Metal-CD-Review: DRAGONFORCE – Extreme Power Metal (2019)

Alben-Titel: Extreme Power Metal
Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichung: 27. September 2019
Land: England
Spielart / Stil: Power Metal
Label: earMusic

Lineup:

Herman Li – Guitars
Sam Totman – Guitars
Frédéric Leclercq – Bass
Marc Hudson – Vocals
Gee Anzalone – Drums

Track-Liste:

1. Highway to Oblivion (06:48)
2. Cosmic Power of the Infinite Shred Machine (06:36)
3. The Last Dragonborn (06:12)
4. Heart Demolition (05:39)
5. Troopers of the Stars (05:03)
6. Razorblade Meltdown (04:45)
7. Strangers (04:29)
8. In a Skyforged Dream (04:45)
9. Remembrance Day (05:10)
10. My Heart Will Go On (Céline Dion cover) (03:24)

Wo extrem drauf steht, ist sicher auch extrem drin.

Manche, ja manche werden einfach niemals müde. So auch nicht die Jungs von DRAGONFORCE, die schon seit seit 1999 (damals noch als DRAGONHEART) unterwegs sind. Eine nennenswerte Alben-Pause gab es dabei bis heute nicht, und auch von ihrer ursprünglichen Energie scheinen sie nichts eingebüßt zu haben. In wie weit das auf das für die Band typische, gewissermaßen als Katalysator der Band fungierende Gitarren-Gefrickel von Herman Li und Sam Totman zurückzuführen ist, sei einmal dahingestellt. Wenig verwunderlich ist damit in jedem Fall, dass auch EXTREME POWER METAL als mittlerweile achtes offizielles Studioalbum der Band aus dem musikalischen Vollen schöpft – und selbstverständlich auch mit ordentlich Tempo voranprescht. In wie weit das Ganze tatsächlich eine extreme Erfahrung oder eben doch nur eine bloße Selbst-Beschreibung der Spielart der Band ist, wird sich zeigen – nur langweilig werden, das wird es wohl nicht.

So verschwenden die Engländer nicht viel Zeit, und läuten das Album sogleich mit dem Opener HIGHWAY TO OBLIVION ein – jener Nummer, die bereits vorab als (durchaus nett gestaltete) Video-Single veröffentlicht wurde. Und tatsächlich: was man hier zu hören bekommt, ist zweifelsfrei als DRAGONFORCE-Material einzustufen. Man ist geneigt zu sagen: als neues, aber eben auch recht typisches – wobei eingeschworene Fans der Combo kein Problem damit haben werden, ganz im Gegenteil. Schließlich sind alle der bisher hoch gehaltenen Trademarks der Band erneut mit von der Partie: vom recht wuchtigen Gesamteindruck über allerlei Instrumenten-Gequäle (was hier durchaus positiv gemeint ist) bis hin zum perfekt aufgehenden Wechselspiel aus getragenen und überaus flotten Momenten gibt es all das auf die Ohren, was man von der Band auch genau so erwartet hätte.

Eben auch, weil sie es einfach können. So sollte es selbst notorischen Nörglern und DRAGONFORCE-Verneinern entsprechend schwer fallen, EXTREME POWER METAL etwas vorzuwerfen – speziell in Bezug auf das an den Tag gelegte, rundum tadellose Handwerk. Seien es die schier perfekte Produktion und Abmischung (die jedes einzelne Instrument zur Geltung kommen lässt und den Gesang harmonisch einbindet), die Leistung an den Gitarren, die tollen Chöre oder der äußerst angenehme Leadgesang von Marc Hudson – EXTREME POWER METAL ist ein akustischer Genuss. Wenn, ja wenn man sich mit der Spielart der Engländer auch nur ansatzweise anfreunden kann. Doch auch diesbezüglich, und mit dem Stichwort des extremen kann – glücklicherweise – eine Entwarnung stattfinden. Denn: allzu wilde Experimente (wie etwa auf INHUMAN RAMPAGE, siehe Review) bleiben aus. Mehr noch, mit Nummern wie THE LAST DRAGONBORN, STRANGERS oder REMEMBRANCE DAY (trotz der Schmalz-Gefahr einfach nur wow) setzen DRAGONFORCE nunmehr vermehrt auf ebenso rhythmische wie hymnische Midtempo-Stampfer. Hier handelt es sich zweifelsohne um ausgewogene Nummern mit dem gewissen Etwas – was der Band allemal gut zu Gesicht steht und für Abwechslung sorgt.

Nicht zwingend neu für DRAGONFORCE, aber allemal interessant ist auch die mit Titeln wie HEART DEMOLITION offerierte musikalische Komponente irgendwo zwischen einem 80er-Hair-Metal, einem anspruchsvolleren Synth-Rock und einem griffigen Power Metal. Doch auch davon abgesehen gibt es immer wieder Highlights zu entdecken. Sei es ein überraschendes elektronisches Element hier (COSMIC POWER OF THE INFINITE SHRED MACHINE), eine folkig-traditionell anmutende Instrumentalpassage (THE LAST DRAGONBORN) dort – der weiter oben bereits eingeworfene Begriff der Langeweile hat auf einem Album wie EXTREME POWER METAL wahrlich nichts zu suchen. Glücklicherweise – schließlich hätte man genauso gut erwarten können, dass es die Engländer eher gleichförmig angehen; und schlicht eine Uptempo-Nummer nach der anderen präsentieren. Das ist hier definitiv nicht der Fall.

Doch natürlich gibt es sie auch dieses Mal, die deutlich schnelleren Nummern – die nicht selten dezent ausufernde (aber eben auch nicht wirklich übertriebene) Soli-Parts an den Start bringen und insbesondere DRAGONFORCE-Fans der ersten Stunde die Freudentränen in die Augen schnellen lassen sollten. Einzig beim flotten TROOPERS OF THE STARS kann man sich nicht des Gefühl erwehren, dass man die Nummer irgendwo schon einmal gehört hat – natürlich nicht eins zu eins, aber die quasi-Konkurrenten RAZORBLADE MELTDOWN und IN A SKYFORGED DREAM klingen einfach deutlich frischer. Und ja, zum Ende gibt es dann tatsächlich noch eine Cover-Version von CELINE DION’s MY HEART WILL GO ON zu hören – doch auch hier geben sich DRAGONFORCE nicht die Blöße. Im Gegenteil, man kann relativ eindeutig von einer der besseren Cover-Versionen des Titels sprechen.

DRAGONFORCE haben damit alles richtig gemacht – auch, oder gerade weil sie das Rad nicht neu erfinden und sich und ihrer Spielart konsequent treu bleiben. Von Müdigkeit oder gar Lustlosigkeit gibt es jedenfalls keine Spur – sodass EXTREME POWER METAL selbst das bereits gute, aber nicht ganz so kultverdächtige REACHING INTO INFINITY (siehe Review) toppen kann.

Anspieltipps: HIGHWAY TO OBLIVION, HEART DEMOLITION, RAZORBLADE MELTDOWN, REMEMBRANCE DAY


„Ein Album das Spaß macht – und dabei auch noch verdammt gut ist.“

Metal-CD-Review: DRAGONFORCE – Re-Powered Within (2018)

Alben-Titel: Re-Powered Within
Künstler / Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 05. Mai 2018
Land: England
Stil / Genre: Power Metal
Label: earMUSIC

Alben-Lineup:

Herman Li – Guitars
Sam Totman – Guitars
Vadim Pruzhanov – Keyboards
Frédéric Leclercq – Bass
Marc Hudson – Vocals
Dave Mackintosh – Drums

Track-Liste:

1. Holding On (04:56)
2. Fallen World (04:08)
3. Cry Thunder (05:15)
4. Give Me the Night (04:28)
5. Wings of Liberty (07:24)
6. Seasons (05:07)
7. Heart of the Storm (04:43)
8. Die by the Sword (04:36)
9. Last Man Stands (05:10)
10. Seasons (Acoustic Version) (05:07)
11. Power of the Ninja Sword (03:37)
12. Heart of the Storm (Alternate Chorus Version) (04:43)
13. Avant Le Tempête (02:00)

Mach’s mir (nicht) noch einmal, Sam.

Nachdem sie sich vor noch gar nicht allzu langer Zeit mit ihrem letztaktuellen Studioalbum REACHING INTO INFINITY (siehe Review) zurückgemeldet hatten, legen die berühmt-berüchtigten Power Metaller von DRAGONFORCE nun in Form des am 05. Mai erschienen RE-POWERED WITHIN nach. Wie es der Titel sowie das Cover bereits andeuten, handelt es sich dabei allerdings nicht um ein gänzlich neues Werk aus der hiesigen und nicht immer unumstrittenen Londoner Frickel-Schmiede – sondern um eine Neufassung des bereits 2012 veröffentlichten THE POWER WITHIN (Review). Hierbei handelt es sich um ein Album, das vor allem aufgrund des damaligen Einstandes des für ZP Theart eingewechselten neuen Leadsängers Marc Hudson aufgefallen ist – und so gesehen den Weg für die neuen alten DRAGONFORCE ebnete. Während man die Wichtigkeit des Albums damit relativ problemlos als unbestreitbar einstufen könnte, sieht es in Bezug auf die nun stattfindende Neuveröffentlichung schon nicht mehr ganz so eindeutig aus – und das auch oder gerade weil es DRAGONFORCE als eine der nicht wenigen Bands die sich für eine derartige Maßnahme entscheiden, gewissermaßen auf die Spitze treiben. Potentiell fragliche Neuveröffentlichungen gab und gibt es schließlich einige – doch dass gerade einmal 6 Jahre zwischen den jeweiligen Produkten liegen, ist durchaus eine Seltenheit.

Eine, die eine absolut berechtigte Frage aufwirft: war es wirklich nötig, das alles andere als lange zurückliegende THE POWER WITHIN erneut – und mit einigen spürbaren, aber eben auch nicht weltbewegenden Veränderungen – auf den Markt zu bringen ? Der Meinung der Jungs von DRAGONFORCE nach offenbar unbedingt – schließlich behaupten sie, dass die Neufassung endlich exakt das wiedergibt, was sie schon damals zum Ausdruck bringen wollten. Sicher, Künstler streben des öfteren nach einer nur schwer zu definierenden Perfektion; und sollen dies auch dürfen – wenn, ja wenn sich daraus keine nennenswerten Nachteile für die Konsumenten eben jener Kunst ergeben. Gerade in diesem Fall ergeben sich aber durchaus einige eher ärgerliche Begleiterscheinungen. Solche, die beinharte DRAGONFORCE-Fans oder gar Alles-Kaufer kaum abschrecken werden – alle anderen aber zumindest zum Nachdenken anregen sollten. Dezent problematisch ist beispielsweise, dass RE-POWERED WITHIN eben nicht als gut gemeintes Angebot (also etwa als Dreingabe zu einem neuen Album, als Teil eines Best-Of’s oder ähnlichem) erscheint – sondern als reguläres Studioalbum zu einem regulären Preis, dass damit automatisch den Anspruch hat als wichtiger Teil der DRAGONFORCE-Diskografie betrachtet zu werden. Dass das eigentliche Album aus dem Jahre 2012 damit quasi obsolet wird, ist dabei nur das eine – und das andere die Tatsache, dass die Veränderungen bei weitem nicht so tiefgreifend sind, als dass sie eben diesen Umstand rechtfertigen würden.

Sicher, RE-POWERED WITHIN brüstet sich damit einige markante Veränderungen respektive Verbesserungen in Bezug auf den allgemeinen Klangeindruck sowie speziell auch die Inszenierung des Leadgesangs und der Hintergrundchöre, das Drumming oder den Bass anzubieten – und ist diesbezüglich auch nicht als reine Mogelpackung zu bezeichnen. Dennoch machen die hier getroffenen Maßnahmen in Bezug auf den neuen Mastering- und Mixing-Prozess sowie die Neuaufnahme der Vocals das Album schlicht nicht sonderlich interessant, oder eher nicht wesentlich interessanter als das Original – weshalb Kenner von THE POWER WITHIN getrost auf die RE-POWERED-Version verzichten können. Und vielleicht auch sollten – denn wer weiß ob sich DRAGONFORCE nicht etwa auch noch dazu hinreißen lassen, einige weitere Alben ihrer Vergangenheit neu zu verpacken und für einen Vollpreis an den Mann zu bringen. Nach einem Release wie diesem sollte die Gefahr jedenfalls durchaus gegeben sein – gerade wenn man bedenkt, dass die vier ersten Alben mit ZP Theart doch förmlich danach schreien, einer Frischekur unterzogen zu werden…

Absolute Anspieltipps: /


„Immerhin: die RE-POWERED-Fassung ist nicht schlechter als das Original und wirkt in klanglicher Hinsicht sogar etwas vollmundiger. Einen Punkteabzug gibt es dennoch, gerade da die hier von DRAGONFORCE anvisierte Strategie einem allemal zu denken geben sollte.“

Metal-CD-Review: DRAGONFORCE – Reaching Into Infinity (2017)

Alben-Titel: Reaching Into Infinity
Künstler / Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 19. Mai 2017
Land: Großbritannien
Stil / Genre: Power Metal
Label: earMUSIC

Alben-Lineup:

Herman Li – Guitars
Sam Totman – Guitars
Vadim Pruzhanov – Keyboards
Frédéric Leclercq – Bass
Marc Hudson – Vocals
Gee Anzalone – Drums

Track-Liste:

1. Reaching into Infinity (01:25)
2. Ashes of the Dawn (04:33)
3. Judgement Day (06:13)
4. Astral Empire (05:24)
5. Curse of Darkness (05:35)
6. Silence (04:50)
7. Midnight Madness (06:21)
8. War! (05:19)
9. Land of Shattered Dreams (04:59)
10. The Edge of the World (11:03)
11. Our Final Stand (05:04)

Die Unendlichkeit ist zum Greifen nah.

Auch wenn man noch nicht genau weiß wie hochkarätig genau er letztendlich ausfallen wird – spannend ist der Metal-Monat Mai 2017 allemal. Nach einigen überraschend guten Neuerscheinungen wie etwa der OLD KINGS VISIONS-EP von VHÄLDEMAR (siehe Review) und dem wahrscheinlich besten bisherigen KALEDON-Album CARNAGUS: EMPEROR OF THE DARKNESS (Review) werden sich schließlich auch noch die Kollegen von RHAPSODY OF FIRE, ALESTORM und A HERO FOR THE WORLD zurückmelden. Mindestens eine weitere Band gibt es dann aber doch noch, die relativ markant aus der Aufstellung der Veröffentlichungen heraussticht – und das nicht nur, da sie zu den bekannteren und vielleicht auch umstritteneren gehört. In der Tat: die Briten von DRAGONFORCE sind zurück, und haben mit dem mächtig betitelten REACHING INTO INFINITY ihr mittlerweile siebtes Studioalbum im Gepäck.

Und wie es eben so ist, bleibt auch dieses Mal vieles beim alten. Oder besser gesagt: DRAGONFORCE setzen weiterhin auf ihre vor langer Zeit etablierten Trademarks, und verändern nur wenig an ihrem unverkennbaren Stil. Immerhin: eingeschworene Fans der Combo werden ihnen gerade das hoch anrechnen. Glücklicherweise aber erscheint die allgemeine DRAGONFORCE-Faszination nun auch aus einer etwas distanzierteren Sicht heraus greifbarer – zumindest greifbarer als im Vergleich zum 2014 erschienenen, etwas müden Vorgänger MAXIMUM OVERLOAD (Review). Mit REACHING INTO INFINITY indes holen DRAGONFORCE noch einmal zu einem allemal respektablen Rundumschlag aus – und überzeugen dabei vor allem mit einer allgemein höheren Durchschlagskraft und einem wirkungsvolleren Songwriting.

Selbiges scheint wohl auch gerade deshalb aufgegangen zu sein, da DRAGONFORCE ihrem jeweiligen Alben-Titel eigentlich so gut wie immer gerecht werden. Anders gesagt: wo INHUMAN RAMPAGE drauf steht ist auch INHUMAN RAMPAGE drin, wenn Begriffe wie MAXIMUM oder ULTRA fallen verhält es sich ganz ähnlich. Dazu kann man stehen wie man möchte, doch im Falle von REACHING FOR INFINITY kann sich dieses Rezept eigentlich nur positiv auswirken. Und tatsächlich: streckenweise ist es DRAGONFORCE gelungen, ihren Titeln wieder etwas mehr Melodie zu verleihen und vielleicht auch mit einer gewissen Eleganz auszustatten. Einer nach wie vor recht technischen, im schlimmsten Fall als klinisch zu bezeichnenden – doch das sollte die wenigsten stören. Denn: wer bisher noch keinen Gefallen an der Musik der Engländer gefunden hat, der wird wohl auch nicht mit REACHING INTO INFINITY bekehrt werden.

In jedem Fall ist es erfrischend zu sehen, dass es DRAGONFORCE dieses Mal nicht ganz so vehement darauf anlegen, ihre Nummern mit etwaigen absichtlich überakzentuierten Elementen zuzupflastern und sogar waschechte Verschnaufpausen – wie etwa das für die Band verhältnismäßig ruhige SILENCE – einstreuen. Doch natürlich gehören markante Temposchübe nach wie vor zum unbedingten Repertoire der Engländer – was im Falle von REACHING INTO INFINITY oftmals exakt so erwartete, aber auch mal überraschend wirksame Konsequenzen nach sich zieht. Uptempo-Nummern vom Schlage eines ASTRAL EMPIRE oder LAND OF SHATTERED DREAMS etwa können problemlos als typische DRAGONFIRCE-Nummern bezeichnet werden, während man es in WAR! etwas aggressiver angehen lässt – sich aber ebenfalls nicht allzu weit von ursprünglichen Konzept entfernt.

Positiv hervorstechend sind dann aber ausgerechnet jene Nummern, die für DRAGONFORCE ebenfalls alles andere als neu sind – dafür aber eine ungeahnte Kraft entwickeln. Vornehmlich wären hier das mit einigen sicher nicht jedermann gefallenden Spielereien ausgestattete JUDGEMENT DAY, oder aber das ganz ähnlich gehaltene MIDNIGHT MADNESS zu nennen. Beiden Titeln gemein ist dabei nicht nur das hohe Tempo und die relative Hymnen-Tauglichkeit – auch im kleineren, das heißt etwa in Bezug auf die hervorragenden Hintergrundchöre; stimmt hier vieles. Spannend wird es auch in Nummern wie CURSE OF DARKNESS, in der ein etwas ausgewogeneres Tempo vorlegt wird. Das 11-minütigen Opus THE EDGE OF THE WORLD indes löst höchst gemischte Gefühle aus. Einerseits erscheint es sinnig, dass DRAGONFORCE bestrebt sind nicht allzu einseitig zu klingen. Anderseits aber sorgt die Vermengung von harmlos-balladesken, trashig angehauchten und sogar dem Death Metal zuzuordnenden Elementen für einen etwas unstimmigen Gesamteindruck – sodass DRAGONFORCE solche Experimente vielleicht doch eher anderen Bands überlassen sollten.

Schlussendlich: mit REACHING FOR INFINITY haben DRAGONFORCE vieles richtig gemacht. Die vertreten Nummern sind insgesamt wieder deutlich vielschichtiger und abwechslungsreicher, haben damit auch einen höheren Wiedererkennungswert – und lassen vor allem in Bezug auf die erbrachten handwerklichen Leistungen keine Wünsche offen. Somit bleibt es eigentlich nur noch abzuwägen, ob man den Ambitionen von DRAGONFORCE generell eine Chance geben möchte – oder sich doch lieber einer eher klassischen Auslegung des Genres widmen möchte. Alternativen gibt es bekanntlich genug.

Absolute Anspieltipps: ASHES OF THE DAWN, JUDGEMENT DAY, MIDNIGHT MADNESS


„Ein handwerklich überzeugendes, höchst unterhaltsames DRAGONFORCE-Album.“

Metal-CD-Review: DRAGONFORCE – Ultra Beatdown (2008)

dragonforce-ultra-beatdown_500

Alben-Titel: Ultra Beatdown
Künstler / Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 25. August 2008
Land: England
Stil / Genre: Power Metal
Label: Spinefarm Records

Alben-Lineup:

ZP Theart – Vocals
Dave Mackintosh – Drums, Vocals (backing)
Frédéric Leclercq – Bass, Guitars (rhythm) (additional), Guitars (acoustic), Vocals (backing)
Vadim Pruzhanov – Kaoss Pad, Keyboards, Piano, Theremin, Vocals (backing)
Sam Totman – Guitars (rhythm), Vocals (backing)
Herman Li – Guitars (lead), Vocals (backing)

Track-Liste:

1. Heroes of Our Time (07:14)
2. The Fire Still Burns (07:50)
3. Reasons to Live (06:26)
4. Heartbreak Armageddon (07:41)
5. The Last Journey Home (08:12)
6. A Flame for Freedom (05:20)
7. Inside the Winter Storm (08:12)
8. The Warrior Inside (07:15)

Es ist wahr – man kann sie wieder hören… !

Nachdem die durchaus umstrittene Londoner Power Metal-Institution DRAGONFORCE mit dem dritten Studioalbum INHUMAN RAMPAGE (Link zum Review) eher einen gehörigen Schritt nach hinten machte, schien man mit dem knapp 2 Jahre später erschienenen ULTRA BEATDOWN plötzlich wieder in die richtige Richtung zu marschieren. Und das trotz des etwas… merkwürdigen Artworks (das immerhin einen dezenten Hinweis auf den etablierten Videospiel-Sound und die GUITAR HERO-Mania liefert) und einer Ansammlungen von Nummern, die hinsichtlich ihrer Titelgebung und der jeweils ausufernden Spieldauer genauso gut dem mauen und viel zu gleichförmigen Vorgänger hätten entsprungen sein können. Das dennoch ein markanter Unterschied vorhanden ist, bemerkt man erst wenn man sich einmal durch die Titel arbeitet – was schon wesentlich mehr Spaß macht als beim Vorgänger, und nicht von ungefähr an den bisherigen Höhepunkt der Band, SONIC FIRESTORM erinnert.

Tatsächlich wirkt ULTRA BEATDOWN nicht nur wesentlich strukturierter und differenzierter als INHUMAN RAMPAGE – auch setzt man in diesem Fall nicht mehr ausschließlich auf den Faktor der Geschwindigkeit als mitunter einzigen Garant für das Funktionieren der Titel. Das ist angenehm, und lässt einen genaueren Blick auf die restlichen Komponente der Musik zu – die nun ebenfalls wesentlich gehaltvoller und um ein vielfaches abwechslungsreicher erscheinen. Analog dazu kommen auch die berühmt-berüchtigten DRAGONFORCE-Soli und die schier orgiastischen Frickeleien an den Gitarren etwas kürzer – was gut ist, da man sich stattdessen auf allerlei andere Elemente besonnen hat und sich ULTRA BEATDOWN völlig ohne Kopfschmerzgefahr verköstigen lässt.

Somit wird vor allem eines auffallen, zumindest nach dem Genuss des noch typisch voranpreschenden, hymnischen Openers HEROES OF OUR TIME: DRAGONFORCE können sich und ihren Sound durchaus auch variabel inszenieren. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich das Tempo kontinuierlich auf dem schnellsten aller erdenklichen Levels bewegte und man keinerlei Ruhepausen einplante – ULTRA BEATDOWN spielt mit verschiedenen Tempi und Stimmungen, und wird gerade so zu einem kleinen musikalischen Abenteuer das es sich zu entdecken lohnt. Gerade die vielen Instrumentalstrecken, die viele neue Elemente einstreuen und das allgemeine Klangbild der Band deutlich reichhaltiger erscheinen lassen (siehe z.B. THE LAST JOURNEY HOME) gleichen einem kleinen Geniestreich – zwar nicht auf höchstem Niveau, aber immerhin. Die Folge: wieder einmal sieht man, wie einfach man einen einst etwas salopp geratenen Bandsound wieder etwas anspruchsvoller gestalten kann, sind nur ausreichend kreative Ansätze vorhanden. Passig erscheint, dass man dieses Mal auch keinen Hehl aus der relativen Nähe zur Videospiel-Szene machte und man hinsichtlich des allgemeinen Spaßfaktors deutlich angezogenen hat – was sich vor allem in den nun weitaus mehr Raum einnehmenden Keyboard-Elementen bemerkbar macht; aber auch in der generellen Stimmung des Albums.

Zwar konnte man der Musik von DRAGONFORCE schon immer eine gewisse, man nenne sie beflügelnde Wirkung nachsagen – doch die Tatsache, dass sich die Band dessen nun wahrlich nicht mehr schämt und den feucht-fröhlichen Faktor ihres kunterbunten Power Metal-Repertoires sogar noch einmal erhöht; macht die Sache zusätzlich interessant. Denn: warum sollte Musik nicht eine positive, die Laune aufhellende Wirkung haben dürfen ? Sicher wird nicht jeder so denken, doch nicht zuletzt Bands wie FREEDOM CALL zeigen auf, dass ein solches Konzept durchaus funktionieren kann und nicht zu Lasten der eigentlichen Qualität des Materials gehen muss – oder zumindest nur selten. ULTRA BEATDOWN jedenfalls hat weniger klar erkennbare Schwächen als der Vorgänger oder sogar das Debütalbum: dass sich einzelne Sound-Elemente oder ganze Refrains zu wiederholen drohen, dass man von der allgemeinen Gitarren-Frickelei erschlagen und auch mal viele Minuten am Stück auf eine Geduldsprobe gestellt wird, dass die Songtexte keine allzu große Relevanz haben – diese Gefühle bleiben beim vierten Werk aus der DRAGONFORCE-Schmiede weitestgehend aus.

Gerade nach einer regelrechten Enttäuschung wie INHUMAN RAMPAGE wirkt ULTRA BEATDOWN also durchaus wie eine kleine Offenbarung – geben sich DRAGONFORCE hier so kraftvoll, melodisch und auch kreativ wie noch nie zuvor. Alle potentiell nervigen, allzu exzessiv ausgelebten musikalischen Faktoren wie die endlosen, zu nichts führenden Soli gehören der Vergangenheit an – wie auch die kontinuierlich angezogene Geschwindigkeit.  ULTRA BEATDOWN bietet so viele musikalische Verschnaufpausen wie kein anderen DRAGONFORCE-Album – und erlaubt es somit erst recht, all das zu entdecken was die Band abseits der Geschwindigkeitsorgien noch zu bieten hat. Und das ist bekanntlich einiges – sofern man dem Power Metal-Genre allgemein zugetan ist und ohne große Vorurteile an die Sache herangeht. Aber keine Angst: die Soli, für die die Band berühmt und berüchtigt geworden ist, kommen auch auf diesem Album vor – nur sind sie wesentlich besser portioniert und schlicht hörbarer als das kurzlebige Geschredde a’la IMHUMAN RAMPAGE. ULTRA BEATDOWN ist ein durchaus überraschendes Album, auch oder gerade für DRAGONFORCE-Fans – da es vermutlich den bisherigen Höhepunkt der Band markiert.

Absolute Anspieltipps: Alle


90button

„Das vielleicht beste DRAGONFORCE-Album bis 2008.“

Metal-CD-Review: DRAGONFORCE – Inhuman Rampage (2006)

dragonforce-inhuman-rampage_500

Alben-Titel: Inhuman Rampage
Künstler / Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 9. Januar 2006
Land: England
Stil / Genre: Power Metal
Label: Noise Records

Alben-Lineup:

Herman Li – Guitars, Vocals (backing)
Dave Mackintosh – Drums, Vocals (backing)
Vadim Pruzhanov – Keyboards, Piano, Vocals (backing)
ZP Theart – Vocals
Sam Totman – Guitars, Vocals (backing)

Track-Liste:

1. Through the Fire and Flames (07:24)
2. Revolution Deathsquad (07:52)
3. Storming the Burning Fields (05:19)
4. Operation Ground and Pound (07:44)
5. Body Breakdown (06:58)
6. Cry for Eternity (08:12)
7. The Flame of Youth (06:41)
8. Trail of Broken Hearts (05:56)

Die Fortsetzung einer altbekannten Erfolgsgeschichte oder…

Wahrlich, die Londoner Jungs von DRAGONFORCE haben in den Jahren 2003 und 2004 einiges vorgelegt. Nach dem gleichermaßen überraschenden wie erfrischenden Debütalbum VALLEY OF THE DAMNED (Link zum Review) schickte man sich kurz darauf an, die begonnene Erfolgsgeschichte mit dem Nachfolger SONIC FIRESTORM (Link zum Review) auf einen neuen Höhepunkt zusteuern zu lassen. Ein Unterfangen, das DRAGONFORCE zweifelsohne gelungen ist – und eine Entwicklung, auf der man verständlicherweise weiter aufbauen wollte. Doch wie sollte es möglich sein, ein vielleicht schon perfektes Genre-Album noch einmal zu toppen ? Vielleicht ja, und das ist auch die Antwort die DRAGONFORCE mit ihrem dritten Studioalbum INHUMA RAMPAGE offerieren; indem man eben nicht von der bisherigen Strategie abweicht und den Hörern so gesehen ein SONIC FIRESTORM 2.0 serviert ?

Denn genau das ist INHUMANE RAMPAGE letztendlich geworden, zumindest gefühlt – mit einigen kleinen aber feinen Unterschieden, die nicht unbedingt für den 2006’er Output der Band sprechen. Schließlich übernimmt man so gut wie alle Qualitäten des bombastischen Vorgängers, auf dem so gut wie jede Nummern zündete – und verpackt sie in Analogie zum aussagekräftigen Alben-Titel in einem noch, man nenne es drastischerem Soundgewand. Tatsächlich bedeutet dass, das die ohnehin schon enorme Geschwindigkeit noch einmal angezogen wurde, und auch die Soli noch schneller und vertrackter ausfallen. Doch das macht die Titel nicht unbedingt aussagekräftiger – im Gegenteil, auf INHUMAN RAMPAGE herrscht sogar ein relativ eintöniger Gesamteindruck vor, der zum einen aus der nicht mehr wirklich angenehmen Zuspitzung der typischen DRAGONFORCE-Trademarks resultiert – und zum anderen aus den fehlenden Ideen, die man möglicherweise mit der durchtriebenen Soundkulisse zu kaschieren versucht.

Und so könnte INHUMAN RAMPAGE vielleicht zu Recht ein gefundenes Fressen für alle Kritiker der Band sein – die schon immer behaupteten, dass die Band mit Ausnahme der Uptempo-Blastbeats und den wenig melodiösen, wilden Gitarrenintermezzi (ein Solo kann hier auch mal 3 Minuten beanspruchen) gar nicht mal so viel anzubieten hat. Denn wagt man einmal ein Gedankenexperiment, dass auf SONIC FIRESTORM noch funktionierte – die Rede ist von der theoretischen Ausblendung aller exzessiven Soundelemente – dann wird man schnell feststellen, dass es INHUMAN RAMPAGE tatsächlich an einigem fehlt. Die schiere Länge der einzelnen Titel macht dies ebenfalls deutlich: die Nummern durchlaufen keine nennenswerten Entwicklungen, sie haben keinen Anfang und kein Ende. Vielmehr scheint es, als würden sich DRAGONFORCE geradezu in ihren Frickeleien verlieren. Ohne, und das ist der potentielle Knackpunkt – darauf zu achten, was für die Hörerschaft noch zuträglich wäre und was nicht.

Ebenfalls eher fatal ist, dass sich so gut wie alle Nummern auf INHUMAN RAMPAGE einander stark ähneln – mindestens ein oder zwei Elemente aus dem einen werden auch in einem anderen Titel auftauchen. Wer einmal die Refrains von THROUGH THE FIRE AND THE FLAMES und OPERATION GROUND AND POUND gehört hat oder die drei schier endlosen Frickel-Nummern REVOLUTION DEATHSQUAD, STORMING THE BURNING FIELDS und BODY BREAKDOWN miteinander verglichen hat, wird wissen worum es geht. Zu allem Überfluss scheinen sich DRAGONFORCE auch in Bezug auf ihre Texte verschlechtert zu haben – so gut wie jedes Klischee wird bedient, viele Schlagwörter wiederholen sich, zahlreiche Textpassagen wirken einfach nur belanglos.

Somit bleibt es hauptsächlich an den eigentlichen Stärken oder auch (Ur-)Kräften der Band, das Album zu retten – die sich vor allem in Bezug auf die handwerklichen Leistungen widerspiegeln. Nach wie vor werden die Instrumente perfekt beherrscht, nach wie vor sorgt Leadsänger ZP Theart für eine ansprechend-voluminöse Gesangskulisse. Auch die Qualität der Produktion lässt nichts zu wünschen übrig, zumindest theoretisch – doch wenn man sich für eine ganze Stunde (das ist die ungefähre Spielzeit des Albums) von einem derart druckvollen, keinerlei Ruhepausen vorsehenden Power Metal-Gewitter beschallen lässt, könnte das früher oder später an den Nerven zerren. Denn leider Gottes haben DRAGONFORCE die bisher obligatorische Ballade an das Ende des Albums verfrachtet – wohl, da sie alles andere als gut ist (besonders wenn gesungen wird) und im Vergleich mit den beiden der Vorgängeralben eher zusammenhanglos dasteht. Aber auch sonst sorgt man für keinerlei Zwischenspiel, welches die allgemein beinharte Gangart des Albums etwas auflockern würde – mit Ausnahme des instrumentalen Auftakts von THE FLAME OF YOUTH vielleicht.

Kurzum: es erscheint schade, aber DRAGONFORCE können den positiven Werdegang von ihrem überraschenden Debüt über das geniale SONIC FIRESTORM nicht fortsetzen. INHUMAN RAMPAGE ist viel zu gleichförmig ausgefallen und scheinbar nur noch auf Geschwindigkeit und endlose Soli ausgelegt – was eine generelle Ideenarmut vermuten lässt und in einer nervlichen Herausforderung für alle (Zu-)Hörer mündet. Im Gedächtnis bleiben werden so vor allem einige der durchaus gelungenen, sich des öfteren aber stark ähnelnden Refrains – alles andere, und insbesondere die Soli; wird man dagegen kaum auseinanderhalten können.

Absolute Anspieltipps: OPERATION GROUND AND POUND, BODY BREAKDOWN, THE FLAME OF YOUTH


60button

„Wie immer verdammt schnell – aber in diesem Fall auch arg belanglos.“

Metal-CD-Review: DRAGONFORCE – Sonic Firestorm (2004)

dragonforce-sonic-firestorm_500

Alben-Titel: Sonic Firestorm
Künstler / Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 19. April 2004
Land: England
Stil / Genre: Power Metal
Label: Noise Records

Alben-Lineup:

Herman Li – Guitars
Dave Mackintosh – Drums
Adrian Lambert – Bass
ZP Theart – Vocals
Vadim Pruzhanov – Keyboards, Piano, Guitars (acoustic)
Sam Totman – Guitars

Track-Liste:

1. My Spirit Will Go On (07:54)
2. Fury of the Storm (06:46)
3. Fields of Despair (05:25)
4. Dawn Over a New World (05:13)
5. Above the Winter Moonlight (07:31)
6. Soldiers of the Wasteland (09:45)
7. Prepare for War (06:15)
8. Once in a Lifetime (07:46)

Da hat sich aber jemand verbessert… oder war es perfektioniert ?

SONIC FIRESTORM ist das zweite Album der aus London stammenden Power Metaller von DRAGONFORCE. Dass es gerade einmal ein gutes Jahr nach dem Debüt VALLEY OF THE DAMNED (Review) erschien, ist in diesem Fall ein alles andere als schlechtes Zeichen: DRAGONFORCE haben keine Fließbandarbeit betrieben, sondern bereits in jener kurzen Zeit einiges dazugelernt und ordentlich an ihrem Sound gefeilt. Die Folge war ein Ergebnis, von dem man offenbar derart überzeugt war dass man es sogleich der ganzen Welt und der bereits etablierten Fan-Schar präsentieren musste. Was hier vielleicht etwas überheblich klingt, ist es indes nicht wirklich. Die investierte Arbeit, der unumstößliche Mut und der Drang , die Hörerschaft auch weiterhin mit einem ganz speziellen DRAGONFORCE-Sound zu beglücken; haben sich ausgezahlt.

Und wie – im direkten Vergleich mit dem Vorgänger ist DRAGONFORCE (und allen externen Verantwortlichen) noch einmal ein regelrechter Quantensprung gelungen. Nicht unbedingt was die Qualität des Songwritings oder die Handhabung der Instrumente betrifft; die ließ schon damals keine Wünsche offen – doch durch eine wesentlich druckvollere Produktion und eine bessere Abmischung kann sich auf SONIC FIRESTORM endlich und erstmals jener bombastische Eindruck entfalten, auf den die Band schon zuvor abgezielt hatte. Auch wirkt es nun so, als könnten sich die gesanglichen und instrumentalen Komponente vollständig das Wasser reichen – die jetzt durchaus gerecht erscheinende Abmischung bekommt beiden Seiten gut, und führt zu einem harmonischeren Ganzen.

Aber auch Leadsänger ZP Theart scheint noch einmal in sich gegangen zu sein um all seine Stärken heraufzubeschwören – die schon auf dem Debüt zu hören, aber nicht immer klar als solche zu identifizieren waren. Und noch etwas macht sich recht schnell bemerkbar: es hat sich einiges hinsichtlich der Drums getan, die auf dem Vorgänger eine gewisse Dynamik vermissen ließen. Nun aber, und mit Dave Mackintosh als neuem Trommler; gehört auch dieses Problem der Vergangenheit an. Die Drums auf SONIC FORESTORM klingen kraftvoll, organisch, und sogar recht variabel – auch wenn die schnelleren Parts dominieren, machen vor allem Stücke wie das durchaus epische ABOVE THE WINTER MOONLIGHT oder das längere SOLDIERS OF THE WASTELAND unendlich Laune. Schlicht, da hier nicht kontinuierlich aufs Gaspedal gedrückt wird – sondern nur an den gefühlt richtigen Stellen.

Während der Opener MY SPIRIT WILL GO ON super-solide ist – aber noch nicht allzu viel neues bietet und auch direkt dem Vorgänger entsprungen sein könnte – wird bereits im Folgetrack FURY OF THE STORM klar, dass DRAGONFORCE hier zu einer neuen Höchstleistung aufgefahren sind. Das Bestreben, eine extrem hohe Geschwindigkeit mit einem zutiefst melodischen Anspruch zu verbinden, wurde hier perfektioniert – auch, da man die perfekte Zutatenmischung herausgearbeitet hat. Eine Nummer wie diese ist schnell – aber auch nicht zu schnell, sodass beispielsweise der Drumming-Part organisch und lebendig bleibt und nicht nach der Arbeit einer Maschine klingt. Eine schönere Hymne hätte es nicht geben können – der pompöse Refrain rundet das Ganze wunderbar ab – ebenso wie die nach wie vor grandiosen, nun aber strukturierter wirkenden Gitarren-Intermezzi des DRAGONFORCE-Galionsfigurenduos Li und Totman. Somit können auch diese nun wesentlich besser im Gedächtnis bleiben, und selbst von Nörglern nicht mehr als sinnloses Geschredde abgetan werden.

Jene positiven Attribuierungen gelten indes für alle der vorhanden Titel – selbst für die Ballade DAWN OVER A NEW WORLD, die verständlicherweise weniger mit Geschwindigkeit als einem leicht andächtigen Anspruch aufwartet. Das funktioniert hier auch wesentlich besser als auf dem Debüt und mit STARFIRE – sodass die etablierte Abwechslung dieses Mal mit einem höher zu bewertenden Qualitätsfaktor einhergeht. Das macht sich auch in ONCE IN A LIFETIME bemerkbar, einem Titel; der die sinnige Weiterentwicklung von HEART OF A DRAGON vom Vorgängeralbum darstellt und in einem ganz ähnlich feucht-fröhlichem Gewand daherkommt.

Anders gesagt: spätestens mit SONIC FIRESTORM standen bei DRAGONFORCE alle Zeichen auf grün. Alle Schwächen des Debütalbums wurden endgültig ausgebügelt, selbst wenn es ohnehin nur kleinere waren – doch das Ergebnis wirkt so noch einmal um ein vielfaches eindrucksvoller. Die Tatsache, dass alle Mitglieder zum Zeitpunkt der Aufnahmen für das Album offenbar in ihrer Bestform waren, unterstützt den insgesamt rundum fulminanten Eindruck.

Absolute Anspieltipps: MY SPIRIT WILL GO ON, FURY OF THE STORM, ABOVE THE WINTER MOONLIGHT, ONCE IN A LIFETIME


95button

„Die Perfektion des DRAGONFORCE-Sounds.“

Metal-CD-Review: DRAGONFORCE – Valley Of The Damned (2003)

dragonforce-valley-of-the-damned_500

Alben-Titel: Valley Of The Damned
Künstler / Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 27. Januar 2003
Land: England
Stil / Genre: Power Metal
Label: Sanctuary Records

Alben-Lineup:

ZP Theart – Vocals
Vadim Pruzhanov – Keyboards, Piano
Didier Almouzni – Drums
Sam Totman – Guitars, Vocals (backing)
Herman Li – Guitars, Vocals (backing)

Track-Liste:

1. Invocation of Apocalyptic Evil (00:13)
2. Valley of the Damned (07:11)
3. Black Fire (05:46)
4. Black Winter Night (06:19)
5. Starfire (05:44)
6. Disciples of Babylon (07:06)
7. Revelations (06:57)
8. Evening Star (06:39)
9. Heart of a Dragon (05:26)

Der Ursprung der Drachenkraft.

Irgendwann hat jeder einmal angefangen – so auch die aus London stammende Bandcombo DRAGONFORCE, die sich im Laufe der letzten Jahre einen respektablen Status innerhalb der Metal-Szene erarbeitet hat. Und das nicht nur aufgrund der teils wahnwitzigen Gitarrensoli – auch wenn es hauptsächlich eben diese und die generell etwas angezogene Geschwindigkeit sein sollten, welche die wohl bekanntesten Wiedererkennungsmerkmale der Band stellen sollen. Auch auf dem aus dem Jahre 2003 stammenden Debütalbum VALLEY OF THE DAMNED sind jene technisch anspruchsvollen Frickeleien schon sehr gut herauszuhören – wobei markant ist, dass sich bis heute nichts an der Besetzung (zumindest nicht der Gitarren) geändert hat. Sam Totman und Herman Li stehen nach wie vor ihren Mann und duellieren sich das eine ums andere mal in geradezu epischen instrumentalen Konfrontationen, die später auch in allerlei Bandvideos und bei den zahlreichen Live-Performances zu einem waschechten Aushängeschild avancieren sollten.

Somit ist es umso spannender, auch einmal den Ursprung einer Band wie DRAGONFORCE zu erkunden – und zu erfahren, wie die Engländer auf ihrem Debüt geklungen haben. Eines steht dabei relativ schnell fest: die DRAGONFORCE-Grundzutaten, wie sie später auf so gut wie jedem Album zu finden sein sollten; sind bereits hier vorhanden. Das sind in erster Linie die bereits erwähnten Versatzstücke in Form der Gitarrensoli, der feurig-lebendigen Rhythmusgitarren und der antreibenden Geschwindigkeit (die in BLACK FIRE erstmals ihren Höhepunkt findet) – aber auch auf den harmonische Leadgesang und die dezent-hintergründigen Chor-Elemente wurden bereits hier ein wichtiges Augenmerk gelegt. Der einzige Unterschied zu späteren DRAGONFORCE-Produktionen besteht wohl darin, dass alle hier aufgefahrenen Titel noch nicht ganz so bombastisch inszeniert werden – was nicht zuletzt an der hier noch stark ausbaufähigen, allgemein etwas blechernen Produktionsqualität liegen mag. Besonders der Leadgesang von ZP Theart klingt hier manchmal merkwürdig hintergründig und wird beinahe von der allgemeinen Wucht der Instrumente erschlagen.

Dennoch weiß das Album grundsätzlich zu überzeugen – und das nicht nur, da es sich um das erste DRAGONFORCE-Album und somit um einen wichtigen Meilenstein handelt. Die Qualität des Songwritings ist enorm, die abgelieferte handwerkliche Arbeit beeindruckend. Fakt ist auch, dass ein Album wie VALLEY OF THE DAMNED eben doch weitaus mehr zu bieten hat als eine Ansammlung von wahnwitzigen Uptempo-Nummern und Blast-Beats. Wenn, und das ist der potentielle Knackpunkt; man sich auch auf den Sound der Band einlassen kann und keine Probleme mit einem vergleichsweise hektischen Anspruch und vielleicht auch einer Portion Kitsch hat. Ein Kitsch, der sich vor allem darin äußert; dass man sich mit dem Album einer typisch europäischen Spielart widmet und man die Musik von DRAGONFORCE nicht wirklich als hard oder heavy bezeichnen kann. Wahnsinnig schnell, technisch vertrackt, hymnisch und allgemein verspielt; das trifft es vermutlich schon eher.

Denn auch wenn man so gut wie immer auf das Gaspedal drückt, lässt man noch genügend Raum für allerlei ansprechende Melodien, kleinere Intermezzi und Verschnaufpausen. Die größere derer findet sich dann wohl in der Ballade STARFIRE, die mit den Klängen eines Klaviers und eines plätschernden Bächleins eingeläutet wird – und erst einmal so gar nicht in den Kontext des Albums passen will. Doch tatsächlich hat ein Album wie VALLEY OF THE DAMNED Momente wie diese absolut nötig – und auch wenn es sich sicher nicht um die beste Power-Ballade handelt die jemals geschrieben wurde, wird man sich für die somit eingestreute Abwechslung bedanken. Das gleiche gilt im übrigen auch für die Folgenummer DISCIPLES OF BABYLON – die zwar als typischer Uptempo-Brecher startet, im weiteren Verlauf mit einer vergleichsweise abenteuerlichen, fast schon jazzigen Instrumentalsektion aufwartet.

Nach diesen Nummern ist es dann allerdings vorbei mit der Ruhe und Abwechslung – es geht wieder stark nach vorn. Das Problem hierbei ist nur, dass weder das flotte REVELATIONS noch das rasante EVENING STAR wirklich nachhaltige Momente offerieren. Die Ansätze sind da, doch letztendlich reihen sich Nummern wie diese – zusammen mit BLACK FIRE – in die Riege der schnellen, aber eher unspektakulären Titel ein bei denen auch die Soli nicht mehr viel reißen können. Deutlich markanter klingt da schon der Rausschmeißer HEART OF A DRAGON – der erstmals auf einen zusätzlichen hymnischen Anspruch setzt und ein wenig klingt wie FREEDOM CALL auf Speed. Es muss eben immer das ein oder andere Element geben, das im Gedächtnis bleibt – und sei es ein besonders herausragender Refrain; ansonsten wird es schwer die einzelnen Titel überhaupt auseinanderzuhalten.

VALLEY OF THE DAMNED ist demnach nicht nur ein wegbereitendes Debütalbum einer damals aufstrebenden jungen Band – sondern auch allgemein ein Laune-machendes Genrealbum mit einem Hang zu atemberaubenden Geschwindigkeiten und interessanten technischen Frickeleien. Ein kleiner Wermutstropfen ist nur, dass sich einige der Titel noch zu gleichförmig anfühlen – auch wenn man mit der Ballade STARFIRE durchaus für (dringend benötigte) Abwechslung sorgt. Doch allein der starke Auftakt mit dem Titeltrack, das herrlich melodische BLACK WINTER NIGHT und der Rausschmeißer HEART OF A DRAGON machen klar, dass DRAGONFORCE hier durchaus einen Meilenstein abgeliefert haben. Für sich, für alle Geschwindigkeitsfanatiker – und für alle die sich bisher nicht vorstellen konnten, dass eine Band mit einem leicht klischeebehafteten Namen diesem auch tatsächlich gerecht werden würde.

Absolute Anspieltipps: VALLEY OF THE DAMNED, BLACK WINTER NIGHT, DISCIPLES OF BABYLON, HEART OF A DRAGON


85button

„Fulminates Debütalbum mit noch ausbaufähigen Stärken.“

Metal-CD-Review: DRAGONFORCE – Maximum Overload (2014)

dragonforce_maximum-overload

Alben-Titel: Maximum Overload
Künstler / Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 18. August 2014
Land: England
Stil / Genre: Power Metal
Label: earMusic

Alben-Lineup:

Marc Hudson – Vocals
Herman Li – Guitars, Vocals
Sam Totman – Guitars, Vocals
Frédéric Leclercq – Bass
Vadim Pruzhanov – Keyboards
Dave Mackintosh – Drums

Track-Liste:

1. The Game (04:56)
2. Tomorrow’s King (04:13)
3. No More (03:50)
4. Three Hammers (05:50)
5. Symphony of the Night (05:19)
6. The Sun Is Dead (06:34)
7. Defenders (05:45)
8. Extraction Zone (05:06)
9. City of Gold (04:43)
10. Ring of Fire (Johnny Cash cover) (03:15)

Eine maximale Hörerfahrung – oder die letzte Überdosis ?

Wer noch nie etwas von DRAGONFORCE gehört hat, hört entweder keinen Power Metal – oder hat schlicht eine Bildungslücke. Die nunmehr weltweit bekannten Londoner sind bereits seit 1999 aktiv (damals noch unter dem alten Bandnamen DRAGONHEART), und haben die internationale Metal-Szene das ein ums andere Mal reichlich aufgemischt. Ein Grund dafür sind sicher auch die typischen Markenzeichen der Band, wie etwa die Vorliebe stets einen exzessiven Hochgeschwindigkeits-Metal zu inszenieren – und die technisch ausgefeilten Frickeleien in Form von verspielten Gitarrenduellen und -Soli. Vor allem die ersten Alben kamen überdurchschnittlich gut in der Szene an – während nach dem teils umstrittenen ULTREA BEATDOWN von 2008 eine weitere heiße Phase begann. Denn nach einigen kleineren Veröffentlichungen gab es ein durchaus einschneidendes Band-Ereignis: Ende 2011 stellte sich mit Marc Hudson ein neuer Leadsänger vor. Trotz teilweise aufkommender Befürchtungen fand er sich schnell in seinen neuen Posten ein – und konnte relativ problemlos in die Fußstapfen des ehemaligen Frontmanns ZP Theart treten. Den ersten handfesten Beweis dafür lieferten DRAGONFORCE mit dem 2012 veröffentlichten THE POWER WITHIN (Review) – das nicht nur aufgrund der Frische des Leadgesangsparts auffiel; sondern auch durch die ausgewogene Mischung aus Uptempo-Nummern und für DRAGONFORCE-Verhältnisse eher zurückhaltenden Stampfern wie CRY THUNDER.

Nun, und gute 2 Jahre später schickt man bereits den nächsten Kandidaten ins Feld. MAXIMUM OVERLOAD heißt die neue Scheibe, die im Gegensatz zu ihrem Vorgänger – und wie es der Titel verspricht – wieder vermehrt auf wuchtige Uptempo-Brecher setzt und zudem mit einigen Neuerungen im Soundgewand daherkommt. Stellvertretend dafür steht die vorab veröffentlichte Single THE GAME, die mit einer Gastgesangsperformance von Matt Heafy (TRIVIUM) aufwartet. Wenngleich sofort erkennbar ist, dass es sich hierbei zweifelsfrei um Material von DRAGONFORCE handelt; gibt es auch neues zu entdecken – wie die nun etwas schwerer klingenden Gitarren oder hintergründige Growls. Jene neuen Anflüge einer metallischen Härte stehen dabei eher im Gegensatz zu den gewohnten, zumeist hymnisch-eingängigen Soundelementen der Band – ein Wagnis, dass im Endeffekt besser funktioniert als erwartet. Eingängig ist das Ganze noch immer, und das nicht zuletzt durch den typisch hochtrabenden Refrain und die Chor-Elemente – doch die Verpackung kommt nun mit etwas mehr Ecken und Kanten daher, was der Band eindeutig zum Vorteil gerät.

Das Problem; sofern man denn eines sehen möchte; liegt bei MAXIMUM OVERLOAD aber ohnehin ganz woanders. Beinahe unumstößlich scheint, dass sich das Album vor allem an beinharte, alteingesessene Fans der Band richtet – wer zu diesem Zeitpunkt neu einsteigt, sollte zumindest eine gewisse Toleranz gegenüber einem explizit angezogenen Tempo und einer gewissen Verspieltheit mitbringen. Eine Verspieltheit, die sich vor allem auch in Bezug auf die teils enorm überladen wirkenden Kompositionen äußert, und einige Momente des Albums zu einer nervlichen Herausforderung werden lassen kann. TOMORROW’S KING beispielsweise ist nicht nur verdammt schnell; so schnell dass insbesondere der Drumming-Part zu einem einzigen Haufen Sound-Matsch verkommt – sondern auch reichlich mit zusätzlichen Soundelementen vollgestopft. Auch wenn schon immer klar war, dass DRAGONFORCE eher nicht zu den puristisch agierenden Power Metallern zählen, so hat man es hier vielleicht doch ein wenig übertrieben.

Und wo früher auch mal Nummern zum Durchatmen folgten, legt es MAXIMUM OVERLAD wahrlich darauf an, dem Hörer die maximale DRAGONFORCE-Erfahrung näherzubringen – offenbar ganz gleich, mit welchen damit einhergehenden Qualitätsabstrichen. Sicher, ein Großteil der Nummern geht schnell ins Ohr, bleibt da aber nicht allzu lange – wirklich nachhaltige Momente bleiben aus. Eine Ausnahme bildet hier das schon deutlich abwechslungsreichere, beinahe majestätisch klingende THREE HAMMERS – der wohl stärkste Titel des Albums. Schließlich wirkt es einfach ungleich effektiver, wenn man sich ein gewisses Spiel mit dem Tempo erlaubt – und den Hörer nicht von ersten bis zur letzten Sekunde mit Blastbeats und Doublebass-Attacken konfrontiert. Schade auch, dass man in diesem Zusammenhang eher weniger aus einer Nummer wie SYMPHONY OF THE NIGHT gemacht hat – jene hier präsentierten Elemente des Symphonic Power Metals wollen irgendwie so gar nicht zu DRAGONFORCE passen. Alles weitere ergibt sich, beziehungsweise eben nicht. DEFENDERS hat einen hie und da durchschimmernden, epischen Anspruch – lässt diesen aber wieder zugunsten des schier wahnsinnigen Tempos links liegen. Den negativen Höhepunkt erreicht man dagegen erst im Finale: das Cover des JOHNNY CASH-Titels RING OF FIRE stellt sich als waschechter Fehlgriff heraus; hier scheint es vorne und hinten nicht zu passen.

Schlussendlich: MAXIMUM OVERLOAD bietet eingefleischten DRAGONFORCE-Fans genau das, was sie sich eventuell erhofft haben – neues Songmaterial, dass einerseits zweifelsfrei mit den typischen Band-Trademarks einhergeht, andererseits aber auch eine handvoll neuer Elemente einbringt. Mit von der Partie; und das ist mitunter das größte Problem des Albums, ist eine schier wahnwitzige Portion Tempo – das derart angezogen wird, dass es schwerfällt ein Gespür für die eigentliche Qualität der Titel zu entwickeln. Anders gesagt, die Geschwindigkeit und vor allem die exzessiven Drumming-Parts lenken nicht selten vom Wesentlichen ab, und führen dazu dass ein Großteil der hier dargebotenen Titel in einer Art Einheitsbrei versinkt. Einem Hochgeschwindigkeits-Einheitsbrei zwar, doch auch das rettet nichts. Während das Riffing noch als DRAGONFORCE-typisch zu bezeichnen ist und die nur noch selten wirklich melodischen Soli als gewöhnungsbedürftig eingestuft werden können; sind letztendlich nur zwei Titel des Albums positiv hervorzuheben. Zum einen THE GAME mit seinem interessanten Anspruch Härte, Eingängigkeit und die typischen Band-Merkmale zu verbinden – und THREE HAMMERS als sehr gut funktionierender, melodischer Stampfer mit vielen Variationen.

Absolute Anspieltipps: THE GAME, THREE HAMMERS


55button

„Dann doch lieber einen Gang zurückschalten.“

DRAGONFORCE – Komplette Hörprobe Zum Kommenden Album Maximum Overload (Metal News)

dragonforce_band_2014

Neues Futter für Geschwindigkeits-Fetischisten.

Bevor das neue DRAGONFORCE-Album MAXIMUM OVERLOAD im August erscheint (siehe auch hier), kann man sich nun mit einigen längeren Hörproben versorgen. Besonders die zweite Nummer des 10-minütigen Clips, TOMORROW’S KING hinterlässt dabei schonmal einen sehr guten Eindruck…

DRAGONFORCE – Maximum Overload (Metal News)

dragonforce_maximum-overload

Alben-Titel: Maximum Overload
Künstler / Band: Dragonforce (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 15. August 2014
Land: Japan
Stil / Genre: Power Metal
Label: Studio Medras

„Trotz des zu erwartenden musikalischen Overloads (hoffentlich) noch hörbar. Das erste Musikvideo gibt einen expliziteren Einblick.“