Metal-CD-Review: DRAKKAR – Cold Winter’s Night (EP, 2018)

Alben-Titel: Cold Winter’s Night (EP)
Künstler / Band: Drakkar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 27. April 2018
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: My Kingdom Music

Alben-Lineup:

Dario Beretta – Guitars
Davide Dell’Orto – Vocals
Emanuele Laghi – Keyboards
Simone Pesenti Gritti – Bass
Daniele Ferru – Drums
Marco Rusconi – Guitars

Track-Liste:

1. Cold Winter’s Night (04:26)
2. Black Sails (04:48)
3. Leviathan Rising (Death from the Depths Part 1) (04:49)
4. Invincible (live) (04:31)

Neues Jahr, neues Glück – vielleicht ja auch für DRAKKAR ?

Man kann es nicht von jeder Band behaupten, in diesem Fall aber stimmt es: wer DRAKKAR nicht kennt, hat etwas verpasst. Und das selbst in Anbetracht der Tatsache(n), dass nicht alle Alben der schon seit 1995 aktiven Italiener Gold waren, die Band ab 2002 in einen längeren Winterschlaf verfiel – und das letztaktuelle Studiowerk RUN WITH THE WOLF (siehe Review) dezent mit den bis dato an den Tag gelegten Traditionen brach. Nun aber sind schon wieder gute drei Jahre vergangen – und DRAKKAR sind sowohl mit einem veränderten Lineup (2017 kamen drei neue Mitglieder) als auch mit einer neuen EP am Start. Zwar beinhaltet diese nur vier beziehungsweise drei (abzüglich der Live-Version) vollwertige neue Titel – und doch ist es spannend zu erfahren, was die einst mit Hymnen wie ERIDAN FALLS (vom Album GEMINI, siehe Review) so manche Hütte abreißenden Musiker da im Gepäck haben.

Unglücklicherweise aber erfolgt die relative Ernüchterung schnell – und das nicht nur, da sich DRAKKAR in Bezug auf die als Videosingle ausgekoppelte Halbballade COLD WINTER’S NIGHT, das etwas flottere BLACK SAILS sowie das grundsätzlich kräftige LEVIATHAN RISING niemals wirklich aus dem Vollen zu schöpfen scheinen. Nein, denn weitaus gravierender wirkt sich ein gänzlich anderes und so nicht unbedingt erwartetes Problem aus – das klar auf die Warte des allgemeinen DRAKKAR-Sounds zu beziehen ist. Zum einen, und das ist einfach nicht zu verhehlen; klingt die EP einfach nicht gut respektive sonderlich überzeugend. Seien es der ebenso schroffe wie merkwürdig gekünstelt klingende Sound der Gitarren, der kaum hörbare Bass oder die hie und da eingespielten Keyboard-Elemente im organischen Retro-Stil – in klanglicher Hinsicht wirklich rund und ausgegoren wirkt das hier präsentierte Material nicht.

Zum anderen, und auch das eines der größeren potentiellen Mankos; wirkt insbesondere der hiesige Frontmann Davide Dell’Orto relativ angestrengt. In Anbetracht seiner recht drucksigen, rauen und ungestümen Herangehensweise von einem akustischen Genuss zu sprechen, trifft es jedenfalls nicht wirklich. Anders gesagt: sollten DRAKKAR so auch auf einem möglicherweise demnächst kommenden Album agieren, könnte sich nach einer so sicher nicht gewollten hörerseitigen Anstrengung schnell Ernüchterung einstellen. Immerhin: zugute halten kann man den Italienern weiterhin, dass sie es nicht verlernt haben potentiell wirksame Songs zu schreiben. Mit ein wenig mehr Arbeit und Herzblut sollte also noch weitaus mehr drin sein… hoffentlich.

Absolute Anspieltipps: /


„Eine kurze und leider nicht ausreichend überzeugende EP.“

Metal-CD-Review: DRAKKAR – Run With The Wolf (2015)

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Alben-Titel: Run With The Wolf
Künstler / Band: Drakkar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 16. März 2015
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: My Kingdom Music

Alben-Lineup:

Dario Beretta – Guitars
Corrado Solarino – Keyboards
Davide Dell’Orto – Vocals
Simone Cappato – Bass

Track-Liste:

1. Rise of the Dark Lords (01:24)
2. Under the Banners of War (04:47)
3. Run with the Wolf (04:23)
4. Watcher on the Wall (04:31)
5. Ride the Storm (04:35)
6. Burning (04:50)
7. Southern Cross (04:09)
8. Gods of Thunder (05:13)
9. Invincible (04:33)
10. Call of the Dragonblood (07:01)

Wer ist hier der Wolf, und wer der Gejagte ?

DRAKKAR ist eine seit 1995 bestehende Power Metal-Combo aus Italien. Eine, die nach ihrer Blütezeit um die Jahrtausendwende plötzlich von der Bildfläche verschwunden war – und erst mit dem 2012’er Album WHEN LIGBHTNING STRIKES (Review) ein durchaus fulminantes Comeback feierte. Dieses Mal hat es glücklicherweise nicht ganz so lange gedauert, bis die Italiener wieder mit einem Album von sich hören ließen – RUN WITH THE WOLF heißt der neueste, 10 Titel starke Ableger in der Diskografie. Mit diesem Werk scheinen die Jungs sich und ihrem bisherigen Werdegang auch treu zu bleiben – die ganz große Überraschung fällt aus; dafür gibt es eine potentiell hochkarätige Mischung aus fetzig-schroffen Soundelementen a’la RAZORBLADE GOD und auch schon auf WHEN LIGHTNING STRIKES vertretenen Eindrücken einer gleichermaßen Hymnen-produzierenden wie das Genre an seiner Basis bedienenden italienischen Band. So werden nicht nur explizite Fans eines Power Metal der Marke Italy voll auf ihre Kosten kommen – sondern auch all jene, die sich seit jeher der europäischen Spielart im allgemeinen zugetan fühlten.

Dennoch ist etwas anders an und auf RUN WITH THE WOLF – vermutlich wäre hier hauptsächlich der Fakt zu nennen, das DRAKKAR etwas gemäßigter an Werk gehen. Das bedeutet in erster Linie, dass das Tempo eher gedrosselt erscheint – viele der auf dem Album enthaltenen Nummern präsentieren sich als kraftvolle Midtempo-Stampfer. Auch das gelingt den Italienern recht gut – zumal hier und da doch noch die nötigen Uptempo-Passagen eingebaut werden und das Ganze zusätzlich zu den ohnehin starken Riffs noch etwas Bumms bekommt. Ebenfalls neu, respektive so stark wie nie zuvor vertreten sind allerlei Keyboard-Elemente – die dem Ganzen einstweilen einen dezent Retro-lastigen Anstrich verpassen; wie etwa im Titeltrack RUN WITH THE WOLF. Im Gegensatz zum bärenstarken Vorgänger aber ist in diesem Fall nicht alles Gold, was glänzt – was doch etwas überraschend ist.

Beispielsweise wird der nun noch etwas schroffere Leadgesang von Davide Dell’Orto nicht jedermann zusagen. Im besten Fall könnte man ihn als markant, rau und kräftig bezeichnen; im schlimmsten als angestrengt und dezent nervig – zumal seine Performance mit nur wenigen Variationen ausgestattet ist. Immerhin bleibt es bei dem Vorteil, dass es sich eben nicht um einen typischen, klischeehaft agierenden Frontmann handelt. für Freunde einer etwas härteren Gangart respektive eines etwas aggressiveren gesanglichen Anstriches könnte DRAKKAR’s Frontmann daher genau das richtige sein – doch wer es eher melodisch oder auf eine wie-auch-immer geartete Weise emotional mag; der wird hier in die Röhre gucken. Ebenfalls nicht ganz so gut ausgefallen sind die einstweilen in den Ohrwurm-tauglichen Refrains anberaumten Chorgesänge – die erschreckend platt und nach einer Hinterhof-Laune klingen. Das konnten DRAKKAR schon wesentlich besser, selbst auf ihren früheren bzw. ersten Alben. Und auch Experimente wie das volkstümliche SOUTHERN CROSS wirken eher bemüht und fremdartig, als dass sie wirklich zünden.

RUN WITH THE WOLF wird damit vornehmlich Freunde einer etwas härteren Gangart des italienischen Power Metal zufriedenstellen – doch wer erwartet hier eine Fortsetzung zu WHEN LIGHTNING STRIKES serviert zu bekommen, könnte enttäuscht werden. Dafür wirkt das vorliegende Album einfach zu wenig variabel, zu wenig aussagekräftig und eventuell auch etwas zu beliebig. Da werden sich DRAKKAR in Zukunft etwas mehr einfallen lassen müssen, insbesondere wenn sie mit anderen direkten oder indirekten Konkurrenten wie DERDIAN mithalten wollen. Denn jene potentielle Vergleichscombo hat sich vor allem mit ihren letzten beiden Alben derart gemausert, dass RUN WITH THE WOLF dagegen nur wie ein laues Lüftchen wirkt und klingt.

Absolute Anspieltipps: UNDER THE BANNERS OF WAR, WATCHER ON THE WALL, BURNING


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„Trotz der aufgefahrenen metallischen Schlagkraft lässt dieses Release etwas vermissen.“

Metal-CD-Review: DRAKKAR – Classified (EP, 2007)

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Alben-Titel: Classified
Künstler / Band: Drakkar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: März 2007
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Magic Mushrooms

Alben-Lineup:

Dario Beretta – Guitars
Corrado Solarino – Keyboards
Davide Dell’Orto – Vocals
Simone Cappato – Bass
Giulio Capone – Drums

Track-Liste:

1. Killer Elite – (03:59)
2. Nights in the City of Vice (05:01)
3. A Sacrifice of Angels (04:44)
4. The Scarlet Legacy of Speed (04:28)

DRAKKAR’S Ausflug in ungewohnte Gefilde.

DRAKKAR ist eine gar nicht mal so bekannte und deswegen häufig zu Unrecht unterschätze Power Metal-Formation aus Italien. Eine, die bereits seit 1995 unterwegs ist; ihre eigentliche Blütezeit aber erst in den Jahren um die Jahrtausendwende herum hatte. In dieser Zeit entstanden auch die ersten drei mehr als soliden Alben der Band, QUEST FOR GLORY (Review), GEMINI (Review) und RAZORBLADE GOD (Review). Danach, beziehungsweise nach dem Jahre 2002 wurde es dann plötzlich still um die Combo – und das, obwohl mit Davide Dell’Orto erst kurz zuvor ein neuer und ambitionierter Leadsänger verpflichtet wurde. Und so sollten weitere 5 Jahre vergehen, bis plötzlich CLASSIFIED erschien – eine EP, die mit Ach und Krach als solche bezeichnen könnte; beläuft sich ihre Spielzeit auf gerade einmal 18 Minuten.

Doch das ist nicht das einzig verwunderliche an dieser aus dem Rahmen fallenden Veröffentlichung – auch die eingeschlagene Marschrichtung hinsichtlich der Spielart ist in diesem Fall eine etwas andere. Eine, die man so nicht unbedingt von DRAKKAR hat erwarten können, erst Recht nicht nach den drei doch recht gradlinigen und kräftigen Power Metal-Releases aus den Jahren zuvor. Man könnte oder sollte den Titel CLASSIFIED also vielleicht tatsächlich wortwörtlich nehmen – und das hier angebotene Material als solches einstufen, das unter anderen Umständen niemals das Licht der Welt erblickt hätte. So ist es auch entsprechend ungewohnt dieser bis dato unbekannten; eher groovig-rockigen und zumindest gefühlt direkt den 80ern entsprungenen Seite von DRAKKAR zu lauschen – wobei insbesondere der mit Synthie-Klängen unterlegte Opener KILLER ELITE einige Zeit braucht um zu zünden. Immerhin: zumindest das flotte Tempo und der reine Klang der Riffs lassen keinen Zweifel zu, dass es sich hier zweifelsfrei um DRAKKAR handelt.

Während der Folgetrack NIGHTS IN THE CITY OF VICE diese Ambitionen nur noch weiter unterstützt, und sich als feucht-fröhlicher Midtempo-Stampfer im besten 80er-Jahre-Gewans präsentiert (und dabei eigentlich im Bereich des AOR zuhause ist) geht es mit A SACRIFICE OF ANGELS und speziell THE SCARLET LEGACY OF SPEED schon wieder etwas kräftiger zu. Interessant ist, dass vor allem der letztgenannte Rausschmeißer unweigerlich an die Anfangszeiten einer Band wie BLIND GUARDIAN erinnert – und entsprechend rau und schmackig dargeboten wird. Neu ist das Ganze also nicht, aber immerhin anständig präsentiert.

Die CLASSIFIED-EP ist damit problemlos eines der kurioseren Releases in der nicht immer gradlinigen Diskografie von DRAKKAR. Und auch wenn sie nicht als besonders gehaltvoll eingestuft werden kann; so füllt sie doch die ewige Lücken zwischen RAZORBLADE GOD aus dem Jahre 2002 und der fulminanten Band-Rückkehr in From von LIGHTNING STRIKES (2012, Review). Fans der Band, die Wert auf Vollständigkeit legen kann sie also getrost ans Herz gelegt werden – alle anderen dürfte dieses kurze musikalische Zwischenspiel eher kalt lassen; trotz der recht lockeren und spielerischen Auslotung verschiedener Genres.

Absolute Anspieltipps: KILLER ELITE, A SACRIFICE OF ANGELS, THE SCARLET LEGACY OF SPEED


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„Eine spannende, aber viel zu kurze und zusammenhanglose EP einer zweifelsohne talentierten Band.““

Metal-CD-Review: DRAKKAR – Razorblade God (2002)

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Alben-Titel: Razorblade God
Künstler / Band: Drakkar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: April 2002
Land: Italien
Stil / Genre: Heavy Power Metal
Label: Dragonheart Records

Alben-Lineup:

Dario Beretta – Guitars
Corrado Solarino – Keyboards
Davide Dell’Orto – Vocals
Christian Fiorani – Drums
Daniele Persoglio – Bass

Track-Liste:

1. Razorblade God (05:23)
2. Man and Machine (04:36)
3. To the Future (04:49)
4. Inferno (04:55)
5. The Matrix (05:18)
6. Galadriel‘ Song (04:22)
7. Lo Shan Shen Long Pa (05:05)
8. The Next Generation (05:08)
9. Witches‘ Dance (05:56)
10. Kingdom of Madness (Magnum cover) (06:09)

Die Verpackung ist noch lange kein Hinweis auf den Inhalt. Oder… ?

Wahrlich, mit dem Cover-Artwork zu RAZORBLADE GOD werden die italienischen Power Metaller von DRAKKAR definitiv keinen Blumentopf gewinnen. Doch es sollte bekanntlich eher um das gehen, was drin ist – und das ist in erster Linie ein Sound, der sich im Vergleich zum direkten Vorgängeralbum GEMINI (Review) weiterentwickelt; oder zumindest hörbar verändert hat. Das wiederum liegt vor allem an einem einschneidenden Besetzungswechsel, denn: für den ehemaligen Leadsänger Luca Cappellari kam Davide Dell’Orto, der so ziemlich das absolute Gegenteil von dem darstellt was sein Vorgänger verkörperte. Das waren vor allem Genre-typische Gesänge in den höchsten Lagen, endlose Power Screams – und auch mal so manch wackelige Darbietung in etwaigen ruhigeren Momenten. All das waren Elemente die zweifelsohne nicht jedermann zugesagt; aber immerhin maßgeblich zum bisherigen Gesamtbild der Band im qualitativ oberen Mittelfeld beigetragen haben.

Nun aber sieht es etwas anders aus: Davide Dell’Orto hat eine wesentliche tiefere, rauere und wenn man so will auch männlichere Stimme – was an und für sich gut ist und dem neuen DRAKKAR-Sound eine schön geerdete Note verpasst. Doch scheint es, als würde auch er noch nicht so (stil-)sicher vorgehen wie er es vermutlich könnte – bereits der Opener und Titeltrack RAZORBLADE GOD ist ein gutes Beispiel dafür. Während im Refrain alles stimmt (auch, da es erfrischend klingt einmal einen tieferen Leadsänger von einem mehrstimmigen Gesang begleitet zu wissen) sieht es in den Strophen eher düster aus – er scheint die einzelnen Noten geradezu aus sich herauszupressen, was eher nach einer merkwürdigen Form der Anstrengung als nach einer sicheren Gesangsleistung klingt. Das ist auch der Fall, wenn er sich (seltenerweise) einmal in höhere Lagen vorwagt – dann wirkt das Ganze noch gezwungener. Glücklicherweise gilt das nicht unbedingt für das gesamte Album – sodass auch er durchaus seine glanzvollen Momente hat.

Analog zum nun merklich raueren Leadgesang hat man auch hinsichtlich des Riffings und des allgemeinen Gitarrensounds angezogen – dieser klingt nun ebenfalls etwas schroffer, hie und da schon fast trashig angehaucht (wie in TO THE FUTURE) – dem gegenüber steht allerdings noch immer das schon zuvor immer wieder gerne verwendete Keyboard. Das Ergebnis ist eine interessante Symbiose aus härteren und das Ganze dezent auflockernden Elementen, die größtenteils aufgeht und es schwierig macht das Album nur noch in einzelne Genre-Schublade zu stecken. Sicher fungiert das Ganze noch immer unter dem Oberbegriff des Power Metal – doch dieses Mal führen das härtere Soundgewand, die lose Orientierung an der Metal-Szene der 80er-Jahre und ein teils progressiver Anspruch DARKKAR eher hin zum Sound der NWOBHM.

Besonders gut funktioniert der neue Ansatz immer dann, wenn noch einige der typischen alten DRAKKAR-Soundelemente durchklingen – und man dem Hörer beispielsweise einige besonders schmackig-eingängige Refrains wie in RAZORBLADE GOD, MAN AND THE MACHINE oder TO THE FUTURE präsentiert. Bleiben derlei Elemente vollständig aus, wie beispielsweise in INFERNO (das stark auf das Keyboard setzt) oder THE MATRIX, fällt die Gewöhnung schon wesentlich schwerer – auch, da hier etwaige Abmischungs-Faktoren nicht vollständig ausgereift erscheinen. Überhaupt wirkt das Album nicht sonderlich gut produziert – insgesamt klingt das Ergebnis etwas zu sauber und glattgeschliffen, während der Gesang offenbar hier und da mit gewissen Effekten versehen wurde beziehungsweise schlicht nicht immer natürlich klingt.

Etwas überraschend kommt dann eine Nummer wie GALADRIEL‘ SONG daher – die mit ihrem rein akustischen und fantastischen Anspruch nicht so recht zu diesem Album, beziehungsweise dieser Titel-Position im Mittelfeld passen will. Dennoch handelt es sich um eine vergleichsweise starke Ballade mit Tiefgang – auch wenn der Leadgesang auch hier nicht das gelbe vom Ei ist. Der nächste interessante Kandidat ist dann THE NEXT GENERATION – der einerseits eine typisch voranpreschende Power Metal-Nummer ist, andererseits aber einige interessante instrumentale Komponente ins Feld führt. Auch WITCHES DANCE mit seinem furiosen Bass-Auftakt, seinen verzierenden Keyboard-Elementen und seiner ganz speziellen Rhythmik lassen einen schnell aufhorchen – DRAKKAR gehen auf RAZORBLADE GOD wesentlich mutiger vor als noch zuvor, und sorgen so für allerlei frische, wenn nicht gar noch nie dagewesene Soundeindrücke. Doch sind die Überraschungen erst mit dem Rausschmeißer KINGDOM OF MADNESS vorüber – hier präsentiert sich die Band einmal mehr in einem Soundgewand, welches man nicht unbedingt von ihr erwartet hätte. Das Ergebnis klingt aber dennoch verdächtig gut – wohl auch, da es an alte Glanzzeiten des (Heavy) Metals erinnert und vielleicht als eine Art Reminiszenz gesehen werden kann.

Schlussendlich: DRAKKAR sind auf ihrem RAZORBLADE GOD eigentlich kaum wiederzuerkennen – ob das gut oder schlecht ist, muss ein jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist, dass das neue Soundgewand der Band interessant ist und sich zu entdecken lohnt – und das Album vor allem im Mittelteil noch einmal ordentlich anzieht. Vorbei sind die Zeiten des typisch-hymnischen, italienischen Bombast-Power-Metals – DRAKKAR geben sich hier so experimentierfreudig und vielseitig wie noch nie zuvor, und durchbrechen damit so manch gedachte Genre-Grenze. Wenn nun noch die Produktion etwas stimmiger ausfällt, sich Sänger Davide Dell’Orto noch ein wenig mehr ins zeug legt (oder gerade nicht, sodass mehr Lockerheit in seine Darbietung kommt) – dann steht einer glorreichen Zukunft von DRAKKAR nichts mehr im Wege.

Absolute Anspieltipps: MAN AND THE MACHINE, TO THE FUTURE, GALADRIEL‘ SONG, THE NEXT GENERATION


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„Nicht perfekt, aber merklich anders und vor allem härter als die Vorgänger – und somit enorm erfrischend.“

Metal-CD-Review: DRAKKAR – Gemini (2000)

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Alben-Titel: Gemini
Künstler / Band: Drakkar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: März 2000
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Dragonheart Records

Alben-Lineup:

Luca Cappellari – Vocals
Eleonora Ceretti – Keyboards
Alessandro Ferraris – Bass
Christian Fiorani – Drums
Dario Beretta – Guitars

Track-Liste:

1. Beginning (intro) (01:34)
2. Eridan Falls (05:49)
3. Pure of Heart (04:30)
4. Soldiers of Death (06:09)
5. The Climb (05:29)
6. The Voice of the Wind (06:39)
7. Dragonship (05:13)
8. The Secret (05:19)
9. Until The End (10:57)
10. Death of Slayn (01:12)
11. The Price of Victory (04:37)

Die ‚Quest‘ hat ein Ende – DRAKKAR sind angekommen.

GEMINI ist das zweite offizielle Studioalbum der italienischen Power Metal-Formation DRAKKAR – die erst kurz zuvor mit ihrem Debütwerk QUEST FOR GLORY (Review) für Aufsehen gesorgt hatte. Nun also würde sich zeigen, ob die Band über ausreichend Ideen verfügt um mit der aufstrebenden italienischen Konkurrenz (auch der Label-internen, siehe z.B. DOMINE) mithalten können. Das Ergebnis ist dabei nicht wirklich überraschend; was vermutlich bereits ein Blick auf das herrlich kitschige Artwork des Albums aufzeigt – doch zeigt sich, dass sich DRAKKAR im Vergleich zu ihrem Vorgänger durchaus weiterentwickelt haben. Ob zum guten oder schlechten; daran werden sich indes die Geister scheiden.

Aber: wo sich zuvor die besonders markanten Stärken und Schwächen der Band oftmals gegeneinander ausgespielt haben, präsentiert sich nun – und immerhin – ein etwas stimmigeres und vor allem auch stilsicheres Ganzes. Selbst der Leadsänger Luca Cappellari scheint noch einmal an sich gearbeitet zu haben, und präsentiert sich nun ein stückweit treffsicherer – auch wenn er sich noch immer in schwindelerregende Höhen vorwagt und das Album so beinahe automatisch zu einem Problemkind für all jene macht, die allgemein weniger mit einem Power Metal der typisch italienischen Spielart anfangen können.

Doch gibt es noch immer ausreichend interessierte, dich sich nur allzu gern von einem leicht kitschigen, in vielerlei Hinsicht typischen Sound wie dem von DRAKKAR mitreißen lassen – und warum das so ist oder sein könnte, zeigt bereits der Opener ERIDAN FALLS auf. Der folgt gleich nach dem eher zu vernachlässigenden, da viel zu künstlich klingenden symphonischen Intro – und ist eine Power Metal-Hymne, wie sie im Buche steht. Sicher geht es rein textlich nicht allzu anspruchsvoll zu – doch die geballte Kraft der Instrumentierung und der kongeniale Refrain werden dafür sorgen; dass niemand still auf seinem Sitzplatz verharren wird. Ganz anders sieht es dagegen mit einer Nummer wie PURE OF HEART aus – die aufzeigt, dass die Musik von DRAKKAR noch immer mittelschweren Qualitätsschwankungen ausgesetzt ist. Denn wann immer es etwas langsamer, ruhiger und vielleicht auch balladesker zugeht machen sie sich wieder bemerkbar, die schon auf dem Debüt vorhanden Schwächen – die sich vor allem im Leadgesang niederschlagen. Der wird in solchen Fällen eben nicht mehr von einer bombastischen Soundkulisse aufgefangen, sondern steht an vorderster Front – was sich eher nachteilig auswirkt.

Glücklicherweise aber besteht GEMINI vor allem aus regelrechten Haudrauf-Nummern mit einem stark nach vorn preschenden Anspruch. Seien es das von einer kurzen Akustik-Passage eingeleitete THE VOICE OF THE WIND, das mächtige DRAGONHSIP oder das kleine Epos UNTIL THE END – DRAKKAR geben sich hier stets schön stampfend und mit einem Fokus auf ihre Stärken, die klar im Bereich des Drummings und der Gitarren liegen. Keyboard-technisch geht es dieses Mal schon wesentlich bunter zu als noch auf dem Debüt – was man mit gemischten Gefühlen betrachten wird. Zwar werden die hier und da eingeworfenen Elemente die allgemeine Soundkulisse auf, doch oftmals klingen sie einfach nicht gut – das heißt viel zu plump oder künstlich, wie eben auch des öfteren in UNTIL THE END.

DRAKKAR haben sich mit ihrem GEMINI aber durchaus weiterentwickelt – was sich vor allem in der Tatsache widerspiegelt; dass ihnen wesentlich schmackigere, Genre-Fans direkt ansprechende Nummern mit einer erhöhten Hymnen-Tauglichkeit gelungen sind. Allein das starke ERIDAN FALLS steht hier stellvertretend für den kämpferischen Anspruch des Albums. Doch hinsichtlich der offensichtlichen Schwächen der Band hat sich nicht allzu viel getan: der Leadgesang erweist sich nach wie vor als das störendste Element, und einen wie auch immer gearteten Originalitäts-Faktor muss man mit der Lupe suchen.

Absolute Anspieltipps: ERDIDAN FALLS, SOLDIERS OF DEATH, THE VOICE OF THE WIND


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„Kitschiger als das Debüt – aber trotz offensichtlicher Schwächen immer wieder beeindruckend.“

Metal-CD-Review: DRAKKAR – Quest For Glory (1998)

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Alben-Titel: Quest For Glory
Künstler / Band: Drakkar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 1998
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Dragonheart Records

Alben-Lineup:

Dario Beretta – Guitars
Christian Fiorani – Drums
Alex Forgione – Bass
Luca Cappellari – Vocals

Track-Liste:

1. Welcome on Board (01:58)
2. Coming from the Past (06:00)
3. Dragonheart (05:33)
4. Follow the Prophet (06:15)
5. Under the Armor (05:37)
6. The Walls of Olathoe (13:59)
7. Wings of Fire (05:04)
8. Morella (07:08)
9. Quest for Glory (Valhalla) (08:09)
10. Raising the Banners (05:06)
11. Towards Home (00:54)

Auf den Spuren von HELLOWEEN Und Co.

DRAKKAR ist nicht nur eine altmodische Bezeichnung für ein spezielles Wikingerschiff, sondern auch der Name gleich mehrerer Heavy Metal-Bands. Die heute behandelte wurde im Jahre 1995 gegründet, und stammt aus dem Herzen Italiens – und ist daher nicht zu verwechseln mit den seit 1983 bestehenden DRAKKAR aus Belgien. Nach zwei ersten Demos erschien 1998 das Debütalbum QUEST FOR GLORY unter DRAGONHEART RECORDS, die zur beinahe gleichen Zeit auch die italienische Band DOMINE unter Vertrag genommen hatten. Tatsächlich markieren DRAKKAR’S QUEST FOR GLORY, DOMINE’S CHAMPION ETERNAL und nicht zuletzt die ersten handfesten Ambitionen von RHAPSODY die ersten Momente einer neuen, innovativen Blütezeit des guten alten Power Metal made in Italy – eine, die bis heute anhalten sollte und gleichermaßen neue Genre-Fans wie diesbezügliche Verächter hervorgebracht hat. Schließlich sollte in jenen Zeiten nicht nur ein neuer, stark europäisch geprägter Power Metal mit einem stark nach vorn preschenden Anspruch entstehen – sondern auch eine neue Definition des Kitsches und die Frage nach dem, mit welchen neuen Kniffen man einen traditionellen Power Metal der Marke HELLOWEEN noch ausschmücken könnte ohne sich zu wiederholen.

Dabei ist die Herangehensweise wie sie auf QUEST FOR GLORY dargestellt wird eine gleichermaßen simple wie wirkungsvolle: statt auf potentielle neue Zutaten zu setzen, besteht das Album aus zutiefst gradlinigen, angenehm rauen Nummern die fast vollständig ohne den Einsatz eines Keyboards auskommen. Stattdessen gilt das wohl größte Augenmerk den Gitarren und den schwungvollen, größtenteils explizit hymnischen Melodien. Dass man dabei oft extrem an potentiellen Vorbildern wie HELLOWEEN oder GAMMA RAY schrammt, stört nicht wirklich – auch wenn es mitunter sehr auffällig ist (man vergleiche nur einmal COMING FROM THE PAST mit HELLOWEEN’s GUARDIANS). Für den, man nenne ihn typisch italienischen Faktor sorgt dann der zumeist hohe Leadgesang von Luca Cappellari – der leider nicht zu dem Besten gehört was das Genre jemals hervorgebracht hat. Das Problem scheint hier klar in den höheren Lagen zu liegen, in denen er viel zu unsicher, wacklig und vielleicht auch etwas aufdringlich klingt – was absolut nicht der Fall ist wenn er sich in eher tieferen Lagen (wie beispielsweise im Titeltrack) bewegt.

Ein weiterer potentieller Knackpunkt des Albums ist ebenfalls mit dem beileibe nicht perfekten Leadgesang in Verbindung zu bringen – QUEST FOR GLORY ist einfach nicht perfekt, und das in vielerlei Hinsicht. Einerseits kann gerade jener Eindruck eines ungeschliffenen Rohdiamanten der schön rauen, Riff-lastigen und des öfteren von einem Double-Bass-Dauerfeuer getragenen Instrumentalkulisse einen zusätzlichen Reiz verpassen – doch andererseits fehlt es dem allgemeinen DRAKKAR-Sound einfach an Druck. Das Drumming klingt einstweilen eher künstlich, der Bass kommt so gut wie überhaupt nicht zum Tragen, der Leadgesang ist recht schief und in gerade den hohen Lagen wackelig – hinzu kommen die manchmal etwas merkwürdigen Refrains mit ihren deplatzierten Keyboard-Elementen. Die Entschädigung folgt hier immer wieder in Form von eingestreuten Soli-Parts – die wahnsinnig Laune machen und aufzeigen, dass DRAKKAR mit ihren Instrumenten umgehen können; durchaus auch im Akustik-Bereich. Doch ob das wirklich ausreicht, um ein Album wie dieses zu stemmen bleibt fraglich.

Denn auch sonst reicht die Qualität der dargebotenen Nummern nicht aus, um DRAKKAR klare Alleinstellungsmerkmale zu verpassen. So wird es vor allem der durchaus noch speziellere Sound der Gitarren sein, der in den Köpfen hängenbleibt – doch abgesehen davon gibt es nicht allzu viel zu holen. Insbesondere die Refrains, von denen man erwarten könnte dass sie noch einiges rausreißen – und sei es aufgrund ihrer schieren Hymnen-Haftigkeit und des Mitnick-Faktors – sind eher schwach und nicht immer mit wohlklingenden Zusatz-Elementen ausstaffiert (ein etwas plumper Chorgesang hier, einige arg künstliche Keyboardlinien dort). In jedem Fall sollte man anmerken, dass das Album vor allem im Mittelteil noch einmal deutlich stärker wird. Das eher langsam-stampfende, aber überraschend gute UNDER THE ARMOR; das epische – und entsprechend überlange – THE WALLS OF OLATHOE (das kurioserweise mit einem kleinen Soundelement aus Beethovens Neunter Sinfonie daherkommt) oder der mächtige Titeltrack QUEST FOR GLORY – hier fahren DRAKKAR noch einmal alle Stärken auf, und trösten somit über den etwas faden Auftakt hinwegt.

QUEST FOR GLORY ist damit durchaus ein interessantes Genre-Album und Debüt-Werk einer damals noch aufstrebenden jungen italienischen Band geworden – doch ist es nicht unbedingt die eigentliche Qualität die hier das Interesse weckt; sondern vielmehr die Tatsache dass alle Stärken und Schwächen der Band immer wieder überraschend aneinander geraten. Die Folge ist eine Ansammlung von zwar gut durchdachten und stimmig verpackten Titeln, die sich jedoch alle im Bereich eines qualitativen Mittelfelds bewegen. Anders gesagt: mit dem Leadgesang allein lässt sich in diesem Fall wahrlich kein Blumentopf gewinnen (mit Ausnahme der ungleich besseren, wie ausgewechselten Darbietung im Titeltrack), doch mit der durch die Gitarren dahingezauberte Instrumentalkulissen schon eher. Sowohl im Rhythmus- als auch Soli-Bereich gibt es hier einiges an Futter für eingefleischte Genre-Fans und solche die es werden wollen. Eine nicht perfekte, aber irgendwie doch sympathische Produktion und der teilweise doch noch zum Hörer vordringende epische Anspruch machen QUEST FOR GLORY zumindest zu einem Muss für alle Freunde des italienischen Power Metals.

Absolute Anspieltipps: UNDER THE ARMOR, THE WALLS OF OLATHOE, QUEST FOR GLORY


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„Gutes Debütalbum mit schwachem Leadgesang, aber starkem Gitarrenpart.“

Metal-CD-Review: DRAKKAR – When Lightning Strikes (2012)

Country: Italy – Style: Melodic Power Metal

The overall track-list:

Hyperspace – The Arrival
Day Of The Gods
The Armageddon Machine
In The Belly Of The Beast
Revenge Is Done
When Lightning Strikes
Winter Soldiers
Salvation
At The Flaming Shores Of Heaven
We Ride
The Awakening
My Endless Flight
Aftermath – The Departure
Engage!
New Frontier

It took about 10 years…  but now the glorious journey continues.

Foreword: Well, where will this journey probably be headed to… ? Today’s overall slogan should be ‚aim for the top‘, which is why DRAKKAR are starting off with a brand new album called WHEN LIGHTNING STRIKES. It was about time – the last official album has been released 2002. So, we as the overall fanbase of this precious Italian band can surely (and proudly) say… ‚welcome back, DRAKKAR‘ ! Although there might be some listeners that will have to get used to the band’s totally new sound and style – which is somehow different from the previous album, RAZORBLADE GOD. But, thinking about it – it has already been 10 (!) years since the last album (not counting a digital relase in between). So, let us see what they’ve prepared for us, the audience !

Review: The first thing you will hear after plugging your headphones in (at least I tend to do that, but be sure that I am using high quality one’s) is an intro called HYPERSPACE – THE ARRIVAL. This one-and-a-half minute piece sounds like an orchestration to an epic journey indeed – it has a nice soundtrack appeal and influence. And, a special musical touch that could be sorted into the overall cosmic metal-genre… just like the first seconds of DAY OF THE GODS, the second piece on this album. This rather unusual track however offers the first distinctive break in terms of the musical style – the listener will be surprised by some calm tunes delivered by an acoustic guitar, accompanied by the lead singer Davide Dell’Orto. This track, which you might rather call an interlude, is a true calm before the storm – a storm that comes in shape of THE ARMAGEDDON MACHINE. Well, it is a title that can possibly be referred to as a ‚true‘ Heavy Metal mid-tempo track. It mainly consists of slower, harder heavy metal passages, adding some short double-bass attacks every now and then. It generally is a strong track with both ‚catchy‘ and ‚true‘ elements, adding some surprises like special keyboard arrangements. It totally lives from Davide Dell’Orto’s good performance, but has one little problem which can be heard in the refrain. Right – just when a little background ‚choir‘ joins in to deliver some apocalyptic lyrics.These parts sound a little too wimpy, thinking of a 2012′ album coming straight from the Melodic Power Metal genre.

IN THE BELLY OF THE BEAST is another short interlude that doesn’t really consist of music – but a rather atmospheric approach. So, let us continue with REVENGE IS DONE instead – the first highlight of this album. Well, at first there can be a rather disharmonious impression, since the transition from the former interlude isn’t handled too well – but after a short acoustic part the track starts to flourish in terms of all elements. The riffs are surely catchy and well-played, the refrain is both epic and a little laid-back, Davide Dell’Orto’s performance is once again of a high quality – and offers a great diversion compared to many other singers in this genre. The most outstanding elements can however be found in the playful keyboard arrangements and the various points of alternations – making this track everything but a bore. Coming up next is the title track, WHEN LIGHTNING STRIKES – and guess what, it is hella epic. A continuously marching double-bass acts as the engine, harsh riffs and a very nice atmosphere are making this one an unmissable piece. I don’t know why I am reminded of TIMELESS MIRACLE’s THE RED ROSE towards minute 1.50, but this track is a true banger, no matter what. And, DRAKKAR are continuing using this approach, finally – WINTER SOLDIERS’s begin gently reminds of good ol‘ HELLOWEEN times, holding on to this ‚classical‘ Power Metal approach until a truly outstanding instrumental part is reached (2.40 and following). Now, what is going on here… ? This are DRAKKAR like we never heard them before, but they surely know how to inspire the audience. It is an absolute must to listen to this track – I have to correct myself, placing this track to the overall top and position #1 on the WHEN LIGHTNING STRIKES highlight-list.

Be sure to check out their myspace-page, too.

Time to take a deep breath – SALVATION is a piece that will invite you to do so. After a little awkward start (ambient sound from the far east) the track emerges as another smooth mid-tempo (well, maybe a little faster) banger with everything on the highest level of quality. A great refrain, interesting instrumental passages, a decent double-bass, somehow ’new‘ and fresh sounds and arrangements… there is nothing more to wish for. The same goes for AT THE FLAMING SHORES OF HEAVEN, a title that indeed is as epic as the title suggests. It is a good track, reaching an even higher level of dignity in the ending passage. Where to go, what to do – reaching this point you will certainly know that DRAKKAR rock. They manage to establish a very mentionable amount of a certain ‚epicness‘ when it comes to their overall output – just like within the mighty AWAKENING. Well and once again, the ‚choir‘ could sound way better, but the melody and the overall arrangement just leaves me stunned. And what about MY ENDLESS FLIGHT… ? You might guessed it for now, it is another highlight; it is very powerful and comes along with a stunningly beautiful refrain full of melody and epicness. Oh, this could last forever… but it seems like the journey is almost over, as THE AFTERMATH – THE DEPARTURE announces. This interlude takes on the musical mood of the opening track, adding a more orchestral touch to it. But, what a surprise… it is again time for ENGAGE! ? Indeed, this last interlude leads us to the grandé finale, the NEW FRONTIER. Ah, shivers down my back – there couldn’t have been a better piece for the overall ending. This track is a very speedful, catchy and powerful Power Metal hymn, making you think of a perfect mix of bands like LABYRINTH, CELESTY and IRON FIRE. But we are listening to DRAKKAR indeed… a band that has managed to ensure their place on the highest ranks of Power Metal, again.

Conclusion: How dare you to ‚fool‘ me like this, DRAKKAR… in the beginning (tracks 1-4) I thought of an average metal-album that would merely contain any true highlights. But what came after that, is just impossible to compare… it is just great. Tracks like WHEN LIGHTNING STRIKES, WINTER SOLDIERS, AT THE FLAMING SHORES OF HEAVEN or MY ENDLESS FLIGHT  (and last but not least, the mighty NEW FRONTIER !) could be very well referred to as ‚masterpieces‘, making this album one of 2012’s first true highlights. Any listener that is looking for a more playful Melodic Power Metal with a nice mixture of catchy keyboards, heavy guitars, outstanding and truly unique vocal performances and a general ‚epicness‘ should definitely check DRAKKAR out. They are back – and I am thankful for that. WHEN LIGHTNING STRIKES is an album that may start a little slow – but will totally blow you away after that, and the first moments of getting used to it. Hell, I never want to miss it again !

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DRAKKAR – When Lightning Strikes (Metal News)

Bandherkunft: Italien – Musikalischer Stil: (Neoclassical) Power Metal

This is our vow… We’ll never bow !

Ohne überhaupt auf die Musik selbst einzugehen hat es ja schon fast etwas episches: ganze 9 (!) Jahre sind seit dem letzten DRAKKAR-Release vergangen. Was haben die Italiener bloss in all der Zeit gemacht ? Und vor allem: haben sie dem in ihrem Land sehr präsenten Power Metal-Markt zwischenzeitlich Gehör geschenkt ? Schließlich ist in der ganzen Zeit eine Menge passiert – es gab jede Menge durchschnittliche Releases, aber eben auch waschechte Granaten, die es sofort in die weltweiten Bestenlisten geschafft haben. Werden DRAKKAR noch mit den anderen Größen der Power Metal-Szene mithalten können, werden sie eher auf Tradition oder aber auf einen ganz neuen Sound setzen ? Einige Rezensenten konnten diese Frage bereits für sich und die Welt beantworten, das gemeine Fussvolk kommt diesen Januar (am 16ten !)  in den Genuss des neuen Albums mit dem Titel WHEN LIGHTNING STRIKES.

Wie gerne erinnere ich mich da an die gute alte Zeit, in denen ein kräftiges ERIDAN FALLS durch meine Boxen rauschte… immer und immer wieder. Oder ein fulminantes THE VOICE OF THE WIND, ein brachiales DRAGONSHIP, oder… wobei, und beileibe: das tut es auch heute noch. GEMINI ist bis heute einfach das beste Werk der Band – da lasse ich mich auf keine Diskussion ein ! Aber vielleicht wird das ja mit dem kommenden Album ein klein wenig anders… mir würde es schon reichen, wenn es sich zumindest mit GEMINI messen kann. In gewissen, flexiblen Massstäben selbstverständlich – dass die Jungs nicht mehr so klingen wie damals sollte jedem klar sein. Ihre aktuelle Konkurrenz ist allerdings auch nicht von schlechten Eltern: aus Italien kam kürzlich das neueste ANICENT BARDS-Release, und aus den nordischen Gefilden das epische Mammutwerk von DRAGONLAND…

Nun, an dieser Stelle soll nun nur noch der kurze Alben-Teaser erwähnt werden… falls es auf Oliverdsw.Wordpress zu einem späteren Zeitpunkt ein ausführliche(re)s Review zum aktuellen Album der Band geben wird (was wahrscheinlich ist), wird an dieser oder anderer Stelle darauf hingewiesen. Wie immer gilt der Aufruf an alle Leser: Bewerten, Kommentieren, Abonnieren !

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