Rezensionen: Games & Apps

PC-Spieletest / Game-Review: FALLOUT – NEW VEGAS Inklusive Aller Addons (2010)

Entwickler: Bethesda Softworks – Genre: Action / Rollenspiel– Release: 22. Oktober 2010

FALLOUT ist zurück – und das unter Umständen schneller als gedacht. Mit NEW VEGAS erscheint der neueste Ableger des berühmt-berüchtigten Franchise um nuklear verseuchte respektive knallharte post-apokalyptische Welten nur rund zwei Jahre nach dem herausragenden und zweifelsfrei legendären FALLOUT 3 (siehe Review). Warum genau man sich dieses Mal eher wenig Zeit ließ für einen potentiellen weiteren Teil, das wissen wohl nur die Verantwortlichen selbst – wobei man aber eigentlich auch als halbwegs „normaler“ Spieler erahnen kann, dass man dem Erfolgszug der Marke FALLOUT nach dem sagenhaften Erfolg des letzten Teils wohl nicht einfach einen großzügigen Zwischenstopp ermöglichen wollte. Immerhin – mit der aus dem letzten Teil gewonnen Erfahrung, dem allseits hohen Standard auf Seiten des Entwicklers Bethesda; und letztendlich auch den zahlreichen Bestrebungen der Community sollte doch auch dieses Mal nichts oder nur verdächtig wenig schief gehen können – so die Vermutung. Allerdings muss man bereits an dieser Stelle festhalten, dass nicht alles automatisch glänzt nur weil ein pompöser FALLOUT-Schriftzug auf dem jeweiligen Produkt steht. Vielleicht also waren die Verantwortlichen doch etwas zu schnell unterwegs… aber es gilt selbstverständlich, genauer hinzusehen – und das Spiel (inklusive aller Vor- und Nachteile) möglichst im Gesamten zu erfassen.

Natürlich, und das war von vielen nicht zu Unrecht prophezeit worden; ist FALLOUT NEW VEGAS ganz grundsätzlich ein rundum gelungener, absolut Laune-machender und unzählige Spielstunden fressender Triple-A-Titel geworden. Und das sicher auch, da viele der Vorzüge aus FALLOUT 3 quasi direkt in den Nachfolger übernommen wurden. Sei es die riesige, theoretisch absolut frei erkundbare Spielwelt; seien es die verschiedenen Möglichkeiten respektive Herangehensweisen an die ein oder andere Aufgabe; seien es das gelungene Level-, Skillpunkte- und Fähigkeitssystem, die unzähligen verschiedenen Gegnertypen (von denen es dieses Mal einige neue gibt), das überall verstreute sammel- und auch craftbare (z.B. an den Werkbänken) Material… FALLOUT NEW VEGAS lädt den Spieler dazu ein, viel Zeit in der hiesigen Spielwelt zu verbringen – und dabei einiges zu entdecken. Schließlich sind nicht nur die Hauptquests interessant – sondern auch die zahlreichen Nebenmissionen, auf die man beim Erkunden der Welt immer wieder stößt. Natürlich muss man diese nicht unbedingt absolvieren; beziehungsweise kann man sie so spielen dass stets nur ein Vorteil für den Spieler selbst herauskommt (Achtung, schlechtes Karma) – aber im allgemeinen lohnt es sich doch, möglichst viel zu sehen und auszuprobieren. Interessant dabei ist, dass es nun auch noch ein zusätzliches Fraktions-System gibt – welches die Beliebtheit des Spielers bei verschiedenen Gruppierungen im Zusammenhang mit seinen Aktionen einordnet und bewertet. Nett: eine allzu große Rolle spielt dieses System nicht, man kann als Spieler immer noch seinem ganz eigenen Weg folgen. Einerseits um möglichst viel zu sehen und zu erleben (etwa, indem man auch mal Quest für eine eigentliche verhasste Gruppierung erledigt), andererseits natürlich um Erfahrungspunkte zu sammeln – denn die kann man bekanntlich immer gut gebrauchen.

Gerade dieses Abarbeiten der Quests im Zusammenhang mit den ständigen Stufen-Aufstiegen ist es auch, was das Spiel so unglaublich motivierend macht – man kann einfach nicht anders, als immer mehr erkunden und erfahren zu wollen. Schließlich sind die Belohnungen, die dafür winken; alles andere als verkehrt: seien es die die Spielfigur stets optimierenden Skillpunkte (welche wiederum neue Möglichkeiten offenbaren), seien es die immer besseren Waffen, die zu rekrutierenden Begleiter (ob menschlich oder eher nicht) oder das allgemeine Gefühl, immer mächtiger und damit zum absoluten Herrscher des Ödlands zu werden – der Spannungsbogen von NEW VEGAS scheint mit Maßnahmen wie diesen niemals wirklich abzuflachen. Und sicher auch nicht der Spaßfaktor. Schließlich macht es auch nach dem x-ten Mal noch ordentlich Laune zu sehen, was man mit seinen im genialen VATS-System geplanten Aktionen so alles ausrichten kann – oder auch nicht.

Dennoch muss man relativ schnell von mindestens 3 großen Fehlern respektive Knackpunkten sprechen, geht es um eine finale Bewertung von FALLOUT NEW VEGAS. Auch, oder gerade im Vergleich mit dem rundum gelungenen Vorgänger FALLOUT 3. Da wäre zum einen die Tatsache, dass man die Schauplätze beziehungsweise einzelnen Levelabschnitte merklich entschlackt hat – und so endlose Tunnels mit zahlreichen Kreuzwegen und Sackgassen endlich (?) der Vergangenheit angehören. Was sich grundsätzlich sinnvoll anhört und theoretisch für einen wesentlich besseren Spielfluss sorgen sollte, entpuppt sich allerdings schnell als kleine Mogelpackung. Denn: die durch diese Maßnahme faktisch gewonnene Spielzeit soll im Sinne von NEW VEGAS sogleich wieder investiert werden – und zwar in absolut nervige, gleich mehrmals hintereinander zu absolvierende Laufwege. Sicher, größtenteils können diese mithilfe der Schnellreise-Funktion überbrückt werden – aber eben nicht immer, nicht vollständig; und schon gar nicht innerhalb der Mauern von New Vegas. Hier muss man als Spieler selbst entscheiden, welche Variante der; man nenne es künstlichen Aufblähung der Spielzeit einem besser gefällt. Immerhin konnten die teils langen und verwinkelten Wege bei FALLOUT 3, so anstrengend sie teilweise waren; noch als zusätzlicher Atmosphäre-Boost betrachtet werden. Nun aber stellt sich schnell Ernüchterung ein, wenn man für lediglich eine einzelne Quest denselben Weg gleich mehrmals hin- und herlaufen muss. Etwa, um dem Questgeber zwischendurch etwas simples zu berichten – ein Königreich für ein Funkgerät.

In eine ganz ähnliche Kerbe schlägt dann auch die zweite größere „Verfehlung“ von NEW VEGAS, denn: dort, wo die Dinge eigentlich relativ simpel hätten ablaufen können; werden sie unnötig verkompliziert. Anders ist die merkwürdige Gestaltung speziell des Hauptschauplatzes NEW VEGAS inklusive des Strips jedenfalls kaum zu erklären. Nicht nur, dass man ständig hin- und her beziehungsweise auch zwischen den einzelnen Gebieten wechseln muss – oftmals weiß man gar nicht mehr wohin genau es eigentlich geht, da die grundsätzlich hilfreichen Quest-Marker innerhalb der Stadtmauern von VEGAS des öfteren zu versagen scheinen. So wird man einige Zeit damit verbringen, den Strip und die nähere Umgebung mehrmals abzulaufen – bis man in etwa weiß, wo jeweils welcher Questgeber sitzt. Analog zu dieser räumlich-strukturellen Unübersichtlichkeit gesellt sich dann noch mindestens eine weitere: das Ingame-Itemsystem ist aufgrund seiner schieren Fülle zwar interessant – insgesamt aber ist es derart überladen, dass man Schwierigkeiten bekommen könnte zu wissen was man überhaupt bei sich trägt oder wofür es theoretisch gut wäre. Das neue Crafting-System, welches merkwürdigerweise keine Selbstbau-Waffen mehr vorsieht, dafür aber verschiedene Munitionstypen – ist ebenfalls eher undurchsichtig, gerade auf den ersten Blick.

Die dritte große Verfehlung ist dann abermals eine theoretisch absolut vermeidbare, in Teilstücken aber doch auffällig oft auftretende. Die Rede ist von knallharten Bugs respektive Schludrigkeiten, die sich in weit mehr als nur grafischen Aussetzern (die kann man noch am ehesten verkraften) bemerkbar machen. Dies können mal kleinere Übersetzungsfehler sein (die in den Dialogen auftauchen und die Atmosphäre doch merklich schmälern), mal mittelprächtig schwerwiegende Merkwürdigkeiten (etwa plötzliche Gegner-Spawns aus dem Nichts, ausgerechnet in relativ schlauchigen Passagen); mal aber auch absolut vernichtende Bugs – die einem am Weiterkommen bei verschiedensten Quests hindern. Mal trifft man partout nicht auf einen Questgeber, mal bekommt man seine Ausrüstung nicht zurück (etwa nach einem Besuch in einem waffenfreien Gebiet), mal wartet man vergeblich auf einen entscheidenden Missions-Auslöser, mal ist die Mission selbst nach anständiger Beendigung nicht abgeschlossen… und noch so viel mehr. Eine Lösung ist hier glücklicherweise – und meistens – die Nutzung der Konsole (Beispiel: man teleportiert sich direkt zum nächsten Questgeber, der sonst nicht zu erreichen ist), doch solche Dinge dürfen einfach nicht in einem fertigen Spiel vorkommen. Erst Recht nicht, wenn bereits einige Patches veröffentlicht wurden – die das Ganze aber ebenfalls nicht merklich besser gemacht haben.

Nimmt man nun noch einige kleinere Unzulänglichkeiten hinzu – wie etwa die Tatsache, dass viele der in NEW VEGAS erkundbaren Orte verdammt schnell abgehandelt sind (zumeist handelt es sich um Orte, die man nicht einmal separat betreten und erkunden kann) – ergibt sich ein teils erschreckendes Gesamtbild. Ein Gesamtbild, dass eher an einen Downgrade (im Vergleich zum Vorgänger) denn an eine Weiterentwicklung eines genialen Spielprinzips erinnert. Schließlich hat man mit einem FALLOUT 3 im Gepäck nicht nur einige gute Voraussetzungen dabei – sondern bestenfalls auch das Bestreben, einige noch bestehende Lücken zu füllen. Was etwa ist mit der von vielen Spielern gewünschten Möglichkeit in Richtung möglichst imposanter Boss-Monster oder einer schnelleren respektive alternativen Fortbewegungsmethode (und sei es in Form einer simplen Eisenbahn-Lore) ? Gerade in einigen generell öderen Abschnitten der Wüsten-Karte hätte sich das doch geradezu perfekt angeboten. Stichwort Wüste: im Vergleich mit FALLOUT 3 wirkt die Spielwelt tatsächlich deutlich eingeschränkter (etwa durch die scharfen Bergbegrenzungen oder Canyons), uninteressanter und lebloser – woran selbst die hie und da vorkommenden neuen Pflanzen, Kreaturen und Gebäudetypen nicht viel ändern. Immerhin: mit einem Abstecher in den absoluten Nordwesten der Karte ergibt sich dann doch noch ein etwas interessantes Bild – hier ist die Vegetation dichter und die Landschaft bietet generell einige neue Eindrücke. Davon hätten es gerne mehr sein dürfen !

Ja, es kann dauern, wirklich ALLE Orte von New Vegas zu erkunden…

Natürlich klingt das relativ negativ, und grundsätzlich nach einem vollkommen misslungenen Nachfolger – was FALLOUT NEW VEGAS aber definitiv und glücklicherweise nicht ist. Schließlich, und dies gilt vor allem wenn man sich so gesehen nicht von den relativ schnell verfügbaren und zum Spiel-Ende führenden Hauptmissionen ablenken lässt; bietet das Spiel noch immer unglaubliche viele, unzählige Spielstunden fressende und dabei gut gemachte Inhalte. Vornehmlich solche, die sich in den immer wieder zu treffenden Entscheidungen auf Seiten des Spielers bemerkbar machen. Theoretisch könnte man auch hier – und ob der wahrlich sagenhaften Möglichkeiten und Verstrickungen in Anbetracht der einzelnen Fraktionen – ebenfalls gerne mal den Überblick verlieren. Aber dennoch: es macht schlicht einen Heidenspaß, die vielen auch kleineren Missionen zu erleben und dabei möglichst einen Fuß in die Tür jeder Fraktion zu bekommen – um sie besser kennenzulernen, und zu einem späteren Zeitpunkt entweder auszuschalten oder zu unterstützen. Wie viele Missionen NEW VEGAS insgesamt hat, das vermag man zumindest als gewöhnlicher Spieler kaum zu sagen – was sich gut anfühlt und ein klarer Anhaltspunkt dafür ist, dass die Macher doch einiges an Zeit und Arbeit in ihr Projekt investiert haben.

Umso enttäuschender ist es, dass sich dieses Gefühl eben (und leider) nicht auf gänzlich alle Bereiche des Spiels übertragen lässt.  Denn eigentlich bringt das FALLOUT-Franchise doch so viele gute bis geniale Aspekte mit sich – die es lediglich gilt, rundum perfekt in Szene zu setzen. Was etwa ist mit dem genialen VATS-System, welches das Spielerlebnis in vielfältiger Art und Weise auffrischt ? Was ist mit den unterhaltsamen Dialogen inklusive verschiedener Antwortmöglichkeiten, dem kleinen Karma-System welches den Spieler in eine entweder gute, böse oder neutrale Richtung driften lässt ? Was ist mit dem schier grandiosen, trotz der apokalyptischen Ausgangslage immer wieder hoch gehaltenem Humor ? Der kommt auch in NEW VEGAS recht gut zum Tragen, gerade natürlich im Zusammenspiel mit den abermals heftigen bis makaberen Gewalt-Darstellungen. Dieses Mal ist übrigens sogar die deutsche Version komplett ungeschnitten – was sehr gut ist. Man sieht, neben seinen unglaublich komplexen Quest-Möglichkeiten hat FALLOUT NEW VEGAS viele weitere Vorzüge – allerdings hatte diese auch schon der Vorgänger, was das Ganze verständlicherweise etwas weniger spektakulär macht.

Um eine bessere Übersicht zu erhalten empfiehlt sich ein Blick auf die folgende, möglichst vollständige Tabelle aller Positiv- und Negativaspekte von FALLOUT NEW VEGAS:

Handlung und Präsentation
  • Ansprechendes, intensives, glaubhaftes Endzeit-Szenario
  • Unzählige spannende Nebengeschichten und -Charaktere
  • Unzählbare atmosphärische Details & Gimmicks
  • Etwas abrupter, relativ wenig atmosphärischer Spielbeginn
  • Eher nicht das Gefühl einer einzigen, wichtigen und großen Mission wie im Vorgänger
  • Insgesamt etwas verworren und unübersichtlich erzählt

8.0/10

Grafik und Design
  • Riesige, hübsche Spielwelt mit Möglichkeiten zum Erkunden und Austoben
  • Viele verschiedene Gegnertypen
  • Zahlreiche verschiedene Objekte und Waffen
  • Hübsche Explosionen und Effekte
  • Dynamischer Tag- und Nachtwechsel
  • Weitläufige Außenareale, stimmige Innenbereiche
  • Optisch eher wenig ansprechendes „Wüsten-Ödland“
  • Keine wirklichen optischen Highlights oder Eyecatcher
  • Teils karge Texturen
  • NPC-Designs wiederholen sich auffällig („Klone“)
  • Etwas zu einfaches Creature-Design
  • Keine wirklichen Wettereffekte
  • Nicht allzu viele Möglichkeiten bei der Charakter-Erstellung
  • Gras und Büsche („Fauna“) eher bescheiden

6.5/10

Sound
  • Hervorragend vertonte Figuren
  • Lebendige Umgebungsgeräusche
  • Viele kleinere, stimmige Soundelemente
  • Bombastische Explosionen
  • Knackiger Waffensound
  • Guter, passiger Soundtrack
  • Herzschlag-Sound bei niedriger Gesundheit
  • Absolut Unpassende EXP-Sounds („Explosion“)
  • Deutlich weniger stimmungsvolle Radio-Musik

9.0/10

Spielwelt, Umfang und Atmosphäre
  • Grundsätzliches Gefühl von Freiheit und Spielraum
  • Grundsätzlich mehrere Herangehensweise (Schleichen, Action, Vermeidung)
  • Verschiedene wählbare Begleiter (abhängig vom Karma)
  • Gutes Dialogsystem mit speziellen Optionen (und Folgen)
  • Ladensystem (+ Feilschen, An- und Verkauf)
  • Angenehmer Spielwitz, interessante nicht jugendfreie Inhalte
  • Wenig nachhaltig wirksame, einprägsame Szenen und keinerlei Boss-Monster
  • Karma- und Fraktionssystem mit zu wenigen auffälligen Auswirkungen
  • Viele Nebenquests wirken eher wie einfache Botengänge
  • Wiederholtes Hin- und Herlaufen (Streckung der Spielzeit)
  • Unnötig verkompliziertes, unübersichtliches Item-System (keine selbstgebauten Waffen mehr, dafür aber selbst zu erstellende Munition)
  • Keine Möglichkeit, schneller voranzukommen (Sprinten, Fahrzeuge)
  • Viele Schauplätze leblos, zu wenig Interaktionsmöglichkeiten
  • Unübersichtlicher, recht karg gestalteter Hauptschauplatz (der „Strip“)
  • Das zu tragende Maximalgewicht ist viel zu niedrig (vermeintlich „realistisch“, in Anbetracht der Item-Vielfalt aber nervig)

5.0/10

Bedienung, Balance, Bugs
  • Zumeist faire automatische Speicherpunkte, Schnellspeichern möglich
  • Intuitive, unkomplizierte Steuerung
  • Geniales V.A.T.S.-System
  • Wechsel von der Ego in die 3rd-Person-Perspektive jederzeit möglich
  • Einfache Implementation von Mods oder neuem Content möglich
  • Begrenzung des Maximal-Levels (selbst mit Addons zu niedrig)
  • Generell eher Bug-lastig (Clipping, Spawning, Abstürze)

7.5/10

Ungefähre Spielzeit in Stunden: 40-90

Insgesamt betrachtet ist FALLOUT NEW VEGAS nicht der erhoffte überragende, aber ein doch reichlich solider Nachfolger zu FALLOUT 3 geworden. Auf der Haben-Seite stehen klar die aus FALLOUT 3 übernommenen Vorteile des Spielprinzips sowie die unendlich komplexen Möglichkeiten sowohl beim Questen als auch der Spielgestaltung selbst, etwa durch getroffene Entscheidungen oder die erwerbbaren Skills. Auf der Negativ-Seite stehen dann vor allem Dinge, die man relativ leicht hätte verhindern können – was schade ist, und den Gesamteindruck unnötig schmälert. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, mithilfe der Community (die auch dieses Mal mehr als fleißig ist) respektive einigen nützlichen Modifikationen das Spielerlebnis noch merklich zu verbessern – und nach dem jeweils vorhandenen Geschmack anzupassen. Denn, und das ist die letzte absolut positive Nachricht: auch dieses Mal macht es der Entwickler den Fans nicht schwer, am Spiel herumbasteln zu können – wobei Communitys wie die von NEXUS zu festen Begleitern von FALLOUT-Spielern werden sollten, die das Maximum aus ihrem Spielerlebnis herausholen möchten. Mit den passenden Mods (siehe etwa hier) könnte die im besten Fall gerechte Gesamtwertung, die auch so schon respektabel ist; sogar noch leicht erhöht werden.

Zahlreiche weitere Screenshots gibt es hier.


„Insgesamt muss NEW VEGAS leicht hinter dem ebenso erfrischenden wie grandiosen FALLOUT 3 zurückstehen – einen Heidenspaß macht es trotzdem. Auch oder gerade deswegen, weil niemand so genau weiß wie viele Spielstunden es fressen wird.“


Natürlich – und glücklicherweise – gibt es mittlerweile auch einige offizielle Erweiterungen zum Spiel, deren Vor- und Nachteile man in der folgenden Aufstellung begutachten kann (fließt nicht in die Wertung des eigentlichen Hauptspiels mit ein):

Fallout New Vegas – Dead Money

  • + Erhöht das maximale Level um 5
  • + Interessante neue Hauptquest um ein legendäres Casino
  • + Neue NPC’s, Begleiter, Gegner und Gegenstände
  • + Neues Hintergrundwissen
  • – Insgesamt eher lieblos und austauschbar gestaltet
  • – Viel Vorbereitungszeit, bevor es zu den eigentlichen Highlights kommt
  • – Teils stimmige, teils nervige neue Spiel-Elemente (Lautsprecher, Wolke)
  • – Eher enttäuschendes Finale

Addon-Wertung: 5/10

Fallout New Vegas – Honest Hearts

  • + Für Fallout eher untypische Western-Canyon-Gegend als Schauplatz
  • + Erhöht das maximale Level um 5
  • + Neue Begleiter, neue Missionen
  • – Insgesamt eher dröge, wenig spannende Spielwelt
  • – keine wirklichen neuen Gegner-Typen oder Boss-Monster
  • – neue Quests wenig herausfordernd, meist simples Durchrennen

Addon-Wertung: 6/10

Fallout New Vegas – Old World Blues

  • + Komplett neues Areal
  • + Erhöht das maximale Level um 5
  • + Spannende Hauptquest
  • + Neue Gegnertypen
  • + Neue Waffen
  • + Unglaublicher Spielwitz
  • + Interessante Nebenquests

Addon-Wertung: 9/10

Fallout New Vegas – Lonesome Road

  • + Apokalyptisch anmutender neuer Level-Abschnitt
  • + Erhöht das maximale Level um 5
  • + Neuer Begleiter
  • + Viele Bezüge und Ergänzungen zur eigentlichen Story
  • + Herausfordernde Passagen und Gegner

Addon-Wertung: 8/10

2 replies »

  1. Oh, hier war wohl mal ein Update fällig – nach immerhin 10 Jahren 🙂
    Der Text ist komplett neu, die Wertung wurde von 9.0 auf 8.0 gesenkt.
    Dennoch handelt es sich um eines jener Spiele, die man einfach immer wieder zocken kann.

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