Filmkritik: „Stone Cold – Eiskalt“ (2005)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Buchvorlage
Regie: Robert Harmon
Mit: Tom Selleck, Jane Adams, Reg Rogers u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 87 Minuten
FSK: ab 12 freigegeben
Genre: Thriller
Tags: Einsam | Verschroben | Killer-Paar | Ermittler

Kalt wie ein Stein.

Inhalt: Als der Deputy Luther Simpson auf einer Nachtstreife eine brutal zugerichtete Leiche entdeckt, ist das Entsetzen in der Kleinstadt Paradise groß. Schließlich passiert hier sonst nicht gerade viel – abgesehen von den üblichen, alltäglichen Problemen. Was zu diesem Zeitpunkt allerdings noch niemand weiß ist, dass es nicht bei diesem einen Mord bleiben wird – und sich offenbar ein oder mehrere Serientäter in der Stadt eingenistet haben und hier ihr Unwesen treiben. Ein Unwesen, dass mehr und mehr zu einer persönlichen Angelegenheit für den bald darauf ermittelnden Polizeichef Jesse Stone (Tom Selleck) avanciert – der es einfach nicht zulassen kann und will, dass noch mehr unschuldige getötet werden. Dass er quasi nebenbei aber auch noch weitere Fälle, wie etwa eine schwere Vergewaltigung lösen muss; macht es ihm nicht gerade leichter. Und nicht zuletzt wären da auch noch die Probleme mit seiner Ex-Frau und seinem Alkohol-Konsum…

Kritik: STONE COLD – EISKALT ist der Pilotfilm der Erzählungen um den fiktiven Knallhart-Kriminalermittler Jesse Stone. Ursprünglich in Form von insgesamt 9 Romanen aus der Feder des US-Amerikanischen Autors Robert B. Parker veröffentlicht, begann man ab dem Jahre 2005 entsprechende Film-Adaptionen für ein noch breiteres Publikum zu realisieren. Mit der Entscheidung Tom Selleck für die Hauptrolle zu verpflichten hat man schon einmal nichts falsch gemacht – zumal ihm die Rolle als äußerlich so gut wie keine Miene verziehender Super-Cop mit einem umso liebenswerteren und sensibleren Innenleben wie auf den Leib geschneidert scheint. Im Zusammenspiel mit dem für den Pilotfilm sichtlich betriebenen Aufwand, der ebenfalls hervorragenden Besetzung der Nebenrollen sowie den stimmigen Sets und Drehorten hat man so schon einmal gute Voraussetzungen geschaffen, um den geneigten Krimi-Zuschauer nachhaltig an den Bildschirm zu fesseln.

Was bleibt ist allerdings die berechtigte Frage nach weiteren Besonderheiten, oder noch genauer den wirklichen Alleinstellungsmerkmalen des Pilot-Films – und damit gewissermaßen auch allen weiteren Teilen. Hier sieht es zugegebenermaßen schon nicht mehrt ganz so rosig aus, denn – und dafür muss man kein exzessiver Krimi-Konsument geschweige denn Krimi-Experte sein – hinsichtlich der Handlung und den Geschichten der Nebenfiguren riecht STONE COLD verdächtig nach der typischen Krimi-Einheitskost. Sich in irgendeiner Form als auffallend erweisende Experimente gibt es keine – und das weder im inhaltlichen noch im gestalterischen Sinne.

Um in den vollständigen Genuss des Films kommen zu können wäre es also vorteilhaft, wenn man sich generell mit eher einfach gestrickten Kriminal-Geschichten anfreunden kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Film wie STONE COLD generell zu vernachlässigen wäre – oder nicht dennoch einen gewissen Drive entwickeln kann. Immerhin schaffen es die Verantwortlichen letztendlich doch, den Spannungsbogen kontinuierlich aufrechtzuerhalten – und das trotz dessen, dass die Verhältnisse eigentlich schon recht früh klar sind und man weiß, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Oder auch: hinauslaufen muss.

Anders gesagt: wer in Bezug auf den Plot selbst – also auch Dinge wie etwa die Darstellung der angestellten Ermittlungsarbeiten – nicht allzu hohe Erwartungen hegt, und einen Krimi vor allem daran misst wie stark der Hauptprotagonist in seiner Rolle aufgeht; der sollte einen Blick auf JESSE STONE riskieren.


Bilder / Promofotos / Screenshots: ZDF

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„Ein nicht herausragender, aber doch technisch und handwerklich solider Krimi mit einer interessanten Hauptfigur.“

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Metal-CD-Review: EMERALD SUN – The Story Begins (2005)

Alben-Titel: The Story Begins
Künstler / Band: Emerald Sun (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 11. November 2005
Land: Griechenland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Encore Records

Alben-Lineup:

Johnnie Athanasiadi – Guitars
Bill Kanakis – Drums
Teo Savage – Guitars
Jim Tsakirides – Keyboards
Jimmy Santrazami – Vocals
Spyros Babatzanides – Bass

Track-Liste:

1. Sunrise (01:00)
2. Scream Out Loud (05:22)
3. Sword of Light (06:54)
4. High on the Sky (06:43)
5. Eyes of Prophecy (04:51)
6. Emerald Sun (05:56)
7. Not Alone (05:18)
8. Escape (05:38)
9. And the Story Begins (04:48)
10. H/M (04:44)

Jede Geschichte hat einen Anfang.

Auch wenn sich die aus Griechenland stammenden Power Metaller von EMERALD SUN bereits im Jahre 1998 zusammengefunden hatten, sollte es bis zu ihrem ersten offiziellen Studioalbum noch etwas dauern. Nach zwei kleineren Demos und einigen frühen Mitgliederwechseln war es dann aber endlich soweit – und THE STORY BEGINS erblickte 2005 über das Label Encore Records das Licht der Welt. Enthalten sind insgesamt 10 Titel bei einer Gesamtspielzeit von knapp 51 Minuten – was im Zusammenspiel mit dem zugegebenermaßen eher schlichten Cover-Artwork und dem seinerzeit noch nicht wirklich vorhandenen Bekanntheitsgrad der Band auf nicht allzu viel schließen ließ. In Anbetracht des relativen Überraschungseffektes (der teilweise auch daraus resultierte, dass die Band als eine der wenigen nennenswerten aus Griechenland stammt) war und ist das, was EMERALD SUN hier in einem ihrer frühesten Stadien auf die Beine gestellt hatten; aber durchaus überzeugend – auch wenn das Genre-Rad beileibe nicht neu erfunden wurde und THE STORY BEGINS letztendlich nicht sonderlich anders klingt als so viele andere Power Metal-Alben der frühen 2000er Jahre.

Dennoch lässt sich einfach nicht verhehlen, dass dem Album sowohl eine auffallende und sich auf den Hörer übertragende Spielfreude, als auch einen relativ hohen Spaßfaktor mitbringt – wofür sich vornehmlich die recht hymnische, aber auch abwechslungsreiche Aufmachung der einzelnen Titel verantwortlich zeichnet. Anders gesagt: wer nichts gegen einen eher klassisch aufgemachten Power Metal mit einem typisch hohen Leadgesang, antreibenden Drums inklusive zahlreicher Doublebass-Einlagen, energetische Riffs sowohl im Rhythmus- als auch Solibereich sowie einen nicht immer knapp bemessenen, insgesamt aber noch angenehm zurückhaltenden Einsatz eines Keyboards einzuwenden hat; der sollte mit einem Album wie THE STORY BEGINS relativ problemlos warm werden können. Und das auch oder gerade weil die meisten Nummern absolut problemlos zünden – wie der schlagkräftige Opener SCREAM OUT LOUD, das einige Herausforderungen an den damaligen Leadsänger Jimmy Santrazami stellende aber ebenfalls recht gut funktionierende SWORD OF LIGHT oder das offenbar stark an BLIND GUARDIAN angelehnte AND THE STORY BEGINS.

Aber auch die meisten der anderen Titel machen eine gute Figur – wobei es eigentlich nur Kleinigkeiten sind, die man hätte vermeiden oder anders lösen können. Sei es ein deutlich zu vordergründiges und auf elektronisch getrimmtes Keyboard hier (HIGH IN THE SKY, das eine überaus gelungenen Mittelteil vorzuweisen hat), ein absolut unpassender Fadeout dort (EMERALD SUN, das als instrumentales Zwischenspiel grundsätzlich stimmig inszeniert ist) – oder die sich auf so gut wie alle Titel beziehende Tatsache, dass die Griechen hier noch nicht wirklich aus dem Vollen zu schöpfen schienen. Der grundsätzlich annehme aber eben doch relativ austauschbare und alles andere als spektakuläre Leadgesang sowie die für ein Independent-Release überzeugende aber noch stark ausbaufähigen Abmischungs- und Produktionsfaktoren jedenfalls ließen hier noch reichlich Luft nach oben – von der ganz und gar unsäglich schnulzigen Ballade NOT ALONE sowie dem etwas besseren (aber letztendlich auch nicht viel erreichenden) THE EYES OF PROPHECY gar nicht erst zu sprechen.

Insgesamt aber kann THE STORY BEGINS als Erstwerk einer bis dato unbekannten Combo aus Griechenland relativ konsequent überzeugen – wobei man lediglich abwägen muss ob man mit der hier behandelten ersten Fassung, oder aber der Remastered-Version ESCAPE FROM TWILIGHT (siehe Review) Vorlieb nimmt – die kurioserweise 2 Jahre später veröffentlicht wurde und dabei nicht nur Verbesserungen bereithält.

Absolute Anspieltipps: SCREAM OUT LOUD, HIGH IN THE SKY, ESCAPE, AND THE STORY BEGINS


„Ein ebenso klassisches wie überzeugendes Debüt-Werk einer heutzutage nicht mehr ganz so attraktiven Power Metal-Combo.“

Metal-CD-Review: CONQUEST – Frozen Sky (2005)

Alben-Titel: Frozen Sky
Künstler / Band: Conquest (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 2005
Land: Ukraine
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Lady Dea – Keyboards
W. Angel – Guitars
Louis Ray – Bass
Alexander Can – Drums
Alex G.L. – Vocals

Track-Liste:

1. Intro (01:22)
2. The Ways of Vice (04:52)
3. My Aim (03:25)
4. The Road to Nowhere (05:15)
5. Flying in the Rain (04:40)
6. The Temple of Fear (05:25)
7. Don’t Tell Me Farewell (04:54)
8. Sunset (04:16)
9. Before the War (01:31)
10. Warbeast (05:27)
11. Frozen Sky (04:53)

Eisig und doch herzerwärmend.

W. ANGELS CONQUEST (bis 2011 einfach nur CONQUEST) sind zweifelsohne eine der markanteren Power Metal-Institutionen aus der Ukraine – was mehrere Gründe hat. Zum einen sollte man eigentlich nicht erwarten, dass die Band bereits in einer Zeit gegründet wurde in der so manch andere europäische Combo noch nicht mehr als ein feuchter Traum war – auch wenn es vom entsprechenden Stichtag (das war 1996) bis zum Debütalbum ENDLESS POWER (siehe Review) noch eine ganze Weile dauern sollte. Zum anderen aber, und auch das sollte man nicht verachten; scheint so gut wie jeder namhafte Genre-Künstler aus der Ukraine schon einmal Mitglied in der Band gewesen zu sein – die damit mehr internen Entwicklungen ausgesetzt war als viele andere. Nur einer hat der Combo seit jeher die Treue gehalten, weshalb sie wohl auch zu Recht (und das besser spät als nie) nach dem Gründungsmitglied W. ANGEL benannt wurde. Doch ob nun unter der neuen oder der alten Flagge – weitaus wichtiger erscheint, was die Band tatsächlich in Petto hat. In Bezug auf die grundsätzlich recht übersichtliche CONQUEST-Diskografie wäre das etwas das 2005 erschienene FROZEN SKY als zweites offizielles Studioalbum der Ukrainer – dass dabei recht überraschend abschneidet, und das in mehrere Richtungen.

Beispielsweise wäre da die Tatsache, dass sich CONQUEST auf ihrem Zweitwerk schon deutlicher von der ursprünglich eingeschlagenen Marschrichtung eines ebenso temporeichen wie zünftigen Speed Metals der Marke ENDLESS POWER verabschiedet hatten – und nun einen ausgewogeneren europäischen Power Metal anstrebten, der in diesem Fall erstaunlich gut aufgegangen ist. Allerdings, und wie bei so vielen anderen verwandten Combos; gilt das nicht unbedingt in Bezug auf wirklich alle Aspekte des Gesamtwerks – sondern vielmehr auf einzelne, dafür aber immerhin nicht allzu spärlich gesäte Highlight-Momente. Der hervorragende Opener THE WAYS OF VICE etwa markiert den diesbezüglichen Auftakt – derart stilsicher, atmosphärisch und markant-stampfend klangen CONQUEST noch nicht; zumindest nicht bis dato. Gleichzeitig aber weist schon selbiger Opener auf eine der potentiellen Schwächen des Albums hin – die leider Gottes zu einem nicht unerheblichen Teil auf die Darbietung des damaligen Leadsängers Alex G.L. zurückzuführen sind.

Sicher, am ehesten sind die vorhandenen Defizite zu verschmerzen; wenn CONQUEST ordentlich aufs Gaspedal treten – oder mit anderweitig beeindruckenden respektive ablenkenden Maßnahmen glänzen. Spätestens aber wenn es hinüber zu den reinen Balladen (wie etwa FLYING IN THE RAIN) geht, sieht es recht düster aus für den Frontmann – auch wenn die Gitarrenarbeit hier offenbar explizit darauf ausgerichtet ist, über die teils auffällig schiefen Töne hinwegzutäuschen. Auch das ein wenig an die früheren ORATORY erinnernde DONT TELL ME FAREWELL hat dementsprechend stark zu kämpfen – wobei es die merkwürdige Aussprache des Sängers sowie das hier etwas repetitive Riffing nicht viel besser machen. Unglücklicherweise findet sich mit SUNSET noch ein weiterer Kandidat für die Riege der vielleicht ungünstigsten Genre-Balladen aller Zeiten – sodass man durchaus etwas Durchhaltevermögen mitbringen muss, will man in den eigentlichen Genuss von FROZEN SKY kommen. Sieht man über die natürlich auch in den anderen Titeln vorhandenen, aber eben nicht so stark zum Tragen kommenden gesanglichen Schwächen hinweg; ergibt sich der nämlich durchaus – wobei schon das Intro sowie das Zwischenspiel BEFORE THE WAR einen respektablen Eindruck machen.

Neben diesen kleinen Beigaben aber sind es dann vor allem der bereits erwähnte Opener THE WAYS OF VICE, das ebenso rasante wie mitreißende MY AIM, das wandelbare und in den richtigen Momenten schier abgrundtief hymnische THE ROAD TO NOWHERE oder das stampfende und Riff-geladene TEMPEL OF FEAR; die den Ausschlag geben. Hier haben CONQUEST wahrlich nicht viel liegen lassen – auch nicht im gelungenen WARBEAST als gefühlte Erweiterung des frühen Sounds von KALEDON oder aber im Rausschmeißer und Titeltrack FROZEN SKY. Eine Empfehlung kann also in jedem Fall ausgesprochen werden – auch wenn der Leadgesang verhindert, dass es sich hier um ein absolutes Must-Have handelt.

Absolute Anspieltipps: THE WAYS OF VICE, MY AIM, THE ROAD TO NOWHERE, FROZEN SKY


„Über zwei oder drei Titel muss man komplett hinwegsehen, sowie sicher auch über den nicht optimalen Leadgesang – doch in den richtigen Momenten entfaltet FROZEN SKY eine ungeahnte Wirkungskraft.“

Metal-CD-Review: AXENSTAR – The Inquisition (2005)

Alben-Titel: The Inquisition
Künstler / Band: Axenstar (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 06. Mai 2005
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Arise Records

Alben-Lineup:

Magnus Winterwild – Vocals, Keyboards
Magnus Ek – Bass
Pontus Jansson – Drums
Thomas Eriksson – Guitars (lead)
Peppe Johansson – Guitars

Track-Liste:

1. The Fallen One (03:51)
2. Under Black Wings (05:38)
3. Salvation (03:57)
4. Inside Your Mind (05:52)
5. Daydreamer (04:32)
6. Drifting (02:27)
7. The Burning (07:16)
8. Run or Hide (05:04)
9. The Sands of Time (04:30)

Inquisition’s still alive.

Nachdem sich die schwedischen Musiker von AXENSTAR Anfang der 2000er Jahre erstmals aufgemacht hatten, die Power Metal-Szene mit ihren beiden überraschenden Erstwerken PERPETUAL TWILIGHT (siehe Review) und FAR FROM HEAVEN (Review) zu erobern; legten der angestammte Band-Frontmann Magnus Winterwild und sein Gefolge relativ schnell nach. So sollte es gerade einmal drei Jahre nach dem Debütalbum schon wieder so weit sein: THE INQUISITION erschien als offizielles drittes Studioalbum der Band, wobei sich weder das Label noch die Besetzung verändert hatte. Im Gegenzug dafür aber ergaben sich durchaus einige Änderungen am Soundkonstrukt der Schweden, die sich schon beim Sprung vom Debütalbum zum Nachfolger FAR FROM HEAVEN experimentierfreudig zeigten – auch wenn das längst nicht dazu führte, dass AXENSTAR ihr Debütalbum noch hätten übertreffen können. Dennoch schickte man sich auch auf THE INQUISITION an, die Entwicklungen in Richtung eines etwas bodenständigeren, erwachseneren und variableren Sounds weiter zu verfolgen – was die Bandbreite der Fähigkeiten der Band erneut ausgeweitet und ein in jedem Fall spannendes AXENSTAR-Album zur Folge hatte.

Dennoch – und wie schon beim Vorgänger – bleibt die Frage, in wie weit diese Entwicklungen im Falle von AXENSTAR überhaupt sinnig erscheinen. Immerhin starteten die Schweden als überaus prägnante, sich als wahres Kraftpaket herausstellende und mit zünftigen Genre-Hymnen nur so um sich werfende Genre-Combo mit einem entsprechenden Drang nach vorn – sodass es beileibe nicht jedermann gefallen wird, dass auch THE INQUISITION eher zurückhaltend wirkt und klingt. Zumindest im Vergleich und wenn man bedenkt, dass das Album grundsätzlich keine wirklich konsequent ausgeführte Uptempo-Nummer an den Start bringt – mit Ausnahme des späten Rausschmeißers IMAGINARY WORD eventuell, der aber auch eher markant stampft als tatsächlich in jeder Hinsicht über den Hörer hinwegzurollen. Sicher, Tempo ist nicht alles; und die grundsätzliche spielerische Kraft ist den Schweden auch in diesem Fall erhalten geblieben. Dennoch ist es dezent schade, dass es sich nicht so anfühlt als hätten AXENSTAR wirklich aus dem Vollen geschöpft – und das Album einen ganz ähnlichen Bremspedal-Effekt offenbart wie stellenweise auch der Vorgänger FAR FROM HEAVEN.

Selbiger ist dabei aber nicht nur auf das Tempo zu beziehen, sondern hauptsächlich auch auf das mittelmäßige Songwriting und die nicht gerade umwerfende Gesamt-Inszenierung des Albums – dass zwar handwerklich über so gut wie jeden Zweifel erhaben ist und mit einem soliden Produktions-Part aufwartet, dafür aber des Öfteren Gefahr läuft in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Und das macht sich schon mit dem Opener THE FALLEN ONE bemerkbar – bei dem trotz der ebenso versierten wie antreibenden Arbeit an den Gitarren und am Schlagzeug der Eindruck aufkommt, dass hier noch so viel mehr drin gewesen wäre. Unglücklicherweise handelt es sich dabei im ein Gefühl einer fehlenden Tiefe, dass auch einige der noch folgenden Nummern begleitet – wobei es tatsächlich keine einzige über das Niveau eines annehmbaren bis bestenfalls höchst soliden Genre-Beitrags schafft. Zwar ändert das nichts daran, dass sich AXENSTAR hier nicht die Blöße geben – doch gerade von einer Band wie dieser hätte man schlicht ein etwas knackigeres Gesamtpaket erwarten können.

Demnach gilt wie schon beim Vorgänger: das Bestreben von AXENSTAR, für einen noch reichhaltigeren und variableren Sound zu sorgen; avanciert ganz eindeutig zu einem zweischneidigen Schwert. Sicher, die Soli-Parts und die Instrumentalpassagen in den längeren Titel sind interessant und sorgen doch noch für die ein oder andere Überraschung; und wirklich langweilig wird es (fast) nie – doch ändert auch das nichts am insgesamt etwas zu gleichförmigen und vor allem Highlight-armen Eindruck. Ob die Schweden hier einfach etwas zu sehr auf Nummer sicher gegangen sind ist schwer zu sagen – in jedem Fall aber hört es sich so an, und lässt zweifelsohne den Wunsch nach einem erneuten Befreiungsschlag  von der Güte eines PERPETUAL TWILIGHT wach werden.

Absolute Anspieltipps: INSIDE YOUR MIND, IMAGINARY WORD


„Trotz des hervorragenden Handwerks bleibt das Album klar hinter seinen eigentlichen Möglichkeiten zurück.“

Metal-CD-Review: CRYONIC TEMPLE – In Thy Power (2005)

Alben-Titel: In Thy Power
Künstler / Band: Cryonic Temple (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 30. Mai 2005
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: LMP / Limp Music Productions

Alben-Lineup:

Sebastian Olsson – Drums
Esa Ahonen – Guitars
Jan J. Cederlund – Bass
Leif Collin – Guitars
Jan Söderlund – Keyboards
Glen Metal – Vocals

Track-Liste:

1. The Sleep of the Innocent (01:23)
2. When Hell Freezes Over (05:40)
3. In Thy Power (05:36)
4. Travellers in Time (05:14)
5. Beast Slayer (05:22)
6. Wolfcry (06:36)
7. Mr. Gold (04:58)
8. A Soldiers Tale (05:01)
9. Shark Attack (04:30)
10. Rapid Fire (04:22)
11. Eternal Flames of Metal (06:44)

Eine weitere willkommene Macht- und Kraftdemonstration.

IN THY POWER ist das dritte offizielle Studioalbum aus dem Hause CRYONIC TEMPLE – und damit auch die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte jener eifrigen Power Metaller, die kurz nach der Jahrtausendwende endlich vollends mit ihren Genre-Beiträgen durchstarten konnten. Mit ihrem Debütalbum CHAPTER I (siehe Review) sowie dem bald darauf nachgeschobenen BLOOD, GUTS & GLORY (Review) konnten die Schweden jedenfalls relativ gnadenlos überzeugen – und das auch oder gerade weil sie erst gar keinen allzu großen Aufriss um ihre Musik machten. Stattdessen schienen sich die Recken um den damaligen Frontmann Glen Metal (eigentlich Johan Johansson) schon früh auf das zu besinnen, was sie am besten können – und das war und ist ein ebenso klassisch gestimmter wie zutiefst hymnisch angehauchter Power Metal der typisch europäischen Spielart. Das vorliegende dritte Album aus der hiesigen Power Metal-Schmiede bildet da so gesehen keine Ausnahme – auch wenn sich hie und da doch kleine Veränderungen bemerkbar machen.

Die beziehen sich indes weniger auf die grundsätzliche Spielart der Band, als vielmehr auf die Darbietung des Leadsängers Johan Johansson – der auf IN THY POWER teils deutlich bestimmter und aggressiver vorgeht als noch auf den Vorgängern. Vor allem der Auftakt mit dem in den Strophen ungewöhnlich harschen WHEN HELL FREEZES OVER bietet hier als treffendes Anschauungsmaterial an – wobei man sich durchaus erst an diese neue Herangehensweise gewöhnen muss. Aber eben auch nur kurz – schließlich merkt man schon dem Refrain an, dass CRYONIC TEMPLE keinesfalls auf ihre typischen Markenzeichen verzichtet hatten. Noch deutlicher wird dies im folgenden Titeltrack IN THY POWER – der ein für die Schweden typisches Power Metal-Feuerwerk abfackelt und dabei alles andere als eine schlechte Figur macht. An die schier umwerfende Wirkung der Vorgänger aber kommt das Album im weiteren Verlauf dann doch nicht ganz heran – was mehre Gründe hat.

Zum einen schienen CRYONIC TEMPLE hier nicht mehr ganz so spielfreudig zu agieren respektive aus wirklich allen Rohren zu feuern – was aller Wahrscheinlichkeit nach auf die bis zu diesem Zeitpunkt von der Band gewonnene Erfahrung und sicher auch Routine zurückzuführen ist. Zwar führt das nicht dazu, dass auch nur einer der insgesamt 11 Titel komplett zu vernachlässigen wäre – aber der zuvor noch vorhandene Überraschungsfaktor bleibt verständlicherweise aus. Auch scheint es, als wären die Schweden hie und da einfach etwas zu sehr auf Nummer sicher gegangen – was hier einige höchst solide, aber eben auch nicht herausragende (und den Refrains etwas schwächere, zumindest im Vergleich mit den Vorgängern) Titel wie etwa TRAVELLERS IN TIME, WOLFCRY, MR. GOLD, SHARK ATTACK oder RAPID FIRE zur Folge hat. Der Band absolut erhalten geblieben sind dagegen – und das auch in den nicht ganz so überzeugenden Titeln – ihre handwerklichen Fähigkeiten sowie das nötige Feingefühl in Bezug auf eine möglichst effektive Inszenierung und einen rundum zufriedenstellenden technischen Part.

Alles in allem wäre also definitiv davon auszugehen, dass IN THY POWER deutlich hinter seinem Vorgänger BLOOD, GUTS & GLORY zurückstecken müsste. Wenn, ja wenn sich da nicht doch noch das ein oder andere Highlight versteckt hätte. Vornehmlich zu nennen wären hier der bereits erwähnte, extrem knackige Opener WHEN HELL FREEZES OVER sowie natürlich der Titeltrack – aber auch das furiose und variantenreiche BEAST SLAYER, das zeitlos-hymnische A SOLDERS TALE sowie der Rausschmeißer THE ETERNAL FLAMES OF METAL als exzellente Band- und Genrehymne sorgen hier für den nötigen Ausschlag. Eben diese Nummern sind es dann auch, die eine allzu explizite Einstufung unter dem Niveau des Vorgängers vermeiden – und IN THY POWER letztendlich fast auf eine Stufe mit den ersten beiden Werken der Schweden hieven.

Absolute Anspieltipps: WHEN HELL FREEZES OVER, IN THY POWER, BEAST SLAYER, A SOLDIERS TALE, ETERNAL FLAMES OF METAL


„Fast so gut wie der Vorgänger, aber eben auch nur fast. Die Blöße geben sich CRYONIC TEMPLE hier dennoch nicht – auch für das dritte Album kann eine absolute Empfehlung ausgesprochen werden.“

Metal-CD-Review: SECRET SPHERE – Heart & Anger (2005)

Alben-Titel: Heart & Anger
Künstler / Band: Secret Sphere (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 30. Mai 2005
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Nuclear Blast

Alben-Lineup:

Roberto „Ramon“ Messina – Vocals
Aldo Lonobile – Guitars
Paolo „Paco“ Gianotti – Guitars
Andrea Buratto – Bass
Daniel Flores – Drums
Antonio Agate – Keyboards

Track-Liste:

1. Endless (01:53)
2. Where the Sea Ends (05:03)
3. First Snake (06:28)
4. Loud & Raw (04:57)
5. Dance with the Devil (05:22)
6. Set Me Free (05:17)
7. I Won’t Say a Word (05:02)
8. Lights On (05:36)
9. Leonardo da Vinci (05:22)
10. You Still Remain (05:03)
11. Bad Blood (04:05)
12. No Reason Why (06:35)
13. Faster Than the Storm (06:48)

Wenn nur alle so überzeugend aus Fehlern lernen würden…

Wenn man sich an die frühesten Alben der italienischen Power Metal-Combo SECRET SPHERE erinnert, so werden einem vermutlich – und leider – nicht nur ambitionierte Werke wie etwa das Debütalbum MISTRESS OF THE SHADOWLIGHT (siehe Review) oder der ebenso großartige wie kultige Nachfolger A TIME NEVER COME (Review) einfallen – sondern unter Umständen auch ein in Richtung von HELLOWEEN’s PINK BUBBLES GO APE schielender Totalausfall vom Schlage eines SCENT OF HUMAN DESIRE (Review). Interessant dabei ist, dass offenbar auch die Italiener selbst nicht wirklich mit ihrem hier an den Tag gelegten Sound inklusive einer kaum wirksamen Form der Ironie zufrieden waren – und in der Folge das einzig richtige taten. So besonnen sie sich auf ihrem vierten Studioalbum HEART & ANGER wieder auf das, was sie am besten konnten – einen ebenso knackigen wie hymnischen Power Metal der typisch europäischen Spielart zu inszenieren. Einen, der eigentlich nur einen potentiellen Nachteil hat: dass er mit dem Schaffen der Kollegen von LABYRINTH verwechselt werden könnte. Umso kurioser – aber in gewisser Hinsicht auch passend – erscheint, dass man ausgerechnet Roberto Tiranti (seit 1997 der angestammte Leadsänger von LABYRINTH) für einen Gastauftritt auf HEART & ANGER geladen hatte.

Sicher trug das nicht unbedingt zum Wiedererkennungswert von SECRET SPHERE bei – andererseits aber änderte es auch nichts an der von den Italienern offerierten musikalischen Qualität. Eine Qualität, die glücklicherweise nichts mehr mit dem zuvor geleisteten Ausrutscher SCENT OF HUMAN DESIRE gemein hat – und die Italiener sowohl in den flotteren als auch kräftig-stampfenden und stellenweise auch balladesk angehauchten Momenten von einer äußerst vorteilhaften Seite zeigt. Schon der angenehm flotte und mit dezenten symphonischen Elementen unterlegte Opener WHERE THE SEA ENDS macht diesbezüglich klar, wohin die Reise auf HEART & ANGER geht – von den gut in Szene gesetzten Instrumenten über den ebenso hymnischen wie eingängigen Refrain bis hin zur Gesangsdarbietung von Roberto „Ramon“ Messina stimmt hier alles. Gerade der scheint hier auch den größten Sprung gemacht zu haben, betrachtet man HEART & ANGER im direkten Vergleich mit seinen Vorgängern – so stilsicher, variantenreich und schlicht angenehm hatte er bis dato noch nicht geklungen.

Dem Album ebenfalls zugute kommt die relative Vielfalt, die durch das Verhältnis von direkt zündenden Uptempo-Hymnen, mächtigen Stampfern und balladesken Einschüben erreicht wird. Während der Opener WHERE THE SEA ENDS, das durch Roberto Tiranti zusätzlich reizvoll erscheinende FIRST SNAKE, LIGHT ON oder der Rausschmeißer FASTER THAN THE STORM also vornehmlich aufgrund ihres Tempos und einer gewissen Hymnen-Tauglichkeit überzeugen; ist es bei Nummern wie LOUD AND RAW, DANCE WITH THE DEVIL oder dem ungewöhnlichen LEONARDO DA VINCI eher eine rockig-kraftvolle Komponente, die dank des überzeugenden Handwerks der Band ebenfalls gnadenlos gut aufgeht. Zwei grundverschiedene Gangarten, die in Bezug auf HEART & ANGER Erwähnung finden sollten; legen SECRET SPHERE dann aber auch noch an den Tag – wobei sie höchst unterschiedlich abschneiden. Zum einen wäre da die recht explizit ausgeführte balladeske Seite der Band, wie sie etwa in I WONT SAY A WORD, YOU STILL REMAIN oder NO REASON WHY präsentiert wird. Sicher, im direkten Genre-Vergleich sind auch Nummern wie diese nicht gänzlich zu vernachlässigen – und doch geraten sie SECRET SPHERE hier eher zum Nachteil.

Zum anderen, und das ist eine vergleichsweise erfreuliche Angelegenheit; inszenieren sich SECRET SPHERE gerade in Nummern wie SET ME FREE als Combo, die man nicht vorschnell in eine einzelne Schublade stecken sollte. Die hier anberaumte symphonische Komponente sorgt im Zusammenspiel mit den gar nicht mal schlecht klingenden Chören für einen ordentlichen Atmosphäre-Schub. Schlussendlich ergibt sich so ein gut durchmischtes Ganzes, dass seine Stärken klar in den handwerklichen Darbietungen der einzelnen Mitglieder und einigen teils hervorragend umgesetzten Einzel-Titeln hat – aber eben auch nicht vor kleineren Schwächen in Bezug auf eine nicht gerade spärliche Benutzung des Keyboards, die präsentierten Balladen sowie einige sich in sonst soliden Titeln versteckenden längliche Momente hat. Insgesamt aber kann man hier getrost von einem der besseren SECRET SPHERE-Alben sprechen.

Absolute Anspieltipps: WHERE THE SEA ENDS, FIRST SNAKE, SET ME FREE, LIGHTS ON, LEONARDO DA VINCI


„Nach einem eher enttäuschenden Album eine absolut willkommene Rückkehr.“

Metal-CD-Review: NOCTURNAL RITES – Grand Illusion (2005)

Alben-Titel: Grand Illusion
Künstler / Band: Nocturnal Rites (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 19. September 2005
Land: Schweden
Stil / Genre: Power Metal
Label: Century Media Records

Alben-Lineup:

Owe Lingvall – Drums
Jonny Lindqvist – Vocals
Fredrik Mannberg – Guitars
Nils Norberg – Guitars
Nils Eriksson – Bass

Track-Liste:

1. Fools Never Die (03:54)
2. Never Trust (04:44)
3. Still Alive (04:02)
4. Something Undefined (04:09)
5. Our Wasted Days (05:17)
6. Cuts like a Knife (05:11)
7. End of Our Rope (05:27)
8. Never Ending (04:29)
9. One by One (04:24)
10. Deliverance (05:01)

Das Leben ist… hoffentlich mehr als nur eine große Illusion.

Betrachtet man die schwedischen Power Metaller der NOCTURNAL RITES und ihre Schaffensperiode in den späten 90ern und frühen 2000er Jahren, stellen sich einem unweigerlich mehrere Fragen. Zum einen natürlich, wie es die Band nur schaffen konnte sich stetig in die absolut richtige Richtung weiterzuentwickeln – und sich entsprechend effektiv hochzuarbeiten, noch dazu ohne sich einen größeren qualitativen Schnitzer geleistet zu haben. Daran könnte bekanntlich auch der potentiell einschneidende Wechsel des Leadsängers im Jahre 2000 nichts ändern – manche behaupten sogar im Gegenteil. Zum anderen aber, und dafür sorgte spätestens das 2004 erschienene NEW WORLD MESSIAH (siehe Review); hatte man sich früher oder später wohl doch die Frage stellen müssen, wie genau es mit der Band weitergehen sollte. Lange überlegen brauchten die NOCTURNAL RITES aber offenbar nicht – schließlich lieferten sie mit dem vorliegenden GRAND ILLUSION ihre ganz eigene Antwort ab, die das mit NEW WORLD MESSIAH zumindest leicht rissig gewordene musikalische Konstrukt der Power Metal-Pioniere ganz schnell wieder kitten sollte. Das ist an und für sich eine gute Sache, und unterstreicht das von der Bands stets nach außen getragene Engagement niemals wirklich stillstehen zu wollen – wenn, ja wenn das kleine Wörtchen wenn nicht wäre. Denn, und dafür reicht eventuell schon ein Blick auf den extrem knapp bemessenen Zeitraum in dem all diese Entwicklungen stattfanden: so stilsicher und im positiven Sinne überraschend wie dereinst konnten die Schweden nicht mehr auftreten.

Eben das merkt und hört man THE GRAND ILLUSION auch relativ zweifelsfrei an. Und das vornehmlich, da die NOCTURNAL RITES hier abermals einen für sie großen Schritt gegangen sind. Nicht unbedingt in die gänzlich falsche Richtung – aber doch in eine, die sich unter Umständen nicht vollständig mit der bis dato eingeschlagenen Marschrichtung der Band vereinbaren lässt. Ein gewisser Anflug von Wehmütigkeit wäre jedenfalls verständlich – insbesondere natürlich in Anbetracht der zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht allzu lange zurückliegenden hervorragenden Band-Alben THE SACRED TALISMAN (Review) , AFTERLIFE (Review) und SHADOWLAND (Review). Fakt ist: mit dem nicht sicher nicht tadellosen, aber noch immer höchst soliden NEW WORLD MESSIAH als Bindeglied präsentierten die NOCTURNAL RITES auf GRAND ILLUSION eine gewisse Form der Verwandlung – hin zu einer nicht mehr allein dem europäischen Power Metal zuzuordnenden Combo. Einer, die es zwar weiterhin relativ einwandfrei im Bereich des melodischen Heavy Metals zu veroreten galt – neben der potentiellen Vergrätzung alter Fans aber Gefahr lief, es etwas zu bunt zu treiben. So könnte man der Band durchaus die Abkehr von ihrer alten, augenscheinlich besser funktionierenden Spielart ankreiden – sowie auch die Absicht, plötzlich vermehrt auf vergleichsweise unkompliziertere, freundliche und stellenweise gar problemlos als radiotauglich zu bezeichnende Momente zu setzen.

In Bezug auf eben diese Feststellung ändert dann auch ein Experiment wie das in CUTS LIKE A KNIFE anberaumte wenig. Eben weil es sich nur um ein Experiment handelt – welches zudem wenig mit der allgemeinen Gangart des Albums korrespondiert – und im schlimmsten Fall komplett zu überspringen ist. Erst lange nach dem schwachen Alben-Auftakt können sich die NOCTURNAL RITES noch einmal aufrappeln, und mit Nummern wie dem schon etwas prägnanter stampfenden NEVER ENDING, dem überraschend mächtig daherkommenden DELIVERANCE, dem knackigen FADE AWAY oder dem rassigen Power Metal-Rausschmeißer UNDER THE ICE punkten. Insgesamt aber reicht es in diesem Fall einfach nicht, zumindest nicht im Sinne um mit den früheren Releases der Band mithalten zu können – wofür man sich nicht erst als großer Gegner von stilistischen Veränderungen innerhalb einer langjährig aktiven Genre-Combo bezeichnen muss. Nein, vielmehr ist es der relative Überschwang von sich letztendlich recht deckungsgleich anfühlenden Midtempo-Nummern mit etwas zu viel auflockernden Elementen seitens des Keyboards – und das stellenweise drastisch zurückgefahrene Tempo inklusive einer mit der Produktion einhergehenden, hier eher ärgerlichen Form der Sanftheit. Wenn das Album eine klare Stärke hat, dann ist das die gesangliche Darbietung von Jonny Lindqvist – die im Zusammenspiel mit dem soliden Handwerk der anderen Mitglieder und des glücklicherweise doch noch einigen Raum einnehmenden schroffen Riffings schlimmeres verhindert.

Absolute Anspieltipps: STILL ALIVE,  DELIVERANCE, FADE AWAY, UNDER THE ICE


„Aufgrund einiger einfach nicht zündender Momente eines der schwächeren NOCTURNAL RITES-Alben, leider. Dennoch kann man von einem soliden Genre-Release ausgehen, erst Recht wenn man die Vergangenheit der Band einmal dezent ausblendet.“

Metal-CD-Review: 7 SEALS – Mooncurse (Demo, 2005)

Alben-Titel: Mooncurse (Demo)
Künstler / Band: 7 Seals (mehr)
Veröffentlichungsdatum: 22. Oktober 2005
Land: Deutschland
Stil / Genre: Power Metal
Label: Keins / Independent

Alben-Lineup:

Thomas Luther – Bass
Götz Von Selle – Guitars
Dominik Fiekens – Guitars
Markus Wagner – Vocals
Hilke Saathoff – Vocals
Torben Schmidt – Drums

Track-Liste:

1. Illuminate the Darkness (01:20)
2. My Own Secret (05:20)
3. Mooncurse (04:46)
4. Dawn of Winter (04:55)
5. The Necromancer (03:42)
6. Prophecies of Nostradamus (05:48)

Mit dem Mann im Mond ist nicht zu scherzen.

MOONCURSE ist die erste offiziell erschienene Demo-EP aus dem Hause 7 SEALS, einer bereits im Jahre 2003 gegründeten Power Metal-Formation aus Deutschland. Einer seit geraumer Zeit nicht mehr wirklich aktiven, wie es scheint – schließlich ließ die Band nach ihrem zuletzt erschienenen Studioalbum MORIBUND – EVERY KINGDOM HAS TO PASS (2008, siehe Review) nicht mehr viel von sich hören. Da im Laufe der Jahre schon so manche einst vielversprechende Genre-Combo mehr oder weniger urplötzlich von der Bildfläche verschwunden ist, mag es sich dabei um keine allzu seltene Angelegenheit handeln – und doch erscheint es gerade im Falle der 7 SEALS ungünstig, erst Recht in Anbetracht des teils immensen und schon früh von der Band offenbarten Potentials. Immerhin zeigten die Musiker schon auf der vorliegenden Demo respektive Erst-EP MOONCURSE auf, was in ihnen steckt – wobei sie vor allem durch den zweistimmigen Leadgesang im Stile der späteren VISIONS OF ATLANTIS sowie einem letztendlich doch überraschend reichhaltigen Sound auffallen konnten.

Zwar wurde diese Elemente erst auf dem späteren MORIBUND zu einem noch ausgewogeneren Ganzen verwoben und mit einer noch wirkungsvolleren Abmischungs- und Produktionsarbeit garniert – doch schon hier und in ihrer relativen Rauheit konnten und können Nummern wie das abwechslungsreiche MY OWN SECRET, das ebenso flotte wie hymnische MOONCURSE oder die kraftvolle Ballade DAWN OF WINTER recht kompromißlos überzeugen. Und wenn es schon nicht diese Titel sind die für den nötigen Ausschlag sorgen können, dann doch spätestens ein Riff-geladenes und angenehm melodisch-stampfendes Kraftpaket vom Schlage eines THE NECROMANCER – oder der episch angelegte Rausschmeißer PROPHECIES OF NOSTRADAMUS, der die 7 SEALS ein wenig wie eine härtere Version der frühen ORATORY klingen lässt. So oder so handelt es sich hier um eine starke EP, die als Vorprogramm zum noch ausgefeilteren MORIBUND bestens funktionierte – und diesen Zweck bis heute nicht verfehlt. Schade bleibt natürlich, dass das hier enthaltene Material nie wiederverwendet und nochmals vernünftig (das heißt in einer aufpolierteren Version und unter einem Label) veröffentlicht wurde.

Absolute Anspieltipps: MY OWN SECRET, MOONCURSE, THE NECROMANCER


„Eine grundsätzlich hervorragende erste Werkschau einer einst aufstrebenden Band.“

Metal-CD-Review: ARIADNA PROJECT – Mundos Paralelos (2005)

Alben-Titel: Mundos Paralelos
Künstler / Band: Ariadna Project (mehr)
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2005
Land: Argentinien
Stil / Genre: Power Metal
Label: NEMS Enterprise

Alben-Lineup:

Javier Yuchechen – Vocals
Rodrigo Alejandro Gudiña – Guitars
Guillermo Adrián D’Medio – Guitars, Keyboards
Alexis Espinosa – Bass
Pablo Garrocho – Drums

Track-Liste:

1. En la tempestad (05:40)
2. Nuevo amanecer (05:19)
3. Muere la noche (05:36)
4. Aprendiendo a creer (05:45)
5. Y las sombras quedarán atrás (Barilari cover) (06:35)
6. Lejos de la soledad (05:33)
7. Hacia el portal (00:49)
8. La llave (06:23)
9. Entre luces y oscuridad (05:21)
10. Cuento mágico (03:51)
11. Mundos paralelos (07:17)
12. Horizonte perdido (04:56)
13. More than Meets the Eye (Europe cover) (03:21)

Gut bestückt ist halb gewonnen.

Sicher – den Preis für das innovativste oder schönste Cover-Artwork konnten und können die Argentinier von ARIADNA PROJECT mit ihrem Debütalbum MUNDOS PARALELOS nicht gewinnen. Dafür kristallisierte sich aber schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung (das war 2005) ein anderer, für den weiteren Werdegang der Band eher positiv zu wertender Aspekt heraus. So könnte man durchaus behaupten, dass ARIADNA PROJECT eine der am meisten unterschätzten oder fatalerweise gleich gänzlich übersehenen Genre-Combos waren – und dies noch immer sind. Zwar gibt es nicht wenige andere gute Bands aus Spanien und anderen sprachlich verwandten Gefilden, die zumeist mit ihrer angestammten Landessprache unterwegs sind – doch ARIADNA PROJECT hatten es schon auf ihrem Debütalbum geschafft, sowohl für markante Alleinstellungsmerkmale als auch einen rundum zufriedenstellenden Gesamteindruck zu sorgen.

Das könnte auch an der mitunter immensen Vielfalt liegen, die das insgesamt 13 Titel enthaltene Album an den Start bringt – und das ohne, dass die Band jemals unglaubwürdig klingt. So zeigt bereits der Opener EN LA TEMPESTAD auf, dass ARIADNA PROJECT kein Problem damit haben verschiedenste Einflüsse in ihren Kompositionen zusammenkommen zu lassen. Und das ist nicht nur auf die eigentlichen Stilmittel zu beziehen, die sich vom europäischen Power Metal über dezente symphonische und neoklassische Einschübe bis hin zum Gefühl einer vermittelten Tradition im Sinne von Bands wie ANGRA bewegen – sondern auch auf die anberaumten Stimmungen und die dichte Atmosphäre. So halten nicht wenige der Titel die ein oder andere Überraschung bereit. Überraschungen, die sich entweder gleich auf komplette Einzeltitel beziehen (wie etwa MUERE LA NOCHE, das eine recht wirkungsvolle Mixtur aus balladesken, symphonischen und vergleichsweise düsteren Elementen bereithält) – oder aber auf spezielle Gegenüberstellungen in Form der gerne mal etwas zurückhaltenden, stark auf den Leadgesang fokussierten Strophen und der dafür umso ausgelasseneren Refrains (wie in NUEVO AMANECER).

Das besondere dabei ist, dass es kaum eine Rolle zu spielen scheint in welche Richtung sich ARIADNA PROJECT gerade verdingen. So sind es nicht nur die direkt wirksamen, flotten und verspielten Hymnen die überzeugen – sondern auch viele der anderen innerhalb des ureigenen Alben-Kosmos eingeschlagenen Marschrichtungen. Das explizit balladeske, dezent auf die Tränendrüse drückende LEJOS DE LA SOLEDAD beispielsweise überzeugt ebenso wie das großzügig und wird zu weit mehr als einem im Genre obligatorischen Einschub. Hinzu kommt das auffallend versierte Handwerk der einzelnen Mitglieder: das variable Gitarrenspiel bewegt sich auf höchstem Niveau und ist gerade in den zahlreichen Soli-Momenten angnehm abwechslungsreich, der Leadgesang von Javier Yuchechen ist gleichermaßen kräftig wie emotional; und auch am Schlagzeug und Bass gibt man sich alles andere als eintönig oder lustlos. Als kleines Manko könnte man indes erachten, dass das Keyboard wirklich viel Raum einnimmt. Auch wenn die Einschübe niemals allzu künstlich aufdringlich klingen, hätte man die Gewichtung hier ein wenig anders gestalten können. Davon abgesehen überzeugt die akustische Aufmachung des Albums in ganzer Hinsicht: die Abmischung fällt für alle Seiten vorteilhaft aus, die Produktion klingt rund und wuchtig.

Insgesamt betrachtet handelt es sich um eine äußerst starkes, vielschichtiges Genre-Album aus Argentinien – das sogar noch stärker hätte ausfallen können, hätten ARIADNA PROJECT nicht doch den ein oder anderen schwächeren Moment eingebaut. Die finden sich indes nicht im gleichermaßen furiosen wie kompromißlosen Auftakt des Albums, der sich gefühlt bis zum atmosphärischen Interlude HACIA EL PORTAL und das darauf folgende LA LLAVE erstreckt – sondern eher im hinteren Bereich. Das eigentlich nur aus einer einzigen Bass-Line bestehende ENTRE LUCES Y OSCURIDAD beispielsweise kann der vorangegangenen Ballade LEJOS DE LA SOLEDAD nicht mehr viel hinzufügen, der Titeltrack MUNDOS PARALELOS fällt in Anbetracht seiner eigentlichen Funktion deutlich zu unspektakulär aus – und mit HORIZONE PERDIDO hat man es dann doch etwas in Richtung einer fast schon unfreiwillig komisch wirkenden Ballade übertrieben. Auch das interessanterweise auf Englisch eingesungene EUROPE-Cover MORE THAN MEETS THE EYE hätte man sich grundsätzlich sparen können – nicht unbedingt da es schlecht wäre, sondern vielmehr da es nicht so Recht zum restlichen Albenkontext passen will. Mit der ersten Alben-Hälfte haben ARIADNA PROJECT aber durchaus eine Meisterleistung vollbracht – eine, die für vieles entschädigt und den geneigten Genre-Hörer über den nicht mehr ganz so starken Ausklang des Albums hinwegsehen lässt. Im besten Fall, versteht sich.

Absolute Anspieltipps: EN LA TEMPESTAD, APRENDIENDO A CREER, Y LAS SOMBRAS QUEDARON ATRAS


„Ein gleichermaßen exklusiver wie effektiver Genre-cocktail aus Argentinien.“

Metal-CD-Review: ARTHEMIS – Back From The Heat (2005)

Alben-Titel: Back From The Heat
Künstler / Band: Arthemis (mehr)
Veröffentlichungsdatum: September 2005
Land: Italien
Stil / Genre: Power Metal
Label: Underground Symphony

Alben-Lineup:

Paolo Perazzani – Drums
Matteo Galbier – Bass
Alessio Garavello – Vocals
Andrea Martongelli – Guitars
Matteo Ballottari – Guitars

Track-Liste:

1. Rise Up from the Ashes (03:51)
2. Only Your Heart Can Save Us (04:01)
3. Free Spirit (03:56)
4. Desert Storm (03:52)
5. Star Wars (04:34)
6. Touch the Sky (03:46)
7. Here Comes the Fury (04:14)
8. Ocean’s Call (03:01)
9. The Vampire Strikes Back (05:06)
10. Thunder Wrath (04:12)

Eine Rückkehr – aber nicht ohne Blessuren.

Nachdem die italienischen Power Metaller von ARTHEMIS mit CHURCH OF THE HOLY GHOST (siehe Review), THE DAMNED SHIP (Review) und GOLDEN DAWN (Review) gleich zu Beginn ihrer Karriere drei respektable Studioalben abgeliefert hatten; folgte 2005 das vierte Werk aus der hiesigen und offenbar recht fleißigen Genre-Schmiede. BACK FROM THE HEAT beinhaltet 10 Titel bei einer Gesamtlaufzeit von übersichtlichen 40 Minuten – und könnte durchaus als eines der bis dato umstrittensten Alben der Band bezeichnet werden. Der Grund dafür liegt nicht unbedingt auf der Hand, wobei selbst ein Blick auf das doch eher dezent peinliche Artwork (merkwürdig, dass es sich hier nicht um ein SKYLARK-Album handelt) noch nicht den ausschlaggebenden Hinweis liefert. Erst ein tatsächliches Einsteigen in die einzelnen Titel bringt den geneigten Power Metal-Konsumenten näher an die potentielle Crux, denn: ARTHEMIS klingen auf ihrem BACK FROM THE HEAT schlicht deutlich weniger interessant und / oder einzigartig als noch zuvor.

Anders gesagt: was einst durch ein druckvolles Grundtempo, eine ansprechende Progressivität und zahlreiche Alleinstellungsmerkmale beschrieben werden konnte; mündet dieses Mal in einem vergleichsweise massentauglich wirkenden Erzeugnis. Einem, das in Bezug auf die handwerklichen Leistungen zwar noch immer eine gute Figur macht – doch allein aufgrund der spürbar weicher und schnörkelloser gewordenen Kompositionen sowie des häufiger eingestreuten Keyboards deutlich weniger griffig und beeindruckend daherkommt. Immerhin: man war offenbar bemüht, diesem Eindruck mit dem noch immer recht schroffen Sound der Gitarren und der Drums entgegenzuwirken, etwas längere und aufwendigere Soli-Passagen gibt es ebenfalls – doch wird der ARTHEMIS-Sound auf BACK FROM THE HEAT viel zu oft von balladesken und harmlos-rockigen Strömungen konterkariert. Die nehmen dem Album viel von seinem potentiellen Biss, sodass die ehemalige Band-Formel bezüglich einer gelungenen Verquickung verschiedener Elemente und Emotionen nicht mehr wirklich aufgeht. Denn: die Instrumentalstücke und der Leadgesang werden hier eher eins, als dass sie als stimmige und sich ergänzende Gegenpole fungieren.

Eben jener Leadgesang von Allesio Garavello ist es auch, der einen weiteren diskutablen Aspekt von BACK FROM THE HEAT offenbart. Garavello – der zur Zeit der Veröffentlichung von BACK FROM THE HEAT bereits maßgeblich bei den Jungs von POWER QUEST eingespannt war – klingt hier erstmals so, als wäre er nicht wirklich bei der Sache gewesen. Fakt ist, dass seine Auftritte auf den beiden vorherigen Alben wesentlich überzeugender wirkten – auch da sie insgesamt variabler erschienen. Auf BACK FROM THE HEAT bewegt er sich oftmals ausschließlich in sehr hohen Gefilden (DESERT STORM, HERE COMES THE FURY) oder steuert eine gewisse Form der Emotionalität bei, die hier nicht wirklich zum allgemeinen Soundeindruck der Band zu passen scheint – wie etwa bei STAR WARS. Wohl aber zu POWER QUEST und deren Blütezeit mit Alben wie NEVERWORLD (Review) und MAGIC NEVER DIES (Review), an die man bei der Verköstigung dieses Albums unweigerlich denken wird.

Doch auch ganz unabhängig von etwaigen Geschmacksfragen bezüglich des Leadgesangs wird man spätestens mit Nummern wie OCEAN’S CALL feststellen, dass ARTHEMIS hier einfach nicht mehr wirklich nach den einstigen ARTHEMIS klingen. Sicher, Veränderungen oder ein wie-auch-immer gearteter frischer Wind sind grundsätzlich nicht schlechtes – doch wenn anstatt wirklicher Innovationen schlicht eine ordentliche Portion Kitsch, Schmalz und Herzschmerz Einzug halten; läuft man verständlicherweise Gefahr alteingesessene Hörer zu vergrätzen. Etwas interessanter ist da schon die wenn man so will aggressivste Nummer des Albums, THE VAMPIRE STRIKES BACK – doch auch hier sind die Ähnlichkeiten zum quasi gleichzeitigen POWER QUEST-Output frappierend. Und überhaupt: wirklich authentisch wirkt die auf BACK FROM THE HEAT dargebotene Ansammlung an Titeln und behandelten Themen nur selten. Ob das Album dennoch Spaß machen kann, muss ein jeder für sich selbst ausprobieren – doch die früheren Releases von ARTHEMIS scheinen sich allgemein besser für einen Einstieg in die hiesigen musikalischen Welten zu eignen.

Absolute Anspieltipps: ONLY YOUR HEART CAN SAVE US, THE VAMPIRE STRIKES BACK


„Der Eindruck des Artworks täuscht in diesem Falle nicht, leider: ARTHEMIS klangen schon einmal wesentlich überzeugender.“