metapher bestens funktioniert, sogar im Hinblick auf einen größeren Zusammenhang. Offenbar war dies auch genau so von den Machern beabsichtigt – denn sonst hätte man sich wohl kaum eines recht offensichtlichen Gesellschafts-Querschnitts bedient, welcher direkt auf die beteiligte Charakter-Riege übertragen wurde. Doch wie man es auch dreht und wendet und betrachtet: DAS BELKO EXPERIMENT bleibt ein überzeugender Psycho-Thriller mit dem gewissen Etwas, der nicht nur mit seinem überraschend effektiven Schauspiel und der handwerklich ansprechenden Inszenierung punkten kann – sondern auch mit seinen ungeschönt dargestellten Inhalten. James Gunn holt hier klar das Maximum aus der bereits bekannten Grundidee und dem vergleichsweise eingeschränkten Setting heraus – und vermag es dabei tatsächlich, den Zuschauer in der ein oder anderen Form aufzurütteln.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Kinostar Filmverleih GmbH

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„Die Idee ist nicht neu und das Setting auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig – umso überraschender ist, was letztendlich aus DAS BELKO EXPERIMENT geworden ist.“

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Filmkritik: „Death Note“ (2017)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Death Note (Manga)
Regie: Adam Wingard
Mit: Nat Wolff, Margaret Qualley, Lakeith Stanfield u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 101 Minuten
FSK: nicht geprüft / keine Angabe
Genre: Thriller / Horror / Fantasy
Tags: Death Note | Light Yagami | Ryuk | Shinigami | Japan | Manga | Anime-Serie

Einmal das Totenbuch, bitte… gut durch und auf Amerikansich.

Inhalt: Eigentlich ist der junge Light Turner (Nat Wolff) nur ein ganz normaler Schüler, der sich ab und an etwas mit den Hausaufgaben anderer dazuverdient. Eines Tages aber fällt ihm ein seltsames schwarzes Notizbuch in die Hände, welches die Aufschrift DEATH NOTE trägt. Schnell stellt er fest, dass das Buch außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt: stellt man sich das Gesicht einer Person vor und trägt den dazugehörigen Namen auf einer der Seiten ein, stirbt der betroffene. Als wäre das noch nicht unglaublich genug, taucht auch ein Todesgott namens Ryuk auf – der offenbar der eigentliche Besitzer des Buches ist, und Light dazu ermutigt seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Light’s Entschluss, die Welt mithilfe des DEATH NOTE zu einem besseren Ort zu machen; ist daraufhin schnell gefasst – sodass er schlicht einige der gefährlichsten Verbrecher tötet, deren Gesichter und Namen er in den Medien aufgeschnappt hat. Dabei kommt ihm eigentlich nur einer in die Quere, und dass ist der hiesige Chefermittler L (Lakeith Stanfield)…

Kritik: Ob Fans des originären DEATH NOTE-Mangas (2003-2006) oder der seinerzeit direkt im Anschluss verwirklichten, längst mit einem enormen Kult-Status geadelten Anime-Serie (siehe Rezension) explizit darauf gewartet haben oder nicht – mit DEATH NOTE erfährt die düstere, sich um ein mysteriöses Buch aus einer Art Zwischenwelt drehende Geschichte von Tsugumi Ōba eine weitere Realverfilmung. Dieses Mal, und im Gegensatz zu den bisherigen vier Realfilmen aus Japan (siehe unter anderem hier); haben sich mit den Warner Studios erstmals die nicht unbedingt für gute Anime-Adaptionen bekannten Amerikaner an den Stoff gewagt. Eben das sieht und merkt man dem von Adam Wingard (der durch die Neuverfilmung zu BLAIR WITCH bekannt geworden ist) gedrehten Film auch direkt an – was noch nicht zwingend als Qualitätsmerkmal interpretiert werden muss, aber doch schon die ungefähre Marschrichtung vorgibt.

Anders gesagt: es sei den Amerikanern durchaus gegönnt, dass sie hier ihre ganz eigene Version von DEATH NOTE auf die Beine gestellt haben – und schon der Auftakt des Films respektive die ausführlichen Intro-Szenen mit Ansichten einer Highschool, des hiesigen Football- sowie Cheerleading-Teams und allerlei amerikanischen Gesichtern auch mit Nachdruck darauf aufmerksam machen. Selbst die zugegebenermaßen recht unglückliche Besetzung des wichtigen Charakters L durch den farbigen und auch sonst eher unpassend wirkenden Darsteller Lakeith Stanfield markiert so gesehen keines der Hauptprobleme des neuen, durch und durch amerikanischen DEATH NOTE-Films – der sich seine größten Fehlgriffe vielmehr in der letztendlich doch auffallend unstimmigen inhaltlichen und atmosphärischen Portierung leistet.

Das besondere, und gewissermaßen auch fatale dabei ist; dass es zur Feststellung dieser Mängel erst gar keines intensiveren DEATH NOTE-Vorwissens bedarf – mit einem kleinen aber feinen Unterschied. So werden komplette Franchise-Neueinsteiger vielleicht nicht genau wissen oder benennen können, was dem neuen DEATH NOTE-Film fehlt – während Kenner der Vorlagen immer wieder darauf hingewiesen werden, wie viel Potential hier letztendlich verschenkt wurde. Sei es der plötzlich eher weichgespülte Charakter der eigentlich ebenso hoch intelligenten wie skrupellosen Hauptfigur Light, die perfiden Katz- und Mausspiele zwischen ihm und der durch den weltfremd agierenden Chefermittler L verkörperten Gegenseite; oder der schier unglaubliche Spannungsbogen hinsichtlich des geschickt hinausgezögerten Finales, welches man zumindest im Anime kaum vorhersehen kann – die Amerikanische Realverfilmung von DEATH NOTE lässt hinsichtlich der Darstellung dieser Kernkompetenzen einiges vermissen, oder stellt sie lediglich äußert vereinfacht und in einem regelrechten Schnelldurchlauf dar.

Sicher, es mag nicht leicht gewesen sein den doch recht ansehnlichen Umfang der Vorlagen in ein handelsübliches Filmformat zu verfrachten – doch ein wenig mehr Fingerspitzengefühl hätte man dabei schon an den Tag legen können. Oder aber, und um es einmal gewagt auszudrücken: den Mut, zumindest die unvorbereiteten Zuschauer im schlimmsten Fall dezent zu überfordern. Dieses Wagnis sind die Verantwortlichen allerdings nicht eingegangen. Im Gegenteil: trotz der guten und spannenden Grundidee kommt die amerikanische DEATH NOTE-Verfilmung wie ein relativ typischer Teeniefilm oder auch Highschool-Thriller mit entsprechend bekannten Elementen daher, bei dem selbst die überraschend heftigen Splatter-Szenen nicht für viel Aufsehen sorgen können. Und schon gar nicht die Inhalte oder Charaktere, die hier auf das absolut nötigste reduziert wurden – und so erst gar keinen Vergleich zur Vielschichtigkeit und Intensität der Anime-Serie zulassen.

Auch in Bezug auf die handwerklichen und technischen Aspekte kann das Urteil eigentlich nur zwiespältig ausfallen, wofür schon die allgemein schwierige Darstellung des Todesgottes oder auch Shinigamis Ryuk spricht. Tatsächlich muten dessen Rückansicht und Silhouette ordentlich gruselig an – aber eben nicht die gerne mal direkt gezeigte Front respektive Gesichtspartie mit ihrem arg künstlichen Anstrich. Immerhin, und so gesehen: im Gegensatz zu den billig-plump wirkenden CGI-Eskapaden der japanischen Realfilme ist hier schon eine kleine Qualitätssteigerung erkennbar. In Bezug auf die Darsteller gilt es, ähnlich schwankendes festzuhalten. Der einst durch eine Kinderband (THE NAKED BROTHERS BAND) bekannt gewordene Nat Wolff beispielsweise ist grundsätzlich eine positive Überraschung – auch wenn er die Aufgabe, den Charakter von Light sinngemäß darzustellen; auch aufgrund des Drehbuchs schlicht unmöglich stemmen kann. Während die Kameraführung, die Wahl der Schauplätze und das das Setdesign inklusive der durchdachten Beleuchtung weitestgehend stimmig ausfallen; haben sich die Macher aber spätestens mit dem Soundtrack einen echten Fauxpas geleistet. Schließlich hätte man kaum noch unpassendere und noch aufdringlicher inszenierte Poprock-Titel wählen können als beispielsweise in Bezug auf die spätere Riesenrad-Szene.

Schlussendlich: mit der 2017’er Version von DEATH NOTE sind die Verantwortlichen ein Wagnis eingegangen. Ein Wagnis, dass es so allerdings schön öfter gab – und in nur selten wirklich zufriedenstellenden Fernost-Portierungen mündete, sei es in Bezug auf Manga-, Anime- oder Realfilmadaptionen. Daran ändert auch der neue DEATH NOTE-Film nichts – der alles andere als ein Meilenstein geworden ist, andererseits aber auch noch viel ärger hätte ausfallen können. Dennoch, selbst im besten Fall reicht es hier nur für eine eher besondere respektive indirekte Daseinsberechtigung – die darin besteht, zufällig geköderte Franchise-Neueinsteiger für die zugrundeliegenden Vorlagen zu sensibilisieren.

Bilder / Promofotos / Screenshots: © Netflix / James Dittiger

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„DEATH NOTE Minus DEATH NOTE, oder: es ging schief, was schief gehen musste.“

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