Rezensionen: Filme

Filmkritik: „Quarantäne 2: Terminal“ (2011)

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Originaltitel: Quarantine 2: Terminal
Regie: John Pogue
Mit: Mercedes Masohn, Josh Cooke, Mattie Liptak u.a.
Land: USA
Laufzeit: ca. 82 Minuten
FSK: ab 16 freigegeben
Genre: Horror
Tags: Flugzeug | Hangar | Virus | Epedemie | Zombies | Infizierung

Hurra, Hurra, die Pest ist da… ?

Kurzinhalt: Eigentlich hatte sich Stewardess Jenny (Mercedes Masöhn) auf einen ruhigen Arbeitstag an Bord eines weiteren Passierfluges eingestellt. Als einer der hiesigen Fluggäste plötzlich ernste Anzeichen einer Krankheit zeigt und sich zudem äußerst aggressiv verhält, ist es allerdings ganz schnell vorbei mit der angestrebten Alltagsroutine. Was folgt, ist ein dringend erforderliches Ruhigstellen der betreffenden Person; sowie eine eilige Notlandung auf einem Ausweichflughafen – was die Passagiere zu Recht beunruhigt. Doch es zeigt sich, dass es sich hierbei erst um die Ruhe vor dem Sturm handeln sollte… denn offenbar sind auch noch andere Fluggäste krank geworden. Umso überraschter ist die Truppe, als sie am Flughafen nicht in das vorgesehene Terminal gelangt – sondern stattdessen in einem sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglichen Bereich des Flughafens festgehalten wird.

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Kritik: Es gibt sie immer wieder – Filme, denen man relativ schnell ansieht dass irgendetwas nicht stimmt. Dabei ist jene Form der gefühlten Ermangelung aber nicht unbedingt nur auf den jeweiligen Inhalt zu beziehen – denn meist hapert es gleich in mehrerlei Hinsicht. Und eben dafür könnte auch QUARANTÄNE 2: TERMINAL ein Paradebeispiel sein. Immerhin: der Horrorfilm mit Zombie-Anleihen, der von John Pogue stammt und als Nachfolger des ersten QUARANTÄNE-Streifens aus dem Jahre 2008 fungiert; hätte zumindest theoretisch das Zeug dazu gehabt als überdurchschnittliches Genre-Futter zu fungieren. Doch gerade in Anbetracht der simplen Prämisse, den eher übersichtlichen Schauplätzen und den offenbar nur geringen zur Verfügung stehenden Mitteln hätte den Machern eines definitiv nicht abhanden kommen dürfen: das Fingerspitzengefühl.

So zeigt QUARANTÄNE 2 recht schnell und mit Nachdruck auf, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Noch nicht ganz so gravierend ist, dass sich die technischen und inszenatorischen Aspekte bestenfalls auf einem gehobenen B-Movie-Niveau bewegen – doch dass die eigentliche Geschichte absolut unspektakulär und vorhersehbar bleibt schon eher. Die unausweichliche Folge: weder sollte man hier mit noch nie gesehenen Elementen rechnen, noch mit einer besonders gelungenen Umsetzung altbekannter Inhalte. Anders gesagt: Zombie-ähnliche Epidemien wurden anderswo schon zigmal gezeigt, und das meist besser – QUARANTÄNE 2 verpasst es schlicht, mehr und vor allem anspruchsvolleres aus seinem vergleichsweise ungewöhnlichen und eigentlich viele Möglichkeiten offerierenden Schauplätzen (zunächst im Flugzeug, später in einem großen Hangar) zu machen. Als reiner Spaßfilm taugt QUARANTÄNE 2 indes auch nicht – denn dafür nimmt er sich schlichtweg zu ernst.

Hinzu kommt, dass sich die Verantwortlichen nicht einmal ob einiger besonders interessanter Charakterporträts bemüht haben – allein die Zusammenstellung wirkt hier eher bemüht und stereotyp. Analog dazu fallen auch die Leistungen der beteiligten Darsteller nicht sonderlich glanzvoll – und schon gar nicht erinnerungswürdig – aus. Am ärgerlichsten aber wirkt QUARANTÄNE 2 immer dann, wenn er es tatsächlich einmal schafft eine nennenswerte Spannung und Atmosphäre zu etablieren (vornehmlich in seinen dunklen und klaustrophobischen Momenten) – diese dann aber spätestens mit den fürchterlich-unglaubwürdig dargestellten Infizierten inklusive einiger typisch-plumper Effekthaschereien wieder zerstört. Was bleibt, ist reichlich verschenktes Potential – und ein eher zu überspringender Horrorfilm der Marke unspektakulär.


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„Hier gehören nicht nur die Protagonisten in Quarantäne.“

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