Filmkritik: „17 Again – Back To High School“ (2009)

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Originaltitel: 17 Again
Regie: Burr Steers
Mit: Zac Efron, Matthew Perry, Leslie Mann u.a.
Land: USA
Laufzeit: 102 Minuten
FSK: ab 0 freigegeben
Genre: Komödie
Tags: 17 | 17 Again | Highschool | Teenager | Zac Efron | Basketball | Erfolg

Was wäre, wenn man noch einmal 17 sein könnte ?

Inhalt: Im Jahre 1989 ist der gut aussehende und talentierte 17-jährige Mike O’Donnell (Zac Efron) der heimliche Star der Schule. Besonders gut ist er im Basketball – so gut, dass er die Aussicht auf eine Profi-Karriere hat. Doch aus Liebe zu seiner Freundin verzichtet er auf diese, und sieht sich so 20 Jahre später mit ihr verheiratet. Ganz zufrieden ist er dennoch nicht mit seinem Leben – der Alltag hat sich längst in alle Lebensbereiche eingeschlichen. So wünscht er sich, doch noch einmal 17 sein zu können… und einige Entscheidungen anders zu treffen. Gesagt, getan; beziehungsweise eher gewünscht, getan – Mike wacht eines Morgens tatsächlich als 17-jähriger wieder auf. Sein bester Freund Ned (Thomas Lennon) kann es erst nicht glauben – doch vermuten die beiden die beiden eines großen Plan hinter dem Mysterium. Wie der aussieht, darüber sind sich die beiden allerdings noch uneinig. Mike schreibt sich jedenfalls kurzerhand wieder an der Highschool ein – in die auch seine beiden Kinder im Teenager-Alter gehen.

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Kritik: Es muss nicht immer besonders anspruchsvolle Kost sein – sofern gewisse (Grund-)Regeln eingehalten werden, klappt es auch mit dem seichten Kinospaß in Form einer Highschool-Komödie. Überraschenderweise gelingt dies 17 AGAIN mit Bravour – man verzichtet auf allgemeine, niveaulose Blödeleien, tappt nicht in allzu viele Klischee-Fallen, und gestaltet die unterhaltsame Veranstaltung auch nicht zu vorhersehbar. Das Ergebnis ist eine durchaus witzige Komödie im Teeniefilm-Look, gepaart mit einer besonders makaberen Form der magischen Rückführung – schließlich reist Protagonist Mike nicht wirklich in das Jahr 1989 zurück, sondern wird stattdessen in seinen 17-jährigen Körper zurückverfrachtet. Gerade hieraus entstehen zahlreiche gut präsentierte, urkomisch in Szene gesetzte Situationen; die enorm unterhaltsam ausfallen und scheinbar das Maximum aus der Grundidee herausholen.

Stichwort Grundidee: diese ist ebenso simpel wie genial; führt jedoch gleichzeitig dazu, dass sich 17 AGAIN schnell selbst in seine Schranken weist. Schließlich setzt man hier auf die wohl einfachste Form des erfüllten Wunsches, die Jugend noch einmal erleben zu können – die Dinge bleiben wie sie sind, nur der eigene Körper (in diesem Fall von Mike) wird auf eine frühere Version zurückgesetzt. Um die sich daraus potentiell ergebende Ideen-Leere zu füllen, musste kurzerhand ein großes Thema her – dass insgesamt weniger mit großen Veränderungen zu tun hat, als vielleicht gedacht. Richtig, es geht – wieder einmal – um die große Liebe. Immerhin: auch die Kinder von Mike spielen eine wichtige Rolle, was zu einigen der besten und witzigsten Szenen führt. Ebenfalls besonders ist auch der Fakt, dass Mike seine spezielle ‚Reise‘ in erster Linie dazu nutzt, sich selbst zu erkennen – und nicht um andere zu verändern / zu manipulieren.

17 AGAIN bleibt also weitestgehend brav, absolut Genre-konform und ist für grundsätzlich jedes Publikum geeignet. Dabei hätte das Ganze auch weitaus schlimmer ausgehen können – hat man mit Zac Efron nicht gerade einen Jungdarsteller verpflichtet, der abseits seines (jungen) weiblichen Publikums auf Erfolg getrimmt ist. Doch, und das ist vielleicht die größte Überraschung von 17 AGAIN – spielt er seine Rolle gut, charmant und glaubwürdig – sofern das in diesem Kontext überhaupt gefragt ist. Im Gegensatz zu anderen, merklich gehypten jungen Talenten (bei denen eben jenes Talent oftmals zur Debatte steht) gibt es jedoch keine Spur von Star-Allüren oder dem Eindruck, der Film baue lediglich auf die Popularität des jeweiligen Stars auf. 17 AGAIN bietet auch so genug Potential um gut zu unterhalten – und so ordnen sich die Stars zumindest zeitweise unter. Stichwort Stars: wenngleich man hier auf die Überspitzung diverser Klischees setzte, fällt auch der Auftritt von Thomas Lennon als millionenschwerer Alltags-Nerd positiv auf – wie auch die vielen sich daraus ergebenden Ideen und Anspielungen.

Fazit: 17 AGAIN markiert ein reichlich harmloses, aber durch und durch sympathisch gemachtes Hollywood-Komödienkino für (fast) alle Altersklassen. Dafür ist indes weniger die simple Story, als vielmehr das Niveau der Komik und der bunte Cast verantwortlich. Neben den gut gelaunten Alt- und Jungstars können letztendlich auch die technischen Aspekte überzeugen. Wer nicht gerade das außergewöhnliche, sondern stattdessen einen eher unkomplizierten Film für einen entspannt-heiteren Filmabend im Kreise der Familie sucht – der ist hier absolut richtig beraten. Zac Efron-Fans werden so oder so zuschlagen – doch glücklicherweise besteht der Film aus viel mehr als einer bloßen zur-Schau-Stellung eben jenes Darstellers.

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5 Gedanken zu “Filmkritik: „17 Again – Back To High School“ (2009)

  1. Prometheus 6 Jan 2013 / 09:06

    7/10? Alder was gayt…bisu bekloppt? ^^ Das ist wieder so ein Beispiel für ein Werk, das auf meiner „To Watch“ Liste gar nicht augeführt wird und den ich mir nur ansehen würde, weil ihn unbedingt jemand anders ansehen möchte.

    Ein High School Film mit einem jugendlichen Darsteller der durch jeden x-beliebigen ausgetauscht werden könnte – Zac Efron. Er erinnert mich optisch an Jared Leto, mit dem Unterschied, dass dieser in FILMEN mitspielt. (der letzte den ich mit/von ihm gesehen habe war „Mr. Nobody“) Ohne es eigentlich bis vor kurzem realisiert zu haben, spielte er in recht vielen Filmen eine Rolle, die ich tatsächlich gut fand. ^^ (u.a. Lord of War, Panic Room und allen voran Requiem for a Dream und Fight Club…)

    Zac Efron bleibt für mich immer noch das unbeschriebene Blatt, weil er bisher in KEINEM einzigen Film mitgespielt hat, der mich angesprochen hätte. (VIELLEICHT irgendwann mal „Wie durch ein Wunder“…obwohl ich selbstzweckhaften seelenlosen „Tearjerker“ auch nichts abgewinnen kann…we’ll see about that ) Schon interessant was für gegensetzliche Erfahrungen ich mit zwei Darstellern habe kann, die sich manchmal (nicht immer) so ähnlich sehen. An der Optik/Ausstrahlung kann es also nicht liegen – wobei Zac Efron schon mehr wie ein „seelenloses Katalogmodell“ wirkt als Jared ^^ – liegt dann wohl doch daran, dass einer der beiden in eher „reifere“ Projekte verwickelt wird.

    Für diesen Film wirst du von mir in diesem Leben voraussichtlich keine Wertung mehr erhalten. ^^ Das ist so ein typischer Film den ich mir vor allem wegen dem (Haupt-)Darsteller ansehen würde und da ist Zac Efron der falsche für. Also für Zac Efron -Fans wohl interessant. Bei „Verwechslungs-/Rollentausch-/Von heut auf Morgen jung/alt Komödien“ lebt der Film einfach vom Main Cast.

    Positive Beispiele für Age Swap Komödien: „Big“. „13 going on 30“ (30 über Nacht) war glaube ich „nett“, aber auch mehr eine „female Version“ von „Big“. ^^
    17 Again knüpft an dieses Prinzip retroversiv an.

    Body Swap/Switch Komödien: „Freaky Friday“ (Original…das Remake ist irgendwie pseudolustig), „Vice Versa“ (Ich bin du).“18 again“ (Endlich wieder Achtzehn)

    Eine Klasse für sich: „All of me“ (Solo für 2) mit Steve Martin, wobei es hier eher um zwei Seelen in einem Körper geht. Also eine Body & Soul Melt Komödie. ^^

    Hier übrigens ein zum Schmunzeln einladender Blog-Artikel mit den 10 Klischees von Body/Age Swap-Komödien.^^

    http://blogs.indiewire.com/spout/10_cliches_of_the_body_swap_movie

    Da schreibe ich sogar zu Filmen/Themen die mich nicht wirklich interessieren (wobei das Thema is schon nett..yoa 🙂 ) …kannse ma sehen. ^^

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    • Oliverdsw 7 Jan 2013 / 15:51

      Yeah, immer schön schreiben, so muss das… 😉

      Nun, der Film hat mich (erst) auch nicht interessiert, und dennoch habe ich ihn gesehen ! Bin schließlich weder ein genereller Komödien-Fan (Ausnahmen vorbehalten, dann aber eher makaberes), noch ein schwärmender Zac Efron-Fanboy^^

      Lief zufällig im TV, manchmal bleibt man einfach hängen. 7/10 ist schon hoch gegriffen, ja… aber im Vergleich zu meinem letzten TV-Zufalls-Erlebnis (‚HUSH‘) ein wahrer Genuss. BIG ist natürlich ein Klassiker, und im Endeffekt auch weitaus emotionaler / anspruchsvoller. Freaky Friday, naja… eigentlich auch ganz witzig. Kenne aber nur das Remake, schätze ich. Mal sehen was da noch auf uns zukommt.

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      • Prometheus 8 Jan 2013 / 14:00

        Musst dir unbedingt von Freaky Friday das Original ansehen, das Remake ist scheiße. Lindsay Lohan nervt und Jamie Lee Curtis verkauft sich unter ihrem Wert.
        Hush (von 2008?) hab ich noch nicht gesehen…so schlecht? 1,5/10 ? Ey…dann war ja beispielsweise Suspiria ja nicht der Totalversager. 🙂

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        • Oliverdsw 8 Jan 2013 / 23:35

          Ey…dann war ja beispielsweise Suspiria ja nicht der Totalversager. 🙂

          Ja… es gibt noch Hoffnung^^

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