PC-Spieletest / Game-Review: FALLOUT 4 (2015)

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Originaltitel: Fallout 4
Veröffentlichungsdatum: 10. November 2015
Entwickler: Bethesda Game Studios
Publisher: Bethesda
USK: Keine Jugendfreigabe
Genre: Action-Rollenspiel
Tags: Fallout | Apokalypse | Ödland | Abenteuer | Entdeckungen

So schnell ist ein FALLOUT nicht abgeklungen.

Inhalt: Wenn es Atombomben regnet, sollte man das einzig richtige tun – und einen der großzügigen Vault-Tec-Schutzbunker aufsuchen. Genau das macht in FALLOUT 4 auch der Spieler samt Ehepartner und Kind, wobei die hiesige Einrichtung offenbar nicht mit gänzlich offenen Karten zu spielen scheint. Schließlich avanciert eine gewöhnliche Kontaminierung schnell zu einem Auftakt für einen Kälteschlaf von unbestimmter Dauer – auf dass die Apokalypse in jedem Fall überlebt werden kann. Zu welchem Preis; das steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt…

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Allen; die sich auch nur ansatzweise für das Thema Gaming interessieren wird der neueste, mittlerweile vierte Teil eines vergleichsweise berühmten Spiele-Franchise bereits in der ein oder anderen Form über den Weg gelaufen sein. Das ist auch kein Wunder, schließlich hat Entwickler BETHESDA die Werbetrommel kräftig gerührt – und allen, die sich bereits an FALLOUT 3 (Review) und FALLOUT NEW VEGAS (Review) erfreut haben; ein weiteres Genre-Highlight in Aussicht gestellt. Doch auch wenn das lang erwartete Release von FALLOUT 4 gerade einmal eine Woche zurückliegt und eigentlich viele noch mit ausgiebigen Erkundungstouren durch das neue Ödland beschäftigt sein sollten, markiert den vierten Teil des Franchise zweifelsohne eine Besonderheit. Wenn man so will allerdings eine eher negativ behaftete – denn noch nie haben sich die Geister in Anbetracht eines breit veröffentlichten Spiele-Sequels derart geschieden. So fuhr FALLOUT 4 bereits kurz nach Release zahlreiche positive Bewertungen ein, aber auch nicht wenige negative. Den größten Unmut äußerten aber nicht etwaige Spiele-Magazine, sondern die eigentlichen Endabnehmer – die Spieler. Fakt ist, dass das Aufkommen negativer oder gar destruktiver Kommentare so gut wie jedes erdenkliche Release begleitet – doch dieses Mal scheint mehr dahinter zustecken. Was genau es ist, und wie es sich sonst mit FALLOUT 4 verhält – darüber soll die folgende Rezension Aufschluss geben.

Startprobleme vor dem Start ?

Und tatsächlich: bevor man sich überhaupt ein Bild vom neuesten Ableger der FALLOUT-Reihe machen kann, wird der User vor eine Herausforderung eines bis dato unbekannten Ausmaßes gestellt. Damit wird indes weniger auf die Tatsache angespielt, dass die beliebteste FALLOUT-Vorbestelleredition mit einem lebensgroßen Pip-Boy schnell ausverkauft war und andere mit Socken oder Anstecknadeln in Miniaturgröße Vorlieb nehmen mussten – sondern speziell auf den Umgang mit der Kauf-DVD. Auch wenn die direkten Steam-Käufer nicht von diesem Problem betroffen sind, respektive diese ohnehin damit rechnen mussten dass mit FALLOUT 4 ein vergleichsweise großer Download ins Haus stehen würde – hätte man den DVD-Besitzern etwas andere Voraussetzungen zugestehen sollen. Denn: auf der DVD enthalten sind gerade einmal 5 Gigabyte der für das Spiel veranschlagten Gesamtdatenmenge. Auch, und das ist der Knackpunkt: wenn wesentlich mehr möglich gewesen wäre. Der Clou: der Käufer muss sich den Rest des Spiels (was noch immer einer immensen Datenmenge von etwa 20 Gigabyte entspricht) über Steam herunterladen – angeblichen aus Gründen des Kopierschutzes. Warum aber ausgerechnet die ehrlichen Käufer und Vorbesteller unter einer Maßnahme wie dieser leiden müssen, bleibt offen. Spieler mit eher langsamen Leitungen jedenfalls schauen diesbezüglich in die sprichwörtliche Röhre – was natürlich auch für etwaige Neuinstallationen gilt, die man nicht mal eben nebenbei ablaufen lassen kann. Dabei sollte man allerdings beachten, dass Umstände wie diese nicht in die eigentliche Wertung des Spieles einfließen sollten. Allerdings – und zumindest – können sie einen Ausschlag geben, respektive sich auf die anderen potentiellen Schwächen des Spiels auswirken. Denn: wenn es ein Entwickler und / oder Publisher derart spannend macht, so muss man doch zumindest von einem rundum gelungen, und keinesfalls dahingeschluderten Spiel ausgehen.

Endlich, der Auftakt – und der hat es in sich !

Wird FALLOUT 4 dann endlich zum ersten Mal gestartet, beginnt man sein Spiel – und das für das Franchise typischerweise untypisch. In der ersten Szene sieht man zwei Figuren, wie sie vor einem Spiegel stehen – und sich fragen, was genau an ihnen so besonders (oder auch nicht) ist. Dies ist der Moment der Charakter-Erstellung – auf die ein zunächst noch relativ unspektakulärer, aber doch angenehm atmosphärische Prolog folgt. Der Hauptprotagonist (jetzt: männlich oder weiblich) fühlt sich in die Spielwelt ein, spielt mit seinem Baby, erforscht seine Umgebung – und das alles vor der eigentlichen Apokalypse. Was alsbald folgt ist eine rasante Aneinanderreihung von Ereignissen, die einen relativ sprachlos zurücklassen sollten – bis man sich an jenem Punkt befindet, an dem das Spiel eigentlich startet. So muss man erst einmal verkraften, dass in einer für den Spieler relativ kurzen Zeit mal eben satte 200 Ingame-Jahre vergangen sind. Sei es drum – es gilt, sich zuerst noch relativ hilflos aus dem mittlerweile verfallenen Vault zu befreien und die ersten Schritte hinein in die große Welt zu wagen. Und die ist – wieder einmal, und damit ebenfalls typisch für das Franchise – verdammt riesig. Noch dazu ist sie verdammt abwechslungsreich – genauer gesagt abwechslungsreicher und auch allgemein vielfältiger als jemals zuvor. So kann das neue Ödland-Abenteuer nur allzu gerne beginnen !

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Die ersten Spielstunden – und die direkt auffallenden Neuerungen

Wie bereits in den Vorgängern steht es dem Spieler auch in FALLOUT 4 relativ frei, wohin genau er zuerst geht. Dieses freie Erkunden ist wohl auch der eigentliche Kern des Spiels – wobei man sich allerdings auch eher strikt an den gut zu erkennenden Hauptmissionen orientieren kann. Natürlich sollte und muss man dies letztendlich auch tun, will man das Spiel zu irgendeinem Zeitpunkt abschließen – doch wie so oft liegt der wahre Reiz im freien Entdecken unzähliger spannender Charaktere, Nebengeschichten und Merkwürdigkeiten des (neuen) Ödlands. Stichwort neu: den wohl größten Sprung, den FALLOUT 4 im Vergleich zu seinem direkten Vorgänger NEW VEGAS macht; ist der in Bezug auf die Grafik – auch wenn sich manche Spieler diesbezüglich vielleicht sogar noch ein stückweit mehr erhofft haben. Aber auch so sieht FALLOUT 4 einfach grandios aus: Charaktere und Objekte wirkten noch nie so echt und plastisch wie jetzt, tolle Licht- und Wettereffekte sorgen für ordentlich Stimmung; und grundsätzlich gibt es so gut wie überall etwas zu sehen. Dadurch, dass die Karte insgesamt über eine massive Gestaltungsvielfalt verfügt; ist es nun auch endlich möglich respektive angebracht sie in gedankliche Abschnitte zu unterteilen – eine schier endlose, sich in vielen Dingen gleichende Wüste wie in NEW VEGAS wird man glücklicherweise nicht mehr antreffen. Analog zu diesen ersten optischen Eindrücken gesellen sich dann auch relativ schnell einige neue Spiel-Elemente – wie etwa das neue Siedlungs-System. Nicht nur, dass man im Auftrag der sogenannten Minutemen anderen Menschen helfen und so eine gewisse Gefolgschaft um sich scharen kann – FALLOUT 4 ermöglicht es dem Spieler auch erstmals, so etwas wie richtige Ödland-Siedlungen zu errichten. Und das im wortwörtlichen Sinne: der neue Bau-Editor gibt dem Spieler eine Reihe von Möglichkeiten an die Hand, mit denen man sich unzählige Stunden beschäftigen kann. Schade ist, dass die Bedienung zumindest auf dem PC relativ umständlich ausfällt – doch noch einer gewissen Eingewöhnungszeit sollte auch das relativ gut funktionieren. Wer nicht erst allzu viel mit dem Editor anfangen kann oder möchte, kann ihn allerdings auch relativ gut links liegen lassen – mit Ausnahme der Elemente, die man im Rahmen einer (Haupt-)Missionen zwangsläufig erledigen muss.

Auch das neue Ödland schreit nach guten Argumenten – und reichlich Feuerkraft

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Neuerungen – die mal mehr, mal weniger auffällig daherkommen. Interessant ist etwa, dass man das allgemeine Spielgefühl in eine etwas andere; vielleicht realistischere Richtung ausgerichtet hat – im Gegensatz und im Vergleich mit dem sich eher; man nenne es Arcade-lastiger anfühlenden NEW VEGAS. Im Detail bedeutet das, dass man ein wesentlich besseres Gefühl für seine Spielfigur entwickelt – und man umso mehr aufpasst wohin man tritt und mit wem oder was man sich anlegt. Ebenfalls relativ gut mit diesem neuen Flow zu vereinbaren ist dann auch das angepasste VATS-System – welches die Zeit nun nicht mehr komplett anhält, sondern lediglich verlangsamt. Angst davor, zu wenig Zeit zu haben muss man allerdings nicht – auch so sorgt das ganze noch für die ein oder andere benötigte Ruhepause auf Seiten des Spielers; und die Zeitlupen-Animationen diverser Gegner sehen einfach nur grandios aus. Deutlich auffälliger sind dagegen die Neuerungen im Dialog-System – bei dem der Spieler nun endlich auch immer wieder selbst zu Wort kommt. Da die Vertonung der Figuren insgesamt als absolut gelungen beschrieben werden kann, macht das auch entsprechend Spaß – erst Recht, wenn man sich das ein oder andere Mal für die sogenannte sarkastische Gesprächsvariante entscheidet. Was genau die eigene Spielfigur von sich geben wird, kann man allerdings nicht mehr genau voraussehen – die Inhalte werden nur noch angedeutet. Das stört allerdings nicht, im Gegenteil – so werden die oftmals etwas langwierigen Textinhalte des Spiels etwas entschlackt.

Es gibt viel zu entdecken – und vieles davon macht einen Heidenspaß

Wenn man schon dabei ist FALLOUT  4 zu loben, sollte man zwei Sachen gewiss nicht vergessen: zum einen die Möglichkeit, nun auch sogenannte Power-Rüstungen benutzen und modifizieren zu dürfen – und zum anderen eine spezielle Nebenquest-Reihe als absolutes Highlight des Spiels. Doch zunächst zu den Powerrüstungen: die sind nicht nur stark und sehen schick aus, auch erweitern sie das Spielgefühl um einen nicht unerheblichen Faktor. So bekommt man innerhalb einer Powerrüstung ein anderes HUD zu sehen – und auch die Motorik der Spielfigur passt sich entsprechend an. Hier muss man selbst entscheiden, was einem eher liegt: ein besonders mächtiger Schutz, der unter anderem auch mit genialen Upgrades wie etwa dem Jetpack modifiziert werden kann (endlich, eine neue Fortbewegungsmethode) – oder doch ein flinkeres und vor allem leiseres Vorankommen ohne die neuen Rüstungen. Das absolute Highlight des Spiels aber ist wohl die außergewöhnliche Questreihe um die Figur „Silver Shroud“ – selten hat man das Gefühl gehabt, FALLOUT 4 so intensiv und unterhaltsam zu erleben. Eben weil hier die Elemente der Ernsthaftigkeit (das eigentliche Spielprinzip in Anbetracht einer Endzeit-Kulisse, inklusive der Ballereien und Gewaltdarstellungen) und die der Komik (in den Dialogen unbedingt die Option „als Silver Shroud sprechen“ wählen) in einer so noch nie dagewesenen Genialität kombiniert werden.

Auf der Haben-Seite bleibt vieles beim alten.

Neben den Neuerungen sind es dann aber die so gesehen althergebrachten, oft nur leicht modifizierten Grundstärken des Spiels, die auch FALLOUT 4 als neuesten Ableger der Serie auszeichnen. Sei es die Möglichkeit die Welt frei zu erkunden, die freie Entscheidung ob man lieber in besserer Rambo-Manier ballern oder auf leisen Sohlen durch die Welt schleichen möchte, die Rollenspielelemente speziell in Form des Skillpunktesystems (welches nun anders aussieht, im Endeffekt aber funktioniert wie eh und je), die massive Gegnervielfalt inklusive einiger imposanter Boss-Gegner (endlich gibt es hie und da mal etwas größeres oder mächtigeres zu bekämpfen, wofür auch spezielle Belohnungen winken), die stilistisch karge aber atmosphärisch enorm wirkungsvolle Gestaltungsarbeit inklusive vieler liebevoller Details und Überraschungen, die bombastische bis stimmungsvolle Soundkulisse – FALLOUT 4 legt erneut einige markante Stärken des Franchise vor, die im Zusammenspiel mit den motivierenden Entdeckungstouren für den eigentlichen Spielspaß sorgen.

Nicht alle Neuerungen sind Gold wert

Natürlich – und alles andere wäre auch ein waschechtes Wunder – bleibt es aber auch nicht aus, dass sich auch einige Schwächen in das Spiel eingeschlichen haben. Schwächen oder speziell auch Design-Elemente, die teilweise sogar nichts in einem fertigen Spiel zu suchen haben – ob bei einem FALLOUT-Titel oder anderswo. Mindestens merkwürdig etwa ist die Tatsache, dass sich die gesamte Menüführung rund um den Pip-Boy als relativ fummelig erweist – was in den Vorgängern so nicht der Fall war. Immerhin, nach einigen Stunden gewöhnt man sich auch daran. Richtig peinlich ist dagegen der Fakt, dass man sich zwar allerhand neue Gegenstands- und Waffenbezeichnungen ausgedacht hat, die durchaus aufschlussreich sein können (beispielsweise in Bezug auf den Wert des Gegenstands) – doch sind selbige oftmals so lang, dass sie innerhalb des Pip-Boy-Menüs nicht komplett angezeigt werden können. Die bereits auf NEW VEGAS bekannten Möglichkeiten des Craftings dagegen haben in FALLOUT 4 noch zugenommen – wobei es fraglich bleibt, welche Spielertypen diese gerne und häufig nutzen werden. Schließlich kommt man auch mit dem reinen Sammeln bzw. An- und Verkauf von Items recht gut über die Runden. Die auffälligste Schwäche von FALLOUT 4 ist dann aber doch eine andere – und eine, mit der man nicht unbedingt hätte rechnen können. Die Rede ist – leider – von der künstlichen Intelligenz im allgemeinen. Denn ob nun menschliche Gegner, Kreaturen oder die eigenen Verbündeten – dass hier nicht immer (oder sogar eher: vergleichsweise selten) alles rund läuft, sieht man direkt. Seien es sich vollkommen verirrende, feststeckende oder komplett von der Bildfläche verschwindende Figuren; sei es das nicht gerade ausgefeilte Zielvermögen so gut wie aller Beteiligten oder die ein oder andere markante falsche Entscheidung (z.B. in Bezug auf die Waffenwahl) – mit viel Pech und je nach persönlicher Facón können einen diese Elemente durchaus ein wenig aus der Immersion herausreißen. Aber auch die Ladezeiten sind nicht immer angenehm – erst Recht nicht, wenn man nur mal kurz eine kleine Höhle oder ein Gebäude betreten möchte, was recht schnell funktioniert. Der Weg ins Ödland zurück allerdings will dann wieder einiges an Weile haben – wie auch die Momente, die man in den neuen Fahrstühlen (als Level-Übergang) verbringt.

Als letzten Punkt im Rahmen der Bewertung der Schwachpunkte des Spiels muss man dann leider auch noch einmal die Story zu Rate ziehen – oder eher das bereits aus den Vorgängern etablierte System unterschiedlicher Lösungswege. In FALLOUT 4 gibt es vier verschiedene Enden, was an sich gut ist – doch im Gegensatz zu FALLOUT NEW VEGAS fühlt es sich eben nicht mehr wirklich so an, als würden die getroffenen Entscheidungen eine nennenswerte Rolle spielen. Und auch die jeweiligen Final-Videos sind stark abgespeckt – das hat man zuvor besser gemacht. Ebenfalls schade ist, dass es letztendlich keine wirklich individuelle Option gibt – ab einem gewissen Zeitpunkt zwingt einen das Spiel dazu, sich für eine Partei zu entscheiden bzw. erklärt es andere plötzlich zu feindseligen Fraktionen. Das ist insbesondere für jene Spieler ärgerlich, die einen eher utopischen Weg anstreben wollen – etwa, indem man alle oder zumindest einige Fraktionen (über Handlungen und Dialogoptionen) vereint. Eine von vielen favorisierte Variante ist etwa der Zusammenschluss des Instituts (unter neuer Führung) und der Minutemen, sowie das Bestreben möglichst alle anderen theoretisch freundlichen Fraktionen bestehen zu lassen – doch das ist so leider nicht möglich. Mindestens eine der großen Fraktionen muss zwangsläufig vernichtet respektive ausgeschaltet werden.

Um eine bessere Übersicht über alle im Zuge dieses Reviews aufgefallen Stärken und Schwächen zu erhalten, empfiehlt sich zudem ein Blick auf die folgende Tabelle:

Handlung und Präsentation
  • Toller Prolog
  • Einzigartige FALLOUT-Atmosphäre
  • Hauptcharakter bekommt deutlich mehr Profil
  • Spannung und Abwechslung zieht gegen Mitte / Ende hin deutlich an
  • Tiefgreifende Konflikte zwischen den verschiedenen Parteien
  • Behandelt verschiedene Weltanschauungen und moralische Dilemmata
  • Einstweilen etwas holprige oder gehetzte Inszenierung, besonders zu Beginn
  • Eher schwaches Finale

8.0/10

Grafik und Design
  • Riesige, stimmig und abwechslungsreich gestaltete Spielwelt
  • Gute Waffen-, Explosions- und Lichteffekte
  • Markante Einzel-Bereiche und besondere Gebäude als Eyecatcher
  • Wunderbar plastisch wirkende Charaktere und Gegenstände
  • Wettereffekte, Tag- und Nachtwechsel
  • Einstweilen schwache Texturen
  • Insgesamt noch etwas zu lebloser Eindruck

8.0/10

Sound
  • Stimmiger Soundtrack
  • Atmosphärische Umgebungsgeräusche
  • Gute Vertonung der Figuren
  • Funksprüche, optionales Radio
  • Teils markante, Franchise-typische Soundeffekte

10/10

Spielwelt, Umfang und Atmosphäre
  • Stimmig inszenierte Ödland-Welt
  • Verschiedene Möglichkeiten des Sammelns und Craftings
  • Freie Erkundungstouren mit Sucht-Potential
  • Teils stimmige Nebenmissionen und kuriose Entdeckungen
  • Ausgefeiltes, ausführliches Skillpunktesystem
  • Potentiell sehr lange Spielzeit
  • Verschiedene Begleiter (Menschen, Tiere, Roboter)
  • Vielversprechender neuer Bau- und Siedlungsmodus…
  • … an dem man dringend noch hätte arbeiten müssen
  • Gegner- und Begleiter-KI bestenfalls zweckdienlich
  • Kein wirkliches Karma- oder Moralsystem

7.5/10

Bedienung, Balance, Bugs
  • Faires Speichersystem
  • Dezent unübersichtliche und umständliche Karte
  • Teils lange Ladezeiten
  • Schwierigkeit kann trotz Anpassung stark schwanken
  • Hohe Systemanforderungen, eher schlechte Performance
  • Extrem unkomfortables Pip-Boy-Menü, zu lange Gegenstands-Bezeichnungen
  • Steuerung im neuen Baumodus schwierig
  • Grafik- und speziell Clippingfehler nicht selten
  • Kuriose Bugs (in Missionen, bei Begleitern und NPC’s) möglich

4.5/10

Ungefähre Spielzeit in Stunden: 70-100

Fazit: Insgesamt betrachtet ist FALLOUT 4 ein gelungenes Spiel und ein gelungener Nachfolger zu FALLOUT 3 und NEW VEGAS geworden. Das ärgerliche ist nur, dass es mit ein paar zusätzlichen Kniffen hier und da zu einem absolut grandiosen Spiel hätte werden können – was man so und in Anbetracht der letztendlich doch zahlreichen kleineren Schwächen leider nicht behaupten kann. Immerhin, und das galt auch schon bei den Vorgängern; kann man sich zumindest auf dem PC mithilfe von Mods ein wesentlich besseres Spielerlebnis ermöglichen – sodass die Gesamtwertung unter der Zuhilfenahme eben dieser Mods noch um bis zu einem Punkt (das heißt, auf 9.0/10) angehoben werden könnte. Allein das zeigt, wie viel mehr in diesem Fall drin gewesen wäre – mit ein paar zusätzlichen Einstellmöglichkeiten, schickeren Texturen, mehr Radiostationen und so weiter. Aber auch so gilt glücklicherweise: für Fans ist FALLOUT 4 ein Muss, und auch Neueinsteiger werden schnell in den Genuss des neuen Ödlands kommen.


„FALLOUT 4 ist ein rundum gelungenes, insgesamt gutes bis sehr gutes Spiel – und die immense Spielzeit bietet einem reichlich Kost für das investierte Kapital.“

Ein Gedanke zu “PC-Spieletest / Game-Review: FALLOUT 4 (2015)

  1. cbwob 17 Nov 2015 / 10:44

    WOW schon so schnell bewertet?!?!?

    aber mal schaun, vllt. haut dich das spiel ja noch vom (kaputten) Hocker 🙂

    Gefällt 1 Person

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