SARS-CoV-2 Aka Covid-19 Aka Coronavirus: Es Weihnachtet Sehr

Disclaimer: dieser Text leugnet weder die Existenz eines Virus noch die Pandemie, aber er stellt – wieder einmal – einige allzu berechtigte Fragen. Grundsätzlich ist er für jede und jeden gedacht. Vielleicht aber sollte er nicht unbedingt von jenen gelesen werden, die dem allgemeinen Gebaren der Politik, der Medien und der Wissenschaftler unserer Zeit nach wie vor – und in Bezug auf die massiven Einschränkungen der Bürger in allen Lebensbereichen – unkritisch gegenüberstehen. Schließlich wird dieser Text kaum etwas bewirken können, was die Faktoren Zeit und Beobachtungsgabe nicht bereits innerhalb einer Zeitspanne von 2 Jahren hätten auslösen sollen.


Nach nunmehr fast 2 Jahren der Pandemie – und kurz vor dem Ende des Jahres 2021, hoffentlich nicht aber dem Ende der Demokratie – ist es auch auf diesem Blog wieder an der Zeit für einen kurzen, sicher nicht gänzlich unkritischen Einschub zum Thema. Wobei dies eine dezent untertriebene Formulierung sein dürfte; lief im Laufe der letzten Tage, Monate und Jahre doch einiges verkehrt – was eine Feststellung ist, für die man sich nicht unbedingt in einem der schnell verfügbaren Lager respektive Schubladen aus Impf-Befürwortern, Corona-Leugnern oder „Querdenkern“ (dieser Begriff wird wohl nie wieder entstigmatisiert werden) wiederfinden muss. Immerhin, und das ist nur gut und richtig so; wurden einige der hier gemeinten Verfehlungen (die längst nicht mehr nur auf einzelne Gruppierungen zu beziehen sind) auch auf diesem Blog hier festgehalten – zu finden sind diese über die allgemeine Corona-Stichwortsuche. Ob nun für die Ewigkeit (also als fortbestehender Datensatz im unendlichen, aber manchmal eben auch unendlich einsamen Internet), als Randnotiz für einige wenige Interessierte oder für den Autor beziehungsweise dessen Gewissen selbst; das spielt nicht wirklich eine Rolle.

Fest steht nur: es ist nach wie vor schmerzlich zu sehen, was in und mit dieser Welt geschieht. Natürlich – und in Anbetracht dessen, dass es etwas vermessen ist einen derartigen Überblick für sich zu beanspruchen – könnte man sich dabei auch nur auf den nächst greifbaren Schauplatz beschränken; also den Ort und das Land, in dem man gerade lebt. Doch ganz egal ob nun in den USA, Europa, Deutschland im speziellen oder anderswo auf der Welt – es ist gelinde gesagt der Wahnsinn, was sich im Laufe der vergangenen 2 Jahre im Zusammenhang mit der Pandemie ergeben respektive herausgestellt hat. Ob nun im medizinischen, politischen; aber eben auch zutiefst menschlichen Sinne. Und das, wohlgemerkt – aufgrund eines Virus und dessen mutierten Varianten. Eines Virus, welches an dieser Stelle nicht noch einmal näher definiert werden soll – dessen tatsächliche physische Auswirkungen aber nur wenig mit dem allseits postulierten Schrecken und den damit einhergehenden Fatalitätsgedanken korrespondieren; trotz der relativ hohen Verbreitungs- und Ansteckungsraten. Glücklicherweise, sollte man meinen.

Dennoch – und das merken langsam auch viele derjenigen, die den medizinischen, politischen und medialen Wortführern dieser Zeit nahezu uneingeschränkt an der Zunge geklebt haben – hat das Virus einen Schaden hinterlassen. Einen immensen Schaden sogar – der alles andere als auf die schnelle behoben werden kann, und der sich vor allem für eines nicht eignet: dazu, vergessen oder den Tisch gekehrt zu werden. Wohlgemerkt soll sich nach wie vor niemand diskriminiert oder gar beleidigt fühlen – und schon gar nicht diejenigen, die tatsächlich mit schwerwiegenden Folgen einer Infektion mit dem Virus in Verbindung gebracht werden können. Nein, auch die Toten sollen nicht verunglimpft werden; ganz gleich woran genau sie gestorben sind – womit dieser Beitrag bereits mehr unternimmt als unsäglich viele andere, die etwaige Corona-Zahlen im Sinne ihrer ganz eigenen Statistik manipulieren und instrumentalisieren. Schließlich, und das ist nur eine der großen, dabei aber eher in den Köpfen als in den Körpern der Menschen zu verortenden Folgen der Pandemie – haben viele bereits bewiesen, wie weit es mit ihrer persönlichen Rücksichtnahme, Solidarität und offenbar nur vermeintlichen Herzenswärme tatsächlich her ist. Wenn, ja wenn es dabei nur um Dinge geht; die nicht so recht und schon gar nicht spontan ins eigene Weltbild passen möchten – wie etwa die Existenz von Menschen, die sich partout nicht gegen das Corona-Virus impfen lassen möchten. Oder aber, und das ist noch grundlegender; die Existenz von unerträglich viel Schmerz, Leid und Tod – ganz ohne einen Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Denn ja, und eine solch schnippische Bemerkung sollte in Anbetracht des allgemeinen Wahnsinns unserer Zeit durchaus erlaubt sein: auch das soll es geben.

Tatsächlich hat die Pandemie damit nicht nur einzelne Menschen, sondern die gesamte Gesellschaft erschüttert. Und das, noch einmal; nicht aufgrund der tatsächlichen Folgen einer korrespondierenden Erkrankung (die ebenfalls vorhanden sind, insgesamt betrachtet aber eine eher untergeordnete Rolle spielen; erneut glücklicherweise) – sondern vielmehr aufgrund der Folgen der Maßnahmen zum vermeintlichen Schutz der Bevölkerung, der allgegenwärtigen Verbreitung einer teils irrationalen Angst und der Diskriminierung und Ausgrenzung andersdenkender. Das erschreckende hierbei ist nicht einmal, dass es exakt so gekommen ist – sondern vielmehr, dass ein Großteil der Bevölkerung in einen passiven, geradezu agitierten Zustand verfallen ist – und mittlerweile auch die offensichtlichsten Missstände akzeptiert. Im Rahmen einer übergeordneten Sorge, versteht sich – oder aus einem fehlgeleiteten Pflichtgefühl heraus. Noch erschreckender als die fehlende Weitsicht und die mehr und mehr schwindenden menschlichen Züge der Bevölkerung ist dann wohl nur noch, dass ein Großteil der Politiker, Mediziner und in den Medien tätiger Menschen weiterhin an den bereits mit dem Beginn der Pandemie etablierten Dogmen festhält – und grundsätzlich all das befeuert, was man zuvor für schlecht beziehungsweise sogar grundsätzlich falsch gehalten hätte. Insoweit hatten diejenigen, die sich schon früh kritisch gegenüber einigen Dingen geäußert hatten; mindestens mit einer Sache Recht: uns würde eine schwere Zeit bevorstehen, die nicht nur lange anhält – sondern auch einige Dinge auf den Kopf stellt. Oder genauer gesagt: eine Zeit, in der einst unumstößliche Werte gnadenlos umkehrt werden.

Und so leben wir – oder zumindest die meisten – auch am Ende des Jahres 2021 noch in ständiger Angst vor Corona respektive den immer neuen Virus-Varianten – die keine allzu große Überraschung waren und sind. Die dem Geschehen so gesehen stets ein wenig hinterherhinkenden Impfstoffe haben (wie von einigen vermeintlich bösen Zungen erwartet) nichts oder nur wenig zu einer wie auch immer gearteten Auflösung der Situation beigetragen – was spätestens dann offiziell bestätigt werden wird, sollte es einen neuen allgemeinen Lockdown geben. Die Gesellschaft wird durch Klassifizierungen in geimpfte, erkrankte, genesene, getestete, ungeimpfte (oder gleich wilde Kombinationen aus mehreren einzelnen Status) gespalten. Überall soll und muss getestet werden, auch wenn (von der allgemeinen Aussagekraft der Tests, der Belastung der Umwelt, dem finanziellen Ertrag für einige wenige einmal abgesehen) der Alltag respektive das ganze Leben dadurch massiv eingeschränkt wird. Kinder müssen nach wie vor Schutzmasken tragen, leben in ständiger Angst und entwickeln schwere psychische Folgeschäden. Menschen verlieren ihre Jobs, entweder aufgrund der Maßnahmen – oder aufgrund dessen, dass sie zwanghaft zu einer Impfung angehalten werden. Menschen, die auch nur teilweise anders denken als die neue vermeintliche Mehrheit werden ausgegrenzt und diskriminiert.

Doch das ist nicht alles, schließlich scheint man den einzigen Ausweg aus dieser Misere im Einführen immer neuer (und noch kruderer) Maßnahmen zu sehen. Gewissermaßen ist das auch verständlich und abermals zutiefst menschlich – schließlich beschreibt eine allgemeine Machtlosigkeit eines der Dinge, denen sich niemand gerne stellt. Ein sehr gutes Beispiel dafür etwa ist die Impfung von Kindern (nein, nicht die allgemeine; sondern speziell die gegen Covid-19) – die rein wissenschaftlich betrachtet keinen nennenswerten Effekt haben sollte und auch davon abgesehen enorm vorsichtig und kritisch betrachtet werden muss – die aber dennoch erwogen und in den meisten Fällen vollzogen werden wird. In wie weit dies das allgemeine Pandemie-Geschehen beeinflussen soll (Schwere einer Infektion bei Kindern, Sterblichkeitsrate im Verhältnis zu schwerwiegenden Nebenwirkungen der Impfung), dass wissen bestenfalls höhere Mächte – aber es wird gemacht. Und das nur damit hinterher niemand sagen kann, er wäre untätig gewesen. Vielleicht also sollte man sich gerade in diesen Zeiten endlich wieder einmal damit befassen wann und wo es an der Zeit dafür ist, als Mensch einmal nicht in einer besseren Rambo-Manier in die Dinge respektive das Geschehen einzugreifen. Dennoch ist in Anbetracht des aktuellen Status Quo davon auszugehen, dass das Ankämpfen gegen die allgemeine Machtlosigkeit weiterhin vonstatten gehen wird – ganz egal mit welchem Ergebnis. Damit bleibt lediglich zu hoffen, dass zumindest eine nachträgliche Aufarbeitung der Ereignisse stattfinden wird, und zwar in alle Richtungen – und natürlich, das mögliche Verstöße und Straftaten geahndet werden, und das ebenfalls in alle Richtungen.

Aber es gibt auch kleinere Lichtblicke. Vornehmlich in Form von Menschen, die selbst in diesen schwierigen Zeiten einen kühlen Kopf bewahren – und ihr absolut bestes geben, andere aufzuklären und ihnen die Hand zu reichen. Und nein, damit sind nicht etwa jene Personen respektive regelrechte menschliche Galionsfiguren gemeint, die seit einiger Zeit für das ein oder andere bereits erwähnte Lager (beispielsweise das der Impf-Befürworter oder der Impf-Gegner) sprechen – sondern solche, die sich an der absoluten Basis orientieren und für eine allgemeine Menschlichkeit plädieren. Denn gerade die ist es, die uns als Bevölkerung mehr und mehr abhanden zu kommen scheint – unabhängig davon in was für einem Land wir leben und welche Regeln und Gesetzmäßigkeiten gerade gelten. Anders gesagt: selbst unter den widrigsten Umständen kann, nein muss man als Einzelperson und Gesellschaft Menschlichkeit zeigen – es sei denn natürlich, man beansprucht diese gar nicht erst für sich selbst. Doch in so einem Land, an so einem Ort sollte wahrlich niemand gerne leben wollen; auch nicht die vermeintliche Mehrheit der Bevölkerung. Es gilt also mehr denn je, und dies passt gewissermaßen auch zum ursprünglichen Gedanken der Weihnachtszeit; seinen Mitmenschen – ganz egal zu welcher Fraktion sie nun gehören oder über welchen Status sie verfügen – Gehör zu schenken und sie als das zu betrachten, was sie sind: Menschen.

Der einzige Weg aus der großen Misere sollte damit klar sein: es ist der Weg des Humanismus. Sicherlich mag das eher simpel oder wahlweise auch hoffnungslos utopisch klingen, doch spricht hier niemand von einem vollendeten Prinzip. Es reicht bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn ein jeder Todesfall (und nicht nur ein mit Covid in Verbindung zu bringender) tragisch und theoretisch einer zu viel ist, wenn unter Umständen auch höher gestellte Personen aufgrund demokratiefeindlicher Aussagen und Handlungen zur Rechenschaft gezogen werden können, wenn Kinder wieder Kinder sein dürfen (ohne Masken, Tests, fragwürdige Impfungen oder etwaige einschränkende Verbote); kurzum: wenn Menschen nicht mehr aufhören Mensch zu sein, weil sie eine wie auch immer geartete Ansteckung befürchten oder sich von einer allgemeinen Angst beherrschen lassen – dann werden wir auch diese unrühmliche Zeit hinter uns lassen können. Denn, und noch einmal: nicht das Virus ist das Problem, zumindest nicht das vordergründige. Fest steht: mit Herz, Verstand und sicher auch einer großen Portion Arbeit (auf Seiten der Bevölkerung, aber langsam auch wieder der Wissenschaft – etwa durch neue Behandlungsmethoden, Medikamente oder das Plädieren für einer bessere Versorgung) werden wir es in den Griff bekommen. Zumindest soweit, dass es einiges von seinem allgemeinen Schrecken verliert.

Wenn dieser Punkt erreicht ist wird schließlich nur noch das übrig bleiben, was das Virus direkt oder indirekt ausgelöst und leider auch offenbart hat. In der Gesellschaft, in der Politik – aber auch in uns. In der Tat könnte selbst ein noch deutlich gefährlicheres und tödlicheres Virus nur von einer solch fatalen und breit gefächerten Wirkungskraft träumen – sodass es spätestens jetzt an der Zeit ist, etwas zu verändern. Und natürlich auch, gewisse Dinge (welche die Grenzen des für uns möglichen überschreiten, zumindest derzeit) zu akzeptieren – wie etwa die Tatsache, dass wir bestimmte Viren und theoretische Gefahren niemals völlig von uns fernhalten können. Wir sollten uns die Hand reichen, uns arrangieren und das beste aus der Situation machen – nein, eigentlich müssen wir das sogar. Ansonsten bleibt auf dem Weg bis zur nächsten Pandemie (deren Entstehung leider nicht unwahrscheinlich ist) nicht mehr viel übrig, was es noch wert wäre gerettet zu werden.

In diesem Sinne: eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2022.


Im Namen Der Menschlichkeit… Reißt Euch Zusammen

Egal ob Mann, Frau – oder doch etwas anderes. Egal ob „hetero“, „homo“, „bi“ oder vielleicht auch gar nichts. Egal ob weiß oder schwarz, klein oder groß, jung oder alt. Egal ob an Corona erkrankt oder nicht, Egal ob geimpft oder ungeimpft. Die Weihnachtszeit naht.

Und wenn man dem christlichen Glauben schon sonst nichts abgewinnen kann, so kann man zumindest versuchen sich an nur einer Sache zu orientieren: der Barmherzigkeit und der einstigen Heiligkeit dieser Zeit.



Wobei diese ganz gewiss nichts mit einem falsch ausgelegten, aus Gründen der persönlichen Bereicherung instrumentalisierten Solidaritätsgefühl am Hut hat – welches vornehmlich dazu dient, gewisse Machtstrukturen zu untermauern oder gar komplett neu auszuloten. Wie kann jemand, der sich nicht impfen lässt, unsolidarisch sein – diejenigen, die aus dem sicheren Gefühl einer Gruppe heraus über eine Minderheit bestimmen wollen, und das wenn es sein muss mit Gewalt; aber solidarisch ? Anders gefragt: misst sich wahre Solidarität wirklich an der Mehrheit ? LASST EUCH IMPFEN ODER LASST ES SEIN – aber zwingt die Menschen nicht etwas zu tun, was sie nicht möchten. Und schon gar nicht solltet ihr Gewalt anwenden, um eure Ziele zu erreichen – denn Gewalt erzeugt nur Gegengewalt. Und Gewalt, die ist in Bezug auf das Ergebnis immer gleich.

Wahre Nächstenliebe kennt keinen Status, man kann sie aufbringen – oder auch nicht. Es liegt an jedem selbst, darüber zu entscheiden. hinterfragt euer handeln, sprecht mit eurem gewissen. am besten jetzt gleich – Und nicht erst, wenn es dafür bereits zu spät ist.

Nisi Dominus aedificaverit domum,
in vanum laboraverunt qui aedificant eam.
Nisi Dominus custodierit civitatem,
frustra vigilat qui custodit eam.
Vanum est vobis
ante lucem surgere.
Surgite
postquam sederitis,
qui manducatis panem doloris.

Cum dederit dilectis suis somnum.
Ecce haereditas Domini,
filii:
merces fructus ventris.
Sicut sagittae in manu potentis,
ita filii excussorum.
Beatus vir qui implevit desiderium suum ex ipsis:
non confundetur
cum loquetur inimicis suis
in porta.

Gloria patri et filio
et spiritui sancto
Sicut erat in principio
et nunc et semper
et in saecula saeculorum.
Amen.


In diesem Sinne wünscht Oliverdsw.de eine frohe Weihnachtszeit. Allen, aber auch wirklich allen.

Ein-Satz-Festellungen & -Lösungen Für Dringliche Probleme

Alltags-Rassismus & -Debatten

Rassismus soll dort bekämpft werden wo er nachweislich vorkommt, und nicht dort wo man ihn vermutet oder mit verqueren Gedankenspielen hinein-interpretiert.

Benzin- und Strompreise

Eine Regierung, die jahrzehntelang genutzte Rohstoffe plötzlich immer teurer respektive irgendwann unerschwinglich macht (oder Entwicklungen wie diese zulässt), handelt gewagt – erst Recht, wenn keine sinnvollen Alternativen angeboten werden.

Black Lives Matter

Ja, unter anderem – aber nicht nur schwarze oder weiße Menschenleben zählen, sondern alle.

Christentum

Eine der Weltreligionen, deren Bedeutung mehr und mehr schwindet – wobei man nicht genau weiß ob man darüber lachen oder doch eher weinen sollte.

Corona-Virus (Covid-19)

Gibt es, und wird es immer geben – in der einen oder anderen (abgewandelten) Form.

Frauenquote

In einer funktionierenden Demokratie und Leistungsgesellschaft braucht es keine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote.

Gender-Sprache

Wer glaubt, dass es eine Anpassung (oder eher Neutralisierung) der Sprache bedarf um eine geschlechtsspezifische Gerechtigkeit herzustellen; sollte sich zunächst mit seinen jeweils ganz eigenen Unzulänglichkeiten und Komplexen beschäftigen.

Gender-Wahn

Menschen, die sich weder dem einen oder dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen (oder dem jeweils anderen, entgegen ihres eigentlichen biologischen Geschlechts) gab es schon immer; und wird es immer geben – es gibt keinen Grund zur Panik; aber auch keinen, diese zumeist & aus psychologischer Sicht eher tragischen Fälle auf ein wie-auch-immer geartetes Podest zu stellen oder zu glorifizieren.

Internet-Kriminalität

Wenn man einen Großteil seines Lebens in das Internet verlagert respektive dort stattfinden lässt, so wird auch die Kriminalität zunehmen – und vermutlich noch größere Ausmaße annehmen, je weiter dieser Prozess voranschreitet.

Islam

Kann als „gefährlich“ eingestuft werden, wenn er falsch ausgelegt wird – womit er sich nicht von anderen Religionen unterscheidet.

Kirche

Ein Verein mit auffallend maroden, teils sogar gefährlichen (Macht-)Strukturen und einem veralteten, unflexiblen Konzept.

Klima

Der einzelne Bürger eines einzelnen und vor allem kleinen Landes (wie Deutschland) kann den Klimawandel (sofern er so stattfinden wird wie vorausgesehen) nicht aufhalten geschweige denn das Klima positiv beeinflussen – wobei entsprechende Bemühungen selbst im Zusammenschluss aller Bürger eher für Bevormundungen und Drangsalierungen sorgen werden als eine wirkliche Auswirkung auf das (Welt-)Klima zu haben.

Migranten

Es gibt so etwas wie eine (moralische) Verpflichtung privilegierter Länder, Menschen aus anderen Ländern in einer Notlage zu helfen; allerdings auch nur bis zu einem bestimmten Grad und wenn sich diese wirklich in einer Notlage (das heißt etwa: keiner rein finanziellen) befinden – und sich an die mit der Migration verbundenen, für sie jeweils neuen Gesetzmäßigkeiten halten.

Politiker

Sollten eigentlich für das Wohl einer Bevölkerung kämpfen, sorgen sich aber oftmals nur um sich selbst und ihre eigene Bereicherung.

Mehr Als 100 000 Menschen Sind In Deutschland An Oder Mit Covid Gestorben

„Die Zahl der Corona-Toten hat eine traurige Marke überschritten. Und täglich kommen dieser Tage Hunderte von Fällen hinzu. Die Impfung hat das Sterben gebremst. Dennoch könnte die Zahl der Toten noch deutlich steigen.“ Quelle: https://www.nzz.ch/wissenschaft/deutschland-mehr-als-100-000-corona-tote-ld.1657042

Relativ Unbestreitbare Tatsachen Im Zusammenhang Mit Corona

An dieser Stelle – und da viele Argumentationen zwischen Impf-Befürwortern und Impf-Gegnern mittlerweile entweder im Sande verlaufen oder von einem schier unüberwindbaren gegenseitigen Hass geprägt sind – soll(t)en hier einmal einige jener Stichpunkte aufgeführt werden, die weder die eine noch die andere Seite widerlegen kann. Wenn man so will könnte man auch von den unumstrittensten der vielen oftmals nur vermeintlichen „Corona-Tatsachen“ sprechen – die im besten Falle dabei helfen können, dass sich die beiden Gruppen wieder einander annähern. Und das schlicht, indem man sich auf gewisse Grundlagen stützen kann, stützen sollte – die vor allem auf Seiten der sogenannten Impf-Befürworter immer seltener zu sehen und zu hören sind. Deshalb, und das ist bitte nicht falsch zu verstehen; wird es an dieser Stelle auch weniger Argumente geben, die Impf-Gegner oder generell kritische Menschen zum Nachdenken anregen sollen. Denn, und auch das ist eine erwiesene Tatsache: selbige denken oftmals schon ausreichend nach. Wenn auch nicht immer mit einem konkreten oder die Gegenseite zufriedenstellendem Ergebnis, wie auch immer das Aussehen könnte – aber, und auch diesen Satz kann man nicht oft genug sagen: auch das muss eine funktionierende Demokratie aushalten. Vornehmlich also wird es an dieser Stelle um eine; man nenne es Erschütterung gehen. Eine Erschütterung der Grundfeste all jener, die (ob schon immer oder erst seit neuestem) strikt an die Aussagen und vermeintlichen Wahrheiten glauben, die ihnen seitens der Regierung und der Medien nahegebracht werden. Denn, und auch das sollten mittlerweile die meisten wissen: nicht nur die unbelehrbarsten aller „Querdenker“ (mit Ausmaßen in Richtung allzu makaberer Verschwörungstheorien) erzählen manchmal einiges an Unsinn – auch die Gegenseite. In diesen Tagen sollte man vielleicht sogar eher sagen: gerade die Gegenseite. Gingen wir also von einer allgemeinen Prämisse aus, die dem allgemeinen Tenor der Politik und der Medien entspricht; könnte sie in etwa wie folgt aussehen:


„Im Umgang mit der gefährlichsten Pandemie aller Zeiten haben wir (vereinfacht: das Land Deutschland) so gut wie alles richtig gemacht. Keine der bisher getroffenen Entscheidungen ist es wert, sie noch einmal zu überdenken; selbst wenn es sich um erhebliche und so noch nie dagewesene Einschnitte in die Grundrechte der Bürger gehandelt hat. Immerhin, und das wissen nun auch die Kinder; befinden wir uns inmitten einer tödlichen Pandemie – die so gut wie alle Mittel rechtfertigt. Ja, auch das Mittel einer allgemeinen Angst und Panik – selbst, wenn dadurch ebenfalls unzählige Menschen zu Schaden kommen (physisch, psychisch, wirtschaftlich). Niemand der Verantwortlichen hat jemals einen gröberen Fehler gemacht, eine Rechtfertigung auch für getroffene und im Nachhinein erwiesenermaßen falsche Aussagen ist in Anbetracht der Notlage nicht nötig. Unser Gesundheitssystem ist stabil, es gibt keine Korruption oder Lügen, die Impfung ist der Weg aus der Pandemie. Diskriminierungen gegen Andersdenkende und speziell Impfgegner sind nicht nur erwünscht – sondern gehören im Sinne der Solidarität zu unserer neuen, funktionierenden Gesellschaft.“


Dem ist zu widersprechen, denn:


1. Nach mittlerweile 2 Jahren der Pandemie sollten wir es endgültig wissen: das Coronavirus SARS-CoV-2 ist kein „Killer-Virus“.

Vielmehr handelt es sich um ein Virus, welches in Folge seiner Mutationen eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit sich bringt, auch noch nach der eigentlichen Erkrankung Folgen für die Betroffenen haben kann; und das unter Umständen (das heißt vor allem bei älteren und vorerkrankten Menschen) tödlich sein kann – nicht mehr und nicht weniger. Inmitten einer globalen Pandemie, in der ein Gebaren wie das in den letzten 2 Jahren stattgefundene auch nur ansatzweise gerechtfertigt erscheinen würde; müssten die Auswirkungen klar anhand der Mortalitätsraten (wie viele infizierte respektive erkrankte sterben an einer Infektion) oder den allgemeinen Sterbefallzahlen ersichtlich sein. Anders gesagt: man bräuchte keine Vermutungen oder düsteren Prognosen; man bräuchte einen tatsächlichen Bezugspunkt, eine stichhaltige Rechtfertigungsgrundlage. Und sei es, dass diese aus einem anderen Land stammt. Da dies bis heute nicht der Fall ist, und auch ein theoretischer Wegfall aller getroffenen Maßnahmen offenbar ebenfalls nicht zu einem signifikanten Anstieg führen dürfte; sollte man die Gefährlichkeit des Corona-Virus nicht überbewerten. Zumindest nicht derart drastisch, wie es nach wie vor der Fall ist. Natürlich sollte man es auch nicht unterschätzen – doch diese Gefahr laufen wir und der Rest der Welt bekanntlich schon länger nicht mehr. Schon gar nicht aber rechtfertigt die reine Existenz des Virus (der demnächst überall dort, wo er schon einmal aufgetreten ist endemisch werden wird, uns also für immer umgeben wird) nicht automatisch alle getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

2. Die Lage in den Krankenhäusern war und ist angespannt, ja. Die Gründe dafür sind allerdings eher beschämender Natur.

So mag es durchaus sein, dass der Anteil an Corona-Patienten zu einer Mehrbelastung der Krankenhäuser, des Pflegepersonals und auch der Belegung der Intensivbetten geführt hat. Allein dass dies so ist, gleicht allerdings einem Armutszeugnis – denn nüchtern betrachtet waren die Zahlen nie derart hoch, dass man von alarmierenden Zuständen hätte sprechen müssen. Wenn, ja wenn man das Gesundheitssystem nicht hoffnungslos kaputt gespart, größtenteils privatisiert, eher Gewinne als Gesundheit in den Fokus gestellt sowie den allgemeinen Pflegenotstand (etwa durch fehlende Anerkennung, schlechte Arbeitsbedingungen, massive Mehrbelastungen, Androhung einer Impflicht) nicht direkt mit zu verantworten hätte. Zwar sind nachweislich einige Gelder geflossen, die diesen Probleme hätten entgegenwirken sollen – doch verändert hat sich, bis auf die leider übliche persönliche Bereicherung einiger weniger; wie so oft nichts.

3. Wir gehen nicht gut mit Alten oder kranken Menschen um.

Vielmehr sperren wir jene Alten weg und hoffen, wir könnten sie isolieren – bis das Virus sich auf irgendeine Art und Weise doch noch einen Weg sucht und dabei selbst vor vollständig geimpften keinen Halt macht. In diesem Falle kann man getrost von einer doppelten Bestrafung sprechen: Menschen verhalten sich uneigennützig, folgen den für sie schwer zu akzeptierenden Regeln – doch als Lohn wartet am Ende (und im schlimmsten Fall) doch nur der Tod. Menschen, die dem Tod bereits ohnehin nahe stehen dürfen keinen würdigen Abschied erfahren. Menschen, deren Todesurteil bereits besiegelt ist dürfen ihre letzten Tage nicht mehr so gut es geht genießen – sondern dürfen nichts mehr, erst Recht natürlich nicht sich mit dem Corona-Virus anstecken.

4. Wir gehen nicht gut mit Kindern um.

Wir erzählen ihnen, dass sie bei Unvorsichtigkeit für den Tod der eigenen Oma oder des Opas verantwortlich sein könnten. Wir zwängen ihnen Alltags-Masken (die schädlich sein können, wenn sie nicht richtig verwendet werden) und Abstandsregeln selbst im Freien auf, deren Wirksamkeit nach wie vor streitbar ist. Wir machen ihnen allgemein Angst und sorgen für Panik auch im Alltag – obwohl wir nur das vermeintlich beste für sie wollen. Die wahren Folgen dieses Hygiene-Fanatismus werden sich erst in einigen Jahren offenbaren, doch fest steht auch: es werden mehr, je länger die Maßnahmen andauern oder je unspezifischer sie ausfallen.

5. Die Impfung ist nicht der Weg aus der Pandemie, sondern lediglich ein Versuch respektive Hilfsmittel.

Dies gilt solange, bis es irgendwann einmal wirklich effektive Impfstoffe geben könnte – die nicht nur den geimpften selbst schützen, sondern die darüber hinaus auch einen ausreichenden Fremdschutz inkludieren und erwiesenermaßen wenig Nebenwirkungen haben. Zum jetzigen Zeitpunkt aber – und mit den Impfstoffen die zur Verfügung stehen – ernsthaft über eine Impfpflicht nachzudenken, zeugt von einer globalen Hilflosigkeit – jedoch nicht von Menschlichkeit.

6. Aufgestellte Regeln sind nicht immer automatisch gut, nur weil sich jemand dafür verbürgt.

Es mag sie geben – Regeln oder Versuche die Corona-Pandemie einzudämmen, die tatsächlich einen messbaren Effekt haben. Nur sollte man diese Regeln auch ständig überprüfen, und sie im Falle eines allzu geringen Effekts revidieren. Man sollte zu Fehlern und Fehlentscheidungen stehen, und sie nicht wiederholen. Auch sollte man keine Entscheidungen treffen, die im besten Fall einen minimalen Effekt haben; in Wahrheit aber etwas ganz anderes bezwecken – wie die 2G-Regel, die im Grunde nur noch mehr Menschen dazu bringen soll, sich impfen zu lassen. In einem System, in dem die faktisch beste Art der Kontrolle (hier wären es Tests) weniger Aussagekraft hat als eine von der Obrigkeit beschlossene Regel, die noch dazu die Gesellschaft spaltet – kann irgendetwas nicht stimmen.

7. Andersdenkende sollten niemals pauschal diskriminiert werden, Denunziantentum niemals staatlich unterstützt.

Eine Gesellschaft beziehungsweise Politik, die bestimmte Personengruppen öffentlich diskriminiert respektive dazu auffordert, hat sich ihrer Existenzgrundlage beraubt. Natürlich unter Voraussetzung, dass sich diese Personengruppen nicht in irgendeiner Art und Weise schuldig gemacht oder schädlich verhalten haben – was bei Impfgegnern zumindest in Bezug auf die Impfungen gegen Covid-19 nicht der Fall ist, da die Impfungen noch keinen dauerhaften und / oder ausreichend starken Fremdschutz bieten.

Impf-Gegner Vs. Impf-Befürworter – Wir Sitzen Alle Im Selben Boot

Nein, und um die zugegebenermaßen recht reißerische Überschrift gleich wieder ein wenig zu relativeren: das neuerliche Ziel dieses Blogs liegt nicht darin, mit einem erhobenen Zeigefinger auf bestimmte Personengruppen zu zeigen – und sie mit allen Mitteln von der eigenen Wahrheit überzeugen zu wollen. Oder: sie bloßzustellen, zu diffamieren, auszugrenzen. Denn, und immerhin das ist schon lange kein Geheimnis mehr: dafür sorgen bereits die sogenannten Leitmedien, die dieses Land führenden Parteien, unzählige einzelne Politiker und noch viel mehr Menschen aus der Gruppe der selbst ernannten Moral-Apostel. Vornehmlich natürlich solche; die es gar nicht mehr erwarten können endlich in einer neuen, besseren Welt zu leben. Einer, in der es ganz bestimmt – etwa durch totale Überwachung, streng kontrollierte Maßnahmen oder wahlweise auch nur eine riesengroße Portion einer den Verstand ausklammernden Zuversichtlichkeit – keine Gefahren oder Krankheiten mehr gibt. Oder eher: einer Welt, in der derlei Konstrukte schlicht und einfach nicht mehr erlaubt werden. Es aber begab sich dass der Mensch sich erhob, und der Welt seinen Willen aufzwingen wollte…

Dennoch soll respektive muss an dieser Stelle zumindest eine Ausnahme gemacht werden. Eine Ausnahme, die tatsächlich einmalig bleiben wird (zumal sie ihre Gültigkeit nicht verliert) – und die ein für allemal aufzeigen soll, wer die wahren „Feinde“ der Gesellschaft innerhalb der nunmehr bald 2 Jahre andauernden Phase der Corona-Pandemie sein könnten sind. Dabei wird es sich dieses Mal nicht um einen längeren Text handeln, wie sonst eher üblich – sondern lediglich um eine kurze Aufstellung, die für jedermann verständlich und nachvollziehbar sein sollte. Gesetzt dem Fall, man konnte der psychologischen Massen-Indoktrination seitens der Lenker dieses Landes halbwegs standhalten und sich zumindest ein Fünkchen des jeweils (hoffentlich) vorhandenen Restverstandes erhalten. Dabei soll es weniger darum gehen wer oder was genau für den aktuell beobachtbaren Anstieg der Corona-Fallzahlen verantwortlich sein könnte – sondern vielmehr darum, wer eine wirkliche „Gefahr“ für sich selbst und seine Mitmenschen darstellt; selbstverständlich auch über den aktuellen Status der Pandemie hinaus. Begonnen werden soll mit denjenigen, auf die dies schon einmal – und definitiv – nicht zutrifft.

Es sind nicht die, die sich gegen das Corona-Virus haben impfen lassen oder dies noch werden.

Jeder, der sich impfen lassen möchte (ob gegen Corona oder andere Erkrankungen) sollte sich nach entsprechender medizinischer Beratung und Konsultation selbstverständlich dafür entscheiden dürfen – im besten Fall aus Überzeugung und / oder aus freien Stücken, oder aufgrund von allgemein überzeugenden Argumenten (beispielsweise im Rahmen einer Abwägung). Man sollte niemanden verunglimpfen, nur weil er sich für eine Impfung entschieden hat.

Es sind nicht die, die eine Impfung gegen das Corona-Virus befürworten

Wie im Falle von generellen Impf-Gegnern (siehe weiter unten) erscheint es manchmal beinahe ebenso schwierig mit; man nenne sie absolut überzeugten Impf-Befürwortern zu sprechen und umzugehen. Vor allem natürlich solchen, die sich selbst gegen wissenschaftliche Argumente sperren oder noch immer zu ihrem selbst auserkorenen Allheilmittel stehen, wenn die Wirksamkeit längst widerlegt wurde (dies gilt im allgemeinen und beispielsweise auch für Medikamente – gemeint sind nicht explizit die Corona-Impfstoffe). Doch gilt auch hier, dass etwaige Meinungen zu respektieren sind. Wichtig ist nur, dass Befürworter dieser Praktiken noch immer zu einem Diskurs bereit sind – und damit einhergehend auch die Meinung des jeweils anderen zu akzeptieren; selbst wenn sie stark von der eigenen abweicht.

Es sind nicht die, die sich nicht gegen das Corona-Virus impfen lassen wollen.

In wie weit die Impfungen gegen das Corona-Virus beziehungsweise dessen Ausbreitung wirksam sind oder auch nicht, das wird sich im Endeffekt noch herausstellen. Nicht heute oder morgen – sondern erst in einiger Zeit. Für Feststellungen wie diese braucht man sich nicht als Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen, die eventuell ganz anderes behaupten. Etwa, dass die Impfung etwas ganz und gar gegenteiliges erreichen möchte – also beispielsweise eine bewusste Dezimierung der Bevölkerung. Natürlich wäre auch ein solches Vorgehen – theoretisch (und leider) – denkbar. Jedoch sollte es eher um Wahrscheinlichkeiten, und nicht um an den Haaren herbeigezogene Vermutungen gehen – was auch in Bezug auf die Nebenwirkungen der Impfung gilt. Nebenwirkungen sind niemals auszuschließen – ob sie im Rahmen der Corona-Impfungen vermehrt auftreten wird sich ebenfalls erst noch zeigen. Und gerade weil das so ist, sollte man sich eine Sache immer wieder vergegenwärtigen: dass wir uns mit der Impfung tatsächlich in einer Art Feldversuch befinden. Langzeit-Studien etwa kann es – de facto – nicht geben. Das mag hart klingen, ist aber an sich noch nicht einmal zu verurteilen – bedenkt man, dass man in Bezug auf das Corona-Virus von einer so noch nicht dagewesenen Notlage ausgegangen ist. Eine Notlage, die gewisse Handlungen erfordert – und in Anbetracht derer man nachvollziehbar besser dasteht, wenn man gewisse Dinge zumindest versucht hat. Nur sollte man im Nachhinein auch für etwaige Entscheidungen geradestehen – und es akzeptieren, wenn Maßnahmen eben doch nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Davon abgesehen ist es in Bezug auf die Impfung höchstwahrscheinlich, dass sie – vorausgesetzt sie funktioniert besser als es aktuell beobachtbar ist – lediglich ein Mittel auf dem Weg zur Bekämpfung der Pandemie darstellen wird. Ein Mittel – aber mit Sicherheit keine allumfassende, alternativlose Lösung. Wer nun also eine Impfung verweigert, ganz egal aus welchen Gründen – dessen Stimme soll beziehungsweise muss (in einer Demokratie) genauso gehört, akzeptiert und verstanden werden wie die jener, die sich haben impfen lassen.

Es sind nicht die, die Impfungen generell ablehnen

Eine funktionierende Demokratie muss auch das aushalten: Menschen, deren Weltanschauungen sich teils merklich von anderen, vielleicht verbreiteteren Meinungen unterscheiden. Wenn jemand der Meinung ist das Impfungen generell mehr Schaden anrichten als einen Nutzen haben, so muss man nicht auf Biegen und Brechen versuchen ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Nein, es geht hier nicht um (glücklicherweise seltene) extremere Fälle bei denen eine Diskussion schon eher angebracht respektive unabdinglich scheint – wie etwa wenn ein Kind in akuter Lebensgefahr schwebt, etwaige Behandlungmethoden seitens der Eltern aber aus religiösen oder anderen Gründen abgelehnt werden. Es geht lediglich darum, dass man es akzeptieren sollte wenn jemand mit einem vielleicht höheren Risiko (als mit einer Impfung) an einer Krankheit zu versterben durch das Leben gehen möchte – schlicht, weil dies eher seinem Weltbild entspricht. Die Voraussetzung ist dabei immer, das versteht sich von selbst; dass dabei keine Gefahr für andere ausgeht. Manche behaupten dies bereits von der Corona-Impfung – die, wenn sie nicht durchgeführt würde; einen Menschen automatisch zu einem Überträger oder gar indirekten Mörder macht. Auch hier gilt: es handelt sich um Vermutungen, aber nicht um bewiesene Tatsachen. Und: selbst wenn irgendwann einiges für eine höhere von ungeimpften ausgehende Übertragungsfähigkeit sprechen sollte, wird es sich um eher unwahrscheinliche respektive sich kaum auf das Gesamtgeschehen einer Pandemie auswirkende Umstände handeln.

Kommen wir nun also zu den wahren „Schuldigen“ (wenn man diesen Begriff unbedingt verwendeten möchte) respektive den vielleicht wirklich boshaften Menschen, von denen es aktuell (bzw. im Zuge der Pandemie) leider gar nicht allzu wenige zu geben scheint. Kurioserweise gerade weil eine Haltung wie die folgende offenbar von vielen geradezu „honoriert“ wird.


Es sind die, die sich aus verschiedensten Gründen blindlings und ohne selbst nachzudenken nicht nur auffällig bereitwillig einem neuerlichen Gesetz, einem neuen Dogma oder einer neuen Norm hingeben respektive unterwerfen – sondern auch die daraus resultierende „neue Welt“ zur einzigen Wahrheit erklären, keine anderen Meinungen mehr zulassen und all jene die anderer Auffassung sind theoretisch oder tatsächlich aus der Gesellschaft ausklammern.

Genau dieses Konzept, welches sonst eher im Rahmen verschiedener (Welt-)Religionen oder im Zuge eines Krieges mit anschließender Macht-Ergreifung auftritt; scheint schließlich mehr und mehr in Mode zu kommen; ja, zum sogenannten „guten Ton“ innerhalb der Gesellschaft zu gehören. Hier gilt es dann eben doch noch, den moralischen Zeigefinger zu erheben – und den Versuch zu unternehmen, solchen Menschen zumindest einmal den Spiegel vorzuhalten.

Filmkritik: „Poesía Sin Fin Aka Endless Poetry“ (2016)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Alejandro Jodorowsky
Mit: Adan Jodorowsky, Jeremias Herskovits, Brontis Jodorowsky u.a.
Land: Frankreich / Chile
Laufzeit: ca. 128 Minuten
FSK: nicht geprüft
Genre: Drama
Tags: Poesie | Kunst | Freigeist | Chile | Ibanez

Von Künsten und Künstlern, die noch lange nachhallen werden.

Inhalt: Nachdem er und seine Eltern dem kleinen Hafenstädtchen Tocopilla den Rücken gekehrt und in Santiago de Chile angekommen sind, begeistert sich der junge Alejandro Jodorowsky (Jeremias Herskovits) mehr und mehr für die Kunst der Poesie. Und das sehr zum Missfallen seines strengen Vaters (Brontis Jodorowsky), wie sich herausstellt – der seinen Sohn am liebsten in einer ehrbaren Position als Arzt sehen möchte. Seine Mutter (Pamela Flores) hält sich dagegen weitestgehend aus der Diskussion heraus – sodass Alejandro sichtlich froh ist neue Freunde zu finden, die ihn auf seinem Weg hin zu einem anerkannten Künstler unterstützen. Als bereits einige Jahre älterer junger Mann (Adan Jodorowsky) lernt er schließlich Enrique Lihn (Leandro Taub:) kennen, so gesehen ein wahrer Freund im Geiste – mit dem er viele Höhen und Tiefen des Lebens gemeinsam erlebt und in Form seiner Kunst verarbeitet. Am Ende aber steht wie so oft die Frage: für welchen Lebensweg wird sich der junge Künstler entscheiden ?

Kritik: Man erinnert sich… 2013, also noch vor gar nicht allzu langer Zeit zelebrierte das mittlerweile in vielerlei Hinsicht legendäre Multitalent Alejandro Jodorowsky (El Topo, Montana Sacra – Der heilige Berg) sein überraschendes filmisches Comeback. Tatsächlich aber war und ist LA DANZA DE REALIDAD (siehe Review) nur der erste Teil einer groß angelegten filmischen Autobiografie; oder eher: ein wichtiges Teilstück auf dem Weg hin zu einem neuen Gesamtkunstwerk – mit dem man so nicht unbedingt hätte rechnen können. Ein Gesamtkunstwerk, welches Fans und Freunde des chilenischen Poeten nur allzu gerne annehmen – und an welches nun mit dem Nachfolger POESIA SIN FIN angeknüpft wird. In inhaltlicher Hinsicht (und das sogar fließend), aber selbstverständlich auch in Bezug auf den ureigenen Stil des Altmeisters. Jodorowksy, der mit diesem Werk nicht weniger versucht als sein gesamtes bisheriges (Künstler-)Leben aufzuarbeiten und für die Nachwelt festzuhalten, geht dabei grundsätzlich exakt so vor wie man es von ihm gewohnt ist – oder auch, wie man es von ihm erwarten würde. Damit ist POESIA SIN FIN – wie auch ein Großteil seiner bisherigen Filme – als Werk zu bezeichnen, das auf vielerlei Ebenen stattfindet und funktioniert.

Vor allem aber ist es natürlich das klassische Kino, das heißt der klassische Film dem er mit POESIA SIN FIN einen Tribut zollt. Ein Kino, in dem es vorrangig nicht um plumpe oder gar massentaugliche Unterhaltung geht, gehen sollte – sondern um eine Kunstform, die durchaus auch von einem gewissen Protest begleitet werden kann und darauf ausgelegt ist, eine emotionale Reaktion auf Seiten des Zuschauers zu generieren. Somit erscheint es geradezu passend, dass auch ganz andere Kunstformen einen Einzug in POESIA SIN FIN feiern respektive von Jodorowsky auf ein Podest gestellt werden – auf dass sich die (imaginären) Welten des Kinos, des Zirkus, des Theaters und anderer freier Formen künstlerischer Mitteilungsformen vereinen; und es im besten Fall ermöglichen einen Diskurs über die ganz großen, alles umgebenden Fragen des Lebens zu führen.

In jedem Fall hat Jodorowksy, der sich auch in POESIA SIN FIN einer mitunter gewaltigen Bildsprache bedient; dabei nichts von seinem ursprünglichen Handwerk verlernt. Ganz im Gegenteil – auch heute noch schafft er es, und das quasi nebenbei; aus seinen Filmen weit mehr zu machen als eine bloße Aneinanderreihung verschiedener Einzelszenen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger LA DANZA DE LA REALIDAD, der grob betrachtet eher die frühe Kindheit Jodorowsky’s behandelt; steht dieses Mal klar seine endgültige (Ver-)Wandlung hin zu einem Lebenskünstler im Fokus – der aufgrund seiner persönlichen Entscheidungen in einen starken Konflikt sowohl mit dem Elternhaus als auch der faschistischen Gesellschaft gerät. Wie, ja wie sollte man sein Leben glücklich leben können; wenn man ein Freigeist oder auch Künstler ist – während sich die Menschen um einen herum offenbar nur allzu gerne in ein diktatorisches Korsett zwängen lassen, um daraufhin jeden der von der neu festgesetzten Norm abweicht zu verfolgen ? Fragen wie diese ziehen sich in der ein oder anderen Form wie ein roter Faden durch den Film, der dabei natürlich auch nicht vor einigen; man nenne sie gewöhnungsbedürftigen Szenen Halt macht – in denen es vor allem um Nacktheit, Sex oder Gewalt geht.

Im Gegensatz zu den früheren Filmen Jodorowsky’s aber kann man hier relativ getrost von einer eher harmlosen Ausführung derselben sprechen – zumindest, wenn man nicht ganz so zart besaitet ist. Und auch die Angst oder Befürchtung mancher, der Film könnte allzu surrealistische Züge annehmen ist unbegründet – tatsächlich handelt es sich sogar um einen Film, dem man auch im herkömmlichen Sinne recht gut folgen kann. Mit dem Unterschied, dass sich einzelne Szenen oder Set-Designs (wie etwa alles im Zusammenhang mit der Bar) unweigerlich in das Gedächtnis des Zuschauers einprägen werden. Wie selbstverständlich auch etwaige kleinere Seltsamkeiten, etwa in Form der schwarz verhüllten Figuren – welche den Charakteren stets einige Dinge anreichen und somit als gesichtslose Diener fungieren. Wie schon zuvor ist an POESIA SIN FIN dabei vor allem eines markant: das schier grandiose Schauspiel, welches dem ursprünglichen Begriff dieser Kunstform – und das sicherlich zur Freude Jodorowsky’s – allemal gerecht wird. Allein die Liste der Darsteller zu lesen sollte bei manchem für ein angenehmes Kribbeln sorgen; schließlich sind es erneut die Familienmitglieder (und Freunde) aus dem Clan der Jodorowskys, die hier beherzt selbst mit anpacken – und dabei gar kultverdächtige Darbietungen abliefern. Aber auch das ist so gesehen nichts neues, sondern eher Tradition im Hause Jodorowsky – eine Tradition, die zeitlos ist und die man nur begrüßen kann.

Ein klein wenig Kritik muss sich POESIA SIN FIN dann aber doch gefallen lassen. Dabei sind es nicht unbedingt die bei einer Spielzeit von immerhin rund 130 Minuten auftretenden Längen, die sich als störend erweisen – sondern vielmehr ein; man nenne es fehlender Funke in der Gesamtwirkung. Der direkte Vorgänger LA DANZA DE LA REALIDAD wirkte insgesamt eben doch noch etwas runder, universeller, poetischer, majestätischer – was eventuell auch in der Tatsache begründet liegen könnte, dass Jodorowsky die vorherige Schaffenspause (zwischen The Rainbow Thief und LA DANZA DE LA REALIDAD liegen immerhin 23 Jahre) gut genutzt respektive für eine sinnvolle Entladung seiner gewissermaßen angesparten Kreativität gesorgt hat. POESIA SIN FIN dagegen wirkt dagegen – und im Vergleich – zumindest ein klein wenig vorhersehbarer, und wenn man so will auch konstruierter. Sicher, verflogen ist die Magie noch längst nicht – sodass es umso spannender wird, wenn irgendwann einmal der dritte Teil der Biografie in Filmform verwirklicht werden wird. Für einen Status als zeitloses Meisterwerk reicht es – in der einzeln betrachteten Form – aber leider nicht ganz. Dies wird sich vermutlich ändern, sobald die Trilogie als Ganzes erhältlich – und auch als Ganzes bewertbar – ist.


Bilder / Promofotos / Screenshots: © Pascale Montandon-Jodorowsky

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„Der Vorgänger war besser, aber dennoch – auch Poesia Sin Fin ist weniger ein Film als ein ganzheitliches Erlebnis.“

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SARS-CoV-2 Aka Covid-19 Aka Coronavirus: Das Finale Des Wahnsinns

Es ist wieder einmal an der Zeit – für einen Beitrag bezüglich des in der Überschrift angegebenen, zugegebenermaßen leidigen Themas. Dabei kommt das geschriebene Wort nicht aus dem Nichts, versteht sich – schließlich behalten alle bisher auf diesem Blog zum Thema veröffentlichten Beiträge weiterhin ihre Gültigkeit. Das gilt auch für die enthaltenen, teils weisen Voraussichten die sich – wenn nicht bereits geschehen – in Zukunft noch bewahrheiten werden. Denn eines steht fest: wer wirklich bemüht ist nachzudenken – und das gilt längst nicht nur in Bezug auf das Thema Corona –  sollte dies auch wirklich tun, und zwar über den (oftmals beschränkten) eigenen Horizont hinaus.


So können zum jetzigen Zeitpunkt abermals einige der ehemals „kühnen Thesen“ der sogenannten Verschwörungs-Theoretiker erneut aufgegriffen und, das mag für manche noch immer eine Überraschung sein; teils ohne große Aufregung bestätigt werden. Dabei kann man sich vornehmlich an Dinge wie die Diskussionen über die vermeintlich „absolut unrealistische Impfpflicht“ erinnern, die der Meinung vieler ausgewiesener „Experten“ nach niemals wirklich zur Diskussion stand. Nun aber stehen wir eben doch ganz woanders – und zwar am Ende des Jahres 2021. Natürlich, auch zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keine offizielle Impflicht – dafür aber ein frappierend ähnliches Konstrukt mit dem Namen Impfzwang. Doch ob nun Pflicht oder Zwang – das Ergebnis, respektive das festgelegte Ziel ist dasselbe; es handelt sich lediglich um Wortklauberei. Nicht umsonst sind die mit den beiden Schlagworten verbundenen Methoden ähnlich – mit Ausnahme einer möglichen Sanktion seitens des Gesetzgebers, als letzte potentiell erdenkliche Eskalationsstufe. Doch vom auf die Menschen ausgeübten Druck über eine gesellschaftliche Ächtung bis hin zum (nicht nur räumlichen) Ausschluss derjenigen die sich weigern deckt sich bekanntlich jetzt schon vieles. Oder wie sollte man es sonst nennen, dass man nur noch am gesellschaftlichen Leben (in etwa: Restaurantbesuche, Kino, Bäder, Freizeiteinrichtungen, Konzerte) teilhaben kann, wenn man den sogenannten „2G-Regeln“ als Ausmaß einer so noch nie dagewesenen; man nenne sie einmal Gesundheitskampagne folgt ?

Und damit einer Regel, die; man darf es ruhig sagen, selbst bei nur geringfügig vorhandenem Vorwissen wenig bis keinerlei Sinn ergeben kann. Zum einen, da sie weitaus weniger Sicherheit als die vermeintlich gnädigere „3G-Regel“ bietet, was gewissermaßen logisch erscheinen sollte  – nach jetzigem und sicherlich auch künftigem Wissensstand sind Testungen (die ebenfalls einiges an Angriffsfläche bieten) noch immer aussagekräftiger als ein Impfstatus an sich. Und zum anderen natürlich, da eine Regel wie diese schlicht unmenschlich ist – sowohl von ihrer Idee als auch Durchführung her. Auch hier zeigt sich einmal mehr: etwaigen Verschwörern war wieder einmal mehr zu glauben als vielen anderen. Allemal interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass man eben jene noch halbwegs als nachvollziehbar zu bezeichnende 3G-Regel – sofern sie zeitlich begrenzt wäre und nur als absolutes Notfall-Instrument fungieren würde – trotz ihrer theoretisch besseren Wirksamkeit nach und nach abschafft respektive unattraktiv macht (Stichwort Selbstkosten). Und erneut gilt: niemand fragt, warum.

Wie war das überhaupt mit der irrwitzigen Behauptung, dass man als gesunder Bürger in Zukunft nicht mehr viel zu lachen haben würde ? Tatsächlich scheint der Begriff des „gesunden Menschen“ schon gar nicht mehr existent. Entweder man war bereits erkrankt (ist also „genesen“), ist geimpft, eventuell noch getestet – oder aber ein Gesunder Impfgegner. Mit dieser, man nenne sie Vorgehensweise respektive Kategorisierung (die sowohl von der Regierung als auch den Medien tagtäglich befeuert wird) hat man vor allem eines erreicht: dafür gesorgt, dass sich zwei relativ klare Lager ergeben – und die gesellschaftliche Spaltung damit schon jetzt unumkehrbar geworden ist. Diese Lager werden nach jetziger Schätzung in den Größenverhältnissen von 85-90 (geimpft) zu 10-15 (ungeimpft) einpendeln, denn eines ist klar: eine Impfquote von 100% kann und wird nicht erreicht werden, weder hierzulande noch irgendwo sonst auf der Welt. Schlicht, da es nicht zuletzt Menschen gibt; die nicht geimpft werden können – wobei es mehr als schade ist, dass diese in keinen Diskussionen auftauchen respektive genannt werden. Und überhaupt, wer solidarisiert sich noch mit eben diesen Menschen ? Wird es irgendwann gar keine Toleranz mehr geben, selbst bei schwerkranken Menschen (ob in physischer oder psychischer Hinsicht) oder Kleinkindern respektive Neugeborenen ? Diese Frage kann man eigentlich bereits jetzt beantworten: höchstwahrscheinlich nicht.

Dabei ist gerade das zunehmende aggressive Verhalten ungeimpften gegenüber eine echte Bedrohung – und natürlich wahres Futter für (ehemalige) „Verschwörungstheorien“. Warum muss die Impfung – wenn sie doch so gut funktioniert und erfolgreich ist – von einer so noch nie dagewesenen, fast schon komödiantisch anmutenden; schlussendlich immer aggressiver werdenden Pro-Impfen-Kampagne begleitet werden ? Und: sollten diejenigen, die sich für eine Impfung entscheiden; nicht ausreichend geschützt sein – zumindest in einem solchen Maße, dass sie relativ bedenkenlos mit ungeimpften zusammenkommen können ? Offenbar lässt sich ein Großteil der Bürger nur allzu gern an der Nase herumführen, was eine durchaus passende Formulierung zu sein scheint – fallen doch auch diverse „Alltagsregeln“ wie etwa das Abstand-Halten und Maske-Tragen nicht weg, ob geimpft oder nicht. Zumindest nicht dort, wo geimpfte und ungeimpfte zusammenkommen könnten. Allein damit impliziert man doch, dass die Impfung längst nicht das hält was sie verspricht – und bestenfalls als Hilfsmittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie betrachtet werden kann. Aber doch nicht ernsthaft als Lösung.

Genau das ist aber noch immer der Tenor vieler Verantwortlicher in der Corona-Pandemie – wobei offenbar noch immer viele dazu geneigt sind, die vorhandenen Impfstoffe dankend anzunehmen. Frei nach dem Motto: vielleicht hilft es nicht, vielleicht hilft es ein wenig, vielleicht ist es immer noch besser als nichts. Das mag tatsächlich stimmen, doch müsste man dies auch genau so – das heißt, gradlinig und ehrlich – kommunizieren. Stattdessen, und das beinhaltet ein weiteres eher ernüchterndes Urteil im Zusammenhang mit dem geistigen Zustand der Bevölkerung; glauben viele noch immer an einen Heilsbringer. Einen Heilsbringer in Form von Galionsfiguren der Anti-Corona-Maßnahmen – oder eben in Form eines Impfstoffes, bei dem es keine Rolle mehr zu spielen scheint wie wirksam er ist. Anders gesagt: auch wenn sich zeigen sollte dass es immer mehr der sogenannten „Impfdurchbrüche“ gibt, wenn geimpfte innerhalb der durch die 2G-Regeln ausgehenden Möglichkeiten zusammenkommen und sich dennoch infizieren, wenn man irgendwann die vierte, fünfte, sechste Auffrischimpfung benötigt – auch dann werden sich viele noch immer keine Fragen stellen. Dabei ist es doch so einfach: die Impfung ist, wie bereits erwähnt; nur ein Mittel auf dem Weg zur Bekämpfung des Corona-Virus – nicht mehr und nicht weniger.

Das heißt auch, dass die Impfung keine „Todesspritze“ ist wie von manchen; nennen wir sie intensiveren Verschwörungstheoretikern behauptet; zumal sich die Nebenwirkungen bisher – sofern man den offiziellen Meldungen Glauben schenken kann – im Rahmen halten. Das, aber auch nur das ist das einzige; was offen kommuniziert wird – und dabei auch tatsächlich glaubhaft wirkt. Natürlich ist es tragisch, wenn Nebenwirkungen auftreten – deshalb aber gleich ein ganzes Konzept (d.h. das der Impfung) zu verurteilen oder eher zu verteufeln zeugt auch nicht gerade von einer ausgewogenen Geisteshaltung. Es bleibt zu hoffen, dass es Menschen gibt die sich weder auf die eine noch die andere Seite schlagen – sondern stattdessen ihren Verstand benutzen, und dabei bitte auch in alle Richtungen kritisch bleiben.

Das heißt aber auch – und noch einmal – dass die Impfung nicht die Lösung ist; sondern sich eher wie bei der saisonalen Grippe als Hilfsmittel anbieten wird, dass in jedem Fall auf absolut freiwilliger Basis angeboten werden sollte. Der Grund, warum die Impfung nicht genau so behandelt wird, muss in Anbetracht der Tatsachen also ein ganz anderer sein. Anders gesagt: den Bürgern wird in jedem Fall etwas verschwiegen (das zu widerlegen sollte schwierig sein), und während es um eine möglichst große „Durchimpfungsrate“ (speziell natürlich die von Kindern) geht, geht es in Wahrheit um etwas gänzlich anderes. Anders ist das Gebaren der Verantwortlichen und Bürger kaum zu erklären – zumindest wenn man davon ausgeht, dass alle beteiligten noch über so etwas wie einen Funken Restverstand verfügen.

Wer sich impfen lassen möchte, soll dies demnach gerne tun – doch ein klares nein muss ebenso respektiert werden. Jemanden aus Gründen der vermeintlichen „Solidarität“ zu einer Impfung zu zwingen ergibt keinen Sinn, allein da Impfungen eben nicht die Mitwirkung eines jedes einzelnen brauchen um einen Effekt zu haben – und es spricht auch nicht gerade für den Glauben an die Wirksamkeit des Impfstoffes. Überhaupt sollte sich ein jeder, der in diesen Tag freudig mit der Solidaritätskeule schwingt; gewissen Analogien stellen – bevor er mit dem Finger auf andere zeigt. Dass sich geimpfte fortan im Club der Exklusivität (das heißt überall dort, wo 2G zum Einsatz kommt) salopp gesagt vergnügen dürfen, während andere und per Gesetz draußen bleiben müssen – das ist solidarisch, unabhängig davon ob 2G nun messbare Erfolge bringt oder nicht. Dass geimpfte Urteile über nicht geimpfte fällen und sie aufgrund ihrer Entscheidung unter Druck setzen und ausgrenzen – das ist solidarisch. Dass sich Erwachsene frei fühlen und ihre Kinder – da sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geimpft werden können – zum Tragen einer Maske auch an der frischen Luft ermahnen ist, richtig; solidarisch. Wenn dies die neue Form der Definition des Wortes Solidarität ist, muss man sich schon fragen wie weit es mit der Menschheit gekommen ist.

Doch soll es an dieser Stelle eigentlich weniger um die Impfung als solches gehen, sondern vielmehr um das eigentliche Problem. Die Impfung ist schließlich – und wenn man so will – nur eines von vielen Symptomen der Corona-Pandemie. Von vielen hausgemachten Symptomen – die im Gegensatz zu einer tatsächlichen Erkrankung weitaus schwerwiegendere Folgen haben; im Gesamtkontext und wenn man alles gegenüberstellt versteht sich. Natürlich ist ein jeder Erkrankter oder gar Toter einer zu viel – doch gilt das für grundsätzlich alle Krankheiten, es handelt sich also beileibe nicht um eine wie auch immer geartete Corona-Exklusivität. Dennoch ist das Verhältnis längst gekippt. Dabei ist es längst nicht mehr nur die fehlende Abwägung – sondern vielmehr die Pervertierung vieler im Rahmen einer fortschrittlichen Gesellschaft als üblich zu erachtenden Werte und Normen, die einem zu denken geben sollte.

Die Folge: der Schaden, der bereits jetzt angerichtet worden ist; ist groß – und vielleicht sogar unumkehrbar. Wer guten Herzens und vielleicht auch reinen Gewissens ist sollte sich daher immer vor Augen halten, welche Schäden die sogenannten Corona-Schutzmaßnahmen (oder eher die Härte, mit der sie durchgesetzt wurden und noch immer werden) in der Bevölkerung hinterlassen haben – ob hier oder anderswo auf der Welt. Sicher, man könnte die am ehesten als strittig zu bezeichnenden Punkte zunächst noch ausklammern, beziehungsweise weitere Forschungsergebnisse abwarten. Relativ unbestritten aber sind schon jetzt folgende Tatsachen:

  • Die Folgen für die Gesellschaft sind gravierend. Sei es das Gesundheitssystem, sei es der Arbeitsmarkt, sei es das soziale Gefüge – Corona, oder eher der Umgang mit Corona hat in allen Bereichen ordentlichen gewütet – und dabei dafür gesorgt, dass einige höchst umstrittene Entscheidungen getroffen wurden. Entscheidungen, über dessen Auswirkungen man ganze Bände füllen könnte; wobei sich viele der Folgen erst in naher Zukunft offenbaren werden.
  • Die Corona-Pandemie hat Kindern weltweit rund 2 Jahre ihres Lebens (zum jetzigen Zeitpunkt) gekostet. Nicht vollständig versteht sich, aber doch maßgeblich. Sei es die allumfassend geschürte Angst in Form einer überall lauernden Bedrohung, sei ein in diesem Ausmaß eher auf pathologische Zwangsstörungen anwendbarer Hygiene-Fanatismus, seien es fatalistische Schuldzuweisungen, seien es Abstandsregeln und Berührungsverbote, seien es Ausgeh- und Kontaktverbote oder auch nur -Reduzierungen, sei es die aggressiv indoktrinierten Ansichten in Richtung einer „vernünftigen“ Gesellschaft. Was hier – leider auch unter Mitwirkung der Eltern – geschehen ist, sollte im allgemeinen als unverzeihlich gewertet werden – und wird noch einiges an Folgen nach sich ziehen. Dabei sollte nicht unbedingt beunruhigen, dass die Kinder- und Jugendpsychiatrien schon jetzt am Rande ihrer Belastungsgrenzen arbeiten – sondern vielmehr das, was in 10 bis 20 Jahren folgen wird.
  • Die Medien haben ihre letzten Glaubwürdigkeits-Reste verspielt. Einen freien, unabhängigen Journalismus gibt es nicht (mehr) – zumindest nicht im großen, dem allgemeinen Volk zugänglich gemachten Format. Wer eine wirklich alternative Meinung hören möchte, muss tiefer graben – und riskiert dabei, sich in verschiedenster Art und Weise „verdächtig“ oder zumindest zu einem Außenseiter zu machen. Die Alternative ist ebenfalls nicht besser – wenn es größere öffentliche kritische oder von der allgemeinen Norm abweichende Meinungen gibt, so werden diese entweder zensiert – oder insoweit bearbeitet und zurechtgestutzt, dass sie im Endeffekt doch wieder in das allgemein anerkannte Weltbild passen. Das muss nicht immer direkt geschehen, auch ein langwieriges darauf hin arbeiten kommt zum Einsatz – beispielsweise bei einigen prominenten Beispielen.
  • Das Leben avanciert mehr und mehr zu einem einzigen großen Paradoxon. Das, was früher einmal richtig war ist jetzt falsch – oder wird sogar unter Strafe gestellt. Menschen legen ihre Menschlichkeit ab, nur um nicht krank zu werden – und werden dennoch krank, wenn auch in anderer Form als gedacht. Neu aufgestellte Regeln und Gesetze müssen befolgt werden, ganz egal wie falsch oder unsinnig sie sich auch anfühlen mögen. Ein gesunder Mensch ist nicht gesund, sondern geimpft oder ungeimpft. Personen, die nachweislich mehr Schaden anrichten als positive Effekte zu erzielen (beispielsweise durch Angst), werden in höchsten Tönen gelobt. Menschen, die eine eigene Meinung haben sind unbequem – und Mitläufer nur allzu gerne gesehen.

Sicher, man kann über alles reden – wobei man in Anbetracht mancher Dinge respektive Entwicklungen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen kann. Sei es die allgemeine Flüchtlingspolitik, seien es die wahnwitzigen Gender-Diskussionen, sei es das Gutmenschentum der vermeintlichen Weltverbesserer und Klima-Fanatiker, sei es die Ausdünnung der Mittelschicht, die Armut im Alter, die vor nichts halt machende Globalisierung, seien es Kriege und Konflikte… ja, die Menschheit steht vor einigen Problemen – wobei man stets selbst entscheiden muss, was in die Kategorie des schlicht lachhaften und was in die Kategorie der dringend lösungsbedürftigen Probleme gepackt werden muss. Mit dem Thema Corona aber – und allem, was damit verbunden ist – hat man ein Problem aufgestellt, was alles andere in den Schatten stellt und zu relativen Kleinigkeiten verkommen lässt. Und das nicht etwa, weil die damit verbundene mögliche Krankheit einer besonders tödliche (und damit gefährliche) wäre – sondern schlicht, weil man es genau so wollte. Immerhin, etwas gutes hat das Ganze – schließlich sagt die Art, wie Länder mit dem Thema Corona umgehen; einiges über den Zustand der Verantwortlichen und der jeweiligen Bevölkerung aus. Schade ist nur, dass es dabei die wenigsten geschafft haben sich so zu verhalten, dass auch nachfolgende Generationen stolz auf sie wären.

Anders gesagt: wer zu unmenschlichen / unlauteren Mitteln greift um ein Problem (wie das einer Pandemie) zu lösen, macht sich schuldig. Der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel, und ohnehin wird sich erst am Ende zeigen wer Recht behalten hat. Man darf also vor allem auf die Gesichter derjenigen gespannt sein, die seit jeher alle Maßnahmen unterstützen und sich freiwillig in ein Leben der Angst begeben haben – nur um am Ende festzustellen, dass der einzelne nichts oder nur verdächtig wenig mit seinem Verhalten hat bewirken können. Zumindest nichts, was den negativen Folgen eben jenes Verhaltens auch nur ansatzweise gegenüberzustellen wäre. Irgendwann, ja irgendwann sollten aber auch die letzten verstehen dass ein Leben nicht frei von Risiken ist (wozu grob gesagt auch Virus-Infektionen zählen) – und man es möglicherweise nur noch schlimmer macht, wenn man versucht ein solches Risiko auf Biegen und Brechen zu minimieren.

Wer sich dagegen um sich selbst kümmert (das heißt aktuell vor allem: sich aus der Angst befreit), mit Herz und Verstand bei der Sache ist, Menschlichkeit zeigt und auf andere zugeht wird belohnt – und wenn schon nicht in diesem Leben, dann vielleicht in einem anderen.

 

 

Filmkritik: „Bring Mich Nach Hause“ (2021)

Filmtyp: Spielfilm / Fernsehproduktion
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Christiane Balthasar
Mit: Silke Bodenbender, Anneke Kim Sarnau, Hedi Kriegeskotte u.a.
Land: Deutschland
Laufzeit: ca. 88 Minuten
FSK: nicht geprüft
Genre: Drama
Tags: Nahtod | Koma | Wachkoma | Sterbehilfe | Patientenwille

Gefangen zwischen Leben und Tod.

Inhalt: Nachdem Martina (Hedi Kriegeskotte) plötzlich in der Küche ohnmächtig wird, fällt sie in ein tiefes Koma. Ihre Tochter Ulrike (Silke Bodenbender) ist verzweifelt: was könnte nur der Grund für ihren Zustand sein, und vor allem: wird sie jemals wieder aufwachen ? Unglücklicherweise bessert sich der Zustand von Martina nicht, auch nachdem sich vermeintliche Erfolge zeigen – fortan befindet sie sich im Zustand des Wachkomas. Die Ärzte geben zu Bedenken, dass die Schäden am Gehirn der Patientin irreparabel seien – und man sich Gedanken machen müsste, wie man weiter fortfahren würde. Doch eine Patientenverfügung hat Martina nie aufgesetzt, und vor allem ihre zweite Tochter Sandra (Anneke Kim Sarnau) scheint aus ihrer wissenschaftlichen Sicht heraus auf eine schnelle Entscheidung zu plädieren. Die folgenden Ereignisse stellen die gesamte Familie auf eine so noch nie dagewesene Probe.

Kritik: Ohne die gewissermaßen einiges vorwegnehmenden Einstiegsszenen zu Beginn hätte man im Falle von BRING MICH NACH HAUSE, einem für das ZDF produzierten Fernsehfilm von Rowboat tatsächlich vor allem eines denken können: warum muss schon wieder eine von den typisch-seichten 08/15 TV-Dramödien des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks – wie sie mithilfe der guten alten GEZ-Gebühren nun einmal gerne produziert werden – derart groß angekündigt werden ? Eben solchen, bei denen wunderbar unspektakuläre (und damit erst Recht nachvollziehbare) Familien- und Beziehungsprobleme im Fokus stehen – aber am Ende doch noch alles gut wird ? Glücklicherweise handelt es sich in diesem Fall – und so gesehen – um eine der eher seltenen Ausnahmen. Denn: BRING MICH NACH HAUSE beschäftigt sich eben doch nicht mit einem alltäglichen, gefühlt zuhauf angesprochenen Thema – ganz im Gegenteil. Doch nicht nur das – auch als Gesamtpaket bewegt man sich mit dieser Produktion klar über dem gewohnten (Qualitäts-)Durchschnitt. Ob Hopfen und Malz damit – und im Hinblick auf die deutsche Filmproduktion – doch noch nicht verloren sind ist eine ganz andere Frage, fest steht aber: man kann und sollte einmal mehr eine Empfehlung für einen zunächst unscheinbaren TV-Film aussprechen.

Schließlich beinhaltet oder eher bewirkt die emotionale Kernfrage des Films, dass man sich auch als Zuschauer mit einigen eher unbequemen Fragen auseinandersetzen wird. Sein hauptsächliches Ziel, nämlich einen Denkanstoß zu geben – glücklicherweise ohne dass dabei ein moralischer Zeigefinger in die ein oder andere Richtung erhoben wird – verfehlt BRING MICH NACH HAUSE damit schon einmal nicht. Während vor allem das Schauspiel überzeugt, vornehmlich das der Titel-gebenden Darstellerin Hedi Kriegeskotte in einer aus handwerklicher Sicht doch eher ungewöhnlichen Rolle; sind es auch die beklemmend inszenierten zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen, aufgrund derer man als Zuschauer eigentlich gar nicht anders kann als sich in die unbequeme Szenerie hineinzuversetzen. Wenn, ja wenn man sich entsprechend treiben lässt – und nicht zu viele Fragen stellt.

Denn eine große Schwierigkeit, die hat BRING MICH NACH HAUSE dann doch nicht vollständig geschweige denn meisterhaft überwunden: eine nachvollziehbare Position als Werk irgendwo zwischen einer aufklärend-realitätsnahen Dokumentation und einem fiktionalen Spielfilm zu finden. Letztendlich, und das muss sich der Film gefallen lassen; ist er schließlich doch noch ein wenig von beidem geworden. Immerhin, daraus machen auch die Verantwortlichen keinen großen Hehl: zwar hätte durchaus ein realer Fall als Vorbild fungiert – jedoch hätte man vieles in Richtung einer möglichst unterhaltsamen Darstellung angepasst respektive hinzugefügt. So finden sich schlussendlich doch noch einige Szenen im Film, die weitaus weniger glaubhaft wirken als andere – wobei auch die (An-)Wandlungen einiger Charaktere einstweilen etwas zu rasant vonstatten gehen.

Und auch den Abspann hätte man mit einer noch wirkungsvolleren Lösung versehen müssen. Einer solchen, die die Zuschauer noch mehr für das Thema hätten sensibilisieren oder vielleicht auch zu eigenen Nachforschungen hätten antreiben können. Doch offenbar wollte man sich auf lediglich ein Resümee beschränken – Stichwort Patientenverfügung. Eine schlichte wissenschaftliche Quote bezüglich der Rehabilitationszahlen von Patienten mit einem vergleichbaren Schicksal hätte dagegen eine ganz andere, vielleicht noch intensivere Wirkung hinterlassen. Dennoch: die Auseinandersetzung mit dem Thema ist insgesamt gelungen. Über die Ausführung im Detail lässt sich dagegen – und wie so oft – streiten.


Bilder / Promofotos / Screenshots: © Hannes Hubach, ZDF

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„Eine teils überspitzte und nicht ohne Schwächen auskommende, insgesamt aber sehenswerte TV-Produktion.“

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Filmkritik: „Come Play“ (2020)

Filmtyp: Spielfilm
Basierend Auf: Originaldrehbuch
Regie: Jacob Chase
Mit: Azhy Robertson, Gillian Jacobs, John Gallagher Jr. u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 96 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Horror / Thriller
Tags: Kinder | Monster | Dämon | Alptraum | Autismus

Der will doch nur spielen.

Inhalt: Als an einer besonderen Form des Autismus leidender Junge kann Oliver (Azhy Robertson) nicht anders, als ständig sein Smartphone zu benutzen. Schließlich hilft es ihm, halbwegs mit den ihn umgebenden Menschen kommunizieren zu können. Eines Tages stößt er dabei plötzlich ein seltsames E-Book mit einer Grusel-Geschichte, in der es um ein Monster namens Larry geht. Naturgemäß hat der empfindsame Oliver Angst – doch spätestens als auch seine Mutter die Präsenz von Larry wahrnehmen kann, erscheint diese Angst mehr als berechtigt…

Kritik: Mit COME PLAY erscheint ein weiterer Horrorfilm der heutzutage leider alles andere als seltenen Schnell-Schocker der Marke Bewohner eines Hauses treffen auf Geister, Dämonen oder andere gruselige Gestalten. Immerhin, und um zumindest einigen ärgerlichen Klischees sogleich den Wind aus den Segeln zu nehmen; setzt der von Jacob Chase geschriebene und verwirklichte Film auf zumindest eine Besonderheit: seinen Hauptdarsteller. Das war in seinem zuvor veröffentlichten Kurzfilm LARRY (auf dem COME PLAY basiert) noch anders. Sicher, auch die Besetzung von wichtigen Charakteren oder gar Hauptrollen mit Kindern ist in Horrorfilmen keine Seltenheit mehr –  zumal Aspekte wie eine gut umgesetzte kindliche Perspektive, eine fast automatisch umso stärker ausfallende Empathie sowie die teils gesteigerte Glaubwürdigkeit in Bezug auf die Story („Kinder sind für manche Dinge empfänglicher“) dem Genre ohnehin in die Hände spielen. In COME PLAY aber erscheint der kindliche Hauptprotagonist zusätzlich schützenswert, da er an einer Form von Autismus leidet – und sich nicht mithilfe des (gesprochenen) Wortes verständigen kann. Tatsächlich ist es den Verantwortlichen auch gelungen, mit eben dieser Prämisse für ein klein wenig mehr Verzweiflung und Spannung zu sorgen als allgemein üblich – und auch die daraus resultierende Technik-Komponente (der Hauptprotagonist „spricht“ über eine Handy-App) wird gut in den Kontext der Dämonen-Story eingebunden.

Wenn man ganz ehrlich ist, war es das aber auch fast schon wieder gewesen – denn bis auf seinen Hauptprotagonisten (grandios gespielt von Jung-Darsteller Azhy Robertson) und eventuell einige der; man nenne sie Besonderheiten des Dämons hat COME PLAY dann doch überraschend wenig zu bieten. Zwar versucht man noch mit diversen Elementen für zusätzlichen Tiefgang zu sorgen, etwa der Darstellung der Freund- und Feindschaft unter den Kindern oder aber der quasi-Entstehungsgeschichte des Dämons selbst, inklusive aller enthaltenen und teils zu offensichtlichen Botschaften – doch schlägt dieser Versuch weitestgehend fehl. Hier fehlt COME PLAY schlicht das nötige Fingerspitzengefühl sowie der Anspruch, weit mehr als ein typischer Horror-Film zu sein – womit er sich klar hinter vergleichbaren, in vielerlei Hinsicht aber eben doch deutlich hochkarätigeren Filmen wie DER BABADOOK (Review) oder ICH SEH ICH SEH (Review) anstellen muss.

Gewissermaßen erscheint das aber auch irgendwie passig, schließlich schlagen die handwerklich-technischen Aspekte des Films in eine ganz ähnliche Kerbe. Das Set-Design von COME PLAY ist nett, und durch die Farbgebung wird eine angenehme Atmosphäre irgendwo zwischen Zeitlosigkeit und Retrospektive etabliert – während sich viele andere Dinge (wie etwa die Effekte, die CGI-lastige Darstellung des Dämons, der Soundtrack oder die Kameraführung) eher zum Vergessen eignen. Am ärgerlichsten ist und bleibt aber wohl der Tritt in das Fettnäpfchen der Marke es ergibt keinen Sinn, muss aber so geschehen weil es das Drehbuch so vorsieht. Denn wie sonst könnte man eine Szene wie die erklären, in der Oliver’s Mutter mit ihrem Sohn aus dem Haus fliehen will; ihm aber noch ausreichend Zeit gibt um erneut auf das Monster zu treffen ? Schlussendlich bleibt damit nur eine eingeschränkte Empfehlung übrig – und möglich.


Bilder / Promofotos / Screenshots: © Focus Features, Universal Pictures

 

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„Ein netter Horrorstreifen für Zwischendurch, nicht mehr und nicht weniger.“

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